16.06.2020

Blue Origin: Die heimliche Liebe von Amazon-Gründer Jeff Bezos

Jeff Bezos ist der reichste Mensch der Welt. Dies hat er Amazon zu verdanken - dem Online-Shopping-Giganten, der so erfoglreich agiert wie kaum ein zweiter Konzern. Dennoch ist das Einkaufsportal nicht das Lieblingskind des US-Milliardärs. Diesen Titel hat sich ein Unternehmen gesichert, das seit zwei Jahrzehnten existiert und ins All schielt: Blue Origin.
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Blue Origin, Jeff Bezos, SpaceX, Space
(c) Blue Origin - Mit Blue Origin möchte Jeff Bezos seinen Urenkeln ein Raumfahrt-Vermächtnis hinterlassen.

Jeff Bezos ist eine Persönlichkeit an der heutzutage niemand vorbeikommt. Der Amazon-Gründer ist regelmäßig in den Medien. Sei es weil seine „Nemesis“ Elon Musk immer wieder mit Angriffen gegen den Online-Händler auffällt, der fragwürdige Umgang seiner Mitarbeiter sich medial verbreitet, sein Vermögen wiederholt geschätzt wird, der Streaming-Dienst in aller Munde ist oder wenn Bezos den Philanthropen hervorholt und große Summen für den guten Zweck spendet. Weitaus seltener liest man von einer weiteren Leidenschaft des Milliardärs, die er bereits seit zwei Jahrzehnten ausübt: von der Space-Company Blue Origin.

+++ Wr. Neustädter Space-Startup Tumbleweed: Von der Garage bis zum Mars +++

Während SpaceX die letzten Wochen die Zukunft der Raumfahrt veränderte und die erste von einem Privatunternehmen gebaute und bemannte Raumfähre seit 39 Jahren (Space Shuttle) ins All sandte – oder damit wirbt, dass man Touristen mittels „ridesharing“ ab einer Million Dollar ins Weltall bringt, hört man von Bezos Space-Company, die Teil von Bezos Expeditions ist,  relativ wenig.

Blue Origin: Zwei Dekaden alt

Und das, obwohl Blue Origin für den Weltraumtourismus erschaffen wurde. Es war der September vor rund 20 Jahren, als das US-Unternehmen seine ersten Schritte tat und Raketenantriebssysteme und Trägerraketen entwickelte. Mit dem Motto „step by step“ ließ man sich drei Jahre Zeit, bis Bezos die Existenz der Firma öffentlich machte. Zehn Jahre später hatte der Amazon-Gründer eine halbe Milliarde US-Dollar in das Unternehmen gesteckt und schlussendlich 2015 den ersten Testflug seines vertikalen Raumgefährts „New Shepard“ vollbracht.

„Verkauf von Amazon-Aktien“ für Blue Origin

Die Rakete erreichte damals eine Geschwindigkeit von Mach 3, wurde bis heute mehrere Male erfolgreich getestet und hat mit „New Glenn“ (nach dem ersten US-Astronauten John Glenn benannt) bereits einen Nachfolger, der „Payloads“ und Personen ins All befördern soll. Seit 2016 arbeitet Blue Origin mit einem Budget von einer Milliarde US-Dollar jährlich, die Bezos mit dem Verkauf von Amazon-Aktien finanziert. Das war auch das Jahr, in dem sich das Unternehmen zum ersten Mal der Öffentlichkeit öffnete und die Produktionsstätte in Kent, Washington, für Journalisten zugänglich machte.

Video: Start und Landung der New Shepard im Jahr 2015

Jeff Bezos: Plan B für die Welt

Damals sagte Bezos, dass der Weltraum voller Ressourcen sei und dass die Erde einen „Plan B“ brauche, wenn etwas Schlimmes passiert. Und führte fort: „Es wird einfach ein unglaublich lustiger und inspirierender Teil der Zukunft der Menschheit sein, das Sonnensystem zu erforschen“.

Ein Jahr später vermeldete Bezos, dass Blue Origin den ersten zahlenden Kunden für Orbital-Satelliten an der Hand habe. Eutelsat wird voraussichtlich 2022 mit dem Start von TV-Satelliten auf den „New Glenn Orbital-Trägerraketen“ beginnen. Mittlerweile gesellten sich auch OneWeb und Mu Space als Kunden dazu.

Jeff Bezos, CEO von Amazon, Blue Origin, SpaceX,
(c) Amazon Photo – Amazon-Gründer Jeff Bezos muss sich viel Kritik – auch ökologische – gefallen lassen.

