04.02.2022

Born Global Academy: Das sind die Learnings des International Bootcamp Day

Die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA lud am 27. Jänner Gründerinnen und Gründer ein, sich beim International Bootcamp Day im Rahmen der Born Global Academy einen Überblick über die einzelnen Schritte der internationalen Expansion zu verschaffen. Wir liefern für euch einen Überblick über die wichtigsten Learnings.
/artikel/born-global-academy-das-sind-die-learnings-des-international-bootcamp-day
Das Bootcamp Day Projektteam rund um Born Global Academy Initiatorin Renate Schnutt (2.v.r) freuen sich gemeinsam mit österreichischen Gründer*innen über den erfolgreichen Event-Tag. Let´s go global!
sponsored

Um bei Wachstums-, Expansions- und Marktfragen die österreichische Startup-Community noch besser zu unterstützen, hat die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA kürzlich die sogenannte Born Global Academy ins Leben gerufen. Ziel des mehrphasigen, hybriden Programms ist es, potentielle österreichische Scaleups mit einer passenden Veranstaltungsserie an die Skalierung ihrer Geschäftsmodelle und an die Internationalisierung heranzuführen. Die Serie umfasst insgesamt vier Teile – siehe auch hier. Mit dem International Bootcamp Day am 27. Jänner 2022 stand vergangene Woche der zweite Teil am Programm.

Das inhaltliche Rahmenprogramm

Neben inspirierenden Impulstalks von Movers & Shakers der österreichischen Tech-Szene, gab es am Vormittag kompakte Info-Sessions zu den Themenfeldern Evaluation of Readiness, Establishing a Strategy, VC Funding und vieles mehr. Am Nachmittag blickten die Teilnehmer:innen hingegen gemeinsam auf die regionalen Besonderheiten der Startup Ökosysteme Europas, Asien und den USA. 

Im letzten, inhaltlichen Teil des ersten Bootcamp Days ging es zudem um die neuesten Trends in Sachen Hypergrowth Marketing. In den Alumni Success Stories kamen ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer der zahlreichen Scaleup-Programme der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA zu Wort und berichteten über ihre Erfahrungen. Hier könnt ihr zudem den International Bootcamp Day nachsehen:

Das Event-Video zum Nachsehen ist noch bis 27.02.2022 online.

Warum es die Born Global Academy braucht?

Im ersten Panel gingen Michael Otter und Renate Schnutt von der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA, Kambis Kohansal Vajargah von der Wirtschaftskammer Österreich, und Gernot Schwendtner von weGrow International, der Frage nach, was die Zielsetzung der Born Global Academy ist.

Wie Otter veranschaulichte, gliedert sich die Initiative eng in die Ausrichtung der AUSSENWRITSCHAFT AUSTRIA ein. Ziel sei es, nicht nur bei der Internationalisierung zu unterstützen, sondern auch Innovationen heimischer Unternehmen zu stärken und schlussendlich Jobs zu schaffen. Als Internationalisierungs- und Innovationsagentur der österreichischen Wirtschaft verfügt die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA über Büros in rund 100 Städten und über 70 Ländern weltweit. Zudem arbeiten rund 700 Personen für die Organisation, die insgesamt 80 unterschiedliche Sprachen sprechen. „Mit diesem starken Netzwerk können wir auch Gründer:innen im Rahmen der internationalen Expansion unterstützen“, so Schnutt ergänzend.

Vlnr: D. Schmid-Schmidsfelden (brutkasten), M. Otter (Head of AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA) R. Schnutt (Head of Scaleups, AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA), K. Kohansal (Head of Startups, WKÖ) und G. Schwendtner (Co-Founder weGrow International)

Kohansal Vajargah gab den Teilnehmer:innen mit auf den Weg, dass man sich schon in einer frühen Gründungsphase Gedanken über die Internationalisierung machen sollte. „Das Marktpotential für innovative Lösungen liegt nämlich in der Regel nicht nur in Österreich, sondern auch in Europa und der ganzen Welt“, so Kohansal Vajargah. Dem fügte Gernot Schwendtner von weGrow International hinzu: „Warten Sie nicht zu lange mit der Expansion. Wichtig ist auch, dass man über den Tellerrand blickt und nicht nur Märkte wie Deutschland im Fokus hat.“

