09.11.2020

Regierung erteilt Förderzusage für Breitbandausbau in Höhe von 102 Mio. Euro

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus hat am Montag die Förderzusage in der Höhe von 102 Millionen Euro für den weiteren Breitbandausbau in Österreich bekannt gegeben. Zeitgleich wurde der "Österreichische Infrastruktur Report 2021" präsentiert.
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Breitbandausbau
Der Breitband-Ausbau soll laut der Bundesregierung in mehr als 219 Gemeinden vorangetrieben werden | (c) AdobeStock

Insgesamt sollen rund 102 Millionen Euro in den weiteren Breitbandausbau in Österreich fließen. Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus erteilte am Montag die entsprechende Förderzusage.

Die Förderungen werden laut dem Ministerium anhand der vier bestehenden Programme Access, Backhaul, Leerrohr und Connect abgewickelt, die den Rahmen für die Initiative Breitband Ausbau Austria 2020 bilden.

219 Gemeinden, Bildungseinrichtungen & KMU

Insgesamt soll so die Breitbreitband-Infrastruktur in mehr als 219 Gemeinden vorangetrieben werden. Durch die Förderzusage sollen laut der Bundesregierung rund 33.000 Bürger einen direkten Glasfaseranschluss erhalten. Zudem sollen verstärkt Bildungseinrichtungen und insbesondere Klein- und Mittelunternehmen (KMU) ans Glasfasernetz angeschlossen werden.

In einer Aussendung des zuständigen Ministeriums heißt es dazu: „Gemeinden und Unternehmen werden Investitionen von über 252 Millionen Euro am Standort Österreich tätigen.“ Zudem rechnet die Bundesregierung mit einer zusätzlichen Wertschöpfung von bis zu 56 Milliarden Euro.

Breitbandausbau: Förderprogramm Access

Wie es weiters heißt, wurde die Fördersumme im Programm „Access“ verdoppelt und umfasst nun ein Fördervolumen von 85 Millionen Euro. Das Programm zielt auf den Ausbau von leistungsfähigen Glasfasernetze ab. Die Bundesländer Kärnten (33,3 Mio. Euro), Steiermark (25,7 Mio. Euro) und Niederösterreich (22,8 Mio. Euro) erhalten den Großteil der Förderungen, so das Ministerium.

Österreichischer Infrastrukturreport 2021

Ebenfalls am Montag wurde der österreichische Infrastrukturreport 2021 der Initiative Future Business Austria (FBA)  präsentiert. Dieser zeigt auf, welche Faktoren für Österreichs Wettbewerbsfähigkeit entscheidend sind. Laut der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) liefert der Report in Bezug auf die Infrastruktur ein klares Bild: 93 Prozent der im Zuge der repräsentativen Studie befragten Manager wünscht sich mehr Forschungs- und Entwicklungsförderungen für Digitalisierung in Unternehmen.

Der aktuelle Report zeige laut WKÖ auch, wie entscheidend Investitionen in Breitband und Digitalisierung für den österreichischen Wirtschaftsstandort sind. Die Befragten geben die erwartete Produktivitätssteigerung durch den Einsatz neuer digitaler Anwendungen mit 14,2 Prozent an. Umgelegt auf das BIP 2019 sei das ein Produktivitätsgewinn von den bereits kolportierten 56 Milliarden Euro.


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(c) Karin Hackl Wirtschaftsagentur Wien

Die Stadt Wien und die Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien haben die Einreichphase für ihr gemeinsames Finanzierungsinstrument Wiener Wachstum gestartet. Insgesamt stehen dafür sieben Millionen Euro Startkapital zur Verfügung. Ziel ist es, die Eigenkapitalbasis wachstumsorientierter Unternehmen zu stärken und ihnen die nächsten Entwicklungsschritte zu ermöglichen.

Bereits im April dieses Jahres wurde das Finanzierungsmodell angekündigt. Hinter der Initiative steht eine gemeinsame Gesellschaft der Wirtschaftsagentur Wien und der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien. Beide Partner stellen jeweils 3,5 Millionen Euro zur Verfügung.