Buhlen um NASA

Heute kämpft Blue Origin mit Space X und Dynetics um einen NASA-Ausftrag. Die US-Behörde möchte mit ihrem Artemis-Projekt 2024 Menschen auf den Mond schicken (darunter eine Frau) und hat einen Contest unter den drei Unternehmen ausgerufen. Die konkurrierenden Firmen sollen jeweils einen Entwurf für einen „Mondlander“ vorlegen und werden dabei auch finanziell unterstützt: Blue Origin bekommt 579 Millionen US-Dollar, SpaceX 135 Millionen und Dynetics 253 Millionen.

„Mit diesen Auftragsvergaben treibt Amerika den letzten Schritt voran, der erforderlich ist, um Astronauten bis 2024 auf dem Mond zu landen, einschließlich des unglaublichen Moments, in dem die erste Frau die Mondoberfläche betreten wird“, sagt NASA-Administrator Jim Bridenstine.

Blue Origin arbeitet dafür an einem dreistufigen Lander, der seine Motoren auf der Mondoberfläche abstellt, um die Last zu erleichtern, wenn es Zeit ist, zur Erde zurückzukehren. SpaceX möchte dagegen sein Allzweck-Raumschiff „Starship“ verwenden, das angeblich auch für Mars-Missionen verwendet werden kann. Dynetics plant einen innovativen Lander, der mit jeder Rakete gestartet werden kann.

Kostensenkung durch Wiederverwertung

Bei allen drei Anbietern steht Kostensenkung im Vordergrund. Diese soll mit der Wiederverwertung von wichtigen Teilen der Trägerrakete und mit weniger Gewicht geschehen. Während der Transport von einem Pfund Materie (450 Gramm) in der Spaceshuttle-Ära knappe 25.000 US-Dollar kostete, so sind es heutzutage etwas mehr als 1200 US-Dollar, wie die NZZ berichtet.

Suborbitale Raumfahrt

Wie auch immer diese Ausschreibung ausgeht, Blue Origin CEO Bob Smith hat 2020 zu einem „arbeitsreichen Jahr“ erklärt. Axios zitierte den Geschäftsführer noch im Mai mit den Worten, dass es „drei oder mehr Flüge geben wird, bevor wir Leute fliegen“. Smith sagte zudem, der aktuelle Plan sei es, das noch heuer zu schaffen. Der Preis für einen Fluggast ist noch nicht offiziell verkündet worden, kann aber für die suborbitale Raumfahrt mit mehreren Hunderdtausend US-Dollar kalkuliert werden.

Jeff Bezos, Space, New Glenn
(c) Blue Origin – Jeff Bezos beim Testen der Kommunikationssysteme vor einem Raketenstart.

Tot, wenn Erfolg da

Wie erwähnt: Bezos verkauft seit drei Jahren immer wieder Amazon-Anteile, um Blue Origin finanziell zu fördern. Er sagte einst sinngemäß, er werde wohl tot sein, wenn die Früchte seiner Arbeit geerntet werden. Ein äußerst bemerkenswerter Satz, bringt man ihn mit einem schmeichelhaften Portrait der Plattform Medium in Verbindung.

Kritik am Amazon-Gründer

Man darf bei der Lobpreisung des Amazon-Gründers als Visionär nicht vergessen, dass der Milliardär regelmäßig unter starker Kritik steht. Amazons ökologischer Abdruck betrug 2018 44 Millionen Tonnen CO2. Daher hat der „reichste Mann der Welt“ im Frühjahr den „Bezos Earth Fund“ erschaffen und angekündigt, zehn Milliarden US-Dollar darin zu investieren. Allerdings ohne genau zu präzisieren wohin die Summe fließen soll.

Zudem wurden nach dieser Ankündigung kritische Stimmen der eigenen Mitarbeiter laut. Unter der Vereinigung namens „Amazon Employees for Climate Justice“ loben die Kritiker die Humanität von Bezos, fragen aber auch zugleich: „Wann wird Amazon aufhören, Öl- und Gasunternehmen dabei zu helfen, die Erde mit noch mehr Öl- und Gasbohrungen zu verwüsten? Wann wird Amazon die Verantwortung für die Lungen von Kindern in der Nähe seiner Logistikzentren übernehmen, indem man von Diesel- auf vollelektrische Lastwagen umsteigt?“.

