24.06.2025
TRAVELTECH

BookBetterDirect: Startup von Salzburgerin luchst booking.com direkt auf der Seite Kund:innen ab

Hohe Provisionen für Anbieter wie booking.com sind vielen in der Hotelbranche ein Dorn im Auge. BookBetterDirect will Hoteliers mit seiner Anwendung zur "Revolution" verhelfen.
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Sabine Holtkamp | (c) BookBetterDirect
Sabine Holtkamp | (c) BookBetterDirect

Wenn ein Startup in einer Presseaussendung den Begriff „Revolution“ verwendet, dann im Normalfall im selben Wortsinn wie etwa im Begriff „industrielle Revolution“. Anders ist das beim Startup BookBetterDirect, wenn es eine „Revolution gegen OTA-Provisionen“ ankündigt. Hier wird der Begriff im Wortsinn von „französische Revolution“ eingesetzt.

„Booking.com ist kaum mehr als ein Durchlaufposten geworden“

OTA steht für Online Travel Agents, also für Unternehmen wie booking.com oder Expedia. Diese sind längst global zur ersten Anlaufstelle für Hotelbuchungen geworden und würden laut Branchenstudien auch rund 75 Prozent aller Hotelsuchen im Internet „abfangen“, heißt es von BookBetterDirect. Mit Provisionen von oftmals 15 bis 35 Prozent sei der Deal dann am Ende aber häufig weder für die Hoteliers noch für die Gäste gut. „Booking.com ist kaum mehr als ein Durchlaufposten geworden. Das Unternehmen zahlt effektiv Milliarden, um die Aufmerksamkeit der Kunden zu gewinnen – und verkauft diese dann teuer an die Unterkünfte weiter“, sagt BookBetterDirect-Gründerin Sabine Holtkamp.

BookBetterDirect-Gründerin Holtkamp mit Hotel- und Startup-Erfahrung

Sie betrieb in der Vergangenheit selbst jahrelang ein Hotel und hat bereits mehrere Unternehmen im Digital-Bereich gegründet. 2023 startete sie von Saalbach Hinterglemm in Salzburg aus BookBetterDirect – der formelle Sitz ist im Vereinigten Königreich. Nun will Holtkamp Hoteliers die Kontrolle über ihre Buchungen zurückbringen.

Über booking.com suchen und BookBetterDirect finden

Doch wie können Gäste direkt angesprochen werden, wenn die Hotelsuche fast unvermeidbar über booking.com, Tripadvisor und Co. läuft und diese sogar in der Google-Suche direkt mit dem Hotelnamen dominieren? Die Antwort bei BookBetterDirect lautet: Eben genau dort. Das Startup wagt sich mit seiner Anwendung quasi direkt in die Höhle des Löwen.

Ein Popup macht auf das direkte Angebot aufmerksam | (c) BookBetterDirect
Ein Popup macht auf das direkte Angebot aufmerksam | (c) BookBetterDirect

Endnutzer:innen können kostenlos eine Browser-Erweiterung bzw. eine App installieren. Wenn sie dann auf booking.com oder einer der anderen großen Seiten ein Hotel finden, das Kunde bei BookBetterDirect ist, erscheint automatisch ein Popup mit dem direkten Kontakt und etwaigen Angeboten. Hotels wiederum zahlen dafür keine Provisionen, sondern einen Fixbetrag und bekommen dazu noch eine eigene SEO- und KI-Suche-optimierte Seite auf der Plattform, um auch in der Google- bzw. ChatGPT-Suche sichtbar zu werden. Und das Angebot wird angenommen: Man stehe aktuell bei einer Million Direktbuchungslinks in 132 Ländern, heißt es vom Startup.

Günstigere Preise und bessere Bedingungen für Gäste

Für Gäste ließen sich so teilweise mehr als 35 Prozent gegenüber OTA-Preisen sparen, heißt es von BookBetterDirect. „Zusätzlich profitieren Direktbucher häufig von besseren Stornierungsbedingungen, exklusiven Angeboten oder der direkten Kommunikation mit dem Hotel.“

Mehr Geld für Hoteliers

Noch stärker betont Gründerin Holtkamp die Vorteile für Hoteliers. Ihren Schätzungen zufolge würde allein aus der österreichischen Hotellerie jährlich mehr als eine Milliarde Euro an OTA-Provisionen ins Ausland fließen. „Wenn wir es gemeinsam schaffen, nur zehn Prozent der Buchungen zurück auf den Direktweg zu holen, spart die österreichische Hotellerie jährlich mindestens 100 Millionen Euro“, meint die Gründerin. BookBetterDirect leiste damit „einen konkreten Beitrag für mehr wirtschaftliche Nachhaltigkeit im Tourismus“.

BookBetterDirect in Finale von internationalem Wettbewerb

Damit überzeugte BookBetterDirect nun auch bei einem internationalen Wettbewerb. Der Hotelverband Deutschland (IHA) vergibt Ende Juni beim upnxt Hospitality Festival in München seine Branchenawards. In der Kategorie Startups ist das Saalbach Hinterglemmer Unternehmen einer von vier Finalisten und muss die Festivalteilnehmer überzeugen , um sich den Award zu holen.

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Epitome Therapeutics
© Epitome Therapeutics - (v.l.) Jamie Hackett, CSO und Guido Gualdoni, CEO.

Epitome Therapeutics ist ein neues Biotech-Unternehmen aus Wien, das eine neue Methode entwickelt, um die Genaktivität im Körper gezielt und sehr genau zu steuern. Heute gab es seinen offiziellen Unternehmensstart mit einer Gesamtfinanzierung von vier Millionen Euro bekannt. Diese setzt sich zusammen aus einer überzeichneten Pre-Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von zwei Millionen Euro sowie weiteren zwei Millionen Euro an Fördermitteln.

