11.09.2018

Austrian Business Angel Day 2018: Angelsyndizierung als Top-Thema

Am 11. Oktober wird beim Austrian Business Angel Day 2018 von AplusB und aws nicht nur der "Business Angel of the Year" gekürt. Beim Hauptevent der Szene werden auch die großen Trends im Angel-Finanzierungsbereich behandelt.
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aws: Impression vom Business Angel Day 2017:
(c) aws: Impression vom Business Angel Day 2017: "Business angel of the Year" Herbert Gartner mit aws Geschäftsführer Bernhard Sagmeister.

Der European Super Angels Club (ESAC), I.E.C.T. Capital Partners und PrimeCrowd – das sind drei unterschiedliche Modelle, wie Business Angels sich syndizieren können. Genau dieses Thema – Angelsyndizierung – bildet einen der Schwerpunkte beim Austrian Business Angel Day 2018 am 11. Oktober in Graz. Vertreter der genannten Institutionen, Berthold Baurek-Karlic (ESAC), Johannes Hauser (I.E.C.T.) und Markus Kainz werden dazu im Panel „Angelsyndizierungen im Vormarsch“ diskutieren.

+++ Herbert Gartner: Mit Syndizierung zum Business Angel des Jahres 2017 +++

„Nicht jeder hat die Kapazitäten, als Lead-Investor aufzutreten“

Die Tendenz ist dabei für Beobachter der Szene klar sichtbar. Seien es nun die genannten Beispiele oder auch das Linzer Netzwerk startup300 und eQventure des Business Angel of the Year 2017 Herbert Gartner – Angels treten vermehrt gebündelt auf. „Viele wollen investieren, aber nicht jeder hat auch die Kapazitäten, als Lead-Investor aufzutreten“, erklärt Viktor Pasquali, Leiter i2 Business Angels des aws. Mit dem ersten Panel am jährlich von AplusB und aws veranstalteten Event wolle man den TeilnehmerInnen daher auch eine Übersicht über das vorhandene Angebot bieten.

Austrian Business Angel Day 2018
(c) aws: Viktor Pasquali beim Austrian Business Angel Day 2017

Newcomer am VC-Markt

Bevor es zur Verleihung des Business Angel of the Year geht, die auch beim Austrian Business Angel Day 2018 das Highlight des Abends sein wird, werden noch zwei weitere aktuelle Themen ins Zentrum gerückt. Unter dem Titel „Die Newcomer am österreichischen VC Markt“ werden Christoph Kanneberger (APEX Ventures), Peter Lasinger (capital300) und Markus Wanko (IST Cube) auf der Bühne interviewt. „Es sind drei Fonds, die jeweils vor relativ kurzer Zeit aus Österreich heraus gestartet sind. Sie adressieren jeweils einen anderen Need am Markt. Im Interview werden wir ihre Positionierungen herausarbeiten“, sagt Viktor Pasquali.

Gartner, Hansmann und Holle zu den aktuellen Trends

Beim letzten Panel des Abends, „Trends in der Frühphasenfinanzierung“, geht es schließlich um weitere aktuelle Entwicklungen in der Szene, den Stand der Dinge, Herausforderungen und Chancen. Mit Herbert Gartner (eQventure), Hansi Hansmann (Hansmen Group) und Oliver Holle (Speedinvest) diskutieren dazu drei der erfahrensten Player im Feld. Und wie sieht es in Österreich mit Nachwuchs bei Business Angels aus? „Die zukünftigen Stars unter den Angels investieren bereits. Aber der Aufbau eines Portfolios bis hin zum ersten Exit benötigt Zeit. Fünf- bis sieben-Jahreszyklen sind hier jedenfalls keine Ausreißer nach oben“, sagt Viktor Pasquali.

Angel des Jahres beim Austrian Business Angel Day 2018

Der jährlich mit Spannung erwartete Business Angel of the Year Award wird dieses Jahr von aws Geschäftsführer Bernhard Sagmeister und dem Vorjahres-Gewinner Herbert Gartner übergeben.

Anmeldungen sind bis auf weiteres (Teilnehmerzahl begrenzt) für InvestorInnen, sowie Vertreter von Industrie und Presse unter [email protected] möglich.

