21.10.2020

Blockchain Night der RBI beantwortet die wichtigsten Fragen zu Blockchain und DeFi

Bei der RBI Blockchain Night 2020 am 29. Oktober liegt der Fokus auf Blockchain und Decentralized Finance. Namhafte Speaker sind angekündigt, die Teilnahme am Online-Event ist gratis.
/artikel/blockchain-night-rbi
Die Blockchain Night der RBI findet diesmal online statt. (c) RBI
Die Blockchain Night der RBI findet diesmal online statt. (c) RBI
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Blockchain Interoperability und Decentralized Finance – das sind die Themen, denen sich die Blochain Night 2020 der Raiffeisen Bank International (RBI) am 29. Oktober von 16 bis 19 Uhr widmet. Dabei sind einige spannende Panelists mit an Bord. So etwa Lukas Enzersdorfer, COO von Bitpanda: „Ich bin stolz darauf, an dem Panel „Blockchain Interoperability“ der Blockchain Night der RBI teilnehmen zu können“, sagt er voller Vorfreude über das Event.

Dabei findet die Blockchain Night komplett online statt, wie Hannes Cizek, Head of Group Strategy RBI, im Vorfeld in seinen Willkommensworten betont: „Ich freue mich, alle an Blockchain interessierten Menschen zur dritten Ausgabe der Blockchain Night zu begrüßen – dieses Mal in einem komplett virtuellen Setup, mit attraktiven Panel-Diskussionen.“ Die Teilnahme am virtuellen Event ist kostenlos.

Die Panelisten des Events

Erste Panel Session: Blockchain Interoperability

Zweite Panel Session: Decentralized Finance

Die Zielgruppe der Blockchain Night

Zielgruppe sind sowohl Mitarbeiter der RBI als auch externe Personen, mögliche zukünftige Partner, FinTechs und Blockchain-Begeisterte. Die RBI ist dabei offen für Gespräche mit der Community.

Das Programm der Blockchain Night im Detail

4:00PM–4:10PM 

Welcome @ RBI Blockchain Night 2020 | Dejan Jovicevic, Hannes Cizek & Werner Georg Mayer (RBI)

4:10PM–4:30PM 

Keynote | Introduction Strategic Partnerships and Ecosystems | Christian Wolf (RBI)

4:30PM–5:15PM 

Panel discussion | Blockchain Interoperability

Moderation Dejan Jovicevic | Co-founder & CEO (der Brutkasten)

Panelist: Lukas Enzersdorfer | COO (Bitpanda)

Panelist: Makoto Takemiya | Co-founder & CEO (Soramitsu)

Panelist: Alexander Bechtel | Digital Currency Strategy Analyst (Deutsche Bank)

5:15PM–5:30PM 

Stage Talk | Billon Project break-out Session | Lukasz Januszewski (RBI Vorstand Markets & IB) & Stefan Andjelic (RBI)

5:30PM–6:15PM 

Panel discussion | Decentralized Finance

Moderation Robert Kopitsch | Secretary General (Blockchain for Europe)

Panelist: Lee A. Schneider | General Counsel (block.one)

Panelist: Peter Kerstens | Advisor (European Commission)

Panelist: Stani Kulechov | Founder & CEO (Aave)

6:15PM–6:30PM

WrapUp and Closing

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Lilly Eichinger, Gründerin und CEO von Satellives: Der erste Flug ihres modularen Satelliten ist für Q1 2029 geplant. | (c) brutkasten / Haris Dervisevic

Wer heute im All etwas anderes vorhat als Erdbeobachtung oder Kommunikation, stößt schnell an eine Wand. „Wenn du irgendetwas im All machen willst, egal ob Experimente, Manufacturing, Datenspeicherung oder eine Plattform für Quantenkommunikation, dann hast du keine Infrastruktur“, sagt Lilly Eichinger, Gründerin und CEO von Satellives. „Es gibt kaum Plattformanbieter.“ Bisher führe der Weg für solche Missionen im Wesentlichen über die ISS. Deren Betrieb soll 2030 enden, kommerzielle Nachfolgestationen sind in Entwicklung, aber noch keine im Regelbetrieb.

In diese Lücke will das Tullner Startup. Der Ausgangspunkt war das Ergänzungsstudium Extended Studies on Innovation am Innovation Incubation Center (i²c) der TU Wien, wo Eichinger die Idee entwickelte. Kunst und Philosophie hatte sie vor ihrem Physik- und Architekturstudium in Wien studiert.

Der Leporello-Satellit

Das Produkt ist ein flacher Satellit, der aus einzelnen Einheiten besteht: den Tiles, jede fünf Zentimeter hoch und etwa so groß wie eine Pizzaschachtel. „Es sieht aus wie Kacheln, im Grunde wie Solarpaneele, die sich im Orbit entfalten“, sagt sie. „Aber es sind keine Solarpaneele. Es sind voll funktionsfähige Satelliten.“

Der Kniff steckt im Scharnier. Die Einheiten sind verbunden und übereinander gestapelt, ähnlich einem Leporello. Gestapelt passen sie in einen handelsüblichen CubeSat-Dispenser, was die Startkosten drückt. Im Orbit entfalten sie sich zu einer langen Kette: „Wir nennen sie Mosaics Satellites.“

