08.01.2020

„Mehr Schlagkraft“: BRZ wird in Digitalisierungsministerium eingegliedert

Das Bundesrechenzentrum (BRZ) wird Teil des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) - darauf einigten sich ÖVP und Grüne im Regierungsübereinkommen. Die Digitalisierung der Verwaltung und die IT-Konsolidierung des Bundes sollen dadurch beschleunigt werden.
/artikel/brz-bmdw
Margarete Schramböck - BRZ wird in BMDW eingegliedert
(c) der brutkasten / Martin Pacher

Mit der weiteren Digitalisierung der Verwaltung und einer geplanten IT-Konsolidierung hat die neue Bundesregierung einen ordentlichen Brocken Arbeit vor sich. Eine noch von der türkis-blauen Regierung in Auftrag gegeben und dann im Herbst veröffentlichte Studie zeigte etwa ein Einsparungspotenzial von satten 46 Millionen Euro bei entsprechenden IT-Konsolidierungsmaßnahmen in den Einrichtungen des Bundes. Federführend dabei soll das Bundesrechenzentrum (BRZ) – ein Unternehmen in hundertprozentigem Staatsbesitz – sein.

+++ Digitalisierung im Regierungsprogramm: Angst vor dem Terminator? +++

BRZ: 1300 Mitarbeiter und 295 Millionen Euro Jahresumsatz

Das BRZ ist mit rund 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und rund 295 Millionen Euro Umsatz eines der größten Rechenzentren und „Hüter des Datenschatzes“ der Republik Österreich. Es wird, wie nun bekanntgegeben wurde, unter der neuen türkis-grünen Regierung in das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) eingegliedert – darauf einigten sich die Koalitionspartner. Das BRZ soll zugleich auch zu einem „Kompetenzzentrum für Digitalisierung in der Bundesverwaltung“ werden und als „Service-Partner bei der digitalen Transformation“ etabliert werden.

Schramböck: „Führen zusammen, was zusammen passt“

Von den Maßnahmen verspricht man sich eine Beschleunigung in den oben genannten Punkten. „Unser Ministerium wächst und bekommt dadurch noch mehr Schlagkraft. Das BRZ, als der wichtigste Partner bei der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung, wird beim dafür zuständigen Ressort angesiedelt. Damit führen wir zusammen, was zusammen passt“, kommentiert nun-wieder-Digitalisierungsministerin Margarete Schramböck in einer Aussendung. „Im BMDW sind die Agenden zur Digitalisierung in Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft gebündelt. Durch die Eingliederung des Bundesrechenzentrums werden wir in Zukunft integrativer zusammenarbeiten und können den Ausbau digitaler Services für Österreich noch schneller vorantreiben“.

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Erste Kund:innen in Asien gewinnen, Partner finden, Investor:innen treffen: Für österreichische Startups mit China-Ambitionen führt der Weg über Shanghai. Die Metropole zählt zu den dynamischsten Innovationsökosystemen der Welt und gilt als Tor zu einem der größten Konsummärkte überhaupt, mit enormem Potenzial für Skalierung und Marktdurchdringung. Dazu kommt eine starke Basis an hochqualifizierten Fachkräften, die die Stadt zu einem Hotspot für Forschung, Entwicklung und Innovation macht.

Der direkte Zugang zu diesem Ökosystem ist für Startups aus Österreich allerdings alles andere als selbstverständlich. Genau hier setzt der neue Call des Global Incubator Network Austria (GIN) an: Er verspricht strategische Einblicke in den chinesischen Markt, konkrete Geschäftschancen und direkte Kontakte zu den zentralen Akteuren der dortigen Innovations- und Wirtschaftslandschaft.

GO SHANGHAI offen für alle Branchen

Das Internationalisierungsprogramm GO SHANGHAI 2027 richtet sich an österreichische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen und Technologiefelder, die über die Proof-of-Concept- und Seed-Phase hinaus sind. Angesprochen sind sowohl Teams, die ihre erste internationale Expansion vorbereiten, als auch solche, die ihr Wachstum in Asien beschleunigen wollen.