⇒ Zur offiziellen Page des Business Angel Day

Archiv: Video-Interview mit Marcus Hofer und Bernhard Sagmeister

Live vom Business Angel Summit mit den beiden Organisatoren, Bernhard Sagmeister, CEO der Austria Wirtschaftsservice und Marcus Hofer, der Geschäftsführer der Standortagentur Tirol!

Gepostet von DerBrutkasten am Freitag, 22. Juni 2018

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Die drei Partner von RM Equity Partners (v.l.) Nicola Szekely, Eugen Benedikt Russ und Chris Wittlinger | (c) RM Equity Partners
Die drei Partner von RM Equity Partners (v.l.) Nicola Szekely, Eugen Benedikt Russ und Chris Wittlinger | (c) RM Equity Partners

Rund 50 Digital-Unternehmen mit etwa 600 Mitarbeiter:innen und mehr als 400 Millionen weltweiten Nutzer:innen – das ist das Portfolio der Liechtensteiner Private-Equity-Gesellschaft RM Equity Partners. Insgesamt hält diese eine halbe Milliarde Euro Assets under Management (AuM). Bekannte Portfolio-Unternehmen sind etwa die Outdoor-Plattform Bergfex aus Graz oder die deutsche Motorrad-Tour-App Calimoto.

Neue Bedeutung für zwei Buchstaben

Bis vor kurzem war die Gesellschaft Teil der Vorarlberger Russmedia-Gruppe, wie auch die zwei Buchstaben im Namen verraten. Nun befindet sich das PE-Unternehmen komplett im Besitz der drei Partner Eugen Benedikt Russ, Chris Wittlinger und Nicola Szekely. Somit bleibt es freilich zu einem Teil in der Vorarlberger Unternehmerfamilie Russ, die hinter Russmedia steht. Das RM bleibt als etablierter Name erhalten. Mit dem Slogan „Results matter“ bekommt es eine neue Bedeutung.

„Was das Team im vergangenen Jahrzehnt aufgebaut hat, macht uns stolz – und das ist erst das Fundament. Als völlig unabhängiges Unternehmen liegt unser Fokus nun ganz auf der Zukunft: der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Unternehmern und dem Aufbau beständiger, digitaler Unternehmen“, kommentiert Russ in einer Aussendung.

Bis zu 250 Millionen Euro pro Beteiligung

Die drei Partner investieren über die Gesellschaft ausschließlich eigenes Kapital und fokussieren klar auf Mehrheitsübernahmen und langfristige Beteiligungen. Bei einem Einzeldeal können nach Unternehmensangaben bis zu 150 Millionen Euro fließen, für eine Beteiligung insgesamt bis zu 250 Millionen. Dabei definiert RM Equity Partners klare Anforderungen, die auch auf der Website abzulesen sind: Das übernommene Unternehmen muss Marktführer oder starker Zweiter in seinem Segment sein und ein EBITDA über fünf Millionen Euro bzw. einen Nettoumsatz über 20 Millionen Euro vorweisen.

Gleichzeitig geben die Partner ihrerseits drei Versprechen: Kommt ein Unternehmen für einen Deal in Frage, bekomme es einen ersten Call innerhalb von 48 Stunden, eine konkrete Antwort innerhalb von sieben Tagen und, wenn ein Deal zustande kommt, dessen Abschluss innerhalb von acht Wochen. „Wenn es uns gefällt, sagen wir ja. Wenn nicht, sagen wir schnell nein. Hinter uns steht kein Investmentkomitee, und zwischen uns stehen keine Berater“, so die Partner auf der Homepage.

Zuletzt Verkauf von Alpy.com

Nach der Übernahme restrukturiere man dann nicht, aber unterstütze in jenen Bereichen, in denen man Expertise habe. Wiewohl RM Equity Partners als PE-Gesellschaft im Gegensatz zu einer VC-Gesellschaft nicht Exit-getrieben ist, sind auch Verkäufe übrigens keineswegs ausgeschlossen. Brutkasten berichtete erst im August vom Verkauf der Beteiligung Alpy.com. Es war der zweite Exit für die Gesellschaft in diesem Jahr.

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