05.12.2022

BriefButler: Software macht Briefversand CO2-neutral und digital

152,3 Millionen Briefe verschickten die Österreicher:innen letztes Jahr allein in der Weihnachtszeit. Das fordert Umwelt, Verkehr und Zeit. Wie die Zukunft des digitalen Briefversandes aussehen kann, zeigt die Software BriefButler.
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Josef Schneider ist CEO von hpc DUAL, dem Entwickler von BriefButler. (c) Johanna Pianka

Der analoge Briefversand geht langsam zurück, in Österreich ist das Versenden von Briefen allerdings noch sehr präsent: Allein im 2. Quartal dieses Jahres wurden in Österreich rund 143,2 Millionen Briefe zugestellt. Das sind rund 4 Millionen weniger als im Quartal zuvor. Zur Weihnachtszeit des letzten Jahres stieg die Zahl der zugestellten Briefe auf rund 152,2 Millionen Stück, wie die Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) im RTR Post Monitor zeigt. Zudem entstehen durch Versand und Zustellung eines Briefes rund 20 Gramm CO2.

Der analoge Briefversand beansprucht dementsprechend nicht nur Umwelt und Klima, sondern auch Material-, Zeit- und Personalressourcen. Als CO2-neutrale, kostengünstige Alternative hat das Unternehmen hpc DUAL eine Software für digitalen Briefversand entwickelt.

Digitaler Briefversand spart Zeit, Kosten und CO2

Das Unternehmen hpc DUAL befasst sich seit 2006 mit der Digitalisierung physischer Briefzustellung. Um den Briefversand digital durchführbar zu machen, launchte das Team rund um CEO Josef Schneider die Software BriefButler als automatisierten Briefversand- und -zustellservice.

Als nachhaltige Weiterentwicklung des klassischen Briefversand können Unternehmen, Verwaltungen und Privatpersonen private und behördliche Dokumente wie Formulare, Verträge oder Rechnungen digital an Empfänger:innen senden. Sind die Empfänger:innen nicht erreichbar, sollen die Sendung automatisch gedruckt, kuvertiert und postalisch versandt werden.

Digitalisierung spart Material und Kosten

Gemäß der Schweizer Studie First Climate reduziere ein digitaler Briefversand den CO2-Verbrauch im Vergleich zur analogen Alternative um 76 Prozent. Denn durch den Einsatz der Software BriefButler würden das Drucken, Verpacken, Frankieren und zur Post bringen entfallen, was den Versand von Briefen und Dokumenten bis zu viermal effizienter, kostengünstiger und nachhaltiger machen würde, wie das Unternehmen hpc DUAL in einer Presseaussendung mitteilte.

Auch Josef Schneider, CEO von hpc DUAL, äußert sich in einem öffentlichen Statement zur CO2-Neutralisierung des Briefverkehrs: “Mit dem digitalen Versand wird auf Papier, Briefmarke und Drucker zur Gänze verzichtet. Die gesamten Emissionen beim Versand eines digitalen Briefes mit dem BriefButler betragen nur rund 12 Gramm CO2.“

Auch in Hinblick auf die akute Energie- und Klimakrise biete BriefButler eine Möglichkeit neben Umwelt- auch Kosten- und Materialressourcen zu sparen: „Eine nachhaltige und kostengünstigere Briefzustellung wird für die Versender:innen immer wichtiger, nicht zuletzt aufgrund der aktuellen Preiserhöhungen in sämtlichen Lebensbereichen”, sagt Josef Schneider. „Mit dem BriefButler können wir genau darauf reagieren, ohne Einbußen bei Transparenz und Rechtssicherheit. Denn die digital erstellten Dokumente werden auch elektronisch rechtsgültig zugestellt. Der Versandprozess wird lückenlos dokumentiert und der Status jeder einzelnen Sendung ist jederzeit einsehbar”, beschreibt der CEO die digitale Abwicklung.

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vlonru.: Franz Humer, Katrin Freihofner, Michael Hurnaus, Jeannette Gorzala, Monika Köppl-Turyna und Lukas Helminger | Collage brutkasten - (c) brutkasten / Straion / Tractive / Bild bereitgestellt / Weinwurm Fotografie / Taceo
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Dieser Text ist zuerst im brutkasten-Printmagazin von Mai 2026 „Die nächste Stufe“ erschienen. Eine Download-Möglichkeit des gesamten Magazins findet sich am Ende dieses Artikels.


Bei wem holt sich die heimische Innovationsszene ihre Inspiration? Wir haben bei einigen führenden Köpfen nachgefragt, wer sie in letzter Zeit besonders beeindruckt hat und warum.

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Franz Humer | (c) brutkasten

Alex Zanardi. Er ist Anfang Mai von uns gegangen, am selben Tag wie vor 32 Jahren mein Jugend-Idol Ayrton Senna. Ich war 2001 am Lausitzring dabei, als Zanardi im Rahmen eines Indy-Car-Rennens bei einem Horror-Crash beide Beine verlor. Mit seinem unbändigen Lebenswillen blieb er Rennfahrer und wurde zu einem der erfolgreichsten paralympischen Athleten Italiens. Parallele im Startup-Leben: Nach jedem Rückschlag stärker zurückkommen – aus eigener Kraft.

Katrin Freihofner, Co-Founderin Straion

Katrin Freihofner | (c) Straion

Die Lebensgeschichte von Michèle Mouton beeindruckt mich immer wieder, weil sie als eine der wenigen Frauen im Rallye-Sport nicht nur mithielt, sondern gewann. Sie kombinierte technisches Verständnis mit kompromisslosem Wettbewerbsgedanken und wurde so zur Ausnahmeerscheinung in einer stark männerdominierten Branche. Ihre Karriere zeigt, wie Leistung bestehende Grenzen verschiebt.

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Astrid Woollard. Sie war hautnah dabei, als Ethereum seine ersten Schritte machte, und ist heute General Partner bei Smape Capital, einem der wenigen wirklich erfolgreichen Crypto-Fonds. Astrid bewegt sich wie kaum jemand sonst gleichermaßen souverän an der technologischen Frontier wie in der unternehmerischen Realität von Blockchain-Anwendungen – und obwohl sich in unserer Branche vieles oft zäh anfühlt, hat sie ihren Optimismus nicht verloren. Genau diese Mischung aus Tiefe, Erfahrung und Zuversicht inspiriert mich.

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