19.02.2016

Brutkasten-Wochenrückblick: Unsere Top 5 im Februar 2016

Unser Wochenrückblick fasst zusammen, was sich in der letzten Woche in der Startup Community in Österreich getan hat.
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gstockstudio-fotolia: Finanzierungsrunden und Neuigkeiten in der österreichischen Startup Community.

Asics kauft RunKeeper – Rabatte für besonders fitte Nutzer kommen

Der Laufschuh-Spezialist Asics könnte Runkeeper nutzen, um das eigene Geschäft anzukurbeln. Das Rezept dafür hat der App-Anbieter bereits selbst geliefert.

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Grazer Startup FitApp mit 950.000 Downloads auf Überholspur

Als Freizeitprojekt mit Sitz in Graz gestartet, wurde „FITAPP“ für Gründer Daniel Wohlmuth schnell zum Vollzeitjob. Über 950.000 Mal wurde die Fitness-App bisher herunter geladen. Dem Brutkasten verrät der Gründer ein paar Tipps, wie er es dahin geschafft hat.

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Pioneers Ventures investiert in Wiener Startup Parkbob

Das Wiener Startup Parkbob löst das Problem eines jeden Autofahrers, denn es lotst seine User zu freien Parkplätzen. Das frische Kapital von 250.000 Euro, das von Pioneers Ventures zusammen mit Business Angels investiert wird, soll die Weiterentwicklung von Parkbob und die Expansion vorantreiben.

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Speedinvest-Beteiligung: 965.000 Euro für Startup „Datapath“

Der Wiener Risikokapitalgeber Speedinvest investiert zusammen mit Target Partners ins Mainer Startup datapath.io, das Network-Performance-Management-Lösungen für Unternehmen anbietet, um die Leistung von Computer-Netzwerken zu optimieren.

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Tiroler Tech-Startup Anyline sichert sich 1,5 Millionen Euro Investment

Mit dem Investment, das von einer Investorengruppe rund um Gernot Langes-Swarovski stammt, will das Startup mit neuen Produkten ihre internationale Expansion vorantreiben.

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15.10.2026

Investment: Wiener Startup DropForce will nicht Drohnen liefern, sondern kleine Fabriken dafür

DropForce will es Kunden künftig ermöglichen, im Container an jedem beliebigen Ort schnell viele Drohnen zu produzieren. Die Wiener Beteiligungsgesellschaft BarnVentures und die deutsche LNX GmbH stiegen im Sommer mit einem sechsstelligen Betrag ein, wie man nun bekanntgab.
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Die DropForce-Gründer Jakub Hamdard und Christian Mühl | (c) DropForce
Die DropForce-Gründer Jakub Hamdard und Christian Mühl | (c) DropForce

Es gibt für sie unzählige Einsatzmöglichkeiten, in den vergangenen Jahren dominieren sie aber vor allem eines: die Kriegsberichterstattung. Drohnen sind nicht nur zum Sinnbild für moderne Kriegsführung geworden, sondern auch zu einer Produktkategorie, die europäischen Scaleups mitunter Milliardeninvestments einbringt. Von dieser Kategorie ist das Wiener Startup DropForce aktuell noch weit entfernt, das Konzept, mit dem es antritt, ist aber durchaus ambitioniert und vor allem neu.

Drohne aus dem 3D-Drucker im Van oder Container

„Alle anderen Drohnen-Anbieter haben eine zentrale Fabrik und brauchen für den Bau einer Drohne meistens viel länger als nötig. Wir haben unsere Drohne so konzipiert, dass man sie von überall aus bauen kann”, sagt Jakub Hamdard. Er hat DropForce gemeinsam mit Christian Mühl gegründet. Beide bringen dabei Berufserfahrung aus dem Aerospace-Bereich mit.

Ein weiterer großer Unterschied zu anderen Anbietern: „Bei anderen Drohnen sind die Teile zusammengelötet. Daraus ergeben sich viele Fehlerquellen. Außerdem sind sie stark auf chinesische Bauteile angewiesen, die oft nicht halten, was sie versprechen”, so Hamdard. Die DropForce-Drohne kommt dagegen ohne Löten aus. Die Strukturteile und Module, etwa Kamera-Aufsätze, kommen aus dem 3D-Drucker; Platinen, Motoren und Propeller werden in Europa produziert und vom Startup als Bausatz dazugeliefert. „Man kann die Teile im 3D-Drucker aktuell in ca. 20 Minuten drucken und braucht dann zehn bis 15 Minuten, um die Drohne zusammenzubauen”, sagt der Gründer.

Und dieser Vorgang soll künftig eben nicht in einer einzelnen Fabrik, sondern in kompakten Einheiten direkt beim Kunden passieren, in einem Van oder Container, so die Vision. Denkt man an den DefenseTech-Bereich, heißt das: direkt an der Front. Die Vans bzw. Container sollen dann verkauft, die Produktion lizenziert werden. „Mit dem Van wäre man komplett mobil. Er kann direkt am Einsatzort innerhalb von Minuten Drohnen produzieren, die dann gleich losstarten können”, skizziert Hamdard.

So ein Einsatzort könnte etwa auch der Schauplatz einer Naturkatastrophe sein. In der Kundenansprache fokussiere man aber aktuell primär auf den Verteidigungsbereich. Dort will man, wenn alles nach Plan läuft, um den Jahreswechsel in die ersten Pilotprojekte starten.

Sechsstelliges Investment von BarnVentures und deutscher LNX GmbH

Bereits im Sommer holte sich DropForce für seine Expansionspläne auch ein Investment. BarnVentures rund um Filip Zganjer und die deutsche LNX GmbH stiegen mit einem sechsstelligen Betrag ein und sicherten sich jeweils 20 Prozent am Unternehmen. „Die Idee von einer dezentralen Massenproduktion im Baukasten-System hat mir so gut gefallen. Eine zentrale Produktionsstätte ist in Zeiten wie diesen gefährlich”, kommentiert Zganjer im Gespräch mit brutkasten. Das Startup unterstütze man nun nicht nur mit Geld, sondern auch durch Beratung.

Das Kapital sei bislang vor allem in die Weiterentwicklung, aber auch in Personalkosten geflossen, sagt Hamdard. Zudem sei man aktuell auch im Prozess der Patentanmeldung. Und auch an weiteren Drohnen-Modellen arbeite man bereits. Denn, so die Vision: „Kunden können sich später dann aus einem Portfolio genau die Drohnen aussuchen, die sie gerade brauchen. Wir haben schon einige Ideen, was man machen kann.”

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