24.11.2025
NEUE AUSGABE

„Verantwortung“: Neues brutkasten-Printmagazin erschienen

Die neue Ausgabe des brutkasten-Printmagazins ist erschienen. Am Cover: Karin Exner-Wöhrer, CEO der Salzburger Aluminium Group (SAG), die im Interview über Innovation im Familienunternehmen und europäische Herausforderungen spricht.
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SAG-CEO Karin Exner-Wöhrer am Cover des brutkasten-Printmagazins | Foto: Haris Dervisevic/brutkasten
SAG-CEO Karin Exner-Wöhrer am Cover des brutkasten-Printmagazins | Foto: Haris Dervisevic/brutkasten

Das brutkasten-Printmagazin wird exklusiv an die wichtigsten Stakeholder des österreichischen Innnovations-Ecosystems zugestellt.

Daneben ist es auch digital als Download erhältlich – der Link findet sich am Ende des Artikels.


„Europa braucht wieder Lust auf Industrie und die Industrie braucht wieder Lust auf Europa“: Das sagt Karin Exner-Wöhrer. In ihren zehn Jahren als CEO und zuvor weiteren 15 als Finanzvorständin der Salzburger Aluminium Group (SAG) hat sie diese durch mehrere globale Krisen geführt. Das Unternehmen ist auf Leichtbau spezialisiert und stellt unter anderem Tanks für Lkws her. Die Wurzeln der SAG reichen bis 1898 zurück; 1992 wurde das Unternehmen völlig neu aufgestellt, als Exner-Wöhrers Vater die Firma in einem Management-Buy-out übernahm.

Für das Cover-Interview dieser Ausgabe hat Karin Exner-Wöhrer uns im Wiener Büro der SAG empfangen. Im Gespräch blickte sie nicht nur auf die Entwicklung des Unternehmens zurück und gab Einblicke in ihren Führungsstil, sondern richtete auch klare Forderungen an die Politik, wie Österreich wirtschaftlich wieder in die Spur kommt (Seite 44).

Innovativ bleiben

Wie man innovativ bleibt, wissen auch die Prämierten unseres „Innovator of the Year“-Awards. Die brutkasten-Redaktion hat den Preis bereits zum fünften Mal vergeben – erstmals jedoch physisch, um den Innovatorinnen und Innovatoren auch wortwörtlich eine Bühne zu bieten. Dies geschah am 5. November im Palais Auersperg. Die besten Fotos von der Award Ceremony und alle Prämierten in den vier Kategorien „Startups“, „Scaleups“, „Corporate Innovation“ und „Bold Innovation“ finden sich ab Seite 8.

Innovativ bleiben müssen aber nicht nur Unternehmen, sondern auch ganze Volkswirtschaften. Eine wichtige Rolle dabei spielt die Frage, wie erfolgreich Ergebnisse aus der Forschung in Unternehmen übertragen werden können. Wir haben dem eine ganze Serie gewidmet: „From Science to Business“ hat das Thema in sechs Deep-Dive-Roundtables beleuchtet. Die wichtigsten Erkenntnisse aus der Serie ha-ben wir ab Seite 30 zusammengefasst.

Von Altersvorsorge, Angst und Atmung

Im Bereich „Beyond Business“ sehen wir uns dieses Mal unter anderem an, warum Altersvorsorge auch für Gründer:innen ein Thema sein sollte (Seite 64), und AustrianStartups-Co-Founder Daniel Cronin erläutert, wie er seine Auftrittsangst überwunden hat (Seite 60). Weiters beleuchten wir, wie falsche Atmung unsere Gesundheit schädigt und wie Nasenatmung, Mouth-Taping und Co Abhilfe schaffen können (Seite 68) – und wir waren vor Ort in Bosnien und haben recherchiert, wie sich die Innovationsszene dort entwickelt (Seite 72).

