19.11.2020

brutkasten Magazin #11 „Comeback des Pioniers“ gratis online lesen

Pioneers-Gründer Andreas Tschas meldet sich zurück und möchte mit seinem neuen Projekt Glacier das Klima retten. Mit dieser Mission ist er nicht alleine. Mehr dazu im brutkasten Magazin #11!
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(c) der brutkasten / Natascha Unkart & Isabelle Köhler

Der Pionier ist zurück. Wie kaum eine andere Marke hatte es Pioneers in Österreich geschafft, zum Inbegriff für die Startup-Szene zu werden. Heute ist nicht mehr viel von der Marke übrig, doch Co-Founder Andi Tschas strebt mit seinem neuen Startup Glacier sogar noch mehr an, als mit dem ersten: Er will, wie er im Cover-Interview erläutert, zum Pionier an der vielleicht wichtigsten Front unserer Zeit werden, dem Kampf gegen den Klimawandel. Und er ist nicht der einzige, der in dem Feld den Weg ebnen will, damit Nachhaltigkeit in der Wirtschaft kein Nischenthema oder Feigenblatt bleibt, sondern von allen konsequent umgesetzt wird. In unserer Cover-Story haben wir einige dieser GreenTech-Pionierinnen und -Pioniere aus Österreich vor den Vorhang geholt.

Doch das Land hat Pioniere in noch sehr vielen weiteren Bereichen – und zwar überall zwischen Bodensee und Neusiedler See. Wir beantworten dazu die Frage, ob es für das kleine Österreich eine Stärke oder Schwäche ist, ganze neun Bundesländer-Ökosysteme zu haben. In unserer großen Strecke zu den einzelnen Landesteilen präsentieren wir Eigenheiten und einige der herausragendsten Institutionen und Startups der jeweiligen Regionen.

Pionierleistungen braucht es derzeit auch, um mit der so noch nie dagewesenen Krisensituation umzugehen. Wir haben die heimischen Gründerinnen und Gründer befragt, wie sie mit der Corona-Situation umgehen und Vertreterinnen der Parlamentsparteien auf ihre Lösungsvorschläge abgeklopft. Und mit österreichischen Top-Managerinnen aus den Branchen Tech und Telco haben wir über den Corona-bedingten Digitalisierungsschub gesprochen. Einen Entwicklungsschub beleuchten wir auch in Sachen Blockchain-Technologie: Sie wird immer mehr alltagstauglich und im „Real Life“ eingesetzt.

Auch wollen wir die (zukünftige) Pioniere in unserer Leserschaft wieder mit allerhand nützlichen Tipps und Tricks versorgen. In unserem Ratgeber-Teil bieten wir Insights zu den Themen AI, Recruiting, Employee Experience, Pitching, SEO, Outreach-Tools und Geldanlage. Abgerundet wird das Heft durch unsere Standards, wie etwa die Event-Vorschau für die kommenden Monate oder die „Startups im Spotlight“, die der Redaktion in den vergangenen Monaten besonders aufgefallen sind.

Möge dieses Heft auch euren Pioniergeist beflügeln!

Herzlichst, eure brutkasten-Redaktion

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16.09.2026

„Software ist nicht tot“: Amodei, Benioff und Huang stellen neuestes Salesforce-Produkt „AIforce“ vor

Bei seiner Dreamforce-Eröffnungskeynote stellte Salesforce-CEO Marc Benioff AIforce vor und holte die CEOs von Anthropic und Nvidia auf die Bühne – inklusive Debatte über KI-Sicherheit und Europas Rückstand. Der brutkasten vor Ort.
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Salesforce-CEO Marc Benioff bei der Dreamforce-2026-Eröffnungs-Keynote. © brutkasten

Rund 45.000 Besucher:innen versammeln sich beim jährlichen Flaggschiff-Event des CRM-Riesen Salesforce rund um das Moscone Center in San Francisco. Höhepunkt ist die Eröffnungskeynote von CEO Marc Benioff: Wer einen Platz im größten Saal des Dreamforce-Areals ergattern will, muss bereits Stunden zuvor vor Ort sein.

