26.06.2021

brutkasten-Startup-EM: Ice-Kings aus Österreich und Hilfe für Einsame

Am ersten Achtelfinaltag mit dem ÖFB-Team konkurrieren auch wieder die jeweiligen Startups bei unserer brutkasten-EM. Ein Tag voller Eisgletscher, Hunde-Accessoires und sozialer Freuden.
/artikel/brutkasten-startup-em-ice-kings-aus-oesterreich-und-hilfe-fuer-einsame
EM, Europameisterschaft, Italien Österreich, Arnautovic, Fußball, Europameisterschaft
(c) Plugs/ IceKings - Riecht es heute nach Sensationen?

Die Europameisterschaft ist aus heimischer Sicht um eine Facette reicher. Österreich steht gegen Italien vor dem ersten KO-Duell bei einem Großereignis seit 1954. Und trifft dabei auf die beste Mannschaft der Hinrunde. Doch wo zuweilen Angst herrscht, haben wir das Zittern sein lassen und uns wieder einmal in den jeweiligen Startup-Szenen umgesehen und beginnen die Knock-Out-Phase der Startup-EM mit „Poobags“, Gletscher-Kings und Apps für Einsame.

Plugs aus Italien

Plugs ist eine mobile App, mit der sich Gleichgesinnte über Audio, Video und persönliche Treffen verbinden können. Die soziale App möchte User miteinander zusammenbringen, die sich sonst nicht treffen würden. Benutzer klicken sich in Audio-/Video-Chats ein. Diese können nach aktuellem Standort, Universität oder Interessen gefiltert werden. „Unsere User nutzen die Plattform, um online Gespräche zu führen und sich dann zum Essen zu treffen, gemeinsam zu reisen oder Unternehmen zu gründen – überall auf der Welt“, so die Intention von Plugs.

IceKing aus Österreich

IceKing aus Wiener Neustadt zielt darauf ab, einen positiven Kreislauf zwischen nachhaltigem Tourismus auf Gletschern und wissenschaftlicher Forschung zu schaffen, um wichtige Herausforderungen unserer Gesellschaft anzugehen. Darunter Klimawandel, Wasser- und Energiemanagement. Die IceKing-App bietet Usern die Chance, eine komplett nachhaltige Gletschertour zu buchen, inklusive Unterkunft, Ausrüstung, Zugang zu zertifizierten Guides und vielem mehr. Nutzer können über ihr Smartphone auch zu Citizen-Science-Projekten beitragen.

Fazit: Eiskönige und Gletscher – ein Gebiet, bei dem die Republik unschlagbar ist. Österreich als altbewährte Ski- und Wandernation kann heute jedoch auch im Treten des runden Leders etwas Nachhaltiges und Bleibendes schaffen. Was auch die nächste Generation an Gründern im kollektiven Gedächtnis abspeichern wird, wie sie es sonst mit Hermann Maier, Marcel Hirscher und Anna Veith getan hat. Ein gemütlicher „Social Treff“ wird dieses Duell aber nicht. Der brutkasten-EM-Tipp: Italien gegen Österreich: 2:2 – mit einem glücklichen Sieg für die heimischen Kicker in der 120. Minute.


Project Blu aus Wales

Project Blu wurde aus dem Wunsch heraus geboren, den traditionellen Herstellungsprozess zu durchbrechen und Produkte anzubieten, die nachhaltig, erschwinglich und langlebig sind. Das Startup verwandelt eine breite Palette von umweltschädlichen Materialien wie Ozean-Plastik, recycelte Kleidung, recyceltes Leder und ausrangierte Fischernetze in Hunde-Produkte, wie Betten, Leinen oder „Poobags“.

Joyn aus Dänemark

Joyn ist eine Kopenhagener App, die einsamen Menschen dabei helfen möchte, Freizeitpläne mit Freunden zu teilen. Das Unternehmen hat zum Ziel Online-Verbindungen über das Teilen von oberflächlichen Social Media-Posts für Likes hinauszubekommen. „Wir möchten, dass sie das Telefon weglegen; einen Plan posten und ihn ins echte Leben mitnehmen, um echte Erinnerungen mit Freunden zu schaffen und Bekannte hinzuzufügen“, lautet das Credo des Unternehmens.

