13.11.2017

Business-Breakfast zur Forschungsprämie für Startups

Michael Raab von Minted und Barbara Hölzl von Ecovis Austria sprechen beim gemeinsamen Business Breakfast am 23. November über Chancen für Startups.
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(c) Fotolia/pauchi

Die „Mutter aller Förderungen“ wird ab 1. Jänner 2018 von 12 auf 14 Prozent erhöht. So werden mit der Forschungsprämie weiterhin betriebliche F&E-Aufwendungen in Form einer Steuergutschrift gefördert. Beim Business Breakfast von The Minted und Ecovis Austria wird am 23. November, vor allem über die damit einhergehenden Chancen für Startups, gesprochen.

Erfahrene Speaker

  • Michael Raab, der Geschäftsführer von “Minted“ hat bereits rund 90 Startups bei der Einreichung von mehr als 150 Förderanträgen betreut. Darunter fallen auch Startups wie JobRocker, Baningo und Bitpanda. Sein Unternehmen leistet einen wichtigen Beitrag für ein unternehmerisches Österreich und unterstützt die engagierten Startups dabei, aus innovativen Ideen wegweisende Unternehmungen, Produkte und Dienstleistungen entstehen zu lassen.
  • Barbara Hölzl, Geschäftsführerin und Steuerberaterin bei „ECOVIS Austria”, ist schwerpunktmäßig in der Betreuung von Startups tätig und begleitet diese in der laufenden Beratung und Betreuung von Gründung bis zum Exit. ECOVIS Austria ist Teil des ECOVIS-Netzwerks weltweit und in rund 60 Ländern in Europa, Asien, den USA, Südamerika und Australien mit insgesamt rund 5.000 Mitarbeitern präsent.

Ablauf des Business Breakfast

Am 23. November gibt es in den Räumlichkeiten der ECOVIS Austria Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Schmalzhofgasse 4, 1060 Wien, ab 8:15 Uhr morgens ein Frühstücksbuffet. Bis 9 Uhr bleibt dann Zeit zum Netzwerken und Ankommen. Von 9 Uhr bis 10 Uhr folgen die Impulsvorträge sowie die Diskussion mit den Speakern. Das Buffet steht jedenfalls auch dann noch zur Verfügung. Um Anmeldung bis 20. November, via E-Mail an: [email protected], wird gebeten.

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Die Gründer von Klartext AI vlnr.: Daniel Toth, Ruben Hetfleisch und Felix Krause | (c) Klartext AI
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Bereits seit etwas mehr als einem Jahr sind barrierefreie Dokumente durch das österreichische Barrierefreiheitsgesetz (BaFG) für öffentliche Institutionen, Bildungseinrichtungen sowie Banken und Versicherungen verpflichtend. Die Anforderungen sind dabei klar geregelt, der manuelle Aufwand, bestehende Dokumente barrierefrei umzugestalten, hoch. Bei einem 80-seitigen Dokument seien das etwa zwei Arbeitstage, heißt es vom Wiener Unternehmen Klartext AI (brutkasten berichtete bereits). Mit dem Venture doclarity hat man – basierend auf einem Forschungsprojekt – eine KI-Lösung für genau den Zweck geschaffen. Sie erstellt Dateien im Format PDF/UA, das die Nutzung von Screenreadern ermöglicht.

Unterstützung von oberster politischer Ebene

Und diese Lösung wird bereits in der noch bis September laufenden kostenlosen Early-Access-Phase gut angenommen. Schon mehr als 70 öffentliche Institutionen bzw. andere vom Gesetz betroffene Organisationen würden das Tool nutzen, sagt Co-Founder Ruben Hetfleisch gegenüber brutkasten. Namen dürfe man aktuell noch keine nennen. Klar ist aber, dass das Startup auch auf oberster politischer Ebene bereits aufgeschlagen ist: Das Bundeskanzleramt unterstütze die Entwicklung im Rahmen des letzten Public AI Hackathons und Innovationsminister Peter Hanke besuchte das Unternehmen jüngst für einen Pressetermin.

„Ohne die Unterstützung von öffentlicher Seite, von der FFG über die AI Factory Austria bis zur Wirtschaftsagentur Wien, wären wir heute nicht da, wo wir sind – dafür sind wir wirklich dankbar“, sagt Hetfleisch. Vor einem Jahr hatte man eine FFG-Förderung erhalten, zuletzt kam nun eine durch die Wirtschaftsagentur Wien in Höhe von 75.000 Euro hinzu. „In der AI Factory nutzen wir Rechenressourcen für unsere Agents, bekommen Mentoring im Business Development und Unterstützung bei der Evaluierung der Software“, sagt der Gründer.

Internationalisierung ab 2027 geplant

„Ein junges Wiener Team entwickelt hier eine Lösung, die Menschen mit Sehbeeinträchtigung den gleichberechtigten Zugang zu Informationen ermöglicht. Das ist gelebte Barrierefreiheit und damit ein Beitrag zu einer inklusiveren Gesellschaft“, kommentierte Minister Hanke im Rahmen seines Besuchs. „Genau deshalb haben wir dieses Projekt über die FFG-Initiative ‚Expedition Zukunft‘ gefördert und begleiten es seit April auch über die AI Factory Austria weiter.“

Minister Peter Hanke mit dem Team von Klartext AI | (c) Domnanovich

Im September soll nun die Early-Access-Phase enden und die aktuellen Nutzer damit zu regulären Kunden werden. „Mit 2027 ist dann eine verstärkte Internationalisierung geplant, nachdem der nationale Markt abgedeckt wurde“, sagt Hetfleisch. Dafür könnte auch ein Investment zum Thema werden. Und auch beim ersten Venture doclarity soll es für Klartext AI nicht bleiben. Ein weiteres Venture im Finanz-Bereich sei bereits in Arbeit, verrät der Gründer – mehr könne man aber erst im Herbst dazu sagen.

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