LOOKAUT: movers and shakers

Im Anschluss diskutierte Mariana Kühnel, Generalsekretär-Stellvertreterin der Wirtschaftskammer Österreich, gemeinsam mit der erfolgreichen österreichischen Gründerin Katharina Unger von Livin Farms, worauf es bei der Internationalisierung ankommt. Livin Farms hat sich auf das Züchten von Insekten zur alternativen Proteinherstellung spezialisiert. Zum Einsatz kommen unter anderem Altbrotreste, die im Sinne der Kreislaufwirtschaft an die Insekten verfüttert werden.

Das Besondere an Livin Farms und der Internationalisierung: Unger gründete das Unternehmen ursprünglich in Asien, entschied sich dann aber schlussendlich nach Österreich zurückzukehren. Die Niederlassung in Hongkong blieb aber bestehen. Zudem sorgte das Unternehmen im Sommer 2020 mit einer 2,5 Millionen Euro hohen Förderung aus dem European Innovation Council (EIC) im Rahmen des europäischen „Green Deals“ für Schlagzeilen. Mit den finanziellen Mitteln wurde eine 1300 Quadratmeter große Fabrik im 11. Bezirk in Wien errichtet, die als Basis für die internationale Expansion dient.

Vlnr: M. Kühnel (Stv. Generalsekretärin der WKÖ) mit K. Unger (CEO von Livin Farms) im Gespräch darüber was Altbrotreste und Insekten mit erfolgreicher Internationalisierung zu tun haben.

Evaluation of Readiness & Establishing a Strategy

Nach der Session rund um die erfolgreiche Internationalisierung von Livin Farms gab Wolfgang Langeder von weGrow International im Rahmen einer Keynote mit dem Titel „Evaluation of Readiness“ einen Einblick, wie man sich auf die Internationalisierung als Startup vorbereiten kann. weGrow International ist darauf spezialisiert Startups und Scaleups ein schnelles und nachhaltiges internationales Wachstum zu ermöglichen. Mit einem Netzwerk von über 100 Skalierungsexpert:innen weltweit hat weGrow bereits über 200 Expansionsprojekte abgewickelt.

Viele Unternehmen würden demnach scheitern, da sie davon ausgehen, dass neue Märkte wie der Heimatmarkt funktioniert. „In einen neuen Markt zu gehen, fühlt sich wie die Gründung eines völlig neuen Unternehmens an“, so Langeder. Diesem Risiko müssen sich Gründer:innen bewusst werden. Der Experte rät dazu ein Playbook zu erstellen, in dem die wichtigsten Erfahrungen – auch von bereits erfolgten Expansionen – festgehalten werden. Zudem müssen Startups auch genügend Zeit einplanen, meist handelt es sich dabei oft um mehrere Monate. Weiters sollte auch genügend Kapital für eine Markterschließung vorhanden sein. „Als Faustregel gilt, dass Sie doppelt so viel Zeit und Geld brauchen, wie Sie ursprünglich veranschlagt haben“, so der Experte. Schlussendlich müssen auch die Ziele klar definiert werden, die im Idealfall auch von externen Personen evaluiert werden.

(vlnr) Die Internationalisierungs-Experten W. Langeder und G. Schwendtner von weGrow International gaben am Bootcamp Day hilfreiche Tipps und Tricks für das erfolgreiche Skalieren.

Als nächstes stand ein Dialog von Gernot Schwendtner mit Wolfgang Langeder am Programm. Die beiden Experten gaben Tipps, wie am besten eine Internationalisierungsstrategie ausgearbeitet werden kann. Wichtig sei dahingehend, dass im Unternehmen klare Teamstrukturen dafür geschaffen werden. Die Grenzen zwischen dem Heimmarkt und dem internationalen Markt sollen in der Erarbeitung der Strategie eindeutig definiert werden.