Epitome Therapeutics: XISTA Science Ventures und Caesar Ventures führen an

Damit zählt die Pre-Seed-Runde zu den höchsten im Lande, denn, laut Florian Haas, Head of Startup, Head of Brand & Growth EY, wurden heuer im Pre-Seed-Bereich im ersten Halbjahr nur rund ein Dutzend Investments erfasst, was die geringe Aktivität im ganz frühen Segment unterstreicht (Stand: Mai 2026). Typische Pre-Seed-Runden bewegen sich im Allgemeinen meist zwischen 75.000 und 400.000 Euro, mit einem Median von etwa 200.000 bis 350.000 Euro, häufig ergänzt durch Förderungen wie aws oder FFG. Größere syndizierte Pre-Seed-Runden liegen bei 400.000 bis 900.000 Euro, während Volumina darüber die Ausnahme darstellen.

Zum Vergleich: In den letzten zwei Jahren konnten etwa Fynk mit 1,25 Mio. Euro, sequestra mit 1,1 Mio. Euro, factroymaker mit 1,1 Mio. Euro und Invisible-Light Labs mit einer 1,5 Mio. Euro Pre-Seed-Runde diesen Schnitt durchbrechen.

Nun zählt auch Epitome Therapeutics dazu. Deren Pre-Seed-Runde wurde gemeinsam von XISTA Science Ventures und Caesar Ventures angeführt; zudem beteiligte sich die Navec Venture Holding GmbH. Weitere Mittel wurden über kompetitiv vergebene Förderprogramme eingeworben, darunter Unterstützung durch Austria Wirtschaftsservice (AWS) und die österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).

Cadence-Technologie weiter ausbauen

Die Mittel aus der Finanzierung werden künftig eingesetzt, um die Entwicklungsprogramme von Epitome Therapeutics in Richtung der Nominierung eines ersten Wirkstoffkandidaten voranzutreiben, die technologische Breite der Cadence-Plattform (eine Epigenom-Editierungsplattform) zu erweitern und das wissenschaftliche sowie operative Team des Unternehmens auszubauen.

„Wir haben Epitome Therapeutics mit der Unterstützung einer starken Gruppe von Investoren und Partnern gegründet“, sagt Guido Gualdoni, Mitgründer und CEO von Epitome Therapeutics. „Der erfolgreiche Abschluss einer überzeichneten Finanzierungsrunde ist ein starkes Signal für die Qualität unseres Teams und das Potenzial der Cadence-Plattform. Die neuen Mittel ermöglichen es uns, das Unternehmen auf Basis der Cadence-Technologie weiter auszubauen und unsere wissenschaftlichen Erkenntnisse in erste Entwicklungsprogramme zu überführen. Unser unmittelbarer Fokus liegt nun darauf, die Plattform auszubauen, unser Team zu verstärken und die Auswahl unseres ersten Wirkstoffkandidaten voranzutreiben.“

Bereits 2025 gegründet

Epitome Therapeutics wurde 2025 von Guido Gualdoni und Jamie Hackett als Ausgründung des EMBL, eines europäischen Forschungsinstitut für Life Sciences, gegründet. Das Unternehmen entwickelt konkret einen neuartigen therapeutischen Ansatz, der auf der präzisen Steuerung der Genexpression basiert.

Während aktuelle Fortschritte das Potenzial des Gen-Silencing aufgezeigt haben, würden – so die Founder – viele Erkrankungen die Wiederherstellung, Erhöhung oder fein abgestimmte Regulierung der Genaktivität erfordern. Daraus ergebe sich ein Bedarf an therapeutischen Ansätzen, die eine präzisere Kontrolle der Genexpression ermöglichen können. Darauf baut das Wiener Biotech auf.

„Gene müssen nicht einfach nur an- oder ausgeschaltet sein – entscheidend ist, dass sie in genau dem richtigen Maß exprimiert werden“, sagte Hackett, CSO von Epitome Therapeutics. „Viele Krankheiten entstehen, wenn dieses Gleichgewicht gestört ist. Die Cadence-Plattform ermöglicht eine präzise Steuerung der Genexpression und erlaubt uns so, die Aktivität spezifischer Gene auf ein therapeutisch relevantes Niveau zurückzuführen. Wir sind überzeugt, dass dieser präzisionsmedizinische Ansatz eine grundlegend neue therapeutische Modalität für die Behandlung genetischer und komplexer Erkrankungen darstellt.“

Basiert auf Forschungsarbeiten am EMBL

Die Technologie von Epitome Therapeutics basiert auf Forschungsarbeiten am EMBL Rom, darunter Ergebnisse, die 2024 in einer Publikation in Nature Genetics veröffentlicht wurden, und stützt sich auf geistiges Eigentum, das exklusiv vom EMBL einlizenziert wurde, wie man in der Aussendung liest.

„Der innovative Ansatz von Epitome Therapeutics im Bereich der Epigenom-Editierung hat uns sehr beeindruckt, insbesondere der Fokus auf gezielte Hochregulation“, kommentiert Alexander Schwartz, Partner bei XISTA Science Ventures. „Ebenso überzeugt hat uns, wie das Team diese wissenschaftlichen Erkenntnisse in therapeutisch relevante Entwicklungsprogramme überführen will.“

Und Gregor Unger, Managing Partner bei Caesar Ventures, ergänzt: „Mit unserem Investment in Epitome Therapeutics unterstützen wir ein außergewöhnliches Team, das die Genregulation grundlegend neu definiert hat. Überzeugt hat uns die seltene Kombination aus wissenschaftlicher Tiefe und unternehmerischer Erfahrung rund um Guido und Jamie.“

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