Hawaiianische Rituale und ein Kurzauftritt von Grammy-Preisträgerin Gwen Stefani überbrücken die Wartezeit, ehe der Salesforce-Mitgründer eindrucksvoll inszeniert die Bühne betritt, um sich dem Leitthema der diesjährigen Konferenz zu widmen: der Transformation von Unternehmen durch autonome KI-Agenten.

Der Dreamforce-Haupteingang in San Francisco.

Anthropic- und Nvidia-CEO mit auf der Bühne

Den Auftakt zum dreitägigen Programm bestreitet Benioff nicht allein. An seiner Seite: Dario Amodei, Co-Founder und CEO von Anthropic, Jensen Huang, CEO von Nvidia, Siemens-CEO Roland Busch sowie mehrere Vertreter:innen aus dem eigenen Haus.

Die Auswahl ist alles andere als Zufall. Mit Claudeforce holt Salesforce seine Applikationen direkt in die Anthropic-Umgebung. Parallel dazu entsteht mit Nvidia das hauseigene Modell „Koa“, das auf Nvidias Nemotron-Architektur aufbaut und mit synthetischen Daten, die auf 27 Jahren Salesforce-CRM-Wissen basieren, trainiert wurde.

„Ich habe kein einziges autonomes Fahrzeug in Europa gesehen“

Geografisch spielt sich Dreamforce zwar in den Vereinigten Staaten ab, dennoch nimmt Europas Position im globalen KI-Wettlauf breiten Raum in Benioffs Eröffnungskeynote ein. Das Bild, das der Salesforce-Mitgründer zeichnet, fällt ernüchternd aus: „Ich war einige Monate in Europa und habe kein einziges autonomes Fahrzeug gesehen“, berichtet der CEO, als Sinnbild für die ungleiche globale Verteilung und die zögerliche Nutzung von KI-Technologien.

„Die Tür ist offen, aber noch nicht jeder ist hindurchgegangen“, führt Benioff aus. Kund:innen, so seine Einschätzung, seien teilweise noch in einer alten Welt verhaftet und hätten die unternehmerische Transformation durch KI noch nicht vollzogen. Genau hier will Salesforce ansetzen, um die Adoption zu beschleunigen.

AIforce vorgestellt

AIforce soll die Arbeitsweise von Unternehmen transformieren.

Konkret wird dieser Anspruch bei der zentralen Produktankündigung, die Benioff im Rahmen seiner Keynote als „die aufregendste in der Geschichte von Salesforce“ bezeichnet: Mit AIforce möchte das Unternehmen Daten, Workflows, Geschäftslogik und Governance direkt in Arbeitsumgebungen wie Slack, Claude oder Salesforce Lightning bringen, ohne dass Nutzer:innen Salesforce selbst öffnen müssen. „KI führt zu einer Revolution der Benutzeroberflächen“, so Benioff laut offizieller Ankündigung. Dabei betont Salesforce von Beginn an, dass das System auf Zero Data Retention setzt. „Deine Daten sind deine Daten“, versichert der CEO mehrfach.

Technisch stützt sich AIforce auf drei bestehende Bausteine: Data 360 liefert den einheitlichen Datenkontext, Customer 360 die Anwendungs- und semantische Intelligenz, Agentforce die digitale Belegschaft aus KI-Agenten. Zum Start zählen dazu Claudeforce, Slackforce und Agentforce Coworker.

