20.02.2024

Exit: Deutscher HR-Softwareriese kauft Wiener Startup Bonrepublic

Das Wiener Startup Bonrepbulic hat eine HR-Plattform entwickelt, die Unternehmen im Mitarbeiter-Engagement unterstützt. Nun wurde das Unternehmen vom deutschen Softwarehersteller HRworks übernommen. Jakob Feigl, Gründer und CEO von Bonrepbulic, hat uns mehr zu den Hintergründen erzählt.
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Jakob Feigl, Gründer und CEO von Bonrepbulic | (c) Bonrepublic

Mit Hilfe der HR-Plattform des 2020 gegründeten Wiener Startups Bonrepublic lassen sich die besten Mitarbeiter:innen identifizieren und halten – so zumindest das Versprechen des Startup. Konkret ermöglicht das Unternehmen, individualisierte Leistungsbeurteilungen zu erstellen, verknüpft Feedback mit Kompetenzprofilen und bietet eine „Identifikation von Kompetenzlücken“ auf Mitarbeiter:innen-, Team- und Unternehmensebene.

Zudem hat Bonrepublic einen Marktplatz geschaffen, der Benefits und Weiterentwicklungskurse integriert und Unternehmen befähigt, diese an Anerkennungen, erreichte Ziele und Feedbackanalysen zu verknüpfen.

Wachstum und prominente Investoren

Mittlerweile zählt das Unternehmen rund 100 B2B-Kund:innen – darunter bekannte Unternehmen aus Österreich wie die Styria Media Group, Planradar oder waterdrop. „Zuletzt sind wir um 100 Prozent gewachsen und konnten unseren Kundenstamm ausbauen“, so Jakob Feigl, Gründer und CEO von Bonrepbulic.

Erst Anfang Feber 2022 gab das 2020 gegründete Startup den Abschluss einen Finanzierungsrunde in Höhe von 750.000 Euro bekannt. Als Investoren beteiligten sich damals unter anderem die GoStudent-Gründer Felix Ohswald und Gregor Müller (brutkasten berichtete).

Bonrepublic wird von HRworks gekauft

Rund zwei Jahre nach der Finanzierungsrunde folgt nun der Exit für Bonrepbulic. Wie das Unternehmen am Dienstag bekannt gab, kauft HRworks aus Deutschland das Unternehmen. Zum Kaufpreis wurde von beiden Seiten Stillschweigen vereinbart. Dazu heißt es von Feigl lediglich: „Beide Seiten sind sehr happy mit dem Ausgang“ Und er merkt an: „Wir waren zuvor eher auf eine Partnerschaft aus, haben aber früh gesehen, dass wir einen ähnlichen Kundenstamm haben und unsere Produkte sich gut ergänzen.

Mit rund 2.700 Kunden zählt HRworks zu den führenden deutschen Software-Anbietern für Human Resources (HR). Das Unternehmen gilt in seiner Branche als Urgestein und bietet seit 25 Jahren Funktionen der Personalverwaltung in Kombination mit der digitalen Reisekostenabrechnung in der Cloud. „Während sich HRworks auf Personalverwaltung fokussiert, ergänzen wir sehr gut mit unseren Funktionen für Personalentwicklung“, so Feigl.

Marke soll erhalten bleiben

Die Marke und das Team von Bonrepublic soll auch künftig erhalten bleiben. Jakob Feigl bleibt demnach auch Geschäftsführer. Die HRworks-Gruppe besteht aus den Unternehmen HRworks, DriversCheck (Köln) und Bonrepublic (Wien) mit zusammen knapp 200 Beschäftigten.

„Das Thema Mitarbeiterbindung und Organisationsentwicklung wird nicht zuletzt durch den wachsenden Fachkräftemangel immer wichtiger“, so Markus Schunk, CEO von HRworks. „Auch für unsere Kunden gewinnt dieser Bereich zunehmend an Bedeutung. HRworks ist stolz darauf, dass wir unsere ganzheitliche Personalsoftware, um die wegweisenden Funktionen der Personalentwicklung von Bonrepublic erweitern können“, so Schunk weiter.


