12.08.2026
AUTOMATISIERUNG

Burger-King-Franchisenehmer aus Österreich präsentiert automatisierte Burger-Roboteranlage

Das Wiener Unternehmen REET Systems hat eine vollautomatische Burger-Produktionsanlage entwickelt. Entstanden ist das Gerät im Umfeld der Theophil Group, die in Österreich auch Burger King betreibt.
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Die automatisierte Burger-Maschine FABAL © REET Systems

Die österreichische REET Systems GmbH (Restaurant Efficiency Technologies Systems) hat nach eigenen Angaben die Entwicklung einer serienreifen automatisierten Burger-Produktion abgeschlossen. Das System trägt den Namen FABAL (Fully Automated Burger Assembly Line) und wird interessierten Gastronomiebetrieben nun auch in einem Demo-Center in Wiener Neudorf, Niederösterreich, vorgeführt.

Aufbau und Kapazität

FABAL ist laut REET modular aufgebaut und lässt sich an unterschiedliche Restauranttypen anpassen. Je nach Konfiguration sollen laut eigenen Angaben bis zu 300 Burger pro Stunde produziert werden können, aus über 50 verschiedenen Zutaten und in zahlreichen, auch individuell zusammengestellten, Varianten. Bedient wird die Anlage von einer einzigen Person, die für Befüllung und Reinigung zuständig ist. Laut Website sollen sich Betreiber:innen 50 Prozent der Personalkosten sparen. Ein KI-gestütztes System überwacht laut Unternehmen Produktionsqualität und Betriebszustände der Komponenten.

Entwicklung und Testbetrieb

Die aktuelle dritte Generation der Anlage sei nach rund sieben Jahren Entwicklung entstanden und habe sich in einem über einjährigen Testbetrieb mit mehr als 30.000 produzierten Burgern bewährt, so REET. Als Einsatzgebiete nennt das Unternehmen Schnellrestaurants, Großkantinen, Events und Vergnügungsparks. REET gibt, an die Patent- und Immaterialgüterrechte an der Technologie zu halten.

Produktion und Support sollen über Partnerunternehmen im In- und Ausland laufen. „Die größte Herausforderung dieser Innovation war es, auf dem in üblichen Küchengrößen vorhandenen Platzangebot aus über 50 verschiedenen und uneinheitlichen Burgerzutaten automatisiert unterschiedlichste Burger Sandwiches in hohen Stückzahlen herzustellen“, sagt REET-Geschäftsführer und Wirtschaftsanwalt Dieter Spranz.

Eigentümerstruktur

REET Systems wurde laut eigenen Angaben 2019 aus dem Gesellschafterumfeld der Theophil Group gegründet, seit 2022 hält die Raiffeisen-Beteiligungsgesellschaft Invest AG eine Minderheitsbeteiligung. Geschäftsführer ist aktuell Dieter Spranz, zuvor wurde er von April 2023 bis Mai 2026 von Roland Ambrosch unterstützt.

Mehrheitseigentümerin von REET ist die Theophil Group, eine österreichische Familienunternehmensgruppe mit Schwerpunkt Systemgastronomie und Immobilien, die in Österreich rund 1.000 Mitarbeiter:innen beschäftigt und laut Aussendung über 100 Millionen Euro Jahresumsatz erzielt.

Verbindung zur Systemgastronomie

International ist die Theophil Group mit The Coffeeshop Company in neun weiteren Ländern mit rund 100 Standorten vertreten. Über ihre Tochtergesellschaft The Eatery Group (bis 2023 TQSR Group) ist sie zudem seit 2015 Masterfranchisenehmerin von Burger King in Österreich.

„Als Masterfranchisee und exklusiver Developer der amerikanischen Burgerkette Burger King verwalten wir den gesamten österreichischen Markt der Marke“, heißt es auf der Website der Gruppe. 34 Burger-Lokale betreibe man selbst. Die neue Burger-Automatisierungstechnik entsteht damit im selben Konzernumfeld, das hierzulande auch einen der größten Systemgastronomie-Betreiber stellt, ein naheliegendes erstes Einsatzfeld für FABAL.

