13.05.2022

brutkasten Earth wird mit Austrian SDG-Award ausgezeichnet

Der Senat der Wirtschaft hat bereits zum fünften Mal in Folge den Austrian SDG-Award vergeben, der zu den bedeutendsten Nachhaltigkeitspreisen in Österreich zählt. brutkasten Earth wurde in der Kategorie "Medien & Journalisten" für seinen Klimajournalismus ausgezeichnet.
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Martin Pacher
Christian Clerici,, Martin Pacher, Sara Grasel und Hans Harrer | (c) peter saxer / der brutkasten

Im April 2021 launchte der brutkasten sein neues Media-Vertical brutkasten Earth zur „Klimakrise und Innovation“. Dahingehend wurde im vergangenen Jahr die Berichterstattung rund um „Technologien und Innovationen“ ausgebaut, die branchenübergreifend einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen die Klima- und Biodiversitätskrise leisten – angefangen von Mobilität über Energie bis hin zur Ernährung & Landwirtschaft.

Nachhaltigkeitspreis für brutkasten Earth

Rund ein Jahr nach Gründung wurde „brutkasten Earth“ nun für seine journalistische Arbeit mit dem Austrian SDG-Award in der Kategorie „Medien & Journalisten“ ausgezeichnet. Der Preis zählt zu den wichtigsten Nachhaltigkeitspreisen in Österreich und wird jährlich vom Senat der Wirtschaft in unterschiedlichen Kategorien vergeben.

„Unsere Preisträgerinnen und Preisträger sind großartige Vorbilder dafür, wie es funktionieren kann, die nachhaltigen Entwicklungen in Österreich voranzutreiben und wie man die 17 SDGs umsetzen kann“, so Hans Harrer, Vorstandsvorsitzender des Senat der Wirtschaft, über die Zielsetzung des Preises.

Austrian SDG-Award Gala

Der Austrian SDG-Award wurde dieses Jahr im Rahmen einer Gala vom Senat der Wirtschaft am 9. Mai im Dachfoyer der Wiener Hofburg abgehalten. Der Preis wurde von Laudator Markus Zeilinger an brutkasten Earth Chefredakteur Martin Pacher übergeben. „Im Namen des gesamten Teams möchte ich mich für die Auszeichnung bedanken. Diesen frischen Rückenwind nehmen wir nun mit und werden unseren Ansatz eines lösungsorientierten Klimajournalismus weiter ausbauen“, so Pacher. In Planung sind bereits neue multimeidale Formate, die einen starken Fokus auf ClimateTech-Innovationen legen.

Von links: Laudator Markus Zeilinger, Preisträger Chefredakteur Brutkasten Martin Pacher

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Teamfoto Klartext AI | (c) Leandra Schurz Photography

Elektronikprodukte enthalten wertvolle Rohstoffe, werden aber häufig so entwickelt, dass sie sich nicht einfach reparieren, wiederverwenden oder recyceln lassen. Das Wiener Startup Klartext AI will mit Künstlicher Intelligenz dazu beitragen, das zu ändern. Das 2025 gegründete Unternehmen entwickelt KI-Lösungen für unterschiedliche Anwendungsbereiche, darunter doclarity, ein Tool zur Erstellung barrierefreier PDF-Dokumente. Im Rahmen des Eureka-Forschungsprojekts „ManageR“ entwickelt es einen KI-Assistenten, der Elektronikhersteller bei Entscheidungen zur Kreislaufwirtschaft unterstützen soll. Dafür erhält Klartext AI eine Förderung von rund 250.000 Euro von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).

Das Projekt startete am 1. Oktober 2026 und läuft über drei Jahre. Klartext AI ist dabei für die KI-Technologie zuständig und entwickelt den sogenannten ‚ManageR Copilot‘. Dieser soll Informationen über Produkte, Materialien und gesetzliche Vorgaben zusammenführen und daraus Handlungsempfehlungen ableiten.

KI soll Reparatur und Wiederverwendung bewerten

Im Mittelpunkt von ManageR steht ein digitales Bewertungs- und Optimierungstool. Dieses soll Unternehmen dabei helfen, für einzelne Produkte und Komponenten geeignete Kreislaufstrategien zu finden. Dabei geht es beispielsweise um die Frage, ob Bauteile repariert, wiederverwendet, aufbereitet oder recycelt werden sollten. Die Software soll in unterschiedlichen Phasen des Produktlebenszyklus zum Einsatz kommen – etwa bei der Entwicklung oder im Einkauf. Je nach Lebenszyklusphase soll das System unterschiedliche Handlungsmöglichkeiten aufzeigen. Neben ökologischen Faktoren soll dabei auch die Wirtschaftlichkeit berücksichtigt werden.

Eine Herausforderung ist dabei die Vielzahl an benötigten Informationen. Dazu zählen etwa Produktstücklisten, Materialdaten, regulatorische Anforderungen und branchenspezifisches Fachwissen. Diese Informationen sind häufig auf unterschiedliche Systeme und Abteilungen verteilt oder liegen bei einzelnen Experten. Das Wiener Startup entwickelt deshalb ein KI-Agentensystem samt Benutzeroberfläche, das die Daten verknüpfen soll. Ein besonderer Schwerpunkt liegt laut Anna Poledna, Business Development bei Klartext AI, auf der Nachvollziehbarkeit: Nutzer sollen erkennen können, auf welchen Informationen und Quellen die Vorschläge beruhen. Technologisch setzt das Startup dafür unter anderem auf Wissensgraphen und Multi-Agenten-Systeme.

Eine Rolle bei der Entstehung des Projekts spielten laut Poledna auch neue EU-Vorgaben. Die Ökodesign-Verordnung (ESPR) soll unter anderem die Langlebigkeit und Reparierbarkeit von Produkten verbessern. Der Digitale Produktpass soll künftig Informationen zu Materialien, Reparaturmöglichkeiten und Umweltauswirkungen verfügbar machen.

Zusammenarbeit mit Fraunhofer und Industrieunternehmen

An ManageR sind neben Klartext AI das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA), die Universität Stuttgart sowie die deutschen Unternehmen ifm und Ansmann beteiligt. Fraunhofer koordiniert das Projekt und entwickelt unter anderem ein Bewertungsmodell, während die Universität Stuttgart ihre Expertise in der Ökobilanzierung einbringt. Die beiden Industrieunternehmen stellen ein 3D-Kamerasystem und ein Ladegerät zur Verfügung, an denen die Technologie getestet werden soll.

„Für uns ist es großartig, dass wir unsere KI-Forschung direkt in die Anwendung bringen können. In ManageR entwickeln wir gemeinsam mit führenden Forschungseinrichtungen neue Methoden und testen sie gleichzeitig an echten Industrieprodukten“, sagt Poledna.

Nach Abschluss des Forschungsprojekts im September 2029 soll die Technologie laut Poledna kommerziell angeboten werden. Geplant ist, sie künftig auch für weitere Elektronikprodukte einzusetzen. Wie breit das System anwendbar sein wird, hängt insbesondere von der Verfügbarkeit entsprechender Daten ab.

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