Die Delegation von GO SHANGHAI 2025 bei der Wirtschaftskanzlei Taylor Wessing in Shanghai | (c) Global Incubator Network Austria

Die teilnehmenden Startups erwartet eine einwöchige Reise nach Shanghai von 26. bis 30. April 2027, die direkten Zugang zu zentralen Akteuren der chinesischen Innovations- und Wirtschaftslandschaft bietet.

Vorbereitung digital und beim Kick-off-Dinner in Wien

Das Programm ist in zwei Phasen unterteilt. Zunächst erhalten die Startups im Rahmen eines flexiblen, digitalen Onboardings gezielte Einblicke in den chinesischen Markt, um ihre Internationalisierungsstrategie zu schärfen. Über die exklusiven GIN-Video-Masterclasses steht ihnen dafür unbegrenztes Lernmaterial zur Verfügung. Hinzu kommen drei Stunden individuelles IP-Coaching. Den Abschluss der Vorbereitungsphase bildet ein Kick-off-Dinner in Wien, bei dem sich der aktuelle Batch von GO SHANGHAI 2027 vernetzt und final auf die Reise vorbereitet.

Fünf intensive Tage in Shanghai

Der zweite Teil ist die einwöchige Ecosystem-Tour durch Shanghai. Auf dem Programm stehen kuratierte 1:1-Business-Meetings, die vom AußenwirtschaftsCenter Shanghai organisiert werden, Workshops, maßgeschneiderte Networking- und Pitch-Formate wie die Austrian Startup Pitch Night sowie exklusive Unternehmens- und Ökosystem-Besuche. In fünf intensiven Tagen treffen die Teilnehmer:innen auf Branchenexpert:innen, potenzielle Partner:innen, Investor:innen und andere Gründer:innen, um wertvolle Kontakte für die eigene Expansion zu knüpfen.

Reisekostenzuschuss von bis zu 10.000 Euro, mit Gender Bonus bis zu 90 Prozent

GIN übernimmt 80 Prozent der programmspezifischen Kosten für Flug und Unterkunft, mit einer maximalen Fördersumme von 10.000 Euro pro Startup. Mit dem Gender Bonus erhöht sich die Förderquote auf bis zu 90 Prozent. Teilnahmeberechtigt sind österreichische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen, die folgende Kriterien erfüllen:

  • Erprobtes Geschäftsmodell mit ersten Markterfolgen (Kund:innen, Umsätze)
  • Bereits erfolgte Seed-Investition
  • Funktionierender Prototyp bzw. MVP
  • Einzigartiges Produkt oder Lösung
  • Gründung innerhalb der letzten sieben Jahre (kein hartes K.o.-Kriterium)
  • Konkretes Interesse an Internationalisierung mit Fokus auf Asien und an Vernetzung mit relevanten Stakeholdern

Die Bewerbungsphase für GO SHANGHAI 2027 läuft von 7. September bis 4. Oktober 2026. Interessierte Startups können sich über die Plattform aws Connect anmelden und ihr aktuelles Pitchdeck einreichen. Im Rahmen eines Online-Pitch-Events am 14. Oktober 2026 präsentieren die vorausgewählten Startups vor einer Jury aus nationalen und internationalen GIN-Partner:innen, jeweils zehn Minuten Pitch in Englisch plus Q&A. Die finale Auswahl wird spätestens zwei Wochen nach dem Pitch kommuniziert.


GO SHANGHAI 2027 ist ein Programm des Global Incubator Network Austria (GIN), der gemeinsamen Initiative von Austria Wirtschaftsservice (aws) und Österreichischer Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), und Teil von GO ASIA. Organisiert wird es in Zusammenarbeit mit der Außenwirtschaft Austria. Weitere Informationen zum aktuellen Call finden Startups hier: https://gin-austria.com/calls/goshanghai2027

Kontakt

Bei Fragen zu GO SHANGHAI oder zum Bewerbungsverfahren können sich Startups an folgenden Kontakt wenden:

My Yen Lau
Project Manager | GO ASIA
T +43 1 501 75 394
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