06.06.2025
JUNI-AUSGABE

brutkasten-Printmagazin: Ausgabe „Neue Welten“ nun erschienen

Die neue Ausgabe des brutkasten-Printmagazins ist erschienen. Am Cover: Ramin Hasani, der nach Jahren an der TU Wien nun mit einem neuen KI-Ansatz in den USA sein Startup Liquid AI gegründet hat - und 300 Mio. Dollar an Investorengeldern aufgenommen hat.
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Liquid-AI-Gründer und -CEO Ramin Hasani am Cover des brutkasten-Magazins
Liquid-AI-Gründer und -CEO Ramin Hasani am Cover des brutkasten-Magazins | Foto: Haris Dervisevic/brutkasten

Das brutkasten-Printmagazin wird exklusiv an die wichtigsten Stakeholder des österreichischen Innnovations-Ecosystems zugestellt.

Daneben ist es auch digital als Download erhältlich – der Link findet sich am Ende des Artikels.


Was braucht es, damit aus Spitzenforschung erfolgreiche Unternehmen entstehen? Das ist eine der zentralen Fragen, wenn es darum geht, wie Innovationen in Wirtschaft und Gesellschaft gelangen. Einer, der es wissen muss, ist Ramin Hasani – gemeinsam mit Mathias Lechner begann er vor fast einem Jahrzehnt an der Technischen Universität in Wien, an einem neuen Ansatz für künstliche Intelligenz zu arbeiten, der vom Gehirn eines Fadenwurms inspiriert ist. Heute führen die beiden das von ihnen mitgegründete Unternehmen Liquid AI, das nach zwei Jahren bereits mit 2,2 Milliarden Dollar bewertet wird.

Der einzige Schönheitsfehler: Hasani und Lechner sind schon länger nicht mehr in Wien. Liquid AI sitzt in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts, wo auch die Tech-Uni MIT beheimatet ist. Was es braucht, damit Geschichten wie jene von Liquid AI auch in Europa möglich werden, und warum er insgesamt optimistisch für die Zukunft des Kontinents ist, erläutert Hasani in unserer Coverstory (Seite 26).

Wie Forschung den Weg in die Wirtschaft schafft, haben wir außerdem mit Philipp Stangl diskutiert. Er leitet die neue Investmentgesellschaft Noctua Science Ventures, eine gemeinsame Tochter von Speedinvest und TU Wien, und erläutert im brutkasten-Interview, warum Spinoffs eine noch schlummernde Superpower für den Standort sind (Seite 22).

Weil wir von der Bedeutung dieses Themas überzeugt sind, werden wir demnächst übrigens gemeinsam mit mehreren hochkarätigen Partnern auch eine eigene Serie mit dem Titel „From Science to Business“ starten, die sich dem Forschungsstandort Österreich widmet und die Verwertung wissenschaftlicher Erkenntnisse in der Wirtschaft beleuchtet.

Aber zurück zu dieser Ausgabe. Ein Standortfaktor können auch Batterien sein – wir haben uns angesehen, welche Alternativen zu Lithium-Ionen-Akkus in Österreich entwickelt werden (Seite 10).

Wie immer blicken wir aber nicht nur auf reine Business-Themen: Im Kapitel „Beyond Business“ werfen wir diesmal einen Blick auf Gesundheitstracking. Was bewirkt es wirklich, welche Devices sind empfehlenswert und welche möglichen Schattenseiten gibt es? (Seite 56). Außerdem haben wir nachgefragt, welche Nahrungsergänzungsmittel es wirklich braucht (Seite 62). Zudem beleuchten wir, wie Meditation Führungskräften hilft (Seite 66), und haben uns angesehen, was Journaling im Business bringt (Seite 82).

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Die xchannels.ai-Gründerinnen Isabell Claus und Ashley Zvaniashvili. © xchannels.ai

Nur 16 Wochen nach der Gründung meldet xchannels.ai internationalen Erfolg bei der Kundengewinnung. Das von Ashley Zvaniashvili und Isabell Claus geführte Unternehmen mit Sitz in Wien baut eine KI-gestützte Plattform zur automatisierten Erstellung und Distribution von Marketing-Content über Social Media, Presseportale und Webseiten hinweg. Das Ziel: Marken auch in KI-Suchsystemen wie ChatGPT und Perplexity sichtbar zu machen.

Acht Länder, 50 Kund:innen

Seit der Gründung im April 2026 hat das Marketing-Startup sein Angebot auf acht Länder ausgerollt: Deutschland, Österreich, der Schweiz, Luxemburg, Irland, Frankreich, Rumänien und Ungarn. Laut Mitgründerin Isabell Claus nutzen mittlerweile rund 50 Unternehmen die Plattform, von größeren Organisationen bis hin zu Startups sei alles dabei.

Ein Großkunde als Ausgangspunkt

Den Ausgangspunkt der internationalen Präsenz bildet laut Claus ein einzelner Großkunde: „Wir haben ursprünglich mal angefangen mit einem Unternehmen, das in 34 Ländermärkten aktiv ist, und davon haben wir sukzessive einige schon übernommen“, so Claus im Gespräch mit brutkasten. Weitere Standorte dieses Kunden sollen demnach folgen.

Weil xchannels.ai dadurch von Beginn an mit unterschiedlichen Sprachen und kulturellen Besonderheiten arbeiten musste, sei die Erschließung weiterer Märkte in der Folge leichter gefallen, erklärt die Gründerin.

Wachstum über Partnerschaften

Für weiteres Wachstum setzt das Gründerinnenteam laut Claus zunehmend auf Partnerschaften statt auf Einzelakquise. Ein Beispiel ist die Kooperation mit der Deutschen Telekom, über die brutkasten bereits berichtete. „Wir wollen mit Partnern schneller wachsen, als jedes einzelne Unternehmen direkt bei uns anzubinden und zu gewinnen“, meint Claus. Über Partner sollen sich künftig größere Kundengruppen aus einer Region gleichzeitig erschließen lassen.

Standorte in London und New York geplant

Aktuell beschäftigt das Startup laut eigenen Angaben acht Vollzeitmitarbeitende, verteilt auf Wien und Berlin. Die Aufgaben sind zwischen den Gründerinnen geteilt: Mitgründerin Ashley Zvaniashvili leitet die technischen Themen und die App-Entwicklung, Claus selbst kümmert sich um Business-Development, große Partnerschaften und die internationale Expansion.

Wie diese Expansion aussehen soll, ist bereits klar skizziert: Die für London und New York angekündigten Standorte sollen laut Claus reale Büros werden, keine rein virtuelle Präsenz: „Wir waren jetzt recht oft in London, und das ist schon nochmal ein anderes Klima – da geht es darum, die Netzwerke vor Ort zu stärken“, erklärt sie. In den Städten sollen dafür in erster Linie Relations- und Partnership-Positionen entstehen, während der Kern des Unternehmens in Wien bleibt.

Beispielhafter Content-Distributions-Screen von xchannels.ai © xchannels.ai

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