Blocks: Neue App von Google macht User zu Virtual Reality-Designern
Mit Blocks, einer App, die Google kürzlich gelauncht hat, können User schnell und einfach VR-Designs erstellen. Und das nicht auf einem 2D-Computer-Bildschirm, sondern direkt in der VR-Welt. Auf einer eigenen Plattform kann man seine Designs einreichen und Kreationen einsehen, die andere User publiziert haben.
Besitzer der VR-Geräte HTC Vive und Oculus Rift können mit einer neuen App von Google ab sofort zu Designern werden. Blocks heißt das Programm, das kürzlich von Google vorgestellt wurde und das Designen von virtuellen Objekten vereinfachen soll- und zwar speziell auch für Hobbyentwickler. „Blocks ist einfach genug für jeden- auch ohne irgendwelche Vorkenntnisse“, liest man auf der Website.
Bisher benötigte man neben einem umfangreichen Fachwissen vor allem auch komplexe Software. Die 3D-Objekte müssen von ihren Entwicklern außerdem auf 2D-Computer-Bildschirmen entworfen werden – „etwas, womit unser Gehirn nicht umgehen kann“.
Blocks: Designen in der virtuellen Welt
Wassermelonen-Design auf Blocks.
Daher werden bei Blocks die Kreationen in einer 3D-Umgebung entworfen, denn man kreiert direkt in der virtuellen Welt. Dem User stehen dafür verschiedene Werkzeuge zur Verfügung mit der er seine eigenen (Fantasie-) Objekte gestalten kann. Zu Beginn bekommt man eine Palette verschiedener Formen, Farben und Tools, die sich einfach bedienen lassen. „Man kann fast alles erschaffen, was man sich nur vorstellen kann – von einem Stück Wassermelone bis zu einem ganzen Wald.“ Auf der dazugehörigen Plattform kann man seine Designs einreichen und andere Kreationen begutachten.
Google testet VR-Werbung
Der Suchmaschinen-Gigant hat übrigens erst kürzlich für weitere Schlagzeilen im VR-Bereich gesorgt. Aktuell experimentiert man bei Google mit möglichen Werbeformaten für die virtuelle Welt. Ziel ist es, eine Möglichkeit zu finden, Anwendungen und Spiele im VR-Bereich über Werbung zu monetarisieren.
Wie Blocks in der konkreten Anwendung aussieht, sieht man im Video:
CHAMP-ION: Österreich rückt weiter ins Zentrum europaweiter Forschung für Quantencomputer
Mit CHAMP-ION startet Europas erste Pilotinitiative zur industriellen Herstellung von Ionenfallen-Chips. Unter der Leitung von Silicon Austria Labs (SAL) geht das mit 50 Mio. Euro geförderte Projekt nun in die Umsetzungsphase. Österreich rückt damit erneut ins Zentrum der europäischen Quantenforschung.
CHAMP-ION: Österreich rückt weiter ins Zentrum europaweiter Forschung für Quantencomputer
Mit CHAMP-ION startet Europas erste Pilotinitiative zur industriellen Herstellung von Ionenfallen-Chips. Unter der Leitung von Silicon Austria Labs (SAL) geht das mit 50 Mio. Euro geförderte Projekt nun in die Umsetzungsphase. Österreich rückt damit erneut ins Zentrum der europäischen Quantenforschung.
Forschende in der SAL Reinraum Villach. (c) Sarina Dobernig
Der Quantencomputer gilt als die nächste Schlüsseltechnologie, was die Quantenforschung zu einer der gefragtesten unserer Zeit macht. Ein zentraler Punkt sind dabei die Ionenfallen-Chips, die das Funktionieren von Quantencomputern ermöglichen. Die USA und China investieren bereits Milliarden in diese Forschung, nun startet Europas erste Pilotinitiative zur industriellen Herstellung der Chips, und das in Österreich.
Vom raumfüllenden Labor zum winzigen Chip
Sogenannte Ionenfallen gelten als einer der vielversprechendsten Ansätze für zukünftige Quantencomputer. Das Prinzip dahinter: Einzelne geladene Atome werden mithilfe elektromagnetischer Felder „eingesperrt“ und dann durch Laserstrahlen gesteuert.
