23.04.2019

Business Angel Summit: Bewerbung für Startups noch bis 12. Mai möglich

Am 5. Juli 2019 wird in Kitzbühel zum mittlerweile fünften Mal der Business Angel Summit stattfinden. Bei der Veranstaltung, die von der Standortagentur Tirol und dem Austria Wirtschaftsservice (aws) organisiert wird, treffen österreichische Startups auf Investoren aus dem In- und Ausland.
/artikel/business-angel-summit-2019
Business Angel Summit
(c) istock/deimagine
kooperation

Business Angels sind für das heimische Startup-Ökosystem von essentieller Bedeutung. Mit ihren privaten Beteiligungen an Startups sorgen sie nicht nur dafür, dass in Österreich verstärkt das dringend benötigte Risikokapital in Umlauf kommt, sondern stellen für Gründer mit ihrem Know-how bekanntlich eine wichtige Stütze im Wachstumsprozess dar.

+++ Internationale Business Angels auf Startup-Pirsch in Kitzbühel +++

Die österreichische Business-Angels-Szene zeichnet sich in den letzten Jahren durch eine immer stärker werdende  Professionalisierung aus. In erster Linie ist dies auf die Institutionalisierung von Netzwerken zurückzuführen. Als Beispiel lässt sich das Netzwerk von aws i2 Business Angels oder das Investorennetzwerk Tirol anführen. Aber auch Eventformate, die auf die Vernetzung von heimischen Gründern mit Investoren aus dem In- und Ausland abzielen, leisten einen wichtigen Beitrag.

Business Angel Summit in Kitzbühel

Eine der führenden Veranstaltungen in diesem Bereich ist in Österreich der Business Angel Summit, der jährlich Anfang Juli im Tiroler Kitzbühel über die Bühne geht. Der Business-Angel-Summit verfolgt dabei das Ziel, die passenden Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Gründer sich in einem informellen Rahmen austauschen können und im Idealfall Investitionen in die teilnehmenden Startups tätigen. Im letzten Jahr buhlten laut der Standortagentur Tirol und dem Austria Wirtschaftsservice (aws) zwölf österreichische Startups um privates Beteiligungskapital. Insgesamt waren rund 100 internationale Investoren anwesend, so die Organisatoren.

Grundlage für Investments

Dass am Business Angels Summit die Grundlage für künftige Investment-Deals gelegt wird, beweist das Beispiel des oberösterreichischen Startups tonestro, das eine Software für das Erlernen von Musikinstrumenten entwickelte. Wie der Gründer und CEO Heinrich Huber gegenüber dem brutkasten erläutert, konnte er am Business Angel Summit 2018 einen privaten Investor von seiner Business-Idee überzeugen. Anfang November 2018 konnte das sechsstellige Investment schlussendlich unter Dach und Fach gebracht werden (der brutkasten berichtete).

Wie Huber betont, hätte insbesondere der informelle Rahmen der Veranstaltung dazu beigetragen, dass er mit einer Vielzahl an Investoren in Kontakt treten konnte. “Wir haben bei einem Ausflug zu einer Almhütte, die Möglichkeit gehabt in einem sehr privaten Umfeld mit den Investoren gemeinsam am Tisch zu sitzen und unsere Ideen zu pitchen.“ Neben den zwölf Startups, die sich für den Summit erfolgreich bewerben konnten, seien laut Huber rund 80 Investoren beim Ausflug dabei gewesen. „Die Investoren waren eindeutig in der Überzahl und so hatten wir als Gründer die einmalige Chance und ausreichend Zeit, um mit ihnen tiefgehende Gespräche über unsere Business-Ideen führen zu können“, so Huber.

Keynotes und Pitches

Neben den Networking-Events finden im Rahmen des Summits zudem Keynotes und Startup-Pitches statt. Als Keynote-Speaker werden unter anderem Franz Fuchsberger, Gründer der Wiener Software-Firma Tricentis, vor Ort sein. Fuchsberger konnte mit seinem Team 2017 ein Investment in der Höhe von 154 Mio. Euro an Land ziehen (der brutkasten berichtete). Zudem wird Günter Hofert, Gründer und Geschäftsführer, des Tiroler E-Zigaretten Startups Von Erl, über seinen zweistelligen Millionen-Exit sprechen, der  nach Informationen der Tiroler Tageszeitung ebenfalls 2017 über die Bühne ging.

Bewerbung für Startups und Business Angels

Bis zum 12. Mai 2019 nehmen die Veranstalter des Business Angel Summit Pitch Decks teilnahmeinteressierter Startups entgegen. Aus allen Einreichungen wählt laut den Veranstaltern eine Expertenjury die zwölf vielversprechendsten Startups aus, die alle bei einem Pre-Pitch vor Business Angels am 04. Juli in Kitzbühel auftreten. Dort wählt die Jury jene sechs Startups aus, die sich am 05. Juli auf der Hauptbühne vor Investoren und Publikum präsentieren dürfen. Die weiteren sechs Startups erhalten mit einer Wildcard Zutritt zum Business Angel Summit: so können auch diese am 05. Juli mit Investoren, Business Angels und möglichen Partnern individuell in Kontakt treten. Die Bewerbungsfrist für Business Angels endet übrigens am 19. Juni 2019.


