BotTina: Service-Chatbot von Wien Energie für Kundenanfragen
BotTina ist der neue Service-Kanal von Wien Energie, der Kundenanfragen automatisiert im Chat beantworten soll. Der Chatbot wurde diese Woche gelauncht und ist sowohl per Facebook-Messenger, als auch auf der Firmen-Website aktiv.
Service-Chatbots sind im Kommen. Immer mehr Unternehmen setzten auf den automatisierten Chat-Service. Nach dem WienBot, Lotti, dem Chatbot der österreichischen Lotterien oder dem Patentamt-Bot, launchte auch Wien Energie diese Woche einen Chatbot. BotTina soll Kundenanfragen beantworten und einen rund-um-die-Uhr-Service ermöglichen.
BotTina: Potentielle 2 Mio. Kunden
(c) Wien Energie/Springer & Jacoby
Mit mehr als zwei Millionen Kunden ist Wien Energie der größte regionale Energieanbieter Österreichs. Verständlich, dass der Kundenservice oft gefragt ist. Der neue Chatbot soll vor allem bei den Themen Energieanmeldung, E-Rechnung und Energie-Umzug unterstützen, aber auch Fragen zu Strom- und Gastarifen beantworten.
Chatbot als Service-Ergänzung
Bei Wien Energie setzt man in der Digitalisierungsstrategie nun also auch auf Chatbots: „Die Kundenbedürfnisse ändern sich und dem begegnen wir mit innovativen Lösungen. Mit dem Chatbot setzen wir unsere neue Digitalisierungsstrategie konsequent fort und ermöglichen Kundenservice rund um die Uhr – 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche“, so Michael Strebl, Vorsitzender bei Wien Energie in einer Aussendung.
1.500 aktuelle User
Im Juli startete der Testbetrieb des Chatbots auf einer eigenen Facebook-Seite. Der Bot erreichte seit dem Start bereits rund 1.500 User. Nun hat man den Chatbot auch in die Firmen-Website integriert. Der Bot soll 3.500 Fragen aus 330 Themen-Komplexen beantworten können. Entwickelt wurde er zusammen mit dem Wiener Startup onlim. „Das ist ein wichtiger Schritt in Sachen Self-Service für unsere Kunden und eine ideale Ergänzung zu unseren bestehenden Service-Angeboten“, meint Strebl.
Social Cycle: Ein Wiener Startup entwickelt neues System zum Pfandflaschensammeln
Pfandflaschen, die im Mistkübel landen, werden laut den Gründern Rafael Schwarz und Philipp Linsbichler bald der Vergangenheit angehören. Ihr Startup Social Cycle setzt auf ein neues Design, das bisherige Pfandringe in den Schatten stellen soll.
Social Cycle: Ein Wiener Startup entwickelt neues System zum Pfandflaschensammeln
Pfandflaschen, die im Mistkübel landen, werden laut den Gründern Rafael Schwarz und Philipp Linsbichler bald der Vergangenheit angehören. Ihr Startup Social Cycle setzt auf ein neues Design, das bisherige Pfandringe in den Schatten stellen soll.
Jeder kennt es: Der Softdrink ist getrunken und übrig bleibt nur die leere Plastikflasche. Was soll man mit ihr machen? Wegwerfen und so Pfandsammlern die Arbeit erschweren oder doch bis zum nächsten Supermarkt gehen und dort die Flasche ordnungsgemäß retournieren? Genau diesem Problem nehmen sich die beiden Gründer von Social Cycle, Rafael Schwarz und Philipp Linsbichler, an. Sie haben ein System zum Pfandsammeln entwickelt, das herkömmliche Pfandringe ersetzen soll. Laut den Gründern ist es u.a. flexibler einsetzbar, sauberer und billiger.
Sammeln mit einer Röhre
Social Cycle setzt auf eine röhrenartige Konstruktion, in die leere Flaschen und Dosen gesteckt werden können. Ihr Sammelsystem ist wesentlich günstiger als herkömmliche Pfandringe. „Unser System kostet zwischen 79 und 99 Euro. Die Pfandringe kosten alleine in der Produktion schon 300 Euro, mit genau der gleichen Kapazität an Flaschen. Außerdem spart man sich die Montage“, sagt der Unternehmensberater. Die Sammelkonstruktionen von Social Cycle werden nämlich nur mit Schellen fixiert, was für zusätzliche Flexibilität sorge. „Du kannst dann einfach die Module z.B. vom Bahnhof abmontieren und dann bei einem Fest montieren“, erklärt Schwarz.
Zudem sei die Reinigung wesentlich einfacher als bei allen anderen Systemen am Markt. Weiters passen die Module laut dem Co-Founder besser ins Stadtbild als bisherige Sammelsysteme. „Wir haben auch das Feedback bekommen, dass es einfach viel besser im öffentlichen Raum ausschaut, was natürlich eins der größten Probleme bei den Pfandringen ist“, erklärt Schwarz.
Social Cycle ist bereits an über 150 Standorten in Österreich und Deutschland vertreten, unter anderem in Bregenz, Steyr und Kahl am Main. Nur in Wien fehlen noch jegliche Pfandsammelsysteme. Auf brutkasten-Anfrage erklärt das Büro des Wiener Klimastadtrats Jürgen Czernohorszky (SPÖ), dass Pfandsammelsysteme auch zur „Ablagerung sonstiger Abfälle“ verwendet würden, was zu höheren Reinigungskosten führe.
„Dabei haben wir eben unser System genau so entwickelt, dass es dieses Problem nicht gibt“, erklärt Schwarz. Ab September gebe es erneut Gespräche mit der SPÖ, den NEOS und den Grünen. Der 25-Jährige ergänzt: „Wir rechnen zu 100 Prozent mit einem positiven Ausgang. Wir sind wirklich überzeugt, dass es einfach eine perfekte Lösung auch für Wien ist.“
Dem Büro des Klimastadtrats sind Gespräche im Herbst nicht bekannt. Es erklärt, dass das Einwegpfand u. a. das Ziel verfolge, Getränkeverpackungen in den Recyclingkreislauf zurückzuführen. „Die Einführung von Pfandsammelbehältnissen würde diesem Grundgedanken entgegenstehen, da dadurch ein Anreiz entstehen kann, Pfandgebinde bewusst im öffentlichen Raum zurückzulassen und deren Rückführung auf Dritte zu verlagern“, ergänzt das Büro.
Präsenz in ganz Europa
Das im März 2026 gegründete Unternehmen finanziert sich mittels Bootstrapping. Investoren soll es keine geben. Als Kunden kommen für Social Cycle Städte, Gemeinden und Abfallverbände in Frage. Die Gründer wollen ihr Produkt durch konstantes Feedback verbessern und sich so gegenüber ihrer Konkurrenz durchsetzen. Dabei setzen sie auf Mundpropaganda, Medienberichte und die eigene Kommunikation z.B. mittels Mails. Schwarz und Linsbichler denken trotz langsamen Wachstums bereits an die nächsten großen Schritte. Das Startup soll u.a. nach Holland und Irland expandieren und seine Präsenz in Deutschland verstärken. Schwarz möchte mit dem Pfandsammelsystem auch in Hamburg und Berlin vertreten sein. „Unser Ziel ist es wirklich, dass unsere Module in die Infrastruktur eingebunden sind wie Mistkübel, in ganz Europa“, stellt der Co-Founder fest.
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