Fazit: Die Meere und allgemein die Erde sauber von Plastik zu halten ist ein Unterfangen, das mehr oder weniger erfolgreich bereits von einigen Startups angegangen wurde. Allerdings haben die wenigsten aus Plastik Hunde-Produkte entwickelt. Eine Social-App, die irgendwie ein Mix aus Instagram und Tinder sein möchte, und daraus eine Anti-Oberflächlichkeits-Attitüde bauen will, erweist sich unserer Meinung nach, als schwierige Aufgabe, die ein Mehr an Arbeit erfordern wird. Daher der brutkasten-EM-Tipp: Wales gegen Dänemark: 1:1 (plus Elfmeterschießen)

Deine ungelesenen Artikel:
01.07.2026

re:Marc: Nachhaltiger Impact mit nachhaltigem Geschäftsmodell

Bei der Konferenz re:Marc, die dieses Jahr in Budapest stattfand, trafen sich einige der vielversprechendsten Social Entrepreneure aus Mittel- und Osteuropa. Sie zeigten einmal mehr, dass wirtschaftlicher Erfolg und tiefgreifender gesellschaftlicher Impact Hand in Hand gehen können.
/artikel/remarc-nachhaltiger-impact-mit-nachhaltigem-geschaeftsmodell
01.07.2026

re:Marc: Nachhaltiger Impact mit nachhaltigem Geschäftsmodell

Bei der Konferenz re:Marc, die dieses Jahr in Budapest stattfand, trafen sich einige der vielversprechendsten Social Entrepreneure aus Mittel- und Osteuropa. Sie zeigten einmal mehr, dass wirtschaftlicher Erfolg und tiefgreifender gesellschaftlicher Impact Hand in Hand gehen können.
/artikel/remarc-nachhaltiger-impact-mit-nachhaltigem-geschaeftsmodell
Die re:Marc 2026 fand im Museum of Ethnography Budapest statt | (c) egressyorsifoto
Die re:Marc 2026 fand im Museum of Ethnography Budapest statt | (c) egressyorsifoto

„Ihr pitcht nicht um euer eigenes Überleben, ihr pitcht um unser Überleben als Gesellschaft.“ Mit diesen Worten richtet sich Uli Grabenwarter vom European Investment Fund in seiner Keynote bei der Konferenz re:Marc an das Publikum. Er bringt damit eine Kernbotschaft des Events auf den Punkt: Kreative Lösungen für marginalisierte Gruppen müssen in das Zentrum der Wirtschaft rücken.

Ein grenzüberschreitendes Ökosystem

Die re:Marc ist der Höhepunkt des „Marc Impact Programme“, einer gemeinsamen Initiative von ERSTE Stiftung, ERSTE Social Finance Holding, IFUA Nonprofit Partner und SIMPACT. Die Partner riefen dieses internationale Programm ins Leben, um wirkungsorientierte Unternehmen zu unterstützen. Radován Jelasity, CEO der Erste Bank Hungary, vergleicht in seiner Eröffnungs-Keynote die Kernidee mit jener der Erste Bank selbst und gibt den Teilnehmer:innen mit: „Glaub an dich, denn am Ende gewinnt immer das Gute!“

Und Ana Cretu, Director Social Impact Investment der ERSTE Stiftung, stellt klar: „Das Programm wurde designt, um von einer Gemeinschaft getragen zu werden, nicht nur von einer kleinen Gruppe von Leuten.“ Sie betont eine zentrale Überzeugung der Initiator:innen: „High-Impact-Entrepreneure sind entscheidend für resiliente Gesellschaften.“

Radován Jelasity, CEO der Erste Bank Hungary, auf der Bühne bei der re:Marc 2026 | (c) egressyorsifoto

Marc startete 2024 und begleitet Gründer:innen aus mittlerweile sechs Ländern langfristig. Radka Novotná, COO des tschechischen Social Startups Nepanikař, gibt im Gespräch mit brutkasten einen konkreten Einblick: „Das Programm hat uns die Augen geöffnet. Als NGO haben wir oft die Einstellung, mit so wenig Geld wie möglich auszukommen. Die Mentorinnen und Mentoren haben uns beigebracht, dass es in Ordnung ist, nach Geld zu fragen, weil es für einen wirklich guten Zweck ist.“

Der Pitch um den größten Impact

Das Event in Budapest bringe diese internationale Community zusammen. Zwölf Startups aus Österreich, Ungarn, Kroatien, Serbien, Rumänien und Tschechien traten dabei auch in drei Runden beim Pitch-Wettbewerb gegeneinander an. Sie zeigten eine enorme Bandbreite an Lösungen. Die Ideen reichten von Drohnen, die Samenbomben zur Wiederaufforstung abwerfen, über mobile Konzertbühnen in Lastenfahrrädern bis hin zu leistbaren Recyclingmaschinen für Plastikmüll aus dem Meer. Die Teams pitchten um Preisgelder von bis zu 20.000 Euro.

