22.04.2026
HEALTH TECH

Calibre: Londoner Startup mit Ö-Co-Foundern holt 3,3 Mio. Dollar

Das Londoner HealthTech-Startup Calibre startet seinen offiziellen Launch mit einem Investment von 3,3 Millionen US-Dollar. Zwei der Co-Founder haben in Wien studiert.
/artikel/calibre-londoner-startup-holt-33-mio-dollar-wu-und-meduni-wien-absolvent-im-founderteam
Das Founderteam von © Calibre.

Wer seinen Gesundheitszustand wirklich verstehen will, hat bisher meist zwei Optionen: teures Privatarzt-Netzwerk oder stundenlanges Selbstrecherchieren zwischen widersprüchlichen Quellen. Genau diese Lücke möchte Calibre schließen. Das 2025 gegründete HealthTech-Startup mit Sitz in London gibt heute seinen offiziellen Launch bekannt und holt dafür ein Pre-Seed-Investment von 3,3 Millionen US-Dollar. Mit an Bord sind zwei Gründer, die in Wien studiert haben.

Gesundheitsfaktoren verstehen und beeinflussen

Calibre nennt den eigenen Ansatz „Causal Health Navigation“. Statt nur Daten zu erfassen, will das Unternehmen verstehen, welche Faktoren die Gesundheit eines Menschen tatsächlich beeinflussen, wird in einer Presseaussendung erklärt. Dafür werden medizinische Vorgeschichte, Alltagsgewohnheiten und Umweltfaktoren mit diagnostischen Tests und eigens entwickelten KI-Modellen verknüpft. Das Ergebnis soll ein individueller Gesundheitsplan sein, der sowohl kurzfristig wirkt als auch langfristige Risiken adressiert.

„Viele Menschen fühlen sich vom bestehenden Gesundheitssystem im Stich gelassen und navigieren ihre Gesundheit selbst, mit viel Aufwand aber oft ohne echte Wirkung. Genau hier setzt Calibre an. Wir helfen Menschen zu verstehen, was ihre Gesundheit tatsächlich beeinflusst, und zeigen ihnen, wie sie diese gezielt verbessern können“, sagt CEO und Co-Founder Alexander Weber. Laut Unternehmen war ein solches Niveau an personalisierter Analyse bisher vor allem Leistungssportler:innen und Personen mit Zugang zu umfassender Privatmedizin vorbehalten.

Gründer mit Wien-Bezug

Hinter Calibre stehen drei Gründer. CEO Weber hat an der Wirtschaftsuniversität Wien studiert und gehörte zu den frühen Mitarbeitenden von N26, wo er später als Chief Growth Officer tätig war. Chief Medical Officer Reinhold Innerhofer, ausgebildet an der MedUni Wien, ist Arzt und Sportwissenschaftler. Der dritte in der Runde ist CTO Ben Levy, der mehr als 20 Jahre Softwareerfahrung miteinbringt.

Tayenthal als Angel-Investor

Die Pre-Seed-Runde über 3,3 Millionen US-Dollar wird angeführt vom Berliner Frühphaseninvestor Amino Collective. Weitere institutionelle Investoren sind Daybreak Ventures und Cocoa Ventures. Als Angel-Investoren sind unter anderem Maximilian Tayenthal, Co-Founder von N26, und Timo Boldt, Gründer des britischen Lebensmittellieferanten Gousto, mit dabei.

„Wir sehen im HealthTech-Bereich eine ähnliche Entwicklung wie bei Fintechs vor einigen Jahren. Die Erwartungen der Verbraucher entwickeln sich schneller als bestehende Systeme. Gesundheit steht an einem vergleichbaren Wendepunkt, und Calibre adressiert genau diese Entwicklung. Ich freue mich, Alex und das Team auf dieser Mission zu unterstützen“, kommentiert Tayenthal sein Investment.

Lead-Investor Manuel Grossmann von Amino Collective sagt zu der Beteiligung: „Im Bereich Consumer Health gibt es viele Angebote, die Daten erfassen, aber wenig verändern. Calibre geht einen anderen Weg. Das Unternehmen versteht, was Gesundheit tatsächlich beeinflusst, und hilft Menschen, diese gezielt und nachhaltig zu verbessern.“

Noch nicht in DACH-Region verfügbar

Zum Start ist Calibre ausschließlich in Großbritannien verfügbar. Die medizinische Versorgung läuft über den Partner DocTap, einen von der britischen Care Quality Commission registrierten Anbieter. Eine eigene CQC-Zulassung hat Calibre eigenen Angaben zufolge beantragt. Für die DACH-Region ist eine Warteliste geöffnet. Wann der Markteintritt konkret erfolgt, bleibt offen.

