26.06.2018

Blockchain Meetup: HERO über den Beta-Launch und eSports-Potenzial

Das Wiener Start-up HERO bietet nicht nur die erste dezentrale Lösung auf der Blockchain für die iGaming-Community, sondern lädt auch Quartalsweise zu ihrem Blockchain-Meetup. Mit spannenden Vorträgen und einem Experten-Panel zum Thema eSports, lässt das Startup die zwei boomenden Communities zu einer werden.
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Hero CEO Paul Polterauer
Hero CEO Paul Polterauer

Am 25. Juni lud das Wiener Blockchain Startup HERO zum bereits dritten Blockchain Meetup in Österreichs größtem Startup Hub weXelerate. Das Team rund um CEO Paul Polterauer war fast vollständig angetreten, um, wie mittlerweile im Meetup gewohnt, ein wenig über ihren aktuellen Status Quo zu sprechen. Außerdem wurde Gastrednern eine Bühne geboten und als Abschluss Networking bei Speis und Trank ermöglicht. Als zusätzliche Programmpunkte wurde ein eSports-Panel mit Experten einberufen und ein Überraschungsgast geladen.

+++Wachstum heißt Arbeitsplätze: Erste Jobanzeigen im Esports +++

Closed Beta im Fokus

Eröffnet wurde das Meetup von Christina Roth, Head of Communications, und CEO Paul Polterauer. Gemeinsam mit CTO Philip Peinsold erzählten sie kurz über den aktuellen Stand in Sachen herosphere.gg. Nachdem ihr HEROcoin vor ein paar Monaten sowohl auf KuCoin als auch auf Blockfolio gelistet bzw. integriert wurde, steht nach dem erfolgreichen Relaunch jetzt die Closed Beta im Mittelpunkt der internen Entwicklung. In verschiedenen „Wellen“ werden immer mehr Leute in die Beta geladen, die dort Feedback auf die verschiedenen Features geben sollen. Für das Engagement beim „bug-hunting“ wird die Community mit HEROcoin belohnt.

Beta-Teilnehmer haben so die Möglichkeit, die Plattform gemeinsam mit den Entwicklern zu verbessern. So erklärt CTO Peinsold am Beispiel transaction costs, wie das funktioniert. Man schlägt aktuell den Kunden in der Beta vor, die transfer costs in die Hände von Hero zu legen. Der Kunde muss sich darum nicht kümmern. Bei einem Aufschrei würden Peinsold und sein Team einlenken, sagt er. Aber laut ersten Beta-Reaktionen freuen sich die Kunden über die Erleichterung. Mehrmals wird dabei die Sicherheit des Systems betont, welches in dieser Form (u.a. Passwort wird nicht bei Hero gespeichert) noch von keiner anderen Plattform so umgesetzt werde.

eSports wird auch in Österreich wachsen

Gerade werden Gespräche mit der wichtigsten Streaming-Plattform im Gaming geführt – Twitch.tv. Die Möglichkeit direkt ein Turnier auf Twitch zu sehen und darauf wetten zu können, würde dem Startup weltweite Bekanntheit bescheren. Die Verschmelzung von Crypto-Currency mit dem boomenden eSports Markt würde den bereits bestehenden eSports-Wettmarkt um ein Vielfaches vergrößern.

Mehr zum Thema eSports gab es dann im Experten-Panel. Am Panel saßen Andreas Berlinger, Senior Product Manager A1, Christian Traunwieser, Content Marketing Manager esports.at, Alexander Amon, eSports Advisor und Veranstalter des eSport Meetups Austria sowie Vladimir Garbeshkov, ehemaliger Counterstrike-Profi und jetzt Marketing Manager eSports bei Hero.

Betont wurde das Wachstumspotenzial von eSports auch in Österreich, auch dank der Aktivitäten der beteiligten Panel-Teilnehmer. So wird A1 ihre eSports League Austria prominent weiterführen und UPC weiterhin den Fokus auf lokale Berichterstattung legen, um der Szene ein Gesicht zu geben. Amon kündigte das eSports Summit im Herbst an, welches erstmals in Österreich einen Tag lang Firmen und Szenevertreter mit Vorträgen und Workshops zusammenbringen soll. Garbeshkov und auch die anderen Teilnehmer plädierten für mehr Akzeptanz gegenüber Computerspielern. In Österreich müsse hier noch viel getan werden, so der Tenor.

Steuerprüfung ein großes Thema

Neben Hero waren noch zwei weitere Projekte in der Vorstellung. Florian Kögl präsentierte sein Startup Finnoq, ein dezentralisiertes Protokoll welches dank vieler Experten auf der Plattform einen „crowdsourced advice“ in Richtung finanzieller Produkte, Instrumente und Services geben soll.

Ebenfalls für Interesse sorgte Lukas Krainz mit dem Konzept von blockpit.io. Ein automatisierter Steuerbericht für Kryptowährungen und Portfolio Monitoring. In Zeiten, in denen der Handel mit Kryptowährungen zunehmend überwacht wird, eine logische Weiterentwicklung.