Aktuell füllt diese komplexe Technik im Labor noch einen kompletten Raum. Für eine praktische Nutzung muss der gesamte Aufbau auf einen winzigen Chip schrumpfen – und zwar so, dass er zuverlässig, reproduzierbar und in großen Stückzahlen industriell gefertigt werden kann. Hier setzt die Pilotinitiative von Silicon Austria Labs an, denn sie hat das Ziel, eine industrielle Herstellung von Ionenfallen-Chips in Österreich zu etablieren.
„Unsere Industriestrategie 2035 hat einen klaren Anspruch. Wir wollen Schlüsseltechnologien nicht anderswo entstehen sehen, sondern hier in Österreich mitgestalten. Dass Silicon Austria Labs bei Europas erster Fertigung von Ionenfallen-Chips die Führung übernimmt, zeigt, dass dieser Kurs greift. So wird aus Spitzenforschung industrielle Wertschöpfung im eigenen Land“, kommentiert Innovationsminister Peter Hanke das Projekt.
Innovationsminister Peter Hanke bei einem Besuch in den Silicon Labs Austria. (c) Tobias Holzer
30 Mio. Euro für Österreich
Insgesamt stehen für das Projekt 50 Millionen Euro zur Verfügung. Diese Fördermittel kommen vom „Chips Joint Undertaking“ der Europäischen Union, das die Entwicklung und Einführung von nanoelektronischen Chip-Technologien vorantreibt, sowie den teilnehmenden Mitgliedstaaten. Der größte Teil von diesem Geld – über 30 Millionen Euro – fließt direkt an die österreichischen Partner.
Das Geld wird laut SAL in erster Linie für den Ausbau der Produktionsanlagen, die Ausbildung neuer Fachkräfte und in offene Servicestrukturen investiert.
Gebündelte österreichische Expertise
An dem Großprojekt sind 21 Organisationen aus sechs verschiedenen Ländern beteiligt. Das Netzwerk besteht aus Forschungseinrichtungen, Universitäten, Startups, KMU und Industrieunternehmen.
Neben Silicon Austria Labs als Projektkoordinator sind weitere heimische Akteure dabei. ParityQC, das mit dem Bau eines Quantencomputers für das deutsche Verteidigungsministerium erst für Schlagzeilen sorgte, liefert die Quantensoftware-Architektur. Infineon Technologies Austria bringt als industrieller Kernpartner das Wissen zur Fertigung der Chips ein. Alpine Quantum Technologies steuert die Systemperspektive bei, und die Universität Innsbruck fungiert als europäisches Ideenlabor für Ionenfallen.
Europas Quanten-Vorreiter
Die Silicon Austria Labs GmbH (SAL) ist ein 2018 gegründetes, österreichweites Forschungszentrum für elektronik- und softwarebasierte Systeme. An den Standorten Graz, Villach und Linz vernetzt SAL Wissenschaft und Industrie, um innovative Ideen in wirtschaftlich nutzbare Technologien zu verwandeln. Der Forschungsfokus liegt auf Mikrosystemen, Sensorik, Leistungselektronik, intelligenten drahtlosen Systemen und Embedded Systems. Neben CHAMP-ION ist SAL an drei weiteren europäischen Quanten-Pilotlinien beteiligt. Diese Breite habe in Europa kaum ein anderes Forschungszentrum, heißt es in einer Aussendung.
„Wir sind stolz darauf, CHAMP-ION als wahrhaft europäische Initiative zu koordinieren, die führende Expertise aus dem gesamten Kontinent zusammenbringt, um Europas technologische Souveränität im Bereich der Quantentechnologien zu stärken. Durch den Aufbau eines offenen und skalierbaren Ionenfallen-Ökosystems schaffen wir das Fundament für Quantenexzellenz auf Weltklasseniveau, made in Europe“, sagt Christina Hirschl, CEO von Silicon Austria Labs.
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