23.05.2025
KREISLAUFWIRTSCHAFT

Burgenländisches Startup BeResilient startet im Supermarktriesen Interspar

Aus Alt mach Neu: Vera Amtmann und Christoph Moser produzieren mit ihrem Startup BeResilient biologisch abbaubaren Dünger aus Kaffeesatz. Das 2023 gegründete Golser Startup verfolgt das Ziel, die Kreislaufwirtschaft praktisch umzusetzen. Das ist ihnen offensichtlich gelungen – denn seit kurzem sind sie österreichweit in sämtlichen Interspars in Österreich sowie beim Gartenfachhandel Starkl vertreten.
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Gründerin Vera Amtmann
Gründerin Vera Amtmann (c) Emmerich Maedl

Mit der Marke BeanSaver bringen Vera Amtmann und Christoph Moser einen Dünger auf den Markt, der aus Kaffeesatz, Schafwolle und Schadholz zu einem Ganzjahresdünger wird. Um genügend Kaffeesatz zu bekommen, arbeitet BeResilient mit großen Unternehmen zusammen, die naturgemäß mehr Kaffeesatz produzieren als Einzelpersonen.

Gründerin Vera Amtmann schreibt dazu auf LinkedIn: „Das Ziel ist es, den Kaffeesatz kostenneutral in den Kreislauf zu integrieren. Die Sammellogistikkosten sollen die bisherigen Entsorgungskosten nicht übersteigen, müssen jedoch unseren Sammellogistikaufwand kompensieren“. Gemeinsam mit der Universität für Bodenkultur Wien habe man sich intensiv beschäftigt was es braucht, um die Kaffeesatzqualität zu erhalten. Brutkasten hat bereits berichtet.

Markteintritt in österreichischen Handel

Die Nachfrage nach solch einem Produkt war offensichtlich gegeben, denn seit kurzem ist BeResilient mit BeanSaver im Interspar sowie im Gartenfachhandel Starkl vertreten. „Bis jetzt sind wir völlig gebootstrapped“, betont Vera Amtmann im Gespräch zu brutkasten über den Markteintritt.

Abgesehen vom österreichischen Markteintritt wolle das Unternehmen jetzt außerdem nach Deutschland expandieren. Es gebe bereits Produktionspartner nördlich von München, mit dem über den Sommer die Kaffeesatzsammlung gestarten werden soll. Das Ziel sei es, auch in Deutschland einen lokalen Markt aufzubauen. „Wir haben auch schon erste Erfahrungen mit dem deutschen Markt über Amazon gesammelt“, berichtet Amtmann.

Für 2025 und darüber hinaus plant BeResilient eine Erweiterung im Produktsortiment mit speziellen Düngemischungen für unterschiedliche Anwendungsbereiche. Es gebe bereits erste Feldversuche im Weinbau zur Abwehr von Wildverbiss, so heißt es in der Presseausendung.

Für ihr nachhaltiges Startup konnten die beiden Founder:innen im Übrigen auch schon den Innovationspreis Burgenland 2024 in der Kategorie KMU gewinnen.

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Xund
© Xund - Tamás Petrovics, Co-Founder & CEO von Xund.

Das Wiener Scaleup Xund gewinnt die AOK NordWest als Partner für die digitale Gesundheitsversorgung in Deutschland. Ab sofort integriert die Krankenkasse den Symptom Check der Wiener direkt in ihre hauseigene NAVIDA-App.

Xund in Deutschland

Die digitale Anwendung ermöglicht es nun den rund 2,97 Millionen Versicherten der AOK NordWest, bei gesundheitlichen Beschwerden ortsunabhängig eine medizinisch validierte Ersteinschätzung vorzunehmen. Auf Basis strukturierter Angaben zu den Symptomen analysiert die Wiener Technologie das Profil und liefert Handlungsempfehlungen für die nächsten Schritte. Das als Medizinprodukt zertifizierte Tool von Xund möchte damit die Patientensouveränität stärken und eine digitale Anlaufstelle direkt auf dem Smartphone sein.

Bei unseren nördlichen Nachbarn prägen Fachkräftemangel, lange Wartezeiten und überlastete Notaufnahmen den Versorgungsalltag. Gleichzeitig suchen immer mehr Menschen online nach schnellen Antworten bei Gesundheitsfragen, stoßen dabei jedoch oft auf Fehlinformationen. Der Symptom Check von Xund soll nun genau an dieser Schnittstelle ansetzen: Durch eine validierte, digitale Ersteinschätzung kann das Tool Patientinnen und Patienten gezielt zu der für sie am besten geeigneten Versorgungsebene (z. B. Hausarzt, Apotheke, Telemedizin oder Notaufnahme) führen, so der Claim. Dies könne unnötige Arztbesuche verhindern und wertvolle Ressourcen im System schonen.

„Gesundheitssystem mitgestalten“

Der Symptom Check von Xund basiert konkret auf einer Technologie, die als Medizinprodukt der Klasse IIa nach der strengen EU-Medizinprodukteverordnung (MDR) zertifiziert ist. Die IT-Infrastruktur erfüllt zudem sowohl die internationale Norm ISO 27001 für Informationssicherheit als auch Kriterien des C5-Anforderungskatalogs. Durch die Integration in die NAVIDA-App verarbeitet das Scaleup alle medizinischen Eingaben ausschließlich pseudonymisiert. Das bedeutet, dass Xund keine direkten Rückschlüsse auf die Identität der einzelnen Versicherten ziehen kann, wie es heißt.

„Wir sind stolz darauf, mit einem Innovationsführer wie der AOK NordWest zusammenzuarbeiten und unsere Technologie knapp drei Millionen Versicherten zugänglich zu machen. Für Xund ist diese Partnerschaft ein entscheidender Schritt, um den aktuellen Wandel hin zu einem digital ausgerichteten Gesundheitssystem in Deutschland aktiv mitzugestalten“, erklärt Tamás Petrovics, Co-Founder & CEO von Xund.

Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK NordWest, ergänzt: „Moderne Krankenversicherung bedeutet für uns, genau dort zu sein, wo unsere Versicherten uns brauchen – und das ist heute immer öfter das Smartphone. Mit dem neuen Symptom Check in unserer NAVIDA-App schaffen wir ein digitales Serviceangebot, das schnelle Unterstützung bei gesundheitlichen Beschwerden liefert.“

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