26.08.2024
KUNDENSERVICE

Blockpit: Neue hybride Serviceplattform von Linzer Startup HalloSophia

Linzer Startup wird Kunde von Linzer Startup, um seinen Kund:innen besseren Service zu bieten - Blockpit setzt im Kundenservice nun auf die Hybrid-Lösung von HalloSophia.
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HalloSophia Co-Founder und CEO Markus Waghubinger zeigt die Blockpit-Lösung | (c) HalloSophia
HalloSophia Co-Founder und CEO Markus Waghubinger zeigt die Blockpit-Lösung | (c) HalloSophia

AI-basierte Chatbots im Kundenservice sind wohl zurecht ein strittiges Thema. Auf der einen Seite sind sie effizient für das Unternehmen und liefern den Kund:innen unmittelbar Antworten. Auf der anderen sind diese Antworten nicht immer zufriedenstellend und vor allem bei heiklen Themen oft nicht ausreichend. Das Linzer Startup HalloSophia begegnet diesem Problem mit einer hybriden Kundenservice-Lösung – brutkasten berichtete bereits mehrmals. Nun gewann es das Linzer Krypto-Steuer-Startup Blockpit als Kunden.

„Schnelle Antworten auf einfache Fragen, aber professionelle Unterstützung bei komplexeren Themen“

„Unsere Nutzer:innen wünschen sich schnelle Antworten auf einfache Fragen, aber professionelle Unterstützung bei komplexeren Themen“, erklärt Blockpit-Gründer Florian Wimmer. Genau das soll der „AI Support Assistant“ von HalloSophia nun liefern. Dieser beantworte 80 Prozent der Anfragen sofort, heißt es von den beiden Unternehmen in einer Aussendung. Bei komplexeren Anfragen bietet er Nutzer:innen an, sie – entgeltlich – an Blockpits Netzwerk von Steuerberater:innen in Österreich, Deutschland, der Schweiz, Belgien und Frankreich weiterzuleiten.

HalloSophia trainierte GPT-4o mit sieben Jahren Support-Historie von Blockpit

„Ein herausragendes Merkmal der Plattform ist die Fähigkeit der KI, den Zeitpunkt zu erkennen, wann menschliche Expertise erforderlich ist“, heißt es von HalloSophia. Das System koordiniert autonom Beratungstermine und wickelt auch die Zahlungen für die Blockpit-Expert:innen ab. Im Hintergrund steht Open AIs GPT-4o. „Die KI wurde mit Daten aus Blogs, Helpcentern und sieben Jahren Support-Historie trainiert, um präzise und konsistente Antworten zu liefern“, so die beiden Startups. Zudem sei ein Faktenchecker integriert worden – vor allem für „rechtlichen Fragen, bei denen Haftung und fachliche Qualifikationen eine Rolle spielen“.

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Rendering der Anlage in Bruck an der Leitha | (c) OMV Aktiengesellschaft
Rendering der Anlage in Bruck an der Leitha | (c) OMV Aktiengesellschaft

Während man sich im Individualverkehr in den vergangenen Jahren tendenziell von der Idee verabschiedet hat, bleibt Wasserstoff vor allem für Schwerverkehr, Flugverkehr und Industrie eine zentrale Wette in der Energiewende. Konkret grüner Wasserstoff, der mittels Elektrolyse mit Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Mit einer 140-Megawatt-Anlage im niederösterreichischen Bruck an der Leitha will der heimische Energieriese OMV im Joint Venture mit Masdar aus Abu Dhabi eine der größten Anlagen Europas bauen (brutkasten berichtete zuletzt über eine Förderzusage durch die aws über 123 Mio. Euro).

Direkte Pipeline zur Raffinerie Schwechat

Ab Ende 2027 soll die Anlage bis zu 23.000 Tonnen grünen Wasserstoff pro Jahr produzieren und diesen direkt über eine 22 Kilometer lange Pipeline in die OMV-Raffinerie Schwechat liefern. Dort wird dieser dann in der Produktion von Kraftstoffen und chemischen Produkten eingesetzt und soll die direkten Emissionen um zehn Prozent bzw. 150.000 Tonnen CO2 pro Jahr reduzieren. „Die Produktion von grünem Wasserstoff in Österreich ermöglicht es uns, den Einsatz nachhaltigerer Energie in unserer Produktion sowie für unsere innovativen Produkte zu erhöhen. Der Bau einer der größten Anlagen für grünen Wasserstoff in Europa ist ein wichtiger Meilenstein bei der Dekarbonisierung unserer industriellen Prozesse“, meint dazu Reinhard Florey, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und CFO von OMV.

EIB-Darlehen: Nehammer betont Bedeutung für Souveränität

Die Kosten für den Bau der Anlage in Bruck an der Leitha sind mit insgesamt 600 Millionen Euro veranschlagt. Nach der genannten Förderung durch die aws holt sich die OMV nun den größten Brocken des notwendigen Budgets – 450 Millionen Euro – in Form eines Darlehens der Europäischen Investitionsbank (EIB). „Die Darlehenszusage der Europäischen Investitionsbank ist ein starkes Signal für das Vertrauen in die Transformationsstrategie von OMV und unsere Fähigkeit, Großprojekte umzusetzen, die zur Dekarbonisierung der Industrie beitragen“, kommentiert Florey.

Reinhard Florey und Karl Nehammer beim Signing | (c) OMV Aktiengesellschaft

EIB-Vizepräsident und Ex-Bundeskanzler Karl Nehammer betont in einem Statement die Relevanz für die europäische Souveränität. „Grüner Wasserstoff ist ein wichtiger Baustein des Übergangs zu einem wettbewerbsfähigen, klimaneutralen und sicheren Energiesystem für Europa“, so Nehammer. „Diese Investition legt zudem den Grundstein für die künftige Produktion von nachhaltigen Flugkraftstoffen und unterstützt damit die Klima- und Energiesicherheitsziele der EU.“

OMV: „Netto-Null-Emissionen“-Ziel für 2050

Im Rahmen ihrer „Strategie 2030“ strebt die OMV bis Ende des Jahrzehnts eine Wasserstoff-Produktionskapazität von rund 900.000 Tonnen an. Dazu sind bereits kleinere Anlagen an verschiedenen europäischen Standorten in Betrieb. Anlagen für nachhaltigen Flugkraftstoff (Sustainable Aviation Fuel) und hydriertes Pflanzenöl (Hydrotreated Vegetable Oil) befinden sich in Umsetzung. Bis 2050 hat sich der Konzern das Ziel „Netto-Null-Emissionen“ gesetzt.

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