Ein weiterer Punkt: Bevor man voll und ganz ins kalte Wasser springt, sollten zunächst erste „Schwimmerversuche“ unternommen werden. Schwendtner verweist in diesem Zusammenhang auf Validierungsgespräche mit Partnern, die vorab geführt werden. Auch hier hilft die Kontaktaufnahme mit der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA, die weltweit über ein dichtes Netz an Büros und bereits bestehenden Kontakten in den jeweiligen Zielmärkten verfügt. Abschließend gab er den Teilnehmer:innen den Tipp mit: „Die Expansion in einen neuen Markt ist nichts, was man an einem Freitagnachmittag macht. Es ist ein Vollzeitjob. Stellen Sie daher alle Ressourcen zur Verfügung, die Sie dafür benötigen.“

VC Funding & Business Angel Funding for Growth

Ein Aspekt um den Gründer:innen im Rahmen der Internationalisierung nicht herumkommen ist die Finanzierung. Zu diesem Thema gab Madeline Lawrence von Peak nützliche Insights. Zunächst ging Lawrence auf aktuelle Veränderungen in der VC-Landschaft ein. Aufgrund der Pandemie ist die räumliche Nähe zwischen Unternehmen und Investoren nicht mehr so wichtig, wie dies vor der Coronakrise der Fall war. Dadurch ergeben sich auch für Gründer:innen neue Möglichkeiten, sofern sie auf der Suche nach VC-Investments sind.

Gründer:innen sollten zudem bei Gesprächen mit Investor:innen darauf achten, eine ehrliche und authentische Geschichte ihrer Unternehmensvision zu erzählen. Wichtig sind dafür auch konkrete und realistische Zahlen, was das Wachstumspotential betrifft.

Zudem müssen sich Gründer:innen der Gefahr einer „Verwässerung“ durch den Einstieg neuer Gesellschafter:innen bewusst sein. Dabei handelt es sich um eine Problematik, die insbesondere in der frühen Unternehmensphase eintreten kann. Auch die Internationalisierung und das Skalierungspotential sollte bei Investorengesprächen berücksichtigt werden. Abschließend gab sie den Tipp mit: „Wenn Sie mit Investor:innen über Mitbewerber:innen am Markt sprechen, stellen Sie sicher, dass Sie dies auf einer internationalen Ebene tun.“

Madeline Lawrence von Peak, live zugeschalten aus Berlin, lieferte interessante Insights zB. darüber, wie die Pandemie die Kapitalbeschaffung für Startups veränderte.

Alexander Steiner vom Austria Wirtschaftsservice thematisierte anschließend, wie Gründer:innen mit Business Angels in Kontakt treten können. In diesem Kontext stellte er unter anderem die Plattform aws Connect vor. Die Online-Plattform bietet ein Matching-Service für Kooperation, Investments & Internationalisierung. Insgesamt sind mehr als 2300 Startups, KMU, Corporates und Investor:innen aber auch Forschungseinrichtungen auf der Plattform registriert. Und die Bilanz der 2019 gegründeten Plattform, die bestehende Vernetzungsangebote der aws zentral bündelt, kann sich sehen lassen. Bis lang wurden über 4500 Kooperations- und Beteiligungsgespräche über aws Connect abgewickelt.

Alexander Steiner vom Austria Wirtschaftsservice (AWS) stellte die Matching-Platform aws connect vor, auf der bereits 2300 Firmen registriert sind.

In einer darauffolgenden Session thematisierte Andreas Spechtler von Silicon Castles zudem die Relevanz des Geistigen Eigentums (IP). Dabei handelt es sich um einen Themenbereich den auch Startup-Gründer:innen im Zuge der Internationalisierung berücksichtigen müssen. „IP ist der Schlüssel, um mit den Großen mithalten zu können“, gab Spechtler den Teilnehmer:innen mit auf den Weg. Zudem ist das Thema auch für Investitionsentscheidungen von VCs von großer Bedeutung.

