Erweiterung der Geschäftsführung innerhalb der Blue Minds Group
Philip Skrbic wird neuer Co-Geschäftsführer der Blue Minds Solutions GmbH und Philipp Semmler erweitert ab sofort seine Geschäftsführertätigkeit innerhalb der Blue Minds Gruppe.
Philip Skrbic ist ab sofort neuer Co-Geschäftsführer der Blue Minds Solutions GmbH, wie das Unternehmen am Dienstag bekannt gab. 2016 startete er bei Blue Minds als Business Consultant und war zuletzt als Senior Consultant tätig, wobei er sich laut Blue Minds als „treibende Kraft im nationalen und internationalen Beratungsgeschäft“ erwies. Zu den Kernthemen zählten Energieeinkauf und Geschäftsmodellinnovation.
Zudem war Skrbic für die Mitgründung und den Aufbau des Startups Energy Hero verantwortlich, das einen automatischen Energieanbieter-Wechselservices bietet und bis dato über 15.000 Kund:innen jährlich betreut. Als Co-Geschäftsführer der Blue Minds Solutions GmbH soll sich Skrbic auf den Consulting-Bereich und Beteiligungen fokussieren.
Philipp Semmler erweitert Geschäftsführertätigkeit
Philipp Semmler erweitert ab sofort seine Geschäftsführertätigkeit innerhalb der Blue Minds Gruppe und verantwortet neben den schon bisher verantworteten Bereichen Real Estate und Energie Investments nun auch das Beteiligungsmanagement der Industriebeteiligung an der Glasmanufaktur Brandenburg – Interfloat Gruppe, dem europäischen Marktführer für Solarglas.
Semmler war zuvor bei Deloitte im Bereich Corporate Finance tätig, wo er sich insbesondere auf Distressed M&A und Restrukturierungsprojekte spezialisiert hatte.
In seiner neu erweiterten Rolle wird er nun auch federführend das Beteiligungsmanagement für die Beteiligung an der Glasmanufaktur Brandenburg – Interfloat Gruppe verantworten und weitere Projekte in der Wertschöpfungskette der Erneuerbaren Energien weiter entwickeln.
„Ich freue mich, dass zwei langjährige Mitarbeiter in die Geschäftsführung von Unternehmen der Blue Minds Group aufsteigen und so unser Engagement noch tatkräftiger und gezielter mitgestalten können“, so Eveline Steinberger, Geschäftsführerin und Gründerin der Blue Minds Company.
CHAMP-ION: Österreich rückt weiter ins Zentrum europaweiter Forschung für Quantencomputer
Mit CHAMP-ION startet Europas erste Pilotinitiative zur industriellen Herstellung von Ionenfallen-Chips. Unter der Leitung von Silicon Austria Labs (SAL) geht das mit 50 Mio. Euro geförderte Projekt nun in die Umsetzungsphase. Österreich rückt damit erneut ins Zentrum der europäischen Quantenforschung.
CHAMP-ION: Österreich rückt weiter ins Zentrum europaweiter Forschung für Quantencomputer
Mit CHAMP-ION startet Europas erste Pilotinitiative zur industriellen Herstellung von Ionenfallen-Chips. Unter der Leitung von Silicon Austria Labs (SAL) geht das mit 50 Mio. Euro geförderte Projekt nun in die Umsetzungsphase. Österreich rückt damit erneut ins Zentrum der europäischen Quantenforschung.
Forschende in der SAL Reinraum Villach. (c) Sarina Dobernig
Der Quantencomputer gilt als die nächste Schlüsseltechnologie, was die Quantenforschung zu einer der gefragtesten unserer Zeit macht. Ein zentraler Punkt sind dabei die Ionenfallen-Chips, die das Funktionieren von Quantencomputern ermöglichen. Die USA und China investieren bereits Milliarden in diese Forschung, nun startet Europas erste Pilotinitiative zur industriellen Herstellung der Chips, und das in Österreich.
