05.04.2022

Brainbirds: New-Work-Spezialist startet mit Petra Hauser Österreich-Tochter

Brainbirds bietet Trainings für New Work und neue Leadership-Methoden an. Das Unternehmen hat in Österreich nun eine eigene Gesellschaft gegründet.
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Talent Garden
Petra Hauser © Hauser

Die deutsche New-Work- und Leadership-Agentur Brainbirds hat in Österreich eine eigene Gesellschaft gegründet und für den Aufbau der neuen Tochter eine in der Startup-Szene bekannte Managerin geholt: Petra Hauser hat zuvor den Co-Working-Space Talent Garden in Österreich aufgebaut und war davor Geschäftsführerin in unterschiedlichen Medienunternehmen in Österreich. Brainbirds positioniert sich als Beratungs- und Schulungsangebot für neue Arbeitsweisen und innovative Management-Ansätze. Die Themen Remote Work und War for Talents haben sich durch die Pandemie massiv beschleunigt und beflügeln Angebote wie Brainbirds. In Österreich bietet das Unternehmen bereits seit vier Jahren Trainings an und will das Angebot mit der eigenen Gesellschaft stark ausbauen.

Empowerment von Mitarbeitern

“Der Aufbau von Brainbirds Österreich ist für mich der nächste logische Schritt, nachdem ich gerade in den letzten zweieinhalb Jahren den enormen und stark wachsenden Bedarf sowohl von Großunternehmen, mittelständischen Unternehmen als auch ambitionierten Startups im Bereich des Enablements und Empowerments von Mitarbeitenden und Führungskräften erlebt habe. Der 100 % Fokus von Brainbirds auf die Qualifizierung und Aktivierung von Menschen in Organisationen und die professionelle, ergebnisgetriebene Umsetzung von Ausbildungen, Trainings und Workshops haben mich überzeugt, hier mit anzupacken”, sagt Petra Hauser, die neben ihrer Tätigkeit als Managerin und Geschäftsführerin auch bereits ein eigenes Unternehmen gegründet hatte: der Exponential Business Hub ist ein Beratungsunternehmen für digitale Transformation.

Hauser bringe nicht nur das Netzwerk in Österreich mit, sondern sei auch ausgewiesene Expertin in Sachen New Work, wie Brainbirds in einer Aussendung betont. Mit internationalen Weiterbildungen in den Bereichen Strategie, Digitalisierung und Technologie an der Harvard Business School in Boston, der Columbia University in New York City sowie der Singularity University in Mountain View, verbinde sie die Welten der Organisationsentwicklung und -transformation mit der Schaffung von Voraussetzungen für disruptive Innovation.

Auch in Österreich umfassende Lösungen

„Die Transformation von Organisationen und die Befähigung der Mitarbeiter:innen sind nach Jahren der schnellen Veränderung, zwei Jahren mit Remote Work im Zuge der Pandemie und einem zunehmenden War for Talent immer wichtigere Themen auf der Unternehmensagenda. Mit Petra Hauser können wir neben unseren Gesellschaften in Deutschland und der Schweiz nun auch unseren Kunden in Österreich umfassende Lösungen bieten und Transformations- und Trainings-Initiativen mit einer starken Präsenz vor Ort zum Erfolg führen“, sagt Brainbirds-Co-Founder Michael Sauter.

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Howie
© Suchart Wannaset - Ewa Lenart von Howie.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel wurde nachträglich (11.9.2026) nach Erhalt eines Statements von Gründerin Ewa Lenart ergänzt.

„Ein Unternehmen mit 300 Ingenieurinnen und Ingenieuren gibt im Durchschnitt zwischen 1,8 und 36 Millionen Euro pro Jahr für die manuelle Informationsbeschaffung aus“, erklärt Ewa Lenart, Gründerin des Wiener Startups Howie, vergangenes Jahr. Ihr Unternehmen könne helfen, die Kosten dafür zu halbieren.

„AI Copilot for the Built Environment“

Dazu positionierte Howie sich als „AI Copilot for the Built Environment“. Die KI-gestützte Plattform für die Bau- und Immobilienbranche bereitet unter anderem Texte, Bilder und Konstruktionszeichnungen mit großen Datenvolumina auf. Dabei nutzt sie LLMs, um Muster in den Daten, etwa auch aus Berichten, E-Mails, Bildern und Zeichnungen, zu erkennen.

Zwei Investmentrunden 2025

Mit dem Konzept konnte Howie vergangenes Jahr mehrere Investoren überzeugen. Im März und im November 2025 verkündete das Unternehmen jeweils eine sechsstellige Finanzierungsrunde. Dabei dürfte es sich um Wandeldarlehen gehandelt haben: In den öffentlich einsehbaren Firmenbuch-Daten sind die Finanzierungsrunden nämlich in den Beteiligungsverhältnissen nicht ablesbar. Zudem holte Gründerin Lenart vergangenes Jahr den zweiten Platz in der Kategorie Startups beim brutkasten „Innovator of the Year“.

Konkursantrag – keine Details von Kreditschutzverbänden

Doch nun brachte das Startup einen Konkursantrag ein, wie die heimischen Kreditschutzverbände übereinstimmend berichten. Konkrete Informationen dazu liegen aktuell bei keinem der Verbände vor. Sollten die Investments tatsächlich in Form von Wandeldarlehen erfolgt sein, würde ihre Summe in die Passiva fallen.

Gründerin Lenart: Zwei Investments nicht rechtzeitig abgeschlossen

Auf brutkasten-Anfrage meldete sich Gründerin Ewa Lenart mit einem Statement zur Insolvenz. Man sei in einem „technisch sehr anspruchsvollen und noch relativ jungen Markt“ tätig, und habe in den vergangenen zwei Jahren ein starkes, wachsendes Interesse von weltweit führenden Architektur-, Ingenieur- und Beratungsunternehmen verzeichnen können. „Gleichzeitig erwiesen sich die Entwicklungs- und Implementierungszyklen in der Bau- und Immobilienbranche als länger und kapitalintensiver, als wir ursprünglich geplant hatten. Wir waren daher auf eine zusätzliche Finanzierung angewiesen, um die nächsten kommerziellen Meilensteine zu erreichen“, so die Gründerin.

Während der jüngsten Finanzierungsrunde habe man zwei Term Sheets mit etablierten Investoren unterzeichnet. „Letztendlich wurde jedoch keine der beiden Transaktionen innerhalb des Zeitrahmens abgeschlossen, den das Unternehmen benötigte“, schreibt Lenart. „Wir haben zudem ein deutlich schlankeres und stärker kundenfinanziertes Betriebsmodell geprüft, konnten die daraus resultierende Liquiditätslücke aber nicht rechtzeitig schließen.“

Weiterführung steht noch im Raum

Doch Lenart fügt an: „Die zugrunde liegende Marktthese ist aus meiner Sicht nach wie vor sehr stark. Als wir Howie gründeten, befanden sich KI-native Workflows für die Baubranche noch in einer sehr frühen Phase. In den letzten zwei Jahren haben sich die Investitionen und die Adaption in diesem Bereich deutlich beschleunigt.“ Man sehe weiterhin Interesse von Kunden und Branchenakteuren an Howie und seiner Technologie. „Ob und in welcher Form Teile des Unternehmens oder des Produkts fortbestehen werden, hängt nun vom Insolvenzverfahren ab“, so die Gründerin.

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