Internationalisierung in Asien, USA und Europa

Am Nachmittag standen dann die regionalen Besonderheiten der Startup Ökosysteme in Europa, Asien und den USA am Programm. Ein Key-Learning in diesem Zusammenhang: Startup-Gründer:innen sollten sich im Zuge der Internationalisierung zunächst einen guten Überblick über die Organisationen verschaffen, die in den jeweiligen Zielländern Unterstützung anbieten.

Eine dieser Organisationen ist das Global Incubator Network, das mit seinem Programm Go Asia heimische Startups mit den Zielmärkten in Asien vernetzt. Im Zentrum steht der Kontaktaufbau mit relevanten Partner:innen vor Ort. Diese können sowohl Produktions- und Vertriebspartner:innen, aber auch lokale Investor:innen sein. In diesem Zusammenhang betonte Stöger, dass es sich um kein Massenprogramm handelt, sondern die individuelle Betreuung im Fokus steht.

Giulia Imperatrice vom WEVE Accelerator in New York, Natasha Chatlein vom AußenwirtschaftsCenter in San Francisco und Victoria Liedl vom AußenwirtschaftsCenter New York stellten hingegen das US-amerikanische Startup-Ökosystem vor. Demnach ist San Francisco der Ort mit den meisten VCs weltweit und bietet dementsprechend große Wachstumschancen. Im Zuge der Auswahl der Investor:innen sollte allerdings mit der nötigen Achtsamkeit vorgegangen werden. „Es gibt nichts Schlimmeres, als den falschen Investor für sein Startup zu haben“, so Chatlein.

Annalisa Andaloro von der Alperia Group, Stefano La Croce vom AußenwirtschaftsCenter Mailand und Cristina Angelillo von Marshmallow Games SRL thematisierten hingegen Wachstumschancen für den europäischen Markt , wobei sie einen Fokus auf Italien legten. Andaloro gab einen exklusiven Einblick, wie die Alperia Group mit Startups zusammenarbeitet. Dabei handelt es sich um ein italienisches Energieversorgungsunternehmen, das in Südtirol Energie aus Wasserkraft produziert. „Wenn man uns fragt, was wir für eine erfolgreiche Zusammenarbeit brauchen, dann sind es Kommunikation im Vorfeld und eine kollaborative Offenheit“, so Andaloro.

Zudem erläuterte Heinz Kogler, Enterprise Europe Network (EEN) Ansprechpartner innerhalb der WKÖ in seiner Info-Session u.a. welche Unterstützungsmaßnahmen Startups seitens der EU erwarten können.

Learnings von erfolgreichen Startups

Am Schluss der Veranstaltung präsentierten zudem zahlreiche erfolgreiche Gründer:innen aus Österreich, wie sie ihr Geschäftsmodell international skalierten. Eines von ihnen ist das Wiener Kunst-Startup Artivive, das ein Augmented-Reality-Tool für Museen und Kunstschaffende sowie einen Marktplatz für AR-Kunst entwickelt hat. Das Tool kommt mittlerweile in über 90 Ländern der Welt zur Anwendung. Zudem verfügt das Startup über eigene Standorte in Asien. Gründer und CEO Sergiu Ardelean gab den Teilnehmer:innen abschließend mit auf den Weg, dass sie im Rahmen der Internationalisierung auch aktiv nach Unterstützung suchen sollten. Die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA bietet hierfür jedenfalls ein reichhaltiges Programm an Maßnahmen.


Deine ungelesenen Artikel:
01.06.2026

10 Jahre Global Incubator Network Austria: Ein Jahrzehnt internationaler Vernetzung – gefeiert im Herzen Wiens

Zehn Jahre, sechs Partnerregionen, 756 Startups: Beim Jubiläum von Global Incubator Network Austria (GIN) im Wien Museum wurde greifbar, wie aus einem Förderprogramm ein globales Netzwerk wurde. brutkasten war vor Ort.
/artikel/10-jahre-global-incubator-network-austria
01.06.2026