=> zur Website des Summits

brutkasten Videoarchiv: Live vom Business Angel Summit 2018

Live vom Business Angel Summit mit den beiden Organisatoren, Bernhard Sagmeister, CEO der Austria Wirtschaftsservice und Marcus Hofer, der Geschäftsführer der Standortagentur Tirol!

Gepostet von DerBrutkasten am Freitag, 22. Juni 2018

Deine ungelesenen Artikel:
01.10.2026

Der Fisch, der von der Fliege lebt: Kreislaufwirtschaft am NOI Techpark

Drei Startups am NOI Techpark in Bozen beweisen, wie smarte Kreislaufwirtschaft funktioniert: Mit der Schwarzen Soldatenfliege ersetzen sie Fischmehl durch Insektenprotein. Eine Geschichte von Startup-Kollaboration, wie sie im Buche steht.
/artikel/der-fisch-der-von-der-fliege-lebt-kreislaufwirtschaft-am-noi-techpark
01.10.2026

Der Fisch, der von der Fliege lebt: Kreislaufwirtschaft am NOI Techpark

Drei Startups am NOI Techpark in Bozen beweisen, wie smarte Kreislaufwirtschaft funktioniert: Mit der Schwarzen Soldatenfliege ersetzen sie Fischmehl durch Insektenprotein. Eine Geschichte von Startup-Kollaboration, wie sie im Buche steht.
/artikel/der-fisch-der-von-der-fliege-lebt-kreislaufwirtschaft-am-noi-techpark
Giacomo Benassi (Kinsect), Matthäus Kircher (Solos) und Manuel Mairinger (Reploid) zeigen, wie Startup-Kollaboration funktionieren kann. © NOI Techpark/Marco Parisi

Dieser Text ist zuerst im brutkasten-Printmagazin von August 2026 „Aufbrechen“ erschienen. Eine Download-Möglichkeit des gesamten Magazins findet sich am Ende dieses Artikels.


Es wurlt in der Larvenkiste des österreichischen Scaleups Reploid: Larven der Schwarzen Soldatenfliege werden hier seit einigen Tagen gemästet. Sie ahnen natürlich nicht, dass sie bald eine wichtige Rolle im Kreislaufkonzept dreier Jungunternehmen spielen werden.

Zuerst aber dorthin, wo alles begonnen hat: an den NOI Techpark in Bozen, Südtirol. Auch hier wurlt es, nur bringen statt Insektenlarven Startups Leben in das 12 Hektar große Innovationsviertel. Aktuell arbeiten 76 Unternehmen, 37 Startups, drei Forschungsinstitute, vier Fakultäten der Freien Universität Bozen und insgesamt 2.400 Menschen hier gemeinsam für nachhaltigen Fortschritt. Man tüftelt in den Laboren an Prototypen, vernetzt sich auf Events, feilt beim Spaziergang über den 2017 eröffneten Campus, der sich inzwischen stark vergrößert und weiterentwickelt hat, an der nächsten Idee. Was Gründer:innen hier aber am meisten schätzen: das weitreichende Netzwerk.

Nicht gesucht – trotzdem gefunden

„Wer am NOI Techpark Fuß fasst, bekommt Zugang zu etablierten Akteuren und Investoren in Südtirol“, erklärt Manuel Mairinger, Managing Director und CEO von Reploid Italia. Das ursprünglich aus Österreich stammende Insekten-Scaleup hat sich bei der Expansion nach Italien wegen der hervorragenden Lage zwischen Österreich und Mailand für das Acceleration & Scale-up Programme des NOI Techpark als Launchpad entschieden. „Das NOI baut als renommierter Partner die Brücke zu potenziellen Kund:innen und Partner:innen, ganz ohne die Hilfe von Plattformen wie LinkedIn“, fügt der Reploid-Italia-CEO hinzu.

Mairinger weiß genau, wovon er spricht. Reploid Italia ist eines von drei am NOI inkubierten Jungunternehmen, die zeigen, wie Startup-Kollaboration funktionieren kann. Initiiert hat die Zusammenarbeit Sonja Tetter vom Team des Start-up Incubator. „Wir arbeiten sehr eng mit unseren Startups zusammen, kennen ihre Geschäftsmodelle, Technologien und Herausforderungen. Deshalb sehen wir relativ früh, wo eine Kooperation wirklich Mehrwert schaffen könnte“, erläutert Tetter. Gemeinsam wollen die drei Unternehmen zur regionalen Kreislaufwirtschaft in Bozen beitragen. Und hier kommt die Larve der Schwarzen Soldatenfliege wieder ins Spiel.