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AustrianStartups
© AustrianStartups - Michael Kowatschew und Nina Hödlmayr.

Nach vier Jahren Arbeit im AustrianStartups-Vorstand übergibt Nina Hödlmayr ihre Rolle an Michael Kowatschew, Co-Founder von Heizma. Nach diesem Wechsel gehören dem Vorstand Markus Raunig, Stephanie Cox, Bernhard Niesner, Kilian Kaminski, Anna Pölzl und Kowatschew an.

„Fällt mir nicht leicht“

„Ich freue mich, dass Misha (Anm.: Michael Kowatschew) meine Rolle im Vorstand übernimmt. Ich kenne ihn seit einigen Jahren als klugen, ambitionierten Gründer mit Integrität und der Fähigkeit, andere zu inspirieren. Er bringt genau die Perspektive mit, die AustrianStartups braucht, um Gründer auch weiterhin bestmöglich zu unterstützen“, sagt Hödlmayr. „Ich war bei AustrianStartups mit ganzem Herzen dabei, und ich hoffe, das war für alle spürbar. Diese Arbeit loszulassen, fällt mir nicht leicht. Gleichzeitig glaube ich daran, dass Organisationen sich weiterentwickeln und es manchmal richtig ist, einen Schritt zurückzutreten und Platz zu machen. Mein Engagement für Gründer werde ich auch weiterhin durch Investments und Mentoring fortsetzen.“

Hödlmayr war seit Mai 2022 Teil des Vorstands, Mentorin beim Entrepreneurial Leadership Program, Jurorin bei der Youth Entrepreneurship Week und Stifterin der Stiftung Unternehmerische Zukunft, deren Gründung sie bei einem Vorstands-Offsite mit anstieß.

„Ohne Nina wäre AustrianStartups nicht da, wo wir heute sind. Sie hat unsere Professionalisierung entscheidend vorangetrieben und war sich nie zu schade, selbst anzupacken – ob als unermüdliche Mentorin in unseren Bildungsprogrammen oder als Co-Gründerin der Stiftung Unternehmerische Zukunft. Ein großes Danke an Nina für ihren herausragenden Einsatz für AustrianStartups – auch ohne Vorstandsrolle bleibt sie uns als großartiges Vorbild für die nächsten Gründer erhalten“, sagt Raunig, Vorsitzender des Vorstands.

Und er ergänzt: „Misha ist ein Vollblutunternehmer, der selbst schon durch alle Höhen und Tiefen gegangen ist. Durch seine Arbeit bei der Sigma Squared Society bringt er wertvolle Erfahrung im Aufbau internationaler Gründer mit. Wir freuen uns sehr, dass er mit an Bord kommt und gemeinsam mit uns daran arbeiten wird, dass in Österreich wieder mehr Zukunft gebaut wird.“

Unternehmertum positiver wahrnehmen

Kowatschew möchte mit seiner Rolle im Vorstand dazu beitragen, dass mehr junge Menschen den Mut haben, zu gründen, und das Bild von Unternehmertum in Österreich positiver wahrgenommen wird: „Ich möchte mehr Brücken zwischen den besten Leuten aus unterschiedlichen Gründungsphasen bauen, von Early Stage über Scaleup und Exit bis zum Mittelstand. In der Verbindung talentierter und inspirierender Menschen aus unterschiedlichen unternehmerischen Phasen steckt viel Magie“, sagt er.

Sein Debüt in seiner neuen Rolle gibt Michael Kowatschew am 15. Oktober 2026 beim AustrianStartups Summit in der Ottakringer Brauerei in Wien. Dort wird er über seine persönliche Gründerstory sprechen.

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