10 Jahre Global Incubator Network Austria: Ein Jahrzehnt internationaler Vernetzung – gefeiert im Herzen Wiens

Zehn Jahre, sechs Partnerregionen, 756 Startups: Beim Jubiläum von Global Incubator Network Austria (GIN) im Wien Museum wurde greifbar, wie aus einem Förderprogramm ein globales Netzwerk wurde. brutkasten war vor Ort.
/artikel/10-jahre-global-incubator-network-austria
Foto: epilogy.photography

Während der ViennaUP wurde Wien einmal mehr zur internationalen Drehscheibe der Startup-Welt. Inmitten dieser Woche voller Begegnungen, Ideen und Innovationen setzte ein Event einen ganz besonderen Akzent: Im Wien Museum, mit weitem Blick über den Karlsplatz, kamen zahlreiche Founder, Investor:innen, Corporate-Partner und Wegbegleiter:innen zusammen, um ein Jubiläum zu feiern, das sinnbildlich für den internationalen Fokus des österreichischen Innovationsstandorts steht: 10 Jahre Global Incubator Network Austria (GIN).

Schon beim Eintreten wurde spürbar, was GIN über das vergangene Jahrzehnt ausgemacht hat – das Zusammenspiel aus österreichischen Wurzeln und globaler Reichweite. Gründer:innen aus Wien trafen auf asiatische Startups, die diese Woche in der Stadt zu Gast waren, um in Europa Fuß zu fassen.

Foto: epilogy.photography

Eine von ihnen war Nga Chi Lydia Yip, Co-Founderin und CSO von Elleon Biotech aus Hongkong. Ihr Startup hat ein Reagenz entwickelt, mit dem sich markierte Zellen – etwa Krebs- oder virusinfizierte Zellen – mit bloßem Auge oder per Smartphone sichtbar machen lassen, ganz ohne teure Mikroskope oder geschultes Personal. „Ich habe in den letzten Tagen mehr wertvolle Leads getroffen als in zwei Jahren in Hongkong“, erzählte sie. Über das GIN-Programm war sie auf der Suche nach einem strategischen Partner für die Antikörper-Produktion – und wurde bei einem der Networking-Momente tatsächlich fündig. „Ich liebe den Vibe hier. Die Leute sind wirklich da, um einander zu helfen.“

Genau diese Atmosphäre baut GIN seit 2016 systematisch auf: Verbindungen, die weit über ein einzelnes Programm oder eine Delegationsreise hinausreichen.

Ein Jahrzehnt Brückenbauen zwischen Österreich und Asien

Seit seiner Gründung 2016 verfolgt GIN ein klares Ziel: innovative Startups beim internationalen Wachstum zu unterstützen und gleichzeitig Österreich als zentralen Innovationsstandort zu stärken. Unter dem Leitgedanken „Connecting the Circles of Growth“ hat sich daraus ein Netzwerk entwickelt, das weit über klassische Förderprogramme hinausgeht.

Die Bilanz nach zehn Jahren spricht für sich: 756 unterstützte Startups, 71 internationale Programm-Batches, 7 zentrale Partnerregionen und über 30 internationale Innovationspartner. Im Zentrum stehen die beiden Programme GO ASIA und GO AUSTRIA, die den Austausch in beide Richtungen ermöglichen – ein zweiseitiger Ansatz, der GIN zu einer einzigartigen Brückenbauerin macht. Geschichten wie jene von Elleon Biotech zeigen, was das konkret bedeutet.

Foto: epilogy.photography

Zur Beginn reflektierten Henrietta Egerth (Geschäftsführerin FFG) und Bernhard Sagmeister (Geschäftsführer aws) über die Vision hinter GIN, die gemeinsame Steuerung der beiden Programme und den Blick nach vorne. „Zehn Jahre Global Incubator Network Austria bedeuten zehn Jahre messbaren Impact für das österreichische Startup-Ökosystem und weit darüber hinaus“, betont Henrietta Egerth. „Allein am aktuellen GIN-Programm nehmen 56 Startups aus sieben asiatischen Zielregionen teil – mehr als jemals zuvor.“

Panel: Local Roots, Global Reach

Unter dem Titel „Local Roots, Global Reach: The New Rules of Internationalization“ diskutierte ein hochkarätig besetztes Panel die veränderten Spielregeln internationaler Expansion. Marcus Berger (CEO, Aviloo), Ayashi Das Majumder (Co-Founderin & COO, Sensegrass), Markus Lang (General Partner, Speedinvest) und Andreas Mühlberger (Infineon Technologies Austria) brachten vier sehr unterschiedliche Perspektiven zusammen. Die zentrale Botschaft: Für einen kleinen Exportmarkt wie Österreich ist Internationalisierung essenziell – gleichzeitig aber komplexer geworden, und sie gelingt nur durch starke Partnerschaften und langfristige Begleitung.