Druck auf Amazon-Mitarbeiter

Andere Kritikpunkte umfassen den Umgang mit Lieferanten und Mitarbeitern während der Corona-Krise. Wie es auch die Washington Post schreibt, als zwei Angestellte nach kritischen Äußerungen zur Sicherheit im Job gefeuert wurden. Bereits vorher hatte die New York Post in einem Gespräch mit der ehemaligen Mitarbeiterin Maureen Donnelly aufgedeckt, welchen Verboten man als Amazon-Arbeiter unterliegt. Keine Getränke, außer Flaschen mit Wasser, keine Handys (was für Eltern ein Problem darstellt, da sie keine Notfallnummern an Schulen und dergleichen weitergeben konnten), Druck bei zu vielen Klopausen, 12-Stunden-Schichten, ohne die Möglichkeit der Konversation mit Kollegen.

Vierdimensionaler Blick auf die Zeit

Dies ist eine Seite des Amazon-Herrschers. Die andere Seite – und eher mit einem unternehmerischen Auge angeblickt – ist jene, die Mitte Mai der Autor Michael Simmons auf medium.com entwarf. Auf der Plattform wird behauptet, dass Menschen eines Schlags von Jeff Bezos „Zeit in 4D sehen“, der Rest der Menschheit sie „nur“ eindimensional wahrnimmt. Während die meisten CEOs generell Tage, Wochen oder Monate im Voraus denken, planen Visionäre in Dekaden oder sogar Jahrhunderten, heißt es.

Hohe „failure-Chance“

Nicht bloß das: Menschen wie Bezos stecken ihr Kapital in ihre Ideen hinein, die eine hohe „failure“-Wahrscheinlichkeit haben und dessen Ausgang sie gar nicht miterleben werden. Passend dazu Bezos Aussage: „Ich glaube an einen langen Zeitraum – ich denke dabei an ein paar Hundert Jahre. Ich bin von Jahr zu Jahr überzeugter, dass Blue Origin, die wichtigste Arbeit ist, die ich tue“.

Dieses Zitat, so Medium weiter, übe eine Faszination aus, da Bezos Steckenpferd, Amazon, zu einem der größten Unternehmen der Welt gehört; und weil Blue Origin – auch im Vergleich zu SpaceX – relativ unbekannt ist. Hier soll der US-Amerikaner seine weitsichtige Denkweise, um nicht zu sagen sein „future-mindset“ offenbaren, wenn er sagt: „Ich arbeite daran, weil, wenn wir es nicht tun, enden wir mit einer Zivilisation in Stasis“.

Eine Billion Menschen ins All

Damit spielt er auf die „baldige“ Energiekrise an, die der Welt bevorsteht und appelliert daran, die gesamte Erdoberfläche mit Solarzellen zu bedecken. Dieses „soon“ der Energiekrise beziffert Bezos mit ein paar Hundert Jahren, in denen der Mensch Lösungen für gesteigerte Bedürfnisse finden muss. Denn, wie er sagt: „Nehmen wir das Szenario, in dem wir ins Sonnensystem ziehen. Das Sonnensystem kann leicht eine Billion Menschen vertragen. Und wenn wir eine Billion Menschen hätten, hätten wir tausend Einsteins und tausend Mozarts und unbegrenzte Ressourcen und Solarenergie.“

Bezos plant ein Quartal drei Jahre voraus

Der weitere Text umschreibt, warum Bezos bereit ist Milliarden US-Dollar zu riskieren, bei Projekten dessen ROI Jahre in der Zukunft liegt. Und wie sein long-term-thinking Amazon geschärft hat. Angeblich arbeitet der Gründer – im Gegensatz zu anderen CEOs – nicht am nächsten Quartel, sondern an einem Zeitraum weiter in der Zukunft: „Wenn mir Freunde nach einer vierteljährlichen Gewinnmitteilung gratulieren, sage ich ‚danke‘, aber dieses Quartal wurde vor drei Jahren gebacken‘.  Ich arbeite jetzt an einem Quartal, das im Jahr 2021 stattfinden wird“.

Amazon nur Mittel zum Zweck?

Jeff Bezos wurde als Vieles bezeichnet: Philanthrop, Visionär, gieriger Turbokapitalist. Oft wundern sich Beobachter und Kritiker, warum der „reichste Mensch der Welt“ mit einem der erfolgreichsten Unternehmen der Weltgeschichte Logistikmitarbeiter nicht ausreichend entlohnt, warum er sie ausbeutet und gefährdet. Oder bei Kritik an Arbeitsbedingungen mit Diszplinierungsmaßnahmen droht. Eine Erklärung dafür findet sich vielleicht bei einem Querblick und mündet in einer einzigen Schlussfolgerung: Jeff Bezos ist Amazon egal.