Die Schwarze Soldatenfliege als Gamechanger

Die Larve der Schwarzen Soldatenfliege wird rund 25 Millimeter groß. © Reploid/Fabian Fallend

Nach nur einer Woche sind die Larven laut Reploid mit rund 25 Millimetern ausgewachsen und überzeugen mit innerer Größe: Sie sind sehr reich an tierischem Protein. Das aus ihnen gewonnene Mehl kann einen Proteingehalt von über 62 Prozent aufweisen.

Das macht die Larven zum potenziellen Proteinersatz, vor allem im Futtermittelbereich, etwa für Fische. „Wir züchten Welse, das sind Fleischfresser“, erklärt Matthäus Kircher, Gründer von Solos. Das Südtiroler Startup betreibt Aquaponik und verbindet Fischzucht mit dem Anbau von Kräutern und Salat.

Das Prinzip dahinter: Die Fische reichern das Wasser durch ihre Ausscheidungen mit natürlichen Nährstoffen an, ein Biofilter leitet es ins Pflanzenbecken, wo Salat und Kräuter die Nährstoffe aufnehmen und das Wasser reinigen, bevor es zurück zu den Fischen fließt. So entsteht ein geschlossener Kreislauf im Zeichen der Nachhaltigkeit.

Ein Punkt war Kircher dabei allerdings von Anfang an ein Dorn im Auge: das mit Fischmehl angereicherte Futter. „Bereits vor vier Jahren haben wir uns gefragt, wie wir tierische Proteine ohne Fischmehl verfüttern können“, erzählt er. Insekten bildeten schließlich die Lösung. Eine Studie ergab: Futtermischungen auf Insektenmehlbasis, angereichert mit Spirulina-Algen, lassen den Omega-3-Gehalt im Fischfilet höher ausfallen als bei herkömmlich gefütterten Tieren.

Aus Reststoffen wird Futtermittel

Insektenlarven werden durch die Kooperation zu nachhaltigem Fischfutter © NOI Techpark/Marco Parisi

Hier kommt Reploid ins Spiel: Das Unternehmen implementiert modulare Anlagen, die sogenannten „ReFarm-Units“. Dort verarbeiten Larven der Schwarzen Soldatenfliege regionale Reststoffe zu Insektenprotein und -fett für Futtermittel- sowie Industrieanwendungen. Ein weiteres Nebenprodukt ist der Insektenfraß, also die Ausscheidungen, aus denen organischer Dünger entsteht. Den dritten Baustein liefert Kinsect: Das italienische Startup entwickelt Technologien für die industrielle Zucht der Fliege und liefert Eier sowie Junglarven.

Am Standort von Solos in Tramin greifen so die unterschiedlichen Kompetenzen ineinander: Die von Kinsect bereitgestellten Larven werden in einer Insektenmastanlage von Reploid mit Lebensmittelnebenprodukten wie Apfeltrester, Kartoffelschalen oder Altbrot gefüttert. Solos nutzt sie anschließend als nachhaltiges Futtermittel in der Fischzucht. So soll Fischmehl ersetzt, sollen organische Reststoffe sinnvoll verwertet werden. Neben den ökologischen Vorteilen ergeben sich durch das Vorzeigeprojekt und den realen Usecase natürlich auch wirtschaftliche Vorteile, von denen die drei Startups profitieren.

Drei Ansätze, ein gemeinsamer Nenner

Es ist eine Kooperation im Namen der Kreislaufwirtschaft, die ohne den NOI Techpark nie zustande gekommen wäre. „Am NOI Techpark konnte diese Synergie organisch entstehen“, fasst Kinsect-CEO Giacomo Benassi zusammen. „Dank der Zusammenarbeit im selben Ökosystem konnten wir viel schneller Vertrauen zueinander aufbauen.“ Der NOI Techpark ermöglicht damit nicht nur grenzüberschreitende, sondern auch branchenübergreifende Vernetzungen, die Startups entscheidend weiterbringen.

Und so wurlt es weiter am NOI Techpark. Jedes Jahr kommen neue Startups zur NOI-Community dazu. Für den Herbst-Batch kann man sich noch bis zum 5. Oktober bewerben – vielleicht entsteht daraus bald die nächste erfolgreiche grenzüberschreitende Startup-Kooperation.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Business Angel Summit: Bewerbung für Startups noch bis 12. Mai möglich

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Business Angel Summit: Bewerbung für Startups noch bis 12. Mai möglich

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Business Angel Summit: Bewerbung für Startups noch bis 12. Mai möglich

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Business Angel Summit: Bewerbung für Startups noch bis 12. Mai möglich

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Business Angel Summit: Bewerbung für Startups noch bis 12. Mai möglich

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Business Angel Summit: Bewerbung für Startups noch bis 12. Mai möglich

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Business Angel Summit: Bewerbung für Startups noch bis 12. Mai möglich

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Business Angel Summit: Bewerbung für Startups noch bis 12. Mai möglich

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Business Angel Summit: Bewerbung für Startups noch bis 12. Mai möglich