brutkasten Magazin #11 „Comeback des Pioniers“ gratis online lesen
Pioneers-Gründer Andreas Tschas meldet sich zurück und möchte mit seinem neuen Projekt Glacier das Klima retten. Mit dieser Mission ist er nicht alleine. Mehr dazu im brutkasten Magazin #11!
Der Pionier ist zurück. Wie kaum eine andere Marke hatte es Pioneers in Österreich geschafft, zum Inbegriff für die Startup-Szene zu werden. Heute ist nicht mehr viel von der Marke übrig, doch Co-Founder Andi Tschas strebt mit seinem neuen Startup Glacier sogar noch mehr an, als mit dem ersten: Er will, wie er im Cover-Interview erläutert, zum Pionier an der vielleicht wichtigsten Front unserer Zeit werden, dem Kampf gegen den Klimawandel. Und er ist nicht der einzige, der in dem Feld den Weg ebnen will, damit Nachhaltigkeit in der Wirtschaft kein Nischenthema oder Feigenblatt bleibt, sondern von allen konsequent umgesetzt wird. In unserer Cover-Story haben wir einige dieser GreenTech-Pionierinnen und -Pioniere aus Österreich vor den Vorhang geholt.
Doch das Land hat Pioniere in noch sehr vielen weiteren Bereichen – und zwar überall zwischen Bodensee und Neusiedler See. Wir beantworten dazu die Frage, ob es für das kleine Österreich eine Stärke oder Schwäche ist, ganze neun Bundesländer-Ökosysteme zu haben. In unserer großen Strecke zu den einzelnen Landesteilen präsentieren wir Eigenheiten und einige der herausragendsten Institutionen und Startups der jeweiligen Regionen.
Pionierleistungen braucht es derzeit auch, um mit der so noch nie dagewesenen Krisensituation umzugehen. Wir haben die heimischen Gründerinnen und Gründer befragt, wie sie mit der Corona-Situation umgehen und Vertreterinnen der Parlamentsparteien auf ihre Lösungsvorschläge abgeklopft. Und mit österreichischen Top-Managerinnen aus den Branchen Tech und Telco haben wir über den Corona-bedingten Digitalisierungsschub gesprochen. Einen Entwicklungsschub beleuchten wir auch in Sachen Blockchain-Technologie: Sie wird immer mehr alltagstauglich und im „Real Life“ eingesetzt.
Auch wollen wir die (zukünftige) Pioniere in unserer Leserschaft wieder mit allerhand nützlichen Tipps und Tricks versorgen. In unserem Ratgeber-Teil bieten wir Insights zu den Themen AI, Recruiting, Employee Experience, Pitching, SEO, Outreach-Tools und Geldanlage. Abgerundet wird das Heft durch unsere Standards, wie etwa die Event-Vorschau für die kommenden Monate oder die „Startups im Spotlight“, die der Redaktion in den vergangenen Monaten besonders aufgefallen sind.
Möge dieses Heft auch euren Pioniergeist beflügeln!
Polytender: Die weltweit größte Ausschreibungsplattform soll aus Wien kommen
Die Run-Labs-Gründer Dima Rubanov und Matthias Neumayer, bekannt u. a. für den KI-Kindergeschichten-Generator Oscar Stories, bringen ein neues Produkt auf den Markt. Polytender soll Unternehmen die Suche nach staatlichen Ausschreibungen vereinfachen. Gelauncht wurde die Plattform im August.
Polytender: Die weltweit größte Ausschreibungsplattform soll aus Wien kommen
Die Run-Labs-Gründer Dima Rubanov und Matthias Neumayer, bekannt u. a. für den KI-Kindergeschichten-Generator Oscar Stories, bringen ein neues Produkt auf den Markt. Polytender soll Unternehmen die Suche nach staatlichen Ausschreibungen vereinfachen. Gelauncht wurde die Plattform im August.
Die beiden Polytender-Gründer Matthias Neumayer und Dima Rubanov | (c) Vlad Dobre
„Dream Big“ passt wohl auch zu Polytender. Die beiden Gründer Dima Rubanov und Matthias Neumayer haben sich zum Ziel gesetzt, sie zur größten Ausschreibungsplattform der Welt zu machen. Die beiden Wiener sehen großes ungenutztes Potential in öffentlichen Ausschreibungen. „Behörden vergeben in der EU jedes Jahr Aufträge im Wert von zwei Billionen Euro“, sagt Co-Founder Dima Rubanov im brutkasten-Gespräch.
Diese seien auf Hunderte Portale verteilt. Viele Unternehmen wüssten schlicht nicht, welche Aufträge sie gewinnen können, wodurch viele Ausschreibungen oftmals nur ein einziges Angebot hätten. Dabei sei die staatliche Beschaffung eine große Möglichkeit für Unternehmen. „SpaceX würde ohne die öffentliche Hand nicht existieren. Man vergisst oft, wie wichtig dieses Thema eigentlich ist“, sagt Rubanov. Ihre neue Plattform Polytender soll das nun ändern und die Suche nach öffentlichen Ausschreibungen erleichtern – in der gesamten EU.
Startup-Studio „Run Labs“
Die Gründer sind in der Szene keine Unbekannten. Rubanov und Matthias Neumayer entwickelten in den letzten Jahren Produkte wie Oscar Stories, die kindgerechte KI Lora oder den Dokumente-Erklär-Chatbot FragDasPDF. Alles läuft unter dem Startup-Studio Run Labs zusammen.
