28.01.2021

Boomerank: NÖ E-Commerce-Assistent Startup erhält sechsstelliges Investment

Das Niederösterreichische Startup Boomerank holt sich in seiner ersten Finanzierungsrunde ein sechsstelliges Investment von tecnet equity, Pioneers Ventures II (dem Investment-Vehikel von startup300) und Unternehmer Patrick Pöschl. Boomerank entwickelt eine Software as a Service-Lösung, die als “intelligenter Assistent für E-Commerce Anbieter” vertrieben wird.
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Boomerank
(v.l.n.r.): Robert Böhm (CTO), Sebastian Schwelle (CEO), Walter Sagmeister (Head of Sales), Benjamin Pazdernik (Head of Product) | (c) Boomerank

Das Gründerteam des Niederösterreichischen Startups Boomerank rund um Sebastian Schwelle, Robert Böhm, Walter Sagmeister und Benjamin Pazdernik hat sich mit seiner SaaS-Lösung zum Ziel gesetzt, den eCommerce Markt transparenter zu gestalten.

Intelligenter eCommerce Assistent

Im Mittelpunkt steht dabei ein intelligenter eCommerce Assistent. Online-Shop-Betreiber sollen so dabei unterstützt werden, auf Google besser auffindbar zu sein und die Performance ihrer Umsätze zu optimieren, die über Werbungen generiert werden – der brutkasten berichtete.

Die Features des Tools sind vielfältig: Neben einer effizienteren Performance-Werbung und der Beobachtung des Mitbewerbs schlägt das Tool auch neue Ideen für Kampagnen und Blogposts vor. Die Kosten belaufen sich laut Boomerank für den E-Commerce-Betreiber auf wenige hundert Euro pro Monat. Aktuell zählt das Startup bereits mehr als 50 Kunden.

Boomerank erhält sechsstelliges Investment

Wie das Startup nun in einer Aussendung bekannt gab, konnte sich Boomerank  in seiner ersten Finanzierungsrunde ein sechsstelliges Investment von tecnet equity, Pioneers Ventures II (dem Investment-Vehikel von startup300) und Unternehmer Patrick Pöschl sichern. Darüber hinaus erhielt das Startup eine nicht näher genannte Förderung der FFG.

“Wir sind sehr happy mit dieser Seed-Runde. Mit tecnet equity, Pioneers Ventures II und Patrick Pöschl haben wir uns nicht nur Kapital in die Firma geholt, sondern drei Investoren, mit denen wir schon länger in Kontakt sind und die schon viele für uns wertvolle Inputs gegeben haben. Die Stimmung im Team ist hervorragend, ich freue mich sehr auf die nächsten erfolgreichen Monate”, sagt Sebastian Schwelle, Co-Founder von Boomerank.

Bernhard Lehner, Co-Founder von startup300, kommentiert die Beteiligung von Pioneers Ventures II wie folgt: „Ich bin mit Sebastian und dem Boomerank-Team schon seit einem Jahr in Kontakt. Wir durften das Team bereits beim Erarbeiten der Förderungsunterlagen unterstützen. Auch wenn es manchmal anders wirkt, aber E-Commerce steht erst am Anfang, und ich bin mir sicher, dass es neben den großen Anbietern viele profitable, kleinere Shops geben wird – und das ist ein spannender Markt für Boomerank.“


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SuperCycle Gründerinnen Rhana Loudon und Olivia "Lilli" Hromatka © SuperCycle / Sigrid Mayer

Discokugel an der Decke, Spiegel an den Wänden und ein neonpinker Schriftzug, auf dem „SuperCycle“ zu lesen ist. Im Takt treten bis zu 40 Beinpaare auf den Bikes und lassen Herzfrequenzen in die Höhe schnellen.

