29.03.2022

Brickwise erhält Millionen-Deal von Seven Ventures

Knapp vier Monate nach Marktstart holt sich das Immobilien-FinTech Brickwise für seinen Wachstumskurs einen Medienpartner an seine Seite. Für drei Prozent Anteilsabgabe.
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Brickwise, Immobilien, Investieren in Immobilien, Murg, Wohung kaufen, in Wohnung investieren,
(c) Brickwise - Das Brickwise-Team mit neuem Partner an der Seite.

Es ist vier Monate her, seitdem Brickwise den Markt betrat. Das Startup hat im Vorfeld bereits für Aufsehen gesorgt – etwa, als es im Februar 2021 ein sechsstelliges Investment von einem nicht näher spezifizierten Investor gab. Oder auch im Dezember 2021, als eine 3.1 Millionen-Seed-Runde, angeführt vom Münchner Venture-Capital-Fonds yabeo, geclosed werden konnte. Nun wagte man den Schritt, sich einer breiten Öffentlichkeit zu zeigen und nahm bei „2 Minuten 2 Millionen“ teil. Nette Worte und Lob gab es, aber Cash-Investment leider keines.

Allerdings ergriff das Blockchain-Startup den Investmentarm der „ProSiebenSat.1 Puls 4 Gruppe“, SevenVentures Austria und erhielt für drei Prozent Anteile eine Million Euro als Werbe-Budget.

Brickwise mit ersten Werbespots

„Wir haben gestern der Vertrag unterschrieben – so wie in der Sendung ausgemacht – und schalten ab Morgen bereits den ersten Werbespot. SevenVentures wird uns bei Marketingaktivitäten und unseren Wachstumsplänen unterstützen“, erzählt Michael Murg, CEO und Co-Founder von Brickwise, der in Aussicht stellt, dass es zukünftig weitere „media for equity“-Deals mit dem neuen Partner geben könnte.

Aufmerksamen Zusehern ist aufgefallen, dass Murg im TV davon gesprochen hatte, in den nächsten Jahren mit Brickwise zum Unicorn aufsteigen zu wollen. Eine Einschätzung, die der „Deal-Macher“ von SevenVentures, Daniel Zech, wohl zu teilen scheint.

„Großes Wachstumspotential“

Er sagt: „Das Gründerteam von Brickwise verkörpert für uns die ideale Kombination aus Kompetenz und Vision. Brickwise revolutioniert und demokratisiert mit seinem Angebot den Immobilienmarkt, indem es Investor:innen und Verkäufer:innen ermöglicht, schnell, unkompliziert und kosteneffizient in Immobilien zu investieren. Eine digitale Handelsplattform wie Brickwise hat ein großes Wachstumspotenzial, das wir gemeinsam heben können.“

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Das Verenas-Team mit Gründerin Verena Nairz-Kapferer (3. v.r.). © Verenas

Die Ursprungsidee für Verenas entstand krisenbedingt: Während des ersten Corona-Lockdowns 2020 entwickelte Verena Nairz-Kapferer im eigenen Innsbrucker Café haltbare Rezepturen, um den Betrieb abzusichern. Was als Initiative für Café-Gäste begann, wird nun zum eigenständigen Geschäftsmodell. Im November 2026 gründen Verena Nairz-Kapferer und Jürgen Nairz eine eigene GmbH, um das Produktangebot im B2B-Bereich überregional zu skalieren.

Prozesssicherheit statt Spezialzutaten

Im Zentrum der Vertriebsstrategie steht der Premium-Gastrogroßhandel, über den Hotels, Cafés und Restaurants flächendeckend beliefert werden sollen. Aus mehr als 60 praxiserprobten Rezepturen konzentriert sich das Unternehmen für Großküchen auf rund 20 Varianten. Der wirtschaftliche Hebel liegt laut dem Gründungsteam dabei nicht nur beim Wareneinsatz von 0,80 bis 1,20 Euro pro fertig gebackener Portion. Standardisierte Mischungen reduzieren insbesondere den Arbeits- und Lageraufwand für Betriebe, die keine eigenen Spezialzutaten vorhalten wollen.

„Für einen Gastronomiebetrieb zählt nicht nur, was eine Portion an Zutaten kostet. Entscheidend sind auch Arbeitszeit, Einfachheit, Prozesssicherheit und eine Qualität, die unabhängig davon funktioniert, wer den Kuchen gerade zubereitet“, erklärt Jürgen Nairz, der den Vertriebsaufbau verantwortet.

Getrennte Produktion für Glutenfrei-Zertifizierung

Verena Nairz-Kapferer arbeitete ursprünglich im sozialen Bereich und verkaufte samstags selbst gebackene Kuchen. © Verenas

Die Backmischungen sind rein pflanzlich sowie zu großen Teilen zusätzlich glutenfrei formuliert. „Ich wollte nie einen Kuchen entwickeln, bei dem jemand sagt: Für vegan oder glutenfrei schmeckt der aber gut“, betont Produktentwicklerin Verena Nairz-Kapferer.

Um die geforderten Qualitätsstandards im B2B-Geschäft sicherzustellen, trennt das Startup laut eigenen Angaben die Fertigung. Vegane Varianten sollen ab November 2026 in einem Partnerbetrieb nahe Graz abgefüllt werden. Die glutenfreien Mischungen verbleiben in einer separaten Innsbrucker Produktionsstätte, um Kreuzkontaminationen auszuschließen. Damit bereitet sich das Unternehmen auf die Zertifizierung mit dem Glutenfrei-Symbol vor.

Absatzziel: 40.000 Einheiten im Jahr 2027

Flankiert von einem B2C-Onlineshop mit vorerst sieben Sorten setzt das Unternehmen auf wiederkehrende B2B-Bestellungen. Für das Geschäftsjahr 2027 peilt Verenas ein Absatzvolumen von rund 40.000 Einheiten an. Gespräche mit weiteren Partnern im Gastrogroßhandel laufen laut den Gründer:innen bereits, um die Distribution im kommenden Jahr überregional auszubauen.

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