Vom raumfüllenden Labor zum winzigen Chip
Sogenannte Ionenfallen gelten als einer der vielversprechendsten Ansätze für zukünftige Quantencomputer. Das Prinzip dahinter: Einzelne geladene Atome werden mithilfe elektromagnetischer Felder „eingesperrt“ und dann durch Laserstrahlen gesteuert.
Aktuell füllt diese komplexe Technik im Labor noch einen kompletten Raum. Für eine praktische Nutzung muss der gesamte Aufbau auf einen winzigen Chip schrumpfen – und zwar so, dass er zuverlässig, reproduzierbar und in großen Stückzahlen industriell gefertigt werden kann. Hier setzt die Pilotinitiative von Silicon Austria Labs an, denn sie hat das Ziel, eine industrielle Herstellung von Ionenfallen-Chips in Österreich zu etablieren.
„Unsere Industriestrategie 2035 hat einen klaren Anspruch. Wir wollen Schlüsseltechnologien nicht anderswo entstehen sehen, sondern hier in Österreich mitgestalten. Dass Silicon Austria Labs bei Europas erster Fertigung von Ionenfallen-Chips die Führung übernimmt, zeigt, dass dieser Kurs greift. So wird aus Spitzenforschung industrielle Wertschöpfung im eigenen Land“, kommentiert Innovationsminister Peter Hanke das Projekt.
Innovationsminister Peter Hanke bei einem Besuch in den Silicon Labs Austria. (c) Tobias Holzer
30 Mio. Euro für Österreich
Insgesamt stehen für das Projekt 50 Millionen Euro zur Verfügung. Diese Fördermittel kommen vom „Chips Joint Undertaking“ der Europäischen Union, das die Entwicklung und Einführung von nanoelektronischen Chip-Technologien vorantreibt, sowie den teilnehmenden Mitgliedstaaten. Der größte Teil von diesem Geld – über 30 Millionen Euro – fließt direkt an die österreichischen Partner.
Das Geld wird laut SAL in erster Linie für den Ausbau der Produktionsanlagen, die Ausbildung neuer Fachkräfte und in offene Servicestrukturen investiert.
Gebündelte österreichische Expertise
An dem Großprojekt sind 21 Organisationen aus sechs verschiedenen Ländern beteiligt. Das Netzwerk besteht aus Forschungseinrichtungen, Universitäten, Startups, KMU und Industrieunternehmen.
Neben Silicon Austria Labs als Projektkoordinator sind weitere heimische Akteure dabei. ParityQC, das mit dem Bau eines Quantencomputers für das deutsche Verteidigungsministerium erst für Schlagzeilen sorgte, liefert die Quantensoftware-Architektur. Infineon Technologies Austria bringt als industrieller Kernpartner das Wissen zur Fertigung der Chips ein. Alpine Quantum Technologies steuert die Systemperspektive bei, und die Universität Innsbruck fungiert als europäisches Ideenlabor für Ionenfallen.
Europas Quanten-Vorreiter
Die Silicon Austria Labs GmbH (SAL) ist ein 2018 gegründetes, österreichweites Forschungszentrum für elektronik- und softwarebasierte Systeme. An den Standorten Graz, Villach und Linz vernetzt SAL Wissenschaft und Industrie, um innovative Ideen in wirtschaftlich nutzbare Technologien zu verwandeln. Der Forschungsfokus liegt auf Mikrosystemen, Sensorik, Leistungselektronik, intelligenten drahtlosen Systemen und Embedded Systems. Neben CHAMP-ION ist SAL an drei weiteren europäischen Quanten-Pilotlinien beteiligt. Diese Breite habe in Europa kaum ein anderes Forschungszentrum, heißt es in einer Aussendung.
„Wir sind stolz darauf, CHAMP-ION als wahrhaft europäische Initiative zu koordinieren, die führende Expertise aus dem gesamten Kontinent zusammenbringt, um Europas technologische Souveränität im Bereich der Quantentechnologien zu stärken. Durch den Aufbau eines offenen und skalierbaren Ionenfallen-Ökosystems schaffen wir das Fundament für Quantenexzellenz auf Weltklasseniveau, made in Europe“, sagt Christina Hirschl, CEO von Silicon Austria Labs.
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