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Vielleicht nicht unbedingt egal, aber scheinbar ist der Online-Shopping-Riese für den Milliardär bloß ein Mittel zum Zweck. Jeff Bezos ist ein „Nerd“. Er steckt unglaublich viel Geld in TV-Fantasy-Produktionen wie „Wheel of Time“ (Das Rad der Zeit) oder einen „Lord of the Rings“-Ableger und gilt als Fan fiktionaler Literatur. Dazu gehört nicht bloß die visuelle Erschaffung mittelalterlicher Gesellschaften mit Magie und Schwert fürs TV, sondern auch der Blick nach oben.

Das Wie ist nicht wichtig?

Wenn Bezos wirklich das 4D-Mindset hat und wie er selbst sagt Blue Origin sein eigentliches Vermächtnis an seine Enkel, Urenkel und der Welt sein soll, dann erweist sich Amazon wohl nur als „Cash-Cow“ für eine größere Sache: Der Eroberung des Alls. In diesem Sinne zählen zweifelhafte Praktiken hinsichtlich Behandlung der Mitarbeiter nicht, die Gefährdung von Leben in einer Pandemie ist nur ein Nebenaspekt ausgerichtet auf ein Ziel, schlechte Entlohnung und Leiharbeiterschaft reihen sich da ebenso mit ein, wie ökologische und weitere Kritikpunkte am Konzern.

„Amazon wird sterben“ – Blue Origin überdauern

„Amazon wird sterben“ hatte Bezos im Laufe der letzten Jahre prophezeit. 2014 sprach er von nur ein paar Dekaden, die große Firmen überstehen, 2017 adressierte er seine Shareholder und sprach von einem schmerzlichen Niedergang und 2018 sagte er laut CNBC „Amazon ist nicht ‚too big to fail‘. Ich kann euch sogar versprechen, dass Amazon eines Tages scheitern wird.“

Bevor das Unternehmen untergeht, wird Bezos es (und alle Beteiligten) solange „ausschlachten“, wie es braucht, um Blue Origin immer wieder und stetig mit Kapital zu versorgen, um die Raumfahrt zu zähmen wie früher Pferde. Und dafür arbeiten, dass seine große Liebe ihn lange überdauert, wenn die Grenzen der Erde längst durchbrochen und er selbst von uns gegangen ist.


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Die Fahne der EU (c) Adobe Stock

Im aktuellen „European Innovation Scoreboard 2026“ der Europäischen Kommission behauptet sich Österreich im oberen europäischen Mittelfeld. Mit einer Innovationsleistung von 113 Prozent des EU-Durchschnitts im Jahr 2026 belegt das Land wie schon im Vorjahr den achten Rang unter den EU-Mitgliedstaaten und verbleibt in der Klasse der sogenannten „Strong Innovators“. Langfristig verzeichnet Österreich zwar einen Zuwachs der Innovationskraft von 8,9 Prozentpunkten gegenüber dem Basisjahr 2019, im Vergleich zu 2025 gab der nationale Gesamtindex jedoch um 2,3 Prozentpunkte nach. Diese Abschwächung spiegelt eine wirtschaftliche Dynamik wider, die infolge anhaltender externer Schocks und gestiegener Betriebskosten an internationaler Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt hat.

Im Schatten der Spitzenreiter

Angeführt wird das europäische Gesamtklassement unverändert von der Schweiz, die mit 141,3 Prozent des EU-Durchschnitts den innovativsten Standort des Kontinents darstellt. Innerhalb der EU-Grenzen sichert sich erneut Schweden die Spitzenposition (139 Prozent), gefolgt von Dänemark und den Niederlanden. Finnland, das in den Vorjahren fest zur Spitzengruppe der „Innovation Leaders“ zählte, verlor an Schwung und stürzte in die Leistungsklasse Österreichs ab.

Im Vergleich mit dem größten Handelspartner Deutschland (EU-Rang 9) hat Österreich zwar knapp die Nase vorn. Einige Diskrepanzen: Während Deutschland bei den forschungsbezogenen Staatsausgaben im öffentlichen Sektor auf Platz 5 liegt, belegt Österreich hier den hervorragenden dritten Platz. Bei der direkten und indirekten steuerlichen Forschungsförderung für Betriebe verweist Österreich den Nachbarn (Deutschland Rang 23) mit dem vierten Platz klar auf die hinteren Ränge.