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CEO und Co-Founder Matthäus Offner | (c) Find my Werkstatt / Canva

So manche Autofahrer:innen hat wohl schon einmal der Schreck eingeholt, als die Rechnung für das letzte Service geschrieben wurde. Neben hohen Preisen ist es oft schwierig nachzuvollziehen, wie teuer die Reparatur sein darf. Das soll sich nun mit Find my Werkstatt ändern, denn das Wiener Unternehmen möchte Kosten sichtbar und transparent machen. Es stellt dafür digitale Fahrzeugberichte aus, die Autofahrer:innen zeigen, welche Arbeiten laut Wartungsplan vorgesehen sind, welche Ersatzteile benötigt werden und mit welchem Arbeitsaufwand zu rechnen ist.

„Wir machen Informationen zugänglich“

„Wer sein Auto zum Service bringt, weiß meistens nicht, was tatsächlich gemacht werden muss und wie sich die Rechnung zusammensetzt. Genau das wollen wir ändern. Wir machen Informationen zugänglich, die bisher vor allem Werkstätten zur Verfügung standen“, erklärt Matthäus Offner, Geschäftsführer von Find my Werkstatt. Ihm gehören 49 Prozent der Firma, Mehrheitseigentümer ist die pubbles FilmgesmbH.

Find my Werkstatt greift bei seinen Analysen auf technische Fahrzeugdaten, Wartungsvorgaben, Arbeitszeitwerte und aktuelle Ersatzteilpreise zurück. Laut dem Wiener Unternehmen würden die Service- und Reparaturkosten nach einem ähnlichen Prinzip berechnet werden, wie es auch in professionellen Werkstätten üblich sei. Find my Werkstatt betont aber, dass die berechneten Kosten als Orientierung dienen.

Ein Ersatzteil, zwei Preise

„Was mich immer wieder überrascht, sind die enormen Preisunterschiede bei Windschutzscheiben. Für ein und dasselbe Fahrzeug kann eine Windschutzscheibe bei einem Anbieter rund 300 Euro und bei einem anderen weit über 1.000 Euro kosten“, sagt Offner und ergänzt bezüglich der Arbeitskosten: „Der Stundensatz kann von Werkstatt zu Werkstatt um bis zum Dreifachen variieren. Viele Autofahrer wissen gar nicht, wie groß diese Unterschiede tatsächlich sein können.“ Durch Find my Werkstatt sollen Autofahrer:innen Angebote besser einschätzen können und informiertere Entscheidungen treffen.

Die Plattform würde auch beim Gebrauchtwagenkauf wichtige Informationen zur Verfügung stellen, wodurch Folgekosten besser berücksichtigt werden können. „Ein vermeintlich günstiges Auto kann schnell teuer werden, wenn kurz nach dem Kauf größere Wartungen oder Reparaturen anstehen. Wir wollen, dass man solche Kosten bereits vor dem Kauf besser einschätzen kann“, erklärt Offner.

Recherche nach der passenden Werkstatt

Grundsätzlich wurde Find my Werkstatt vor zwei Jahren gegründet, um eine passende Kfz-Werkstatt in der Nähe zu finden. Nutzer:innen können Betriebe anhand von Standort, angebotenen Leistungen und Bewertungen entdecken und direkt kontaktieren. Bisher habe die Firma 20.000 User:innen und mache laut eigenen Angaben heuer einen Umsatz von rund 100.000 Euro.

Vollständig gebootstrappt, jetzt beginnt Investorensuche

Werkstätte, die auf der Plattform aufgeführt werden möchten, zahlen eine Gebühr zwischen 109 Euro und 150 Euro. Je nach Preis ist eine einfache Listung bis hin zur Verfügungstellung einer Software, die den Prozess des Ersatzteilebesorgens vereinfacht, möglich. Aktuell seien rund 4.300 Werkstätten verzeichnet. Auf der anderen Seite bezahlen Autofahrer:innen pro Bericht zwischen 5,90 Euro und 19,90 Euro. Je nach Preis erhalten sie unterschiedlich ausführliche Informationen. Find my Werkstatt ist bisher eigenfinanziert, wobei man aktuell nach großen Investoren wie Versicherungen, Automarken etc. suche.

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