Dieses Gefühl, das SuperCycle seit 2016 in seinen fünf Wiener Studios aufgebaut hat, soll jetzt über die Stadtgrenzen hinausfinden. Seit dem ersten Jahr erreichen Mitgründerin Olivia „Lilli“ Hromatka und ihre Co-Founderin Rhana Loudon laufend E-Mails aus anderen Städten, vor allem aus Graz, Linz, Salzburg und Innsbruck. Jetzt reagiert das Unternehmen darauf: Mit einem Franchisemodell soll das Boutique-Cycling-Konzept österreichweit wachsen.

Was hinter dem Konzept steckt

© SuperCycle / Sigrid Mayer

SuperCycle ist ein Indoorcycling-Studio: Auf stationären Rädern fahren die Teilnehmenden im Gruppenkurs zur Musik, angeleitet von Instructor:innen, die Tempo, Widerstand und Choreografie vorgeben. Dabei setzen die Trainer:innen auf durchchoreografierte, HIIT(High-Intensity-Intervall-Training)-basierte Einheiten im abgedunkelten Raum, mit Lichtshow und Playlist als festem Bestandteil der Stunde.

Über 165 solcher Kurse laufen aktuell pro Woche in den Wiener Studios, aufgeteilt auf Formate wie Soft-, Sculpt- und Music-Rides. Die Gründerinnen Loudon und Hromatka haben SuperCycle über das letzte Jahrzehnt ohne Investor:innen aufgebaut.

Zehn Prozent Abgaben und 32.000 Euro Einstiegsgebühr

Konkrete Zahlen zum neuen Franchisemodell nennt Hromatka im brutkasten-Interview: Die monatlichen Gesamtgebühren sollen sollen bei rund zehn Prozent des Nettoumsatzes liegen, dazu kommt die Einstiegsgebühr von 32.000 Euro. Auf weitere Kosten bzw. genauere Zahlen wird im näheren Kennenlernen der Franchise PartnerInnen eingegangen, erklärt Hromatka. Denn wer ein Studio eröffnet, muss auch investieren: SuperCycle-Studios brauchen etwa eine eigene Lüftung sowie einen Raum-in-Raum, um die Musik in voller Lautstärke spielen zu können, ohne die Nachbarschaft zu stören.

Auch die Bikes schaffen sich Franchisenehmer:innen selbst an. Wie hoch die Gesamtinvestition ausfällt, hängt von Studiogröße und Standort ab. Wichtig seien in jedem „Fall Hands-on-Mentalität, Organisationstalent, die Liebe zu SuperCycle, und die Bereitschaft, regelmäßig vor Ort im Studio zu sein, um eine Community aufzubauen“, ergänzt die Co-Founderin.

Vier Landeshauptstädte zuerst

Die Expansion soll schrittweise erfolgen. „Ziel wäre Graz, ein bis zwei Studios, Linz, Salzburg, Innsbruck“, so Hromatka. Erst wenn die Partnerschaften in Österreich funktionieren, ist internationale Expansion geplant. „Ich bin ein großer Fan davon, sich realistische Ziele zu setzen“, erklärt die Co-Founderin weiter. Für jeden Standort gibt es laut eigenen Angaben bereits eine Gebietsanalyse, auf deren Basis ein Gebietsschutz vergeben wird, je nach Nachfrage auch mehrere Gebiete pro Stadt.

Rund 30 Interessent:innen, gezielte Auswahl

Bislang haben sich laut Hromatka rund 30 Interessent:innen gemeldet. Gesucht wird nicht in erster Linie Fitnessbranchen-Erfahrung, sondern Haltung: „Es geht nicht darum, dass jemand das aufbauen will, um einfach nur Geld zu machen“, sagt Hromatka. Wichtiger seien Hands-on-Mentalität, Organisationstalent, ein finanzielles Backup und die Bereitschaft, regelmäßig vor Ort im Studio zu sein.

Der Anspruch bleibt laut Hromatka derselbe wie beim Wiener Start: „Wir wollten weg von diesem langweiligen Sport.“ Wer einmal eine Sportart gefunden hat, die Freude macht, bleibt langfristig dabei. Genau dieses Gefühl soll das Franchisemodell nun nach ganz Österreich bringen.

© SuperCycle / Sigrid Mayer
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