Die Achillesferse: Wagniskapital und Skalierungsbarrieren

Für die heimische Startup- und Scaleup-Szene liefert das Scoreboard eine ernüchternde Bilanz in puncto Wachstumsfinanzierung. Als chronischer Schwachpunkt erweist sich einmal mehr der Bereich Venture Capital: Bei den Wagniskapital-Investitionen erreicht Österreich magere 47,9 Prozent des EU-Durchschnitts und belegt im EU-Vergleich lediglich Platz 15.

Diese strukturelle Finanzierungslücke schlägt sich auch im komplementären „European Startup and Scaleup Scoreboard“ (ESSS) nieder: Zwar wird Österreich dort mit 113,8 Prozent des EU-Durchschnitts auf Rang 10 als „High-performing“ eingestuft, die Erhebung attestiert dem Standort jedoch eine deutliche Diskrepanz zwischen einer hohen Startup-Dichte pro Kopf und einer gleichzeitig unterdurchschnittlichen Zahl an schnell wachsenden Unternehmen („Centaurs“ und „Unicorns“). Bereits im Zuge des letztjährigen Rankings stand die stagnierende Entwicklung im Fokus der Kritik, insbesondere im Hinblick auf strukturelle Finanzierungshemmnisse (brutkasten berichtete).

Spürbarer Rückgang bei KMU-Innovationen trotz starker Schutzrechte

Sorge bereiten zudem die Innovationsaktivitäten im KMU-Bereich. Der Anteil kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU), die Produkt- oder Geschäftsprozessinnovationen einführen, ist mittelfristig deutlich zurückgegangen – ausgewiesen wird ein Minus von 24,4 Prozentpunkten bei Produkt- bzw. 21,2 Prozentpunkten bei Prozessinnovationen seit dem Jahr 2019. Demgegenüber steht eine traditionelle Stärke bei der Sicherung von geistigem Eigentum, wo Österreich im Bereich der intellektuellen Vermögenswerte im EU-Vergleich den hervorragenden zweiten Platz belegt.

Doch auch dieses Fundament zeigt Ermüdungserscheinungen: Seit 2019 verzeichneten die Designanmeldungen einen spürbaren Rückgang um 49,7 Prozentpunkte, während Patentanmeldungen (-16,8 Prozentpunkte) und Markenanmeldungen (-11,1 Prozentpunkte) ebenfalls schrumpften. Positiv hervorzuheben ist die enge Vernetzung im System bei den öffentlich-privaten Co-Publikationen (EU-Rang 3), wenngleich die Jobmobilität von hochqualifizierten Fachkräften in Wissenschaft und Technologie im Jahresvergleich um empfindliche 32,4 Prozentpunkte einbrach.

Das Transferproblem: Viel Input, zu wenig messbarer Output

Ein altbekanntes, strukturelles Paradoxon des österreichischen Innovationssystems bleibt die mangelnde Effizienz im Transfer von Forschungserfolgen in den Markt. Während das Land beim reinen Innovations-Input die dritthöchsten Investitionen in der EU verzeichnet, reicht es beim tatsächlichen Output nur für Rang 8. Besonders deutlich wird dies bei den Verkäufen von Marktneuheiten und firmeninternen Innovationen, bei denen das Land seit 2025 einen spürbaren Rückgang verzeichnet. Dem Standort gelingt es somit unzureichend, seine enormen Forschungsförderungen und Investitionen in marktfähige, produktivitätssteigernde Produkte zu übersetzen.

Digitalisierung und weitere Kernbereiche im Überblick

In den weiteren Dimensionen des Scoreboards zeichnet sich ein differenziertes Bild ab:

  • Digitalisierung (Rang 14): Ein widersprüchliches Feld. Die Verfügbarkeit von High-Speed-Internet hinkt mit Rang 23 im EU-Vergleich hinterher, hat sich jedoch seit 2019 um 174,7 Prozentpunkte verbessert.
  • Forschungssysteme & Human Ressources: Österreich verfügt über ein hochattraktives akademisches System (Rang 8), getragen von einem sehr hohen Anteil ausländischer Doktoratsstudierender (Rang 5). Bei den Human Ressources insgesamt reicht es wegen einer im EU-Vergleich geringeren Akademikerquote jedoch nur für Rang 14.
  • Nachhaltigkeit & Außenhandel: Während der heimische Öko-Innovations-Index mit 177,1 Prozent weit über dem EU-Schnitt von 127,5 Prozent liegt (beides gemessen an 2019), ist der konsumbedingte Treibhausgas-Fußabdruck fast 20 Prozent zu hoch. Zudem schwächelt Österreich massiv beim Export wissensintensiver Dienstleistungen.