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Seit über 30 Jahren zeichnet EY in 60 Ländern ausgewählte Entrepreneur:innen für besondere Leistungen aus. Zu den Beurteilungskriterien der Fachjury zählen Wachstum, Zukunftspotenzial, Innovation, Mitarbeitendenführung und gesellschaftliche Verantwortung.

Entrepreneur Of The Year in vier Kategorien

„Beim diesjährigen EY Entrepreneur Of The Year 2026 wollen wir unter dem Motto ‚Shapers of the Future‘ jene Unternehmer:innen in Österreich auszeichnen, die mit Weitblick und Entschlossenheit Veränderungen anstoßen, die langfristigen Erfolg ermöglichen und gleichzeitig positive Impulse für Wirtschaft und Gesellschaft setzen“, sagt Erich Lehner, Partner bei EY und Verantwortlicher für den Award in Österreich.

Der Unternehmerpreis wurde heuer von der Fachjury in vier Kategorien vergeben: „Innovation & Hightech“, „Handel & Konsumgüter“, „Dienstleistungen“ und „Social Entrepreneur“. Darüber hinaus wurde Johannes Ferner, Gründer von fiskaly und Sieger des EY Scale-up Award 2026, in der Kategorie „Start-ups“ ausgezeichnet.

Fiskaly entwickelt cloudbasierte Lösungen für die steuerliche Compliance von Transaktionen in Europa: Fiskalisierung, E-Invoicing, Archivierung und digitale Belege. Das 2019 in Wien gegründete FinTech unterstützt Unternehmen dabei, gesetzliche Anforderungen zu erfüllen. Johannes Ferner verfolgt seit der Gründung die Vision, „Fiskalisierung und steuerliche Compliance in Europa einfacher, effizienter und zukunftssicher“ zu gestalten.

Bogianzidis gewinnt Social Entrepreneur

Mit öKlo-Gründer Niko Bogianzidis wurde eine weitere Persönlichkeit aus der Startup-Szene ausgezeichnet. Der Founder erhielt die Auszeichnung als „Social Entrepreneur“ des Jahres. Sein Startup entwickelt nachhaltige Sanitärlösungen und verfolgt das Ziel, Kreislaufwirtschaft im Sanitärbereich voranzutreiben.

Volker Fuchs von Test-Fuchs indes wurde in der Kategorie „Innovation & Hightech“ prämiert. Das Familienunternehmen hat sich seit seiner Gründung nach dem Zweiten Weltkrieg von einem regionalen Betrieb zu einem global agierenden Technologieunternehmen entwickelt und baut hochspezialisierte Testsysteme und technische Lösungen für internationale Industriekunden, insbesondere in der Luftfahrtbranche. Dabei werden Mechanik, Elektronik und Software unter einem Dach entwickelt und gefertigt. Fuchs wurde zudem ausgewählt, Österreich beim EY World Entrepreneur Of The Year Award im Juni 2027 zu vertreten.

Industrieanlagenbauer und Bäckerhandwerk

Die Kategorie „Dienstleistungen“ ging an Roman Zauner und Andreas Beck von der Zaunergroup, einem oberösterreichischen Industrieanlagen- und Rohrleitungsbauer, der auf die großen Industrien der Zukunft setzt. Zu den Meilensteinen zählen der Einstieg ins Data-Center-Geschäft, die Zusammenarbeit mit einem strategischen Partner und internationale Großprojekte, darunter Vorhaben für Google in Norwegen und Österreich.

In der Kategorie „Handel & Konsumgüter“ überzeugte Martin Auer, der mit seinem gleichnamigen Unternehmen traditionelles Bäckerhandwerk mit Gastronomie, Markenerlebnis und hohem Qualitätsanspruch verbindet. Wachstumsimpulse setzt er mit der Expansion nach New York und dem Ausbau des Gastronomie- und Kaffeegeschäfts.

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