Foto: epilogy.photography

Workshop: Impulse für die nächsten zehn Jahre

Im interaktiven Workshop-Teil, moderiert von Viktoria Ilger (Venture Clienting Austria), wurden die Gäste selbst zu Mitgestaltenden. An mehreren Tischen diskutierten sie in kleinen Runden über die zentralen Fragen rund um Internationalisierung. Begleitet wurde der Nachmittag von einem Live-Graphic-Recording-Team, das die wichtigsten Gedanken und Erkenntnisse in Echtzeit visuell festhielt – ein wachsendes Bild, das ebenso entstand wie die Insights selbst und am Ende eindrucksvoll präsentiert wurde.

Foto: epilogy.photography

Blick nach vorne: Indien als nächster Meilenstein

Mit der geplanten Erweiterung von GIN GO ASIA nach Indien ab 2027 wurde ein klares Signal für die nächste Phase gesetzt. Bereits heute holt das aktuelle GO AUSTRIA Programm sieben indische Deep-Tech-Startups nach Österreich. Indien zählt mittlerweile über 130 Startup-Unicorns und entwickelt sich mit enormer Dynamik zu einem der wichtigsten Technologie- und Wachstumsmärkte der Welt. Mit der India-Austria Startup Bridge wurde bereits vor zwei Jahren ein erstes Instrument geschaffen, um indische Startups nach Österreich zu holen – ab 2027 öffnen sich die Türen gezielt auch für österreichische Startups in diesen Zukunftsmarkt. So festigt GIN Österreichs Rolle als europäisches Gateway für Innovation, Technologie und internationale Zusammenarbeit.

Foto: epilogy.photography

Eine Community feiert

Zum Abschluss wurde sichtbar, was GIN über die Zahlen hinaus ausmacht: eine globale Community aus Foundern, Partner:innen, Mentor:innen und Freund:innen. In einem Happy-Birthday-Video schickten Wegbegleiter*innen aus aller Welt ihre Glückwünsche. Das GIN-Team kam auf die Bühne, die Gläser wurden erhoben – und der Nachmittag mündete in eine Feier, die anschließend bei GIN & Friends am Karlsplatz ihre Fortsetzung fand. Für Lydia Yip stand da nur noch ein letztes Meeting an, bevor auch sie dazustieß: „Ich hätte nie erwartet, dass eine Geschäftsreise so viel Freude macht.“


Das Global Incubator Network Austria (GIN) ist eine Initiative der österreichischen Bundesregierung und wird von der Austria Wirtschaftsservice (aws) und der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) umgesetzt. Ziel ist es, Start-ups, Investor:innen und Innovationspartner:innen international zu vernetzen und den Innovationsstandort Österreich nachhaltig zu stärken. Der Artikel wurde in Kooperation mit der Austria Wirtschaftsservice (aws) umgesetzt.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Born Global Academy: Das sind die Learnings des International Bootcamp Day

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Born Global Academy: Das sind die Learnings des International Bootcamp Day

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Born Global Academy: Das sind die Learnings des International Bootcamp Day

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Born Global Academy: Das sind die Learnings des International Bootcamp Day

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Born Global Academy: Das sind die Learnings des International Bootcamp Day

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Born Global Academy: Das sind die Learnings des International Bootcamp Day

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Born Global Academy: Das sind die Learnings des International Bootcamp Day

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Born Global Academy: Das sind die Learnings des International Bootcamp Day

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Born Global Academy: Das sind die Learnings des International Bootcamp Day