04.10.2021

Business Angel einfach erklärt: Female Founders Gründerin Lisa Fassl und CEO von aaia Laura Egg

Lisa Fassl und Laura Egg erzählen in der achten Folge des Podcasts "Rika gründet" von Business Angels, VCs und vom Frauenmangel in der Technologiebranche.
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Co-Gründerin von Female Founders, Lisa Fassl, und CEO von aaia, Laura Egg im Gespräch mit Rika Mader (c) Max Pointinger/brutkasten

Was macht ein Business Angel überhaupt und was passiert in einem Venture Capital Fonds? Bin ich überhaupt Investment-Ready? Was sind die ersten Schritte? Wer passt zu mir und meinem Unternehmen? Was gehört in meinen Pitch? Diesen und weiteren Fragen durchleuchten die beiden Frauen im Podcast.

„Es gibt zu wenige Frauen in der Technologiewelt“

Doch, das sind nicht die einzigen Themen, die Relevanz haben. Wie aus dem Gespräch mit Egg und Fassl ersichtlich wird, gibt es nicht nur zu wenige weibliche Business Angels, sondern auch einen Mangel an Gründerinnen und Frauen in der Technologiebranche.

Daher hat sich besonders Female Founders zum Ziel gemacht, Frauen Möglichkeiten und Chancen im technologischen und innovativen Bereich zu bieten. Aus diesem Anlass heraus wird in der zehnten Folge von „Rika gründet“ diesem Dilemma auf den Zahn gefühlt. Mit dabei: Geschäftsführerin von WoMentor, Desiree Jonek.


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Gropyus, Berlin, Lichtenberg
© Gropyus

Es ist wohl eine der aufsehenerregendsten Insolvenzen in der heimischen Startup-Geschichte: Die auf automatisierten Hausbau spezialisierte Wiener Gropyus AG, die zuletzt im März dieses Jahres eine weitere in einer Reihe von Finanzierungen über je 100 Millionen Euro kommunizierte, vermeldet die Insolvenz mehrerer Tochtergesellschaften. Öffentliche Daten gibt es zu diesen Insolvenzen aktuell noch nicht – bislang ist nur bekannt, was Gropyus selbst per Aussendung kommuniziert.

Investorenzahlung laut Gropyus ausgeblieben

Demnach ist die Muttergesellschaft nicht insolvent. Auslöser für die Anträge bei den Tochtergesellschaften sei ein akuter Liquiditätsengpass. „Die Auszahlung einer vertraglich vereinbarten und bereits fälligen Investorenfinanzierung ist nicht wie geplant erfolgt, eine Überbrückung durch bestehende Gesellschafter reichte nicht für alle Gesellschaften aus“, heißt es vom Unternehmen. Die Verfahren sollen nun „einen geordneten rechtlichen Rahmen“ schaffen, um den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren, Finanzierungslösungen umzusetzen und die Fortführung der betroffenen Gesellschaften zu ermöglichen. „Zugleich verschaffen sie die Zeit, die laufenden Gespräche mit bestehenden und neuen Kapitalgebern strukturiert zum Abschluss zu bringen“, heißt es in der Aussendung weiter.

CEO Erler: „Gropyus soll gestärkt aus diesem Prozess hervorgehen“

Gründer und seit dem Abgang von Markus Fuhrmann im August alleiniger CEO Philipp Erler kommentiert: „Die Anträge sind kein Rückzug, sondern ein aktiver Schritt, um diese Substanz zu sichern und Gropyus neu aufzustellen. Unser Fokus liegt auf der Fortführung laufender Projekte, der Stabilisierung des Geschäftsbetriebs und einer tragfähigen Finanzierung, mit der frisches Kapital gezielt in Produktion und Projekte fließt. Die weit fortgeschrittenen Investorengespräche wollen wir schnell abschließen – noch vor Eröffnung der Verfahren. Unser Ziel ist klar: Gropyus soll gestärkt aus diesem Prozess hervorgehen.“

Vergesellschaftungsdebatte in Berlin als Unsicherheitsfaktor

Trotz der dezidierten Begründung der Insolvenz mit der ausbleibenden Investoren-Zahlung verweist Gropyus in der Aussendung auch auf ein „deutlich verschärftes“ Marktumfeld. „Hohe Bau- und Finanzierungskosten belasten die Wirtschaftlichkeit neuer Projekte, lange Planungs- und Genehmigungszyklen verzögern Projektstarts“, heißt es vom Unternehmen. Hinzu kämen politische und regulatorische Unsicherheiten, „insbesondere die aktuellen Debatten um die Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände in Berlin, einem wichtigen Markt für Gropyus“.

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