11.02.2020

Bundeskriminalamt kooperiert im Kampf gegen Cybercrime mit fit4internet

Im Rahmen des heutigen Safer Internet Days haben am Dienstagvormittag der Verein fit4internet und das Bundeskriminalamt (BKA) eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um die Bevölkerung in Sachen Cybercrime aufzuklären.
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Bundeskriminalamt
v.l.n.r.: Mag. Dr. Michael Fischer MSc, Stv. Direktor des Bundeskriminalamts, Dr. Margarete Schramböck, Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, MMag. Peter J. Oswald, Präsident fit4internet, Mag. Hans Greiner, General Manager Cisco Österreich (c) HBF/Trippolt

Cybercrime ist in Österreich weiter am Vormarsch. Laut dem letzten Cybercrime-Report des Bundeskriminalamtes (BKA) gab es zwischen 2017 und 2018 einen Anstieg von Cybercrime-Straftaten um 16,8 Prozent. Demnach wurden 2018 rund 20.000 Straftaten verzeichnet. Die Dunkelziffer dürfte noch viel höher liegen, da die Betroffen des öfteren aus Schamgefühl oder Unwissen auf eine Anzeige verzichten.

+++ fit4internet: Österreich bekommt Kompetenzmodell für Digital-Skills +++

Kooperation mit Bundeskriminalamt

Damit die österreichische Bevölkerung in Sachen Cybercrime besser geschützt wird, ist nun das Bundeskriminalamt (BKA) gemeinsam mit dem Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) und dem Verein fit4internet eine Kooperation eingegangen.

Der Verein wurde vor mehr als einem Jahr ins Leben gerufen, um die digitalen Kompetenzen der Bürger zu stärken. Zu den Maßnahmen des Vereins zählen unter anderem Selbsteinschätzung-Checks mit denen Bürger ihre digitalen Kompetenzen testen können oder das „Cafe Digital“ mit dem die Generation 60 Plus fit für das digitale Zeitalter gemacht wird – der brutkasten berichtete.

400 Beamte „bedarfsorientiert“ bereitgestellt

Über die Kooperation zwischen dem BKA, BMDW und fit4internet sollen über die Plattform sogenannte „Präventionsbeamte“ angefordert werden können, die in Sachen Cybercrime aufklären. Die Zielgruppe umfasst in erster Linie Gemeinden, Unternehmen und Schulen.

Dafür stehen laut Bundesministerin Margarete Schramböck „bedarfsorientiert“ 400 Polizeibeamte bereit, die kostenlose Schulungen abhalten können. Die Beamten sollen hierfür auch aus den Landespolizeidirektionen kommen.

Die Bilanz von fit4internet

Im Rahmen der Unterzeichnung  wurde unter anderem auch Bilanz über die bisherige Arbeit von fit4internet gezogen. Mittlerweile haben laut Schramböck mehr als 10.000 Personen die digitalen Selbsteinschätzung-Checks absolviert. In Zukunft sollen zudem verstärkt Mitarbeiter aus dem KMU-Betrieben angesprochen werden – ein Bereich bei dem laut Schramböck noch großer Aufholbedarf besteht.

Über die Plattform fit4internet können derzeit 21 E-Learning-Kurse absolviert werden. Das Angebot wird laufend erweitert. So hat unlängst der Netzwerkausrüster Cisco zwei Kurse zum Thema „Sicherheit in der digitalen Welt“ zur Verfügung gestellt. Im Mai soll zudem eine eigene „Security-Game-App“ folgen, mit der Jugendliche spielerisch ihr Wissen zu Cybersecurity testen können.