Das politische Spannungsfeld: „Champions League“ vs. „Ergebnisverwaltung“

Die Interpretation des achten Platzes sorgt auf nationaler Ebene für teils konträre Statements von Politik und Wirtschaft. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer unterstreicht: „Das European Innovation Scoreboard zeigt klar: Österreich investiert überdurchschnittlich in Forschung und Innovation. Beim Output schöpfen wir dieses Potenzial aber noch nicht ausreichend aus.“ Mit Platz 3 beim Input und Platz 8 beim Output könne man sich nicht zufriedengeben; man müsse exzellente Forschung schneller in marktfähige Produkte übersetzen.

Innovationsminister Peter Hanke betont wiederum die Stabilität in einem wirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld: „Platz 8 im European Innovation Scoreboard ist ein starkes Zeugnis für den Innovationsstandort Österreich. Dieses Ergebnis kommt nicht von ungefähr: Es ist der Verdienst unserer Unternehmen, Forschungseinrichtungen und der vielen klugen Köpfe in diesem Land.“ Er verweist auf das massive staatliche Investment von 5,5 Milliarden Euro durch den FTI-Pakt bis 2029. Stefan Harasek, Präsident des Patentamts, hält fest: „Diese starke Platzierung bestätigt einmal mehr: Österreich zählt in der sich nur zögerlich erholenden Wirtschaftsdynamik zu den Innovationsmotoren Europas und muss sich auch im internationalen Vergleich nicht verstecken.“

Eine gänzlich andere Tonlage schlägt die Industriellenvereinigung (IV) ein. Generalsekretär Christoph Neumayer warnt vor Selbstzufriedenheit: „Der Abstand zur europäischen Spitze droht zum Dauerzustand zu werden. Wir stecken mit Platz 8 im Mittelfeld fest.“ Wer ein „Innovation Leader“ werden wolle, müsse deutlich dynamischer agieren und an Geschwindigkeit zulegen. Neumayer zieht dabei einen sportlichen Vergleich heran: „Wer an die Spitze will, darf nicht nur auf Ergebnisverwaltung spielen. Champions entstehen durch Geschwindigkeit und Angriff, nicht in der Defensive.“

Auch Jochen Danninger, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), mahnt zur Bewegung: „Österreich behauptet sich im European Innovation Scoreboard 2026 erneut auf Rang 8 […] gleichzeitig zeigt das aktuelle Ergebnis aber auch, dass wir uns auf diesem Erfolg nicht ausruhen dürfen.“ Der Vergleich mit 2023 – als Österreich noch bei knapp 120 Prozent des EU-Schnitts lag – zeige deutlich, dass zusätzliche Dynamik notwendig sei, um den Anschluss an die europäische Spitzengruppe nicht zu verlieren.

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AI Summaries

Blue Origin: Die heimliche Liebe von Amazon-Gründer Jeff Bezos

  • Während SpaceX die letzten Wochen die Zukunft der Raumfahrt veränderte und die erste von einem Privatunternehmen gebaute Raumfähre seit 39 Jahren ins All sandte – oder damit wirbt, dass man Touristen mittels „ridesharing“ ab einer Million Dollar ins Weltall bringt, hört man von Bezos Space-Company, die Teil von Bezos Expeditions ist,  relativ wenig.
  • Mit dem Motto „step by step“ ließ man sich drei Jahre Zeit, bis Bezos die Existenz der Firma öffentlich machte.
  • Zehn Jahre später hatte der Amazon-Gründer eine halbe Milliarde US-Dollar in das Unternehmen gesteckt und schlussendlich 2015 den ersten Testflug seines vertikalen Raumgefährts „New Shepard“ vollbracht.
  • Seit 2016 arbeitet Blue Origin mit einem Budget von einer Milliarde US-Dollar jährlich, die Bezos mit dem Verkauf von Amazon-Aktien finanziert.
  • Blue Origin arbeitet dafür an einem dreistufigen Lander, der seine Motoren auf der Mondoberfläche abstellt, um die Last zu erleichtern, wenn es Zeit ist, zur Erde zurückzukehren.
  • „Amazon wird sterben“ hatte Bezos im Laufe der letzten Jahre prophezeit.

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