Deine ungelesenen Artikel:
22.07.2026

Niceshops kauft 23.000 m² am Hauptstandort Saaz zu

Nach einer überwundenen Krise und zuletzt dem bislang erfolgreichsten Geschäftsjahr ist das steirische E-Commerce-Scaleup Niceshops wieder voll auf Wachstumskurs.
/artikel/niceshops-kauft-23-000-m%c2%b2-am-hauptstandort-saaz-zu
22.07.2026

Niceshops kauft 23.000 m² am Hauptstandort Saaz zu

Nach einer überwundenen Krise und zuletzt dem bislang erfolgreichsten Geschäftsjahr ist das steirische E-Commerce-Scaleup Niceshops wieder voll auf Wachstumskurs.
/artikel/niceshops-kauft-23-000-m%c2%b2-am-hauptstandort-saaz-zu
Das Logistikzentrum von Niceshops im steirischen Saaz | (c) Niceshops
Das Logistikzentrum von Niceshops im steirischen Saaz | (c) Niceshops

Rund zwei Millionen Pakete versendete Niceshops 2025 aus dem Logistikzentrum im südoststeirischen Saaz. Diese gingen in 80 Länder bei einer Exportquote von 88 Prozent. Es war das bislang erfolgreichste Geschäftsjahr des E-Commerce-Scaleups, wie brutkasten berichtete. An dessen Ende standen 169 Millionen Euro Umsatz und ein EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von acht Millionen Euro zu Buche. Und das, obwohl man sich erst 2024 auch mit Hilfe eines Stellenabbaus (brutkasten berichtete) aus einer Krise gekämpft hatte.

Ausbau direkt am steirischen Heimatstandort

Mit dem starken Aufschwung sei man auch bei den Lagerkapazitäten an die Grenzen gekommen, heißt es nun vom Unternehmen, das etwa 30 spezialisierte Onlineshops betreibt: „Zuletzt mussten zusätzliche externe Flächen angemietet werden.“ Deswegen soll nun erweitert werden – und zwar direkt am Heimatstandort Saaz, der rund eine Dreiviertelstunde von der steirischen Hauptstadt Graz entfernt ist.

Dort kaufte man nun ein 23.000 m² großes Grundstück zu, wie das Unternehmen verkündet. „Die Erweiterung schafft die Grundlage, Logistikprozesse wieder zentral zu bündeln, Transportwege zu verkürzen und die gesamte Wertschöpfung in der Region zu halten“, heißt es dazu in einer Aussendung.

Schrittweise Automatisierung in kommenden Jahren

Die Ausbaupläne von Niceshops betreffen aber nicht nur die Logistik. Dieses Jahr sollen insgesamt 50 neue Arbeitsplätze geschaffen werden – aktuell beschäftigt man etwa 400 Mitarbeiter:innen an den Standorten Saaz, Graz und Wien. Gleichzeitig will man in den kommenden Jahren schrittweise Automatisierungs- und Robotiklösungen einführen. „Ziel ist nicht die Vollautomatisierung des Lagers, sondern der gezielte Einsatz in speziellen Segmenten, um die Mitarbeiter:innen bei standardisierten Prozessen zu entlasten und die Effizienz weiter zu steigern“, heißt es dazu vom Unternehmen.

Künftig liege der Fokus auf dem weiteren Ausbau der E-Commerce-Plattform sowie der Skalierung von Logistik- und Technologiedienstleistungen für Partnerunternehmen. Zudem setze man weiterhin auf Nachhaltigkeit, etwa mit 100
Prozent Ökostrom, „nahezu“ plastikfreiem Versand und einer im Branchenvergleich sehr niedrigen Retourenquote von rund drei Prozent.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Calibre: Londoner Startup mit Ö-Co-Foundern holt 3,3 Mio. Dollar

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Calibre: Londoner Startup mit Ö-Co-Foundern holt 3,3 Mio. Dollar

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Calibre: Londoner Startup mit Ö-Co-Foundern holt 3,3 Mio. Dollar

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Calibre: Londoner Startup mit Ö-Co-Foundern holt 3,3 Mio. Dollar

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Calibre: Londoner Startup mit Ö-Co-Foundern holt 3,3 Mio. Dollar

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Calibre: Londoner Startup mit Ö-Co-Foundern holt 3,3 Mio. Dollar

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Calibre: Londoner Startup mit Ö-Co-Foundern holt 3,3 Mio. Dollar

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Calibre: Londoner Startup mit Ö-Co-Foundern holt 3,3 Mio. Dollar

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Calibre: Londoner Startup mit Ö-Co-Foundern holt 3,3 Mio. Dollar