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Fahne der Europäischen Union
Foto: Adobe Stock

Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll hat Digitale Souveränität in einer Aussendung vom letzten Herbst klar zusammengefasst: „Digitale Souveränität heißt, dass Europa selbst entscheidet, wie es seine Technologien nutzt, Daten schützt und Innovationen gestaltet – unabhängig, sicher und im Einklang mit unseren Werten.“

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Mit dem schrittweisen Inkrafttreten des EU AI Acts und neuen Souveränitätsgesetzen wandelt sich die Wichtigkeit des Themas: Der Gedanke der Digitalen Souveränität sowie der Unabhängigkeit von Tech-Riesen hat in Brüssel längst Einzug gefunden.

Der Cloud & AI Development Act: Eine Übersicht

Der EU AI Act, der 2024 in Kraft trat, reguliert den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Europa streng nach Risikostufen, um Anwendern Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Sicherheit zu garantieren.

Demgegenüber erlaubt der amerikanische Cloud Act den US-Behörden den Zugriff auf Daten von US-Tech-Konzernen, völlig unabhängig davon, in welchem Land diese Server physisch stehen. Wenn eine US-Behörde zum Beispiel Daten von Microsoft fordert, muss Microsoft diese laut US-Recht herausgeben – selbst wenn die Daten auf einem Server in Frankfurt liegen.

Als europäische Antwort darauf führt der Cloud and AI Development Act (CADA) nun ein verbindliches Bewertungssystem (SEAL) für öffentliche Ausschreibungen ein. Dieses Gesetz verpflichtet sensible staatliche Sektoren dazu, bevorzugt rein europäische Cloud-Infrastrukturen zu nutzen, die gegen ausländische Datenzugriffe rechtlich immun sind. Dadurch setzt sich in Zukunft nicht mehr das beste Preis-Leistung-Angebot durch, sondern es muss für besonders kritische Sektoren eine europäische Lösung verwendet werden.

Das Praxisbeispiel Qwant

Laut dem Nachrichtenportal Politico fordern auch die EU-Abgeordneten selbst mehr digitale Souveränität. Dabei soll statt der amerikanischen Suchmaschine Google in Zukunft das französische Qwant als Standard-Suchmaschine im EU-Parlament verwendet werden. Laut einer internen Mitteilung an die Abgeordneten, die Politico vorliegt, erfolgt dieser Schritt im Einklang mit der Verpflichtung des Parlaments zu „digitaler Souveränität und dem Schutz der personenbezogenen Daten von Nutzern“. Die Abgeordneten dürften schon letztes Jahr mehr Unabhängigkeit im Unternehmen gefordert haben.

Auch auf nationaler Ebene von Bedeutung

Zurück in Österreich. Auch hier sorgt die Digitale Souveränität am Mittwoch in der Bundesratssitzung für Gesprächsstoff.

Seitdem die geopolitische Lage gekippt ist, habe Europa bitter gelernt, was es heißt, im Energiebereich nicht souverän zu sein, sagte Staatssekretär Alexander Pröll. „Genau diesen Fehler dürfen wir bei digitalen Technologien kein zweites Mal machen.“ Daten, Clouds und Künstliche Intelligenz (KI) seien die Ressourcen des Jahrhunderts. Wer sie kontrolliert, habe die Macht. Wer sich abhängig macht, werde erpressbar, so Pröll. 

Gehen die Meinungen der österreichischen Parteien normalerweise auseinander, zeigt sich bei diesem Thema Einigkeit: Die Digitale Souveränität sollte auf allen Ebenen angedacht werden und die aktuelle digitale Abhängigkeit von ausländischen – insbesondere US-amerikanischen – Technologieanbietern, stelle ein massives Problem dar.

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Im Rahmen des heutigen Safer Internet Days haben am Dienstagvormittag der Verein fit4internet und das Bundeskriminalamt (BKA) eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um die Bevölkerung in Sachen Cybercrime aufzuklären. 400 Beamte sollen bedarfsorientiert bereitgestellt werden. Im Rahmen der Unterzeichnung  wurde unter anderem auch Bilanz über die bisherige Arbeit von fit4internet gezogen. Mittlerweile haben mehr 10.000 Personen die digitalen Selbsteinschätzung-Checks absolviert.

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Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

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