10.05.2022

byrd-Mitgründerin Petra Dobrocka über das 50 Mio. Euro-Investment

byrd-Mitgründerin Petra Dobrocka erzählt bei Editor's Choice über das 50 Mio. Euro-Investment, die jüngste Entwicklung und aktuelle Pläne.
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byrd-Gründerin Petra Dobrocka im brutkasten-Podcast Editor's Choice
byrd-Gründerin Petra Dobrocka im brutkasten-Podcast Editor's Choice | Foto (c) byrd

Erst im Juli 2021 holte sich das Wiener Startup byrd in seiner Serie B-Finanzierungsrunde 16 Millionen Euro. Nun kamen in der nächsten Kapitalrunde 50 Millionen Euro dazu. In den dazwischenliegenden Monaten konnte das auf E-Commerce-Fulfillment spezialisierte Unternehmen seinen Kundenstamm und seinen durchschnittlichen Umsatz pro Kunde verdoppeln. Über dieses Wachstum und wie das Investment sprachen wir bei Editor’s Choice mit byrd-Mitgründerin Petra Dobrocka.

Petra Dobrocka: „Cambridge Capital ist auf uns zugekommen“

Unter anderem erzählt Petra Dobrocka, wie das Scaleup arbeitet, wie der Kontakt zu Lead-Investor Cambridge Capital zustande kam und wie das Unternehmen sein enormes Wachstum in den vergangenen Monaten gemeistert hat. Außerdem gibt sie eine Einschätzung, wie die Chancen von byrd stehen, ein Unicorn zu werden.

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Hivesense
© Innovation Salzburg/Benedikt Schemmer - Alexander Moosmann (l.) und Florian Entleitner von Hivesense.

Die beiden FH-Absolventen Florian Entleitner und Alexander Moosmann teilen eine Leidenschaft namens IT-Security. Daraus ist ein Startup geworden: Mit Hivesense entwickelten beide eine sogenannte Deception-Plattform, die Cyberangriffe frühzeitig erkennt, indem sie Angreifende mit gezielt platzierten digitalen Fallen aufdeckt und dadurch wichtige Informationen für Cyberdefense liefert. Dabei setzen sie bewusst auf europäische Infrastruktur und digitale Souveränität. Die Idee entstand im Studium an der FH Salzburg.

Hivesense mit „Deception Technology“

Konkret haben sich Entleitner und Moosmann im Studium Informationstechnik & System-Management an der FH Salzburg kennengelernt. Die Idee für das Startup entstand schließlich im Rahmen von Entleitners Abschlussarbeit. „Ich habe mich in meiner Masterarbeit intensiv mit sogenannten ‚Honeypots‘ beschäftigt, einem Teilbereich der Täuschungstechnologie. Dabei wurde mir klar, wie viel Potenzial in diesem Ansatz steckt“, erklärt er.

Die Founder pitchten ihre Idee beim FHStartup Center und wurden im Herbst 2025 in die Startup Factory des Netzwerks Startup Salzburg aufgenommen. Im März 2026 gründeten sie schlussendlich ihr Unternehmen.

Hivesense entwickelt – wie erwähnt – eine „Deception Technology“, eine – eigenen Angaben nach – noch wenig verbreitete Form der Cyberabwehr. Das Prinzip: Im Netzwerk eines Unternehmens werden gezielt „Stolperdrähte“ platziert. Angreifer, die sich im System bewegen, sollen dann darauf stoßen und erkannt werden, so der Claim.

„Wir bauen keine klassische Schutzmauer“, sagt Entleitner. „Wir legen bewusst falsche Spuren und warten, bis jemand darüber stolpert – vergleichbar mit einem Stolperdraht, an dem ein Glöckchen platziert wurde.“ Moosmann ergänzt: „Viele Sicherheitslösungen erkennen nur bekannte Bedrohungen. Wir gehen einen Schritt weiter: Wir erkennen Verhalten und interagieren direkt mit Angreifern.“ Dabei setzt Hivesense im Inneren des Netzwerks an, einem der, wie beide Gründer sagen, kritischsten Bereiche.

Erste Pilotkunden

Die Decoy-Plattform von Hivesense befindet sich im Einsatz bei ersten Pilotkunden. Das Team treibt den Markteintritt im DACH-Raum aktiv voran und sucht weiterhin nach Unternehmen, die die Plattform in ihrer Infrastruktur einsetzen und gemeinsam mit Hivesense weiterentwickeln möchten.

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