18.07.2022

Burger King eröffnet erstes rein veganes Restaurant in Österreich

Am Wiener Westbahnhof soll Österreichs erstes Burger King Restaurant eröffnen, das ausschließlich vegane Produkte im Sortiment anbietet. Zuvor sorgte die Kette mit einer provokanten Werbung für Aufsehen.
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Das Burger King Restaurant befindet sich in der U-Bahn-Station am Wiener Westbahnhof | (c) Burger King

Ist Fleisch noch normal? Diese provokante Frage stellt Burger King seit letzter Woche seinen Kund:innen im Rahmen einer österreichweiten Werbekampagne. Die Restaurant-Kette möchte damit verstärkt auf sein pflanzliches Sortiment aufmerksam machen. Wer künftig Whopper und Co. auf pflanzlicher Basis genießen möchte, hat nämlich fast die gleiche Auswahl wie Gäste, welche die Burger King Gerichte in der Zubereitung mit Fleisch bevorzugen.

„Mit der provokanten Frage ‚Normal, oder mit Fleisch?‘ wollen wir demonstrieren, dass wir unsere Gäste und ihre Bedürfnisse ernst nehmen. Denn ab sofort servieren wir fast unser gesamtes Sortiment auch auf pflanzlicher Basis“, so Jan-Christoph Küster, Chief Marketing Officer der TQSR Group, dem österreichischen Masterfranchise der Marke Burger King.

Burger King plant erste rein vegane Filiale

Burger King geht nun noch einen Schritt weiter und wird am Wiener Westbahnhof Österreichs erste rein vegane Burger King Filiale eröffnen. Eine entsprechende Ankündigung machte die Kette am Sonntag über seinen Social-Media-Kanal auf Facebook. Dazu heißt es: „Die Gerüchte sind wahr! Unser Restaurant am Westbahnhof wird das erste 100 Prozent vegane Burger Restaurant in Österreich.“

Am Montagvormittag konkretisierte Burger King seine Pläne. Bereits ab Dienstag soll das Sortiment am Westbahnhof vollständig auf vegane Produkte umgestellt werden. Zudem fügte Burger King hinzu: „Am Standort Westbahnhof wurden alle tierischen Produkte aussortiert sowie alle Geräte und Oberflächen gründlich und nach strengen Vorgaben gereinigt, um jegliche theoretische Kontamination mit tierischen Zutaten auszuschließen“. Auch Dips und Desserts sollen somit ausschließlich vegan angeboten werden. Die Fleischalternativen stammen übrigens von The Vegetarian Butcher, einem Produzenten aus den Niederlanden.

Kampagnen-Video sorgt für Aufsehen

Im Zuge der Kampagne, die von der österreichischen Kreativagentur Jung von Matt Donau umgesetzt wurde, startete der Fast-Food-Gigant in einem Restaurant am Wiener Margaretengürtel zudem ein Experiment. Hier galt ebenfalls die Devise: Die pflanzlichen Produkte sind das neue Normal. Wer bestellt hat, ohne einen „fleischlichen“ Sonderwunsch zu äußern, bekam einen Burger auf pflanzlicher Basis. Und wer die Gerichte mit Fleisch essen wollte, musste dies explizit dazu sagen.

Die Frage, ob das Lieblingsgericht bei Burger King mit Fleisch oder auf pflanzlicher Basis serviert werden soll, stellt die Restaurantkette derzeit auch auf den Displays sämtlicher Bestell-Terminals und möchte so dem Thema der fleischlosen Ernährung in seinen österreichweit rund 60 Restaurants zusätzlich Öffentlichkeit verschaffen.


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Gruppenfoto von Georg Kopetz, CEO und Mitgründer von TTTECH und Eddie Myers, CEO TTTech Systems SE / (c) Nicky Webb
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Die Wiener High-Tech-Gruppe TTTech stellt sich neu auf. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2026 gründet das Unternehmen die TTTech Systems SE, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft, in der die Geschäftsfelder Luft- und Raumfahrt, Verteidigung und kritische Infrastruktur gebündelt werden. Zur kritischen Infrastruktur zählt TTTech etwa Anwendungen in der Energieerzeugung. Laut Aussendung wachsen diese Märkte gerade in Nordamerika und Europa stark.

Das Portfolio der neuen Gesellschaft umfasst Komponenten, Produkte und komplette Plattformlösungen für sicherheitsrelevante Anwendungen. Zum Einsatz kommen sie nach Unternehmensangaben in Kommunikations- und Avionikarchitekturen von Verkehrsflugzeugen, militärischen Luftfahrzeugen, Advanced-Air-Mobility-Plattformen, Satelliten, Raumfahrzeugen und Trägerraketen. Technologien und Produkte von TTTech kommen unter anderem in der europäischen Trägerrakete Ariane 6 und bei der NASA-Mondmission Artemis II zum Einsatz.

Nächster Schritt nach NXP-Deal und Invest-AG-Einstieg

TTTech ordnet die Gründung als weiteren Schritt seiner langfristigen Wachstumsstrategie ein. Anfang 2025 hatte die Gruppe ihre Anteile an der von ihr mitbegründeten TTTech Auto an NXP verkauft und sich danach stärker auf ihre Kerngeschäfte konzentriert. Erst im August stieg zudem die Linzer Invest AG mit 11 Prozent bei TTTech ein (brutkasten berichtete).

Das Unternehmen verweist auf die weltweit steigende Nachfrage nach sicheren, resilienten und zunehmend autonomen Technologien. Gleichzeitig würden technologische Souveränität, Versorgungssicherheit und digitale Resilienz an Bedeutung gewinnen.

„Europa braucht in Bereichen wie Raumfahrt, Verteidigung, kritischer Infrastruktur und industrieller Automatisierung starke Technologieunternehmen mit langfristiger Perspektive. Mit der TTTech Systems SE schaffen wir die Voraussetzungen, unsere Stärken gezielter einzusetzen und neue Wachstumschancen in internationalen Märkten zu nutzen“, wird Georg Kopetz, CEO und Mitgründer von TTTech, in der Aussendung zitiert.

Eddie Myers wird CEO

An der Spitze der TTTech Systems SE steht Eddie Myers. Er ist am 15. Juli zu TTTech gekommen und derzeit als CEO von TTTech North America tätig. Die Leitung der neuen Gesellschaft übernimmt er mit 1. Oktober zusätzlich. Myers soll laut Aussendung Branchenkenntnisse und Verbindungen in Nordamerika, einen Kernmarkt von TTTech, einbringen und die weltweite Marktpositionierung der Tochter vorantreiben.

Hauptsitz bleibt Wien

Sowohl TTTech als auch die TTTech Systems SE haben ihren Hauptsitz in Wien. Die Stadt soll auch künftig das Zentrum der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Gruppe bleiben, ergänzt durch Engineering-Teams in Deutschland, Finnland, Serbien und Rumänien.

Für Kunden, Partner und Lieferanten ändert sich mit dem Übergang der Geschäftsbereiche laut TTTech nichts. Produkte, Dienstleistungen, laufende Projekte und Supportleistungen würden in gewohnter Form fortgeführt. Bestehende Verträge, Zertifizierungen und Geschäftsbeziehungen bleiben demnach gültig, ebenso die bisherigen Ansprechpartner und Prozesse.

„Gleichzeitig steht dieser Schritt für Kontinuität. Unsere Kunden und Partner können weiterhin auf die technologische Exzellenz und Verlässlichkeit vertrauen, für die TTTech seit Jahrzehnten steht“, so Kopetz.

Die TTTech Group beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 1.200 Mitarbeitende an zwölf Standorten in elf Ländern.

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