SpaceX würde ohne die öffentliche Hand nicht existieren.
Dima Rubanov, Co-CEO von Run Labs
400 Unternehmen in zwei Monaten
Ihre neueste Plattform, Polytender, wurde im August gelauncht und soll seitdem über 400 registrierte Unternehmen auf der Plattform gewonnen haben. Einige davon sind laut den Geschäftsführern noch Pilotkunden, es gebe aber auch bereits um die dreißig reguläre Abnehmer wie Helferline oder AV-Professional.
„Polytender beschleunigt unseren Prozess in der Suche, Bewertung und Abwicklung von Ausschreibungen wesentlich. Die dadurch freigesetzten Ressourcen können optimal eingesetzt werden“, sagt David Knapp, CEO der AV-Professional GmbH.
Eine „signifikante Zeitersparnis“
Die erhöhte Geschwindigkeit sei einer der großen Benefits, die Polytender für Firmen aufweise. „Gerade bei der Suche bieten wir für Unternehmen eine signifikante Zeitersparnis. Das funktioniert schon über alle EU-Länder und ein paar weitere Länder hinweg“, erklärt Rubanov. Neben den 27 EU-Staaten operiert Polytender auch in den USA, der Schweiz, Norwegen und Großbritannien und bündle so über 300 Vergabeportale. Die Plattform vereinfacht es den Unternehmen, Ausschreibungen überhaupt zu finden und daran teilzunehmen. Alles mit KI-Unterstützung.
KI-nativ als Alleinstellungsmerkmal
Ein Matching-Algorithmus gleicht neue Ausschreibungen sprachübergreifend mit Suchprofilen ab. Noch im November soll es auch eine KI-Zusammenfassung und eine Bid-Einschätzung geben. „Wir werden dann KI-Agenten haben, die riesige Datenmengen durchforsten, zusammenfassen und für den User personalisiert aufbereiten. Dadurch muss man nicht 100 Seiten lesen, um zu wissen, ob man sich bewerben soll oder nicht“, erklärt Neumayer.
Das Besondere: Polytender funktioniert KI-nativ. Jede Ausschreibung lässt sich direkt aus KI-Assistenten wie Mistral, Claude, ChatGPT und Microsoft Copilot durchsuchen. Unternehmen können dadurch eigene Ausschreibungs-Agenten bauen und so passende Aufträge finden und bewerten.
„Wir sind der Meinung, dass in einer AI-Agent-Zukunft weniger Interfaces notwendig sein werden. Deshalb haben wir alle App-Funktionen auch für Agents zugänglich gemacht“, erklärt Neumayer und ergänzt: „Wir haben auch Kunden, die ihre eigenen internen Agents haben, die wiederum mit ihren eigenen Daten angereichert sind. Diese Daten können sie dann mit unseren Daten aus öffentlichen Ausschreibungen, aus Dokumenten etc. verbinden und in ihre eigenen Abläufe einbauen.“
Die europäische Lösung, Datenschutz etc.
Wichtig sei den beiden Wienern, die sich bereits seit ihrer Schulzeit kennen, eine europäische Lösung anzubieten. „Wer unsere LinkedIn-Aktivitäten kennt, weiß, dass wir sehr pro-europäisch denken und uns auch europäische Souveränität wichtig ist. Wir sind auch der Meinung, dass diesbezüglich gerade die öffentliche Beschaffung ein großer Hebel wäre, der underused ist“, sagt Neumayer.
Auch bezüglich Datenschutz haben Rubanov und Neumayer klare Vorstellungen. „Wir hosten alles auf Hetzner, einem Server in Deutschland. Unsere KI-Modelle laufen auf europäischer Infrastruktur. Wir passen sehr auf, dass kein Abfluss von Daten entstehen kann. Wir sind auch DSGVO-konform“, sagt Rubanov.
Die All-in-Tender-Lösung
Rubanov und Neumayer denken die Plattform bereits weiter. Sie wollen nämlich nicht nur die Abläufe auf der Bieterseite vereinfachen, sondern auch auf der Vergabeseite. „Unsere große Vision ist es, eine All-in-one-Tender-Plattform zu haben. Sie soll auf der Bieterseite die Suche nach Aufträgen und Unterlagenerstellung und auf der Auftraggeberseite die Erstellung der Ausschreibungsunterlagen abdecken“, sagt Neumayer. Sie können sich auch vorstellen, Ausschreibungen von Unternehmen auf Polytender zu veröffentlichen, wobei der Fokus auf staatlichen Ausschreibungen liege. Diese „Vision“ wolle man noch im ersten Quartal 2027 umsetzen.
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Wie kaum eine andere Marke hatte es Pioneers in Österreich geschafft, zum Inbegriff für die Startup-Szene zu werden.
In unserer Cover-Story haben wir einige GreenTech-Pionierinnen und -Pioniere aus Österreich vor den Vorhang geholt.
Pionierleistungen braucht es derzeit auch, um mit der so noch nie dagewesenen Krisensituation umzugehen.
Einen Entwicklungsschub beleuchten wir auch in Sachen Blockchain-Technologie: Sie wird immer mehr alltagstauglich und im „Real Life“ eingesetzt.
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Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?
Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …
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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?
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Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?
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