Amodei plädiert für Industriestandards

Die Partnerschaftsmarke Claudeforce ist seit August 2026 bekannt; Amodeis Anwesenheit unterstreicht dennoch das Gewicht der Partnerschaft. Auf Benioffs Frage, was ihn zuletzt am meisten überrascht habe, antwortet Amodei: „Das Tempo, nicht nur auf technologischer, sondern auch auf wirtschaftlicher Seite. Ich war schlicht überrascht, dass eine solche Geschwindigkeit in der Geschäftswelt überhaupt möglich ist.“

Auf Benioffs Frage, wie er die „Pacing“-Debatte und den aktuellen Stand der Sicherheit einschätze, antwortet Amodei mit einem Drei-Stufen-Plan, den er wenige Tage zuvor in seinem Essay „We Must Pace the Frontier“ veröffentlicht hatte: zunächst die eigenen Praktiken prüfen und in Transparenz investieren, dann gemeinsame Industriestandards erarbeiten, schließlich eine internationale Abstimmung anstoßen. Umgesetzt sei bislang erst der erste Schritt. Begleitet von drei Sicherheitskräften verlässt Amodei den Saal umgehend nach seinem kurzen Auftritt.

Huang sieht Verantwortung bei den Entwickler:innen

Salesforce-CEO Marc Benioff und Nvidia-CEO Jensen Huang bei der Eröffnungs-Keynote.

Während Amodei bei Sicherheitsfragen einen bedachten, koordinierten Kurs einfordert, vertritt Nvidia-CEO Jensen Huang eine andere Linie: „Sicherheit hat oberste Priorität, in vielerlei Hinsicht ist sie die wichtigste Aufgabe. Allerdings ist Sicherheit zugleich ein Ingenieursproblem“, ein komplexes Rechensystem wie jedes andere, das sich technisch beherrschen lasse. Sein Rezept: zunächst sichere Testumgebungen schaffen, in denen sich Systeme prüfen lassen, und Produkte erst freigeben, wenn man von deren Sicherheit überzeugt ist. Regulatorische Eingriffe des Staates lehnt er ab.

Die Devise laute stattdessen, Innovationen so rasch wie möglich voranzutreiben, ohne Sicherheit zu opfern: „Laufen Sie so schnell Sie können, doch sobald Sie das Gefühl haben, […] das Produkt werde nicht sicher sein, legen Sie eine Pause ein“, so der Nvidia-Chef. Tempo und Sicherheit seien für ihn kein Widerspruch, sondern gleichzeitig erreichbar. Ob sich Unternehmen im permanenten Wettlauf um Marktanteile tatsächlich so diszipliniert selbst bremsen, wie Huang es beschreibt, bleibt allerdings offen.

Das Mantra: „Software ist nicht tot“

Wie ein roter Faden zog sich zudem das Gegennarrativ zur „SaaSpocalypse“ durch den Vormittag. Huang bezeichnete die These vom Ende der Software als „kompletten Unsinn“, Benioff präzisierte: „Software ist nicht tot. Es ist das Ende jener Software, die Menschen die ganze Arbeit machen lässt.“ Ob sich diese Neuerfindung tatsächlich so reibungslos vollzieht, wie auf der Bühne suggeriert, wird sich außerhalb des Moscone Centers erst noch zeigen müssen.


Transparenzhinweis: Die Reise- und Aufenthaltskosten zur Dreamforce wurden von Salesforce übernommen. Auswahl und Bewertung der Themen erfolgten unabhängig davon.

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brutkasten Magazin #11 „Comeback des Pioniers“ gratis online lesen

  • Wie kaum eine andere Marke hatte es Pioneers in Österreich geschafft, zum Inbegriff für die Startup-Szene zu werden.
  • In unserer Cover-Story haben wir einige GreenTech-Pionierinnen und -Pioniere aus Österreich vor den Vorhang geholt.
  • Pionierleistungen braucht es derzeit auch, um mit der so noch nie dagewesenen Krisensituation umzugehen.
  • Einen Entwicklungsschub beleuchten wir auch in Sachen Blockchain-Technologie: Sie wird immer mehr alltagstauglich und im „Real Life“ eingesetzt.
  • Abgerundet wird das Heft durch unsere Standards, wie etwa die Event-Vorschau für die kommenden Monate oder die „Startups im Spotlight“, die der Redaktion in den vergangenen Monaten besonders aufgefallen sind.

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Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

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