04.10.2021

Business Angel einfach erklärt: Female Founders Gründerin Lisa Fassl und CEO von aaia Laura Egg

Lisa Fassl und Laura Egg erzählen in der achten Folge des Podcasts "Rika gründet" von Business Angels, VCs und vom Frauenmangel in der Technologiebranche.
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Co-Gründerin von Female Founders, Lisa Fassl, und CEO von aaia, Laura Egg im Gespräch mit Rika Mader (c) Max Pointinger/brutkasten

Was macht ein Business Angel überhaupt und was passiert in einem Venture Capital Fonds? Bin ich überhaupt Investment-Ready? Was sind die ersten Schritte? Wer passt zu mir und meinem Unternehmen? Was gehört in meinen Pitch? Diesen und weiteren Fragen durchleuchten die beiden Frauen im Podcast.

„Es gibt zu wenige Frauen in der Technologiewelt“

Doch, das sind nicht die einzigen Themen, die Relevanz haben. Wie aus dem Gespräch mit Egg und Fassl ersichtlich wird, gibt es nicht nur zu wenige weibliche Business Angels, sondern auch einen Mangel an Gründerinnen und Frauen in der Technologiebranche.

Daher hat sich besonders Female Founders zum Ziel gemacht, Frauen Möglichkeiten und Chancen im technologischen und innovativen Bereich zu bieten. Aus diesem Anlass heraus wird in der zehnten Folge von „Rika gründet“ diesem Dilemma auf den Zahn gefühlt. Mit dabei: Geschäftsführerin von WoMentor, Desiree Jonek.


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Die Adspresso-Geschäftsführer (v.r.) Daniel Muftić und Marcus Schnellinger © Adspresso

Rund 30 Stunden aktive Arbeitszeit fallen laut Adspresso bei der Besetzung einer offenen Stelle an. Diesen Aufwand will das Welser Startup auf unter eineinhalb Stunden senken, also um 95 Prozent. Erreichen wollen die Gründer Daniel Muftić und Marcus Schnellinger das mit TalentBlend, einer KI-Plattform für die Fachkräftegewinnung. Ein erstes Modul ist nun als Prototyp bei einem Testkunden im Einsatz.

Vom Agenturgeschäft zur Software

Hinter TalentBlend steht ein Verfahren, das Adspresso bisher als Agenturleistung manuell umsetzt. Unternehmen werben dabei Fachkräfte über Active Sourcing, Werbeanzeigen auf Meta, TikTok, Google und LinkedIn sowie ein kurzes Bewerbungs-Quiz an. Telefonisch werden die Kandidat:innen anschließend vorqualifiziert. Angesprochen werden sollen vor allem wechselbereite Fachkräfte, die nicht aktiv auf Jobbörsen suchen. Als Zielgruppe nennt Adspresso Industrie und Mittelstand. Ihr Know-how bringen Muftić und Schnellinger aus früheren Marketing- und Recruiting-Jobs bei Resch&Frisch und BRP-Rotax mit.

Ein Modul live, zwei in Entwicklung

Die Software besteht aus drei Bausteinen. Am weitesten ist die sogenannte „Creative Engine“. Sie soll aus der Stellenausschreibung sowie Foto- und Videomaterial des Betriebs automatisiert die Werbemittel einer Kampagne erstellen, inklusive CI-Vorgaben und arbeitsrechtlichen Anforderungen. „Was früher Tage an Abstimmung und Gestaltung gebraucht hat, entsteht heute aus Stellenausschreibung und Bildmaterial in einem automatisierten Ablauf“, sagt Schnellinger. Beim Testkunden, einem Industriebetrieb, verkürzt sich die Kampagnenerstellung laut Adspresso bisher um rund 40 Prozent.

Ein zweites Modul, eine Voice AI, soll innerhalb einer Minute nach Bewerbungseingang ein strukturiertes Erstgespräch führen. Fragen zu Alter, Herkunft oder Gesundheit sollen dabei technisch ausgeschlossen sein. Ein erster Prototyp konnte die Vorqualifizierung laut dem Unternehmen jedoch noch nicht verlässlich übernehmen. „Jetzt sind wir an einem Punkt, an dem wir noch einmal in die Grundlagenarbeit gehen müssen“, so Schnellinger. Ebenfalls in Entwicklung ist ein Dashboard, das Kandidat:innen nach Qualifikation aufbereiten soll.

Niedriger sechsstelliger Betrag gesucht

Finanziert wurden die bisherigen Prototypen aus dem laufenden Agenturgeschäft. Dessen Monatsumsatz liegt laut Adspresso bei rund 25.000 Euro. Für die weitere Entwicklung, insbesondere der Voice AI, benötigt das Startup nun zusätzliche Mittel. Kalkuliert wird mit einer niedrigen sechsstelligen Summe, Gespräche mit Förderstellen und Kapitalgebern laufen nach Angaben der Gründer bereits. Langfristig soll TalentBlend zu einem eigenständigen SaaS-Produkt werden, das Betriebe selbst bedienen können. Einen Termin für den Marktstart nennt Adspresso noch nicht, dieser hänge vom Verlauf der Finanzierung ab.

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