Ein Mosaic von Satellives | (c) Satellives

Der technische Kernclaim betrifft Energie. Pro Einheit könne man bei gleichem Gewicht viermal so viel Energie speichern wie ein durchschnittlicher CubeSat, sagt Eichinger. Der Wert beruht auf eigenen Berechnungen und ist im Flug nicht demonstriert. „Das Einzige, was es im All unbegrenzt gibt, ist Energie.“ Nur lasse sie sich kaum nutzen: Bei CubeSats sei nicht das Einsammeln das Problem, sondern der fehlende Platz für Batterien. Wer energiehungrige Missionen fliegen wolle, habe deshalb nur schlechte Optionen. „Entweder du baust einen 50-Millionen-Dollar-Satelliten, was fast niemand kann, oder du kannst es nicht.“

Dazu kommt Modularität. „Die meisten Satelliten sind One-Trick-Ponys“, sagt Eichinger. An die Plattform lassen sich dagegen Produktionsboxen andocken. Zwei Tiles würden nach ihrer Rechnung reichen, um einen kleinen 3D-Drucker dauerhaft zu versorgen und gleichzeitig als Plattform für Quantenkommunikation oder Datenspeicherung zu dienen.

Flache Satelliten an sich sind nicht neu, das räumt Eichinger ein: Starlink stapelt sie längst, weil sich so Startkosten sparen lassen. Neu sei die Kombination aus flachem Formfaktor und echter Modularität. Das Patent dafür ist nach ihren Angaben bei der WIPO und in Österreich angemeldet, zunächst bewusst auf ihren Namen und nicht auf die Gesellschaft. Ende Juli wurde es an die Gesellschaft übertragen. Ab einem gewissen Punkt, sagt sie, mache staatsnahe oder fremdgehaltene IP ein Unternehmen für Investor:innen unattraktiv.

Gegen den Hype

Rechenzentren im Orbit sind für Satellives selbst ein Zielmarkt. Beim Hype darum bremst Eichinger trotzdem. „Alle sagen: Bringt die Datenspeicher ins All, dort ist es kalt. So funktioniert das nicht.“ Kühlung sei auch oben nötig. Wäre das der einzige Punkt, sagt sie, bräuchte es den Orbit gar nicht: „Warum bringt man die Daten dann nicht in die Arktis? Dort kann man sie kühlen.“ Der größte Engpass sei das Wärmemanagement: Im Vakuum lasse sich ein Rechenzentrum nur schwer kühlen. Dazu kämen Verarbeitung und Downlink per Laserkommunikation, beides brauche kontinuierlich hohe Energie. Ein riesiges und künftig sehr relevantes Geschäftsfeld sei es dennoch.

Satellives-Gründerin Lilly Eichinger im Gespräch mit brutkasten-Chefredakteur Martin Pacher. (c) brutkasten / Haris Dervisevic

Verglühen lassen will sie nichts. „Wir planen, zu 100 Prozent nachhaltig zu operieren.“ Der übliche Wiedereintritt am Missionsende erzeuge giftige Gase. „Okay, nicht ein einzelner CubeSat. Aber wenn es eine Million sind oder zehntausend im Jahr, dann summiert sich das.“ Beschädigte Tiles sollen stattdessen über einen Reentry-Service zurückkommen und recycelt werden.

Kapitalbedarf

Firmensitz ist Tulln, weil Satellives über das AplusB-Scale-up-Programm vom accent Inkubator begleitet wird, bis Ende Januar 2027. Das Headquarter soll langfristig in Wien liegen. Das Kernteam umfasst laut Website vier Personen: neben Eichinger als CEO ein Technical Co-Founder, ein Operations Co-Founder und eine weitere Person im Bereich Operations.

Der Kapitalbedarf: rund 1,6 Millionen Euro für 18 Monate. Die Hälfte davon soll aus Förderungen und von Business Angels kommen. „Wir arbeiten da gerade wirklich zehn Stunden am Tag dran“, sagt Eichinger. Erst mit dem Geld könne man Ingenieur:innen einstellen und vom Prototyping in den echten Bau wechseln. Dazu sucht das Startup 25.000 bis 50.000 Euro für die Patentanmeldung in weiteren Ländern.

Das Ziel: zwei Einheiten, erste On-Orbit-Demonstration in Q1 2029, die bereits Pilotkund:innen bedienen soll. Das Fernziel formuliert sie größer. „Österreich kann für Space das werden, was Estland für die Digitalisierung ist. Es ist ein kleines Land, niemand hätte erwartet, dass Estland zum digitalen Hub wird. Aber sie sind es geworden, und sie rocken es.“

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AI Summaries

Blockchain Night der RBI beantwortet die wichtigsten Fragen zu Blockchain und DeFi

  • Blockchain und Decentralized Finance – das sind die Themen, denen sich die Blochain Night 2020 der RBI am 29. Oktober von 16 bis 19 Uhr widmet. Dabei findet die Blockchain Night komplett online statt.
  • Die namhaften Panelists werden aus unterschiedlichen Perspektiven über die Themen diskutieren.
  • Ziel ist es dabei erstens, über das Thema aufzuklären und zweitens zusätzlich in aktuelle Themen einzutauchen.
  • Hierfür wird es zu den Panels Erklärvideos geben, damit alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf einen ähnlichen Wissenstand gebracht werden können.
  • Zwischen den Panels wird es eine Breakout-Session zum Billon Projekt geben.
  • Zielgruppe sind sowohl Mitarbeiter der RBI als auch externe Personen, mögliche zukünftige Partner, FinTechs und Blockchain-Begeisterte.

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