10.08.2022

Brickwise: Plattform für Immobilien-Investments erzielt Transaktionsvolumen von 3,5 Mio. Euro

Das Grazer Immobilien-Investment-Startup Brickwise veröffentlichte am Mittwoch erstmalig nach seinem Marktstart Zahlen zum Transaktionsvolumen.
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Michael Murg, CEO und Co-Founder von Brickwise | (c) PULS4GerryFrank & Brickwise
Michael Murg, CEO und Co-Founder von Brickwise | (c) PULS4GerryFrank & Brickwise

Ende letzten Jahres ging das österreichische Startup Brickwise mit seiner Handelsplattform für digitalisierte Immobilien-Investments an den Start. Über die Plattform werden Immobilien in kleine digitale Anteile zerteilt und in ein blockchain-basiertes Register übertragen. Dadurch möchte das Startup Immobilientransaktionen vereinfachen und mit wenigen Klicks einem Kreis an Kleininvestor:innen zugänglich machen.

Zudem konnte das Startup aus Graz bereits im Vorfeld des offiziellen Marktstarts in einer Seed-Finanzierungsrunde rund 3,1 Millionen Euro an Kapital aufnehmen. Angeführt wurde die Runde damals vom Münchner VC-Fonds yabeo. Zudem beteiligte sich auch SevenVentures Austria.

Transaktionsvolumen von Brickwise

Am Mittwoch veröffentlichte das Startup nach seinem Marktstart im letzten Jahr erstmalig Zahlen zum Transaktionsvolumen, das sich laut Brickwise mittlerweile auf über 3,5 Millionen Euro beläuft. Zudem konnten in den ersten Monaten bereits sechs Immobilienobjekte im Gesamtwert von 1,5 Millionen Euro in Form digitaler Genussscheine über die Brickwise Handelsplattform verkauft werden.

Weiters machte das Startup auch Angaben zur Nutzerzahl. „Wir haben bereits mehr als 11.00 User:innen auf unserer Plattform. Besonders freuen wir uns, dass wir nicht nur die klassischen Immobilien-Investor:innen ansprechen können, sondern auch neue Zielgruppen, die bisher keinen Zugang zu diesem attraktiven Markt hatten, erreichen.“, so CEO und Co-Founder Michael Murg von Brickwise in einer Aussendung.

Künftig soll die Bekanntheit der Plattform noch weiter ausgebaut werden. Unter anderem setzt Brickwise dabei auf Sportsponsoring. Erst vor wenigen Wochen präsentierte sich Brickwise dafür als „Offizieller Sponsor der Erste Bank Open“.


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Cyberhsell-CEO Mario Curvelo Carvalho | (c) Cybershell Technologies

Es ist das Zukunftsszenario schlechthin: Menschenleere Produktionshallen, gefüllt mit humanoiden Robotern, die unermüdlich arbeiten. Cybershell arbeitet daran, dass diese Vision einmal Realität wird. Das Deeptech-Startup entwickelt eine Außenschicht für humanoide Industrieroboter, die sie im Arbeitsalltag vor externen Einflüssen wie extremer Hitze, Stößen oder Chemikalien schützen soll. „Aktuell schauen die Roboter nicht so aus, als könnten sie z. B. neben einem Hochofen arbeiten“, sagt Gründer Mario Curvelo Carvalho. Cybershell soll das nun ändern. Die Idee wurde zuletzt beim Riz-up-Preis des Landes Niederösterreich in der Kategorie „Innovativ genial“ mit dem ersten Platz ausgezeichnet (brutkasten berichtete).

Cybershell ist ein „First of a kind“

Laut Curvelo Carvalho gibt es ein Produkt wie Cybershell noch nicht auf dem Markt. „Cybershell ist ein First of a Kind. Es gibt Hersteller, die Abdeckungen und so für Roboter machen. Aber es gibt unseres Wissens nach noch keinen Hersteller, der das im humanoiden Bereich macht“, sagt der Niederösterreicher. Dementsprechend schwierig seien manche Schritte für Cybershell, da es noch keine Referenzbeispiele gebe. „Ich komme mir manchmal vor wie wenn ich vor einem Dschungel mit einer Planierraupe stehe und mir dort erst meinen Weg ebnen muss“, sagt Curvelo Carvalho.

Erstmalige Versicherung einer Flotte

Laut dem Gründer ergibt sich durch seine Technik ein entscheidender Vorteil: Durch Schadensreduktion, Austauschbarkeit und standardisierte Betriebs- und Wartungsdaten gebe es eine bessere Grundlage für die Versicherbarkeit von humanoiden Robotern. „Die Versicherung hat das erste Mal die Möglichkeit, auf Daten zurückzugreifen und damit zu arbeiten. Damit können Versicherer Risiken, Schadenwahrscheinlichkeiten und mögliche Prämiengrundlagen besser bewerten“, erklärt der Founder und ergänzt: „Die Versicherungen sagen aktuell ‚Wir haben keine Werte, wir können hier nicht berechnen, wie hoch die Ausfallsrate ist und wie viel Schaden da wirklich auf uns zukommt.“ Doch bevor eine Flotte versichert werden kann, braucht Cybershell die notwendigen Zertifikate. An diesen werde gerade gearbeitet.

Modularer Aufbau

Das Startup setzt auf einen modularen Aufbau. Die Protektoren für z. B. Schultern, Arme und Beine sind getrennt abnehmbar und greifen nicht in Antrieb, Steuerungssoftware oder Sicherheitslogistik ein. „Es geht darum, die Downtime zu reduzieren. Wenn ein Roboter beschädigt wurde, dann wollen wir nicht, dass der ganze Roboter getauscht wird. Es soll einfach das beschädigte Modul werkzeuglos abgenommen werden und das neue Modul eingesetzt werden und nach 20 Minuten soll die Downtime vorbei sein“, erklärt Curvelo Carvalho. Die Außenschicht besteht aus fünf Layern, wobei jeder eine eigene Funktion hat und unterschiedlich anpassbar ist, je nachdem, wo der Roboter zum Einsatz kommt.

Das Patent als nächster Milestone

Das Unternehmen befindet sich aktuell noch vor der Gründungsphase und ist gebootstrappt. Gründen und die Suche nach Investoren machen laut Curvelo Carvalho erst dann Sinn, wenn die Firma das entsprechende Patent habe. Dafür müsse zuvor noch die Firma gegründet werden. Es läuft somit alles auf das Patent hinaus, noch im Herbst soll der Antrag gestellt werden. Förderungen hat Cybershell noch keine erhalten, jedoch hat das Startup bereits einen FFG-Patenscheck, also einen ersten Schritt in Richtung FFG-Förderung.

Eine Auswanderung in die USA stellt für Curvelo Carvalho aktuell keine Option dar. In Europa dauert zwar der Aufbau eines Unternehmens länger als in den USA, doch Cybershell habe hierzulande alles, was es für den Aufbau benötige. „Wir können hier vom Ökosystem, von den Inkubatoren und von den Förderungen profitieren. Cybershell muss ein niederösterreichisches Unternehmen werden. Das steht ganz groß auf unserer Flagge drauf“, sagt Curvelo Carvalho.

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