Als Überraschungsgast wurde dem Publikum Florian Spiegel präsentiert. Der Berater gab einen guten Überblick über den asiatischen Kryptomarkt. Auch Spiegel betonte, wie Institutionen mehr und mehr den Markt beobachten und das Zahlen von Steuern in diesem Segment immer wichtiger wird. Eine gute Sache. Auch deshalb, weil das Thema damit endgültig etabliert ist und sich weiter verbreitern kann. Sowohl in Asien als auch in Europa.

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Isabell Claus, Ashley Zvaniashvili, Eva Reder (v. l.) | (c) xchannels.ai

Das Wiener KI-Startup xchannels.ai setzt seinen internationalen Expansionskurs fort. Wie das Unternehmen am Donnerstag bekannt gab, geht es eine strategische Partnerschaft mit der im Silicon Valley ansässigen Marketingagentur GrowthMasters.io ein. Für das von Isabell Claus und Ashley Zvaniashvili geführte Startup ist die Kooperation der nächste Schritt seiner internationalen Wachstumsstrategie. „Die Präsenz im Silicon Valley ist für uns keine symbolische Geste, sondern essentieller Teil unserer Strategie“, sagt Ashley Zvaniashvili, Co-Geschäftsführerin von xchannels.ai.

Im Mittelpunkt der Partnerschaft steht der Wissenstransfer zwischen dem Silicon Valley und Europa. Xchannels.ai will die lokale Marktkenntnis und das Netzwerk von GrowthMasters.io nutzen, um neue Entwicklungen rund um KI, digitales Marketing und AI Visibility direkt im US-Markt aufzugreifen. AI Visibility bezeichnet die Sichtbarkeit von Unternehmen in KI-gestützten Such- und Antwortsystemen wie ChatGPT.

„Im Silicon Valley entstehen nahezu alle Trends, die später weltweit Marketingstrategien und digitale Geschäftsmodelle bestimmen. Europäische Unternehmen – insbesondere KMU – haben häufig erst mit starker Verzögerung Zugang zu diesem Wissen“, sagt Co-Geschäftsführerin Isabell Claus. Die gewonnenen Erkenntnisse aus den USA will xchannels.ai in konkrete Marketinglösungen übersetzen, die die europäischen Kunden nutzen können.

US-Marketingagentur mit österreichischen Wurzeln

Mit GrowthMasters.io holt sich xchannels.ai einen Partner an Bord, der bereits seit mehreren Jahren im US-amerikanischen Marketingmarkt tätig ist. Die Agentur wurde von der Oberösterreicherin Eva Reder gegründet und ist auf LinkedIn-Content, digitales Marketing und bezahlte Werbekampagnen spezialisiert.

Der Kontakt zwischen den beiden Unternehmen entstand durch ein anderes österreichisches Startup. GrowthMasters.io sei auf der Suche nach einer technischen Lösung gewesen, wie sie xchannels.ai anbietet, erklärt Claus. Die Zusammenarbeit soll dabei in beide Richtungen funktionieren: Während GrowthMasters.io seine Erfahrung und sein Netzwerk im US-Markt einbringt, stellt xchannels.ai seine KI-basierte Marketingplattform zur Verfügung. Diese unterstützt Unternehmen dabei, Marketinginhalte automatisiert zu erstellen und über verschiedene digitale Kanäle zu verbreiten. GrowthMasters.io will die Plattform künftig auch für seine eigenen Kunden in den USA einsetzen.

Erste US-Kunden über GrowthMasters.io erwartet

Die Partnerschaft markiert laut Claus erst den Beginn der US-Expansion. Das Startup, dass in Kürze erste Bestandskunden von GrowthMasters.io auch die Plattform von xchannels.ai nutzen werden.

Darüber hinaus plant das Unternehmen noch vor Jahresende eine Reise in die USA, um potenzielle Geschäftspartner zu treffen, die eigene Plattform vorzustellen und sein Netzwerk weiter auszubauen. Neben dem Silicon Valley steht dabei auch New York im Fokus. Vor allem die dort stark vertretene Kreativ- und Werbeindustrie mache den Standort für xchannels.ai interessant.

Von acht auf zehn internationale Märkte

Auch in Europa setzt xchannels.ai seinen Wachstumskurs fort. Bereits im August war das Startup nach eigenen Angaben mit rund 50 Unternehmenskunden in acht Ländern aktiv. Mittlerweile zählt das Unternehmen laut Claus 86 Kunden und zehn Mitarbeitende. Die Zahl der internationalen Märkte ist auf zehn gestiegen, zuletzt kamen Lettland und Italien hinzu.

Beim internationalen Wachstum setzt xchannels.ai weiterhin auf strategische Partnerschaften. Unter anderem arbeitet das Startup bereits mit der Deutschen Telekom zusammen. Die nun geschlossene Kooperation mit GrowthMasters.io soll diesen Ansatz auf den amerikanischen Markt ausweiten.

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