19.05.2025
158 WOHNEINHEITEN

Buwog beauftragt Gropyus mit Großprojekt in Berlin

Das Wiener Scaleup Gropyus hat den Auftrag für ein Großprojekt in Berlin-Lichtenberg erhalten und errichtet nun 158 Wohneinheiten auf einer Bruttogeschossfläche von rund 16.000 Quadratmetern.
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Gropyus, Berlin, Lichjtenberg
© Gropyus

Mit den seriengefertigten mehrgeschossigen Holz-Hybrid-Gebäuden überzeugte das Unternehmen Gropyus von Co-Founder Markus Fuhrmann schon vor einiger Zeit den deutschen Wohnbau-Riesen Vonovia – zunächst als Kooperationspartner und später als Lead-Investor bei einer 100-Millionen-Euro-Kapitalrunde, die Anfang 2023 verkündet wurde. Davor gab Gropyus zudem die Aufnahme eines 40-Millionen-Euro-Kredits von der Europäischen Investitionsbank (EIB) bekannt. Das Kapital floss unter anderem in eine hochautomatisierte Produktionsanlage in Deutschland, wo auch das nächste Projekt in Auftrag gegeben wurde.

Gropyus: Start im Juli

Für die Buwog Bauträger GmbH, eine Tochtergesellschaft des deutschen Wohnungsunternehmens Vonovia, errichtet Gropyus nun in Berlin-Lichtenberg auf einer Länge von 170 Metern neun Hausabschnitte – eines neu zu errichtenden Häuserblocks – mit einer Bruttogeschossfläche von rund 16.000 Quadratmetern. Insgesamt entstehen hier 158 Wohneinheiten.

Starten soll das Projekt im Juli 2025. „Nach jahrelanger Produkt- und Prozessentwicklung und ersten Projekten realisieren wir jetzt unser erstes Großprojekt in Berlin, einem der angespanntesten Wohnungsmärkte Deutschlands“, sagt Philipp Erler, Mitgründer und CTO von Gropyus. „Boom-Regionen und Metropolen wie Berlin leiden besonders unter dem Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Hier setzen wir mit unserem industrialisierten und vollständig digitalisierten Ansatz an. Wir verwirklichen unsere Vision von nachhaltigem, bezahlbarem, hochattraktivem und schnell zu realisierendem Wohnraum.“

„Bezahlbarer Neubau“

Eva Weiß, Geschäftsführerin der Buwog betont, dass man gerade in Berlin bezahlbaren Neubau brauche, der hochwertig sei und schnell realisiert werden könne: „Der serielle Neubau kann das leisten. Mit Gropyus haben wir ein Unternehmen an unserer Seite, das Experte auf diesem Gebiet ist. Wir freuen uns über die gute Zusammenarbeit.“

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Die Strabag-Zentrale in Wien | (c) Erlacher / Strabag
Strabag startet Early-Stage VC Fonds. (c) Erlacher / Strabag

Schon vor über einem Jahr wurde bekannt, dass der österreichische Baukonzern Strabag einen eigenen Corporate VC Fonds eröffnen will, also eine Konzerntochter, die als Beteiligungsgesellschaft in Startups investiert. Nun dürfte dieser Plan mit Loom Ventures offiziell umgesetzt worden sein, wie der Managing Director Ilja Aizenberg auf LinkedIn bekanntgab.

Digital-, Energie- und Industrie-Infrastruktur

Auf ihrer Website beschreiben Loom Ventures genau, wen sie adressieren wollen: „Wir investieren in europäische Unternehmen in der Frühphase (Early-Stage) an der Schnittstelle von digitaler, Energie- und Industrie-Infrastruktur. Wenn Ihr Unternehmen reale Systeme autonomer, leistungsfähiger oder widerstandsfähiger macht, möchten wir von Ihnen hören“.

Weiters heißt es: „Infrastruktur ist längst mehr als nur reine Versorgung. Sie rückt näher an den Endnutzer heran, generiert mehr Wertschöpfung und bildet einen starken Integrationsvorteil (Moat) zwischen physischen Anlagen (Assets), Daten und Anwendungen. Ob in digitalen, Energie- oder Industriesystemen – wir sind stolz darauf, durch unseren Partner und Investor STRABAG über einen einzigartigen Branchenzugang zu verfügen. Dies untermauert unser Versprechen, unsere Gründungsteams weit über das reine Kapital hinaus aktiv zu unterstützen.“

100-Millionen-Euro-Fonds

Der Fonds hat laut Viktor Pasquali, Mitglied im Investment Committee von Loom Ventures, eine Größe von 100 Millionen Euro und sitzt in Wien. Pasquali kommentiert auf LinkedIn wie folgt: „Was vor zwei Jahren hinter den Kulissen begann, ist nun offiziell: Loom Ventures, ein 100-Millionen-Euro-Early-Stage-Venture-Capital-Fonds für europäische InfraTech-Unternehmen. Die Arbeit daran war genau die Art von Aufgabe, die ich am meisten schätze: eine Idee in eine Struktur zu verwandeln, die auf eigenen Beinen stehen kann – von der Konzeption und dem Aufsetzen des Fonds über die Governance und Positionierung bis hin zum Management-Team.“

Doppelspitze

Zum genannten Management-Team macht Pasquali genaue Angaben: Ilja Aizenberg und Toba Spiegel. Spiegel war zuvor Investment Director bei Trill Impact und war bereits Board-Observer für Soil Capital und tado.

„Ich habe mich entschieden, die Mission zu übernehmen, Loom Ventures mitzuleiten, weil es mir ermöglicht, die Art von Fonds aufzubauen, an die ich glaube: eine klare These, einen Fokus auf Investitionen, bei denen unsere Überzeugung am höchsten ist, und enge Zusammenarbeit mit Gründern. Gleichzeitig kann ich auf die industrielle Expertise und das Netzwerk von Strabag als eines der führenden Infrastrukturunternehmen Europas zurückgreifen, was mir noch bessere Wege gibt, das zu tun, was ich in diesem Job am erfüllendsten finde: für Gründer nützlich zu sein“, schreibt Spiegel auf LinkedIn.

Aizenberg war zuletzt Board Observer bei Wiliot und hat unter anderem auch für die Unternehmen NonoLINC, Corvic AI und Anjuna Security gearbeitet. Er bringt laut eigenen Angaben Erfahrung in KI und Materialwissenschaften sowie dem Unternehmensaufbau mit.

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