28.09.2016

Kanzleramt und Finanzministerium bitten Founder um Feedback zu Bürokratie

Noch bis 30.9. läuft eine von Bundeskanzleramt und Finanzministerium initiierte Gründer-Befragung. Dabei werden Founder darum gebeten auszusprechen, was in der Verwaltung falsch läuft und Verbesserungsvorschläge einzubringen.
/artikel/buerokratie-umfrage

Am Amtsweg kommt man einfach nicht vorbei. Für Gründer gilt das besonders. Unmengen Einzelheiten sind zu bedenken und auf offiziellem Wege abzuklären. Wenn Founder dann auch am Ende „eh alles geschafft“ haben, blicken sie trotzdem häufig auf einige Ärgernisse am Weg zum eingetragenen Unternehmen zurück. Sei es nun die konkrete Arbeit einzelner Ämter, oder der allgemeine Bürokratie-Aufwand – kaum jemand durchlebt den Gründungsprozess, ohne sich manchmal zu denken: „War das jetzt wirklich nötig?“

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Fünf offene Fragen zum in die Tiefe Gehen

Bundeskanzleramt und Finanzministerium wollen sich nun der vielen kleinen Steine im Weg zur Startup-Gründung mit einer Online-Umfrage annehmen. Beauftragt wurde dazu unter anderem Impact Hub Vienna. Gerade einmal acht Fragen sind zu beantworten, dafür sind gleich fünf davon offen gestellt – man kann also mit seinen Anregungen in die Tiefe gehen.

Hier ein paar Beispiele:

„Wie einfach war es, eine Ansprechperson zu finden?“

„Welche Dinge haben im Gründungsprozess im Kontakt mit der öffentlichen Verwaltung überhaupt nicht funktioniert?“

„Welche konkreten Maßnahmen würden den Gründungsprozess deutlich vereinfachen?“

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Easelink
© Luxshare - (v.l.) Hermann Stockinger, Gründer & CEO Easelink und Harvey Yuan, General Manager Luxshare.

2022 schloss das Grazer Startup Easelink eine 8,3 Millionen Euro schwere Series-A-Finanzierungsrunde ab, der im Oktober 2024 ein 1,5 Mio. Euro-Investment von Verbund X Ventures folgte. Im November 2025 gründete man die Matrix Charging Interest Group (MCIG), eine Branchenkooperation zur Standardisierung der „Matrix Charging Technologie“, die vom österreichischen High-Tech-Unternehmen entwickelt wurde. Dem folgte heuer eine Kooperation mit SEG Automotive – brutkasten berichtete. Nun hat man in China den ersten Technologie-Lizenzpartner gewinnen können.

China gilt als der weltweit größte Markt für Elektromobilität und war für Easelink schon immer von zentraler strategischer Bedeutung – siehe 2018. Für die Industrialisierung und Bereitstellung von Matrix Charging verlangen die spezifischen Anforderungen des chinesischen Automobilmarkts einen Local-for-Local-Ansatz. „Mit Luxshare gewinnt Easelink einen dedizierten Lizenznehmer für China – ein weiterer Schritt in der Strategie, in allen wichtigen Automobilmärkten Lizenz- und Industrialisierungspartner für Matrix Charging aufzubauen“, liest man in der Aussendung. Die Partnerschaft hat bereits zu konkreten Marktaktivitäten geführt: Beide Unternehmen arbeiten an ersten OEM-Projekten (Original Equipment Manufacturer), um die Technologie in künftige Fahrzeugplattformen zu integrieren.

„Wir sehen großes Potenzial in unserer Zusammenarbeit mit Easelink, die es uns ermöglicht, neue Kundensegmente im Bereich der automatisierten Abrechnung zu erschließen. Darüber hinaus sind wir uns der entscheidenden Rolle bewusst, die die Standardisierung neuer Schnittstellen spielt, und setzen uns daher in der ‚Matrix Charging Interest Group‘ für die entsprechenden Standardisierungsbemühungen ein, um Interoperabilität und eine breite Marktakzeptanz sicherzustellen“, sagt Harvey Yuan, General Manager von Luxshare.

„Wachsende Präsenz in China“

Die Zusammenarbeit baut auf Luxshares Erfahrung auf, gemeinsam mit führenden internationalen Technologieunternehmen Produkte zu industrialisieren und „in großem Maßstab“ zu fertigen. Gleichzeitig wird Easelink sein lokales Team in China weiter ausbauen, um die technische und projektbezogene Zusammenarbeit mit Luxshare und chinesischen OEMs eng zu begleiten.

„Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit einem global so bedeutenden Unternehmen wie Luxshare – einem komplementären Partner mit starkem Engineering-Know-how“, sagt Hermann Stockinger, Gründer & CEO Easelink. „Gemeinsam konzentrieren wir uns darauf, Kunden in China vor Ort zu betreuen und Matrix Charging in bestehende Wertschöpfungsketten der Automobilindustrie zu integrieren. Diese Partnerschaft ist ein wichtiger Meilenstein für unsere wachsende Präsenz in China und ein zentraler Baustein unserer Mission, den globalen Industriestandard für automatisiertes Laden zu setzen.“

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