Andrew Gray von Tilia Impact Ventures (am Mikrofon) war eines der Jury-Mitglieder | (c) egressyorsifoto

Entscheidend war dabei aber nicht nur der Impact selbst, sondern auch die Frage nach einem tragfähigen und nachhaltigen Geschäftsmodell, das diesen Impact finanzieren kann. Entsprechend genau fragte die Jury nach. Jury-Mitglied Andrew Gray von Tilia Impact Ventures erklärt im brutkasten-Gespräch: „Wir sehen uns an, welche Startups den größtmöglichen Impact für so viele Menschen wie möglich erzielen. Wer wird das Preisgeld nutzen, um den tiefgreifendsten sozialen Impact in der sinnvollsten Weise zu generieren?“

Die Sieger der re:Marc 2026

Letztlich musste sich die Jury für die Gewinner der drei Hauptpreise entscheiden. Neben diesen wurden noch mehrere Zusatzpreise vergeben. Diese drei Startups überzeugten die Jury besonders:

Grand Impact Award: Nepanikař

Den „Grand Impact Award“ und damit den Hauptpreis von 20.000 Euro holte sich das tschechische Social Startup Nepanikař – zu Deutsch: “Keine Panik!” Die gleichnamige App bietet psychologische Hilfe und Suizidprävention. Sie verzeichnet täglich rund 500 Nutzer:innen und unterstützt diese auch gezielt in akuten psychischen Krisensituationen. „Wir wollen das Preisgeld nutzen, um die App mit Smartwatches und Ringen zu verbinden und so Krisen besser vorherzusagen“, schildert Radka Novotná ihre Pläne. Das Geld fließt parallel in die Übersetzung der App in vier weitere Sprachen.

Nepanikař rund um Radka Novotná (2.v.r.) holte sich den Grand Imppact Award | (c) egressyorsifoto

Innovation Champion Award: Origin BCI

Der „Innovation Champion Award“ im Wert von 15.000 Euro ging nach Rumänien an Origin BCI. Das Team rund um Gründer und CEO David-Alexandru Popescu entwickelt bionische Handprothesen, die leistbar und leicht zu warten sind. Im Interview verrät Popescu den nächsten Schritt: „Die gewonnenen 15.000 Euro werden dazu beitragen, unser finales, konformes Produkt zu bauen – mit zugelassenen Materialien und Elektronik für Medizinprodukte.“

Origin BCI rund um David-Alexandru Popescu (2.v.l.) erhielt den Innovation Champion Award | (c) egressyorsifoto

Scalable Champion Award: TalentsLounge

Den „Scalable Champion Award“ sicherte sich Anna Gawin mit der österreichischen Plattform TalentsLounge (DaVinciLab). Die Plattform befähigt Lehrkräfte, Künstliche Intelligenz und Zukunftskompetenzen zu unterrichten. Gawin hat ein klares Ziel für die 15.000 Euro Preisgeld: „Wir werden unsere Plattform ins Polnische und Ungarische übersetzen und erste Pilotprojekte mit rund 500 Schülerinnen und Schülern an polnischen und ungarischen Schulen in Wien umsetzen.“

TalentsLounge rund um Anna Gawin holte sich den Scalable Champion Award | (c) egressyorsifoto
Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

brutkasten-Startup-EM: Ice-Kings aus Österreich und Hilfe für Einsame

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

brutkasten-Startup-EM: Ice-Kings aus Österreich und Hilfe für Einsame

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

brutkasten-Startup-EM: Ice-Kings aus Österreich und Hilfe für Einsame

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

brutkasten-Startup-EM: Ice-Kings aus Österreich und Hilfe für Einsame

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

brutkasten-Startup-EM: Ice-Kings aus Österreich und Hilfe für Einsame

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

brutkasten-Startup-EM: Ice-Kings aus Österreich und Hilfe für Einsame

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

brutkasten-Startup-EM: Ice-Kings aus Österreich und Hilfe für Einsame

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

brutkasten-Startup-EM: Ice-Kings aus Österreich und Hilfe für Einsame

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

brutkasten-Startup-EM: Ice-Kings aus Österreich und Hilfe für Einsame