27.02.2026
NACHHALTIGKEIT

Buum: Tiroler Startup entwickelt schaumbasierte Feuchtpapier-Alternative

Mit Buum bringt Richard Leitgeb eine schaum­basierte Alternative zu Feuchttüchern auf den Markt und knüpft damit an eine alte Idee an.
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Buum, Feuchttücher-Alternative, Feuchttücher
© Buum - Richard Leitgeb von Buum.

Vor zehn Jahren hatte der Vater von Buum-Founder Richard Leitgeb eine Idee. Damals war das Thema Feuchttücher und deren Schädigung für die Umwelt aufgekommen und Alternativen spukten im Kopf der Familie herum. Doch Leitgeb selbst war als Founder von Secureo, einem Security-Marktplatz, anderweitig beschäftigt und ließ die Idee seines Vaters liegen. 2021 verkaufte er sein Startup, das dann rund zwei Jahre danach insolvent ging – brutkasten berichtete.

Buum: „Etwas mit mehr Impact“

„Nach sieben Jahren in der Sicherheitstechnik, einem eher trockenen Bereich, wollte ich etwas Netteres machen“, erinnert sich Leitgeb. „Etwas mit mehr Impact in Richtung Nachhaltigkeit.“

Also griff Leitgeb nach seinem Exit die damalige Idee seines Vaters auf, recherchierte und fand ähnliche Produkte, die ihn aber nicht überzeugten. „Jene waren voller Zusatzstoffe und durchfeuchteten das Toilettenpapier zu sehr“, sagt er.

Sieben Monate später

Nach sieben Monaten an einer Formulierung herumtüftelnd, fand Leitgeb einen Weg, genau diese Probleme zu beheben und startete in Ampass (Tirol) Buum als Solo-Gründer. Mit seiner Kombination aus Schaum und Toilettenpapier als umweltfreundliche Alternative zu Feuchttüchern fand er gleich Anklang und wagte sich im Dezember 2025 auf den Markt.

© Buum – Richard Leitgeb und sein Produkt Buum.

Eine Flasche seines in Oberösterreich produzierten Toilettenprodukts steht für rund 300 Feuchttücher; mittlerweile konnte er 750.000 Stück davon ersetzen und erreichte im ersten Monat einen Umsatz von 35.000 Euro – gefolgt von einer „schönen“ Entwicklung im Jänner und Februar, wie Leitgeb berichtet.

Buum-Founder mit weiterem Fokus

Als nächstes Ziel gilt für den Founder, seine Solo-Stellung zu beenden und für sein gebootstrapptes Startup mit einem Team zu bestücken. Ein paar Kollegen aus anderen B2C-Startups stünden schon am Sprung Late-Co-Founder zu werden.

Ein weiterer Fokus für Buum liegt darin, in den heimischen und auch deutschen Markt zu skalieren und die Präsenz auszubauen. Parallel dazu denkt Leitgeb auch andere Produktkategorien an.

„Unser Kernthema dreht sich rund um den Hintern, da wollen wir weiterhin innovative Produkte entwickeln“, sagt Leitgeb. „Eventuell auch ein Medizinprodukt. Da haben wir bereits Kontakte zu Pharmafirmen, die uns auch unterstützen wollen.“

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zone14
© Gabler - (v.l.) Simon Schmiderer, Marc Janko, Tobias Gahleitner und Lukas Grömer.

Das Wiener Startup zone14 von Simon Schmiderer, Tobias Gahleitner und Lukas Grömer sammelt. Etwa eine Vertiefung der Partnerschaft mit dem Wiener Sport-Club, Kooperationen mit Rapid und Austria oder auch Investoren wie Manuel Ortlechner – brutkasten berichtete. Nun steigt mit dem Ex-ÖFB-Kapitän Marc Janko ein weiterer ehemaliger Profi-Fußballer als strategischer Investor ein. Über die genaue Summe wurde Stillschweigen vereinbart.

zone14: Kontakt mit Janko bereits vor der WM

„In der Fußballbranche hat der Einstieg von Manuel Ortlechner für Redestoff gesorgt. Daraufhin kamen wir mit Marc in Kontakt, der schnell von unserer Idee begeistert war“, erklärt Co-Founder Simon Schmiderer, wie es zum Einstieg von Janko kam. „Er hat gesehen, dass die Möglichkeiten, die er von Red Bull Salzburg kannte, kurz- und mittelfristig auch in der Breite ein Thema werden. Wir haben bereits vor der Weltmeisterschaft in den USA miteinander gesprochen und es letzten Mittwoch finalisiert.“

Jankos langjährige Spielerkarriere führte ihn durch eine Vielzahl an nationalen und internationalen Clubs. Mit seiner Expertise und seinem Netzwerk soll er nun bei zone14 wertvolle Impulse für die weitere Entwicklung des Unternehmens setzen. Vor allem was die weitere Internationalisierung betrifft.

„Wir erhoffen uns, dass sein großes Netzwerk uns weiter in den Fußball und in neue Märkte hineinbringt“, beschreibt Schmiderer die nächsten Schritte. „Marc hat mit seinen Auslandsstationen eine Reputation und gute Kontakte. Wir haben nicht nach einem x-beliebigen Spieler gesucht, sondern jemanden gewählt, der von seiner Ambition gut zu uns passt. Marc war sehr erfolgreich und hat aus seiner Zeit in Holland (Anm.: FC Twente Enschede) etwa Kontakt nach Afrika, aber auch in die Schweiz.“

In über 10 Ländern im Einsatz

Zone14 entwickelt KI-basierte Video- und Performance-Analysen für den Fußball und skalierte seine Technologie bereits in über zehn Ländern: Mehr als 200 Systeme sind global im Einsatz – von flächendeckenden Ausstattungen ganzer Ligen wie der ersten Profiliga Zyperns bis hin zu Traditionsvereinen wie dem SK Rapid, dem FK Austria Wien und dem SV Darmstadt 98.

„Als Stürmer entscheiden oft Millisekunden. Zone14 verbindet Video und KI-Daten so, dass sie sofort nutzbar sind – ganz ohne teure GPS-Westen oder zusätzliche Hardware“, erklärt Janko den Grund für sein Investment. „Das nimmt enorm viel Aufwand aus der täglichen Arbeit. Es begeistert mich, dass dadurch nicht nur Top-Klubs, sondern auch die breite Basis im Fußball die Chance bekommt, wie die Profis zu arbeiten.“

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