„Mit Wiener Wachstum wollen wir KMU in kritischen Wachstumsphasen gezielt begleiten und Investitionen in Innovation, Internationalisierung sowie Technologie ermöglichen“, erklärt Martin Hauer, Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien.

Wer kann sich bewerben?

Das Angebot richtet sich an Wiener Startups, Scaleups sowie KMU aus der Gesundheits- und Digitalwirtschaft. Dazu zählen beispielsweise Unternehmen aus den Bereichen Life Sciences, Medizintechnik, Pharma und Diagnostik sowie Software, Künstliche Intelligenz, Quantentechnologien und Cybersecurity.

Voraussetzung ist unter anderem, dass die Unternehmen als Kapitalgesellschaft eingetragen sind, über ein tragfähiges Geschäftsmodell verfügen und seit „mindestens zwei bis drei Jahren“ eine Betriebsstätte in Wien haben. Unterstützt werden sollen insbesondere Vorhaben zur Skalierung, Internationalisierung, technologischen Weiterentwicklung oder Erweiterung von Produktionskapazitäten.

Keine klassische Förderung, sondern eine Beteiligung

Bei Wiener Wachstum handelt es sich nicht um eine klassische Förderung, sondern um eine Finanzierung. Die vereinbarte Summe wird vollständig an die Unternehmen ausbezahlt. Im Gegenzug führen erfolgreiche Unternehmen später einen vertraglich vereinbarten Anteil ihrer Gewinne an Wiener Wachstum zurück. Diese sollen künftig für weitere Unternehmensfinanzierungen eingesetzt werden und damit einen langfristigen Finanzierungskreislauf schaffen.

„Wir beschreiten mit Wiener Wachstum einen ganz neuen Weg abseits unserer bestehenden Fördermöglichkeiten“, erklärt Vizebürgermeisterin und Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak. Die Finanzierung stärke die Eigenkapitalbasis der Unternehmen und werde flexibel an deren Anforderungen angepasst.

Pro Unternehmen sind Finanzierungen zwischen 100.000 und 500.000 Euro möglich. Dabei kommen beispielsweise direkte Unternehmensbeteiligungen oder eigenkapitalähnliche Finanzierungen, etwa in Form qualifizierter Nachrangdarlehen, infrage. Bei direkten Beteiligungen liegt die Beteiligungsquote bei maximal 25 Prozent. Der vorgesehene Beteiligungszeit beträgt sieben bis zehn Jahre mit einer klaren Exitstrategie. Die konkreten Konditionen werden individuell vereinbart.

Einreichungen ab sofort möglich

Interessierte Unternehmen können sich ab sofort über die Website der Wirtschaftsagentur Wien für eine Finanzierung bewerben. Eine fixe Einreichfrist gibt es nicht. Nach einer ersten Prüfung der eingereichten Unterlagen folgen Gespräche über ein mögliches Investment sowie eine vertiefte Unternehmensprüfung. Der gesamte Prozess kann laut Wirtschaftsagentur Wien vier bis sechs Monate dauern.

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Regierung erteilt Förderzusage für Breitbandausbau in Höhe von 102 Mio. Euro

  • Insgesamt sollen rund 102 Millionen Euro in den weiteren Breitbandausbau fließen.
  • Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus erteilte am Montag die entsprechende Förderzusage.
  • Die Förderungen werden laut dem Ministerium anhand der vier bestehenden Programme Access, Backhaul, Leerrohr und Connect abgewickelt, die den Rahmen für die Initiative Breitband Ausbau Austria 2020 bilden.
  • Insgesamt soll so die Breitbreitbandausbau Infrastruktur in mehr als 219 Gemeinden vorangetrieben werden.
  • Wie es weiter heißt von Seiten des Ministeriums heißt, wurde die Fördersumme im Programm „Access“ verdoppelt und umfasst nun ein Fördervolumen von 85 Millionen Eur.
  • Die Bundesländer Kärnten, Steiermark und Niederösterreich erhalten den Großteil der Förderungen, so das Ministerium.

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