07.05.2018

Blockchain: Ein Blick hinter den Hype

Die Blockchain gilt als Technologie der Zukunft. Auch in Österreich gibt es spannendende Projekte. Aber der Sektor steckt noch in den Kinderschuhen. Eine Beta-Phase, quasi.
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Blockchain - hinter dem Hype
(c) fotolia.com - Denys Rudyi

Man muss sich die Blockchain wie eine Prominente vorstellen. Eine Sängerin oder Schauspielerin, die von heute auf morgen Kultstatus erreicht hat und nun keinen Schritt tun kann ohne von Fans belagert zu werden. Millionen von Menschen blicken zu ihr auf, projizieren ihre Träume und Wünsche auf sie. PR-Berater und Medien spinnen eine Story nach der anderen: Was hat sie gestern getan? Wo wird sie morgen sein? Aber trotz all der Scheinwerfer und der Aufmerksamkeit geht der Blick aufs Wesentliche immer mehr verloren. Die Person hinter dem Image wird vom Hype verschlungen. Ihre eigentlichen Fähigkeiten und ihre Fehler sind kein Thema mehr.

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Der Blick auf das Wesentliche

Ganz genauso ist es bei der Blockchain. Die Technologie und ihre Möglichkeiten werden von einem ohrenbetäubenden Hype begleitet, der den Blick aufs Wesentliche verstellt. Aber nicht für alle. Mitten in der von Bitcoin angeheizten Manie, die derzeit alle Ökonomen, Finanzminister und Notenbankchefs zu beschäftigen scheint, arbeiten viele Menschen und Unternehmen bereits an Blockchain-Anwendungen für die richtige Welt. Ihre Ideen gehen weit über Kryptowährungen hinaus – und haben oft rein gar nichts damit zu tun. Banken, Versicherungen, Regierungen, Logistikfirmen, Luxusanbieter, Energieanbieter, Nahrungsmittelindustrie – alle machen was mit Blockchain. Die Liste ließe sich lange fortführen. Auch in Österreich tut sich einiges.

Logistik als Blockchain-Thema der Stunde

Zum Beispiel im siebten Wiener Gemeindebezirk Neubau. Dort sitzt das Startup Riddle & Code. Gegründet 2017. Mitarbeiter: 16 Personen. Selbstbeschreibung: „Blockchain Interface Company“. Die Idee: Die reale Welt mit der Blockchain zu verbinden – mit Hilfe von NFC und RFID Tags. „Wir sind bisher die einzige Firma in Europa, die diese Hardware anbietet“, sagt Thomas Fürstner von Riddle & Code. Dass Lieferketten und Logistik Felder sind, in denen mit Hilfe der Blockchain viel an Effizienz gehoben werden könnte, leuchtet rasch ein. Überhaupt ist die Logistik derzeit das Blockchain-Thema der Stunde: „Voriges Jahr war es die Energiewirtschaft. Jetzt ist die Logistik dran“, sagt Andreas Freitag, Blockchain-Experte bei Accenture: „Die Verbindung zwischen der physischen und der digitalen Welt. Das ist auch ein Riesen Thema beim Kampf gegen Fälschungen.“ Was viele nicht wissen: Gerade bei Industrieteilen, etwa im Flugzeugbau, wird gefälscht was das Zeug hält. Dem könnte die Blockchain entgegen wirken.

Chips mit den Fähigkeiten eines iPhones

Güter reisen oft monatelang um die Welt, über viele Grenzen. Sie werden ständig kontrolliert und umgeladen. Ein bürokratischer Albtraum, der noch dazu der Manipulation und Korruption Türen und Tore öffnet. Riddle & Code baut heute schon vor für eine Zukunft, in der dieser Güterverkehr auf einer Blockchain abgebildet wird. Dank winziger Chips und Sensoren, die sich in ein paar Jahren überall finden werden. „In 2026 werden wir Chips haben, die Cents kosten, Mikrowatt an Energie verbrauchen aber die Fähigkeiten eines heutigen iPhones haben. Wir werden diese Chips überall einbauen und alles messen, was es zu messen gibt. Diese Dynamik ist nicht mehr aufzuhalten – aber durch die Blockchain werden die Daten beherrschbar gemacht“, sagt Thomas Fürstner.

„Wir machen nur Projekte mit Leuten, die Blockchain schon kennen und damit arbeiten wollen.“

Für die immer noch weit verbreitete Ignoranz gegenüber der Technologie hat Riddle & Code eine elegante Lösung gefunden. „Wir machen nur Projekte mit Leuten, die Blockchain schon kennen und damit arbeiten wollen. Sonst ist es sinnlos. Aber wir merken schon auch, dass wir bei diesem sehr neuen Thema vor allem Partner und Begleiter unserer Kunden sind“, so Fürstner. Mit der Standortpolitik Österreichs zeigt er sich zufrieden. Dass es an der Wiener Wirtschaftsuni jetzt ein eigenes Forschungsinstitut für Kryptoökonomie gibt, sei ein Schritt in die richtige Richtung.

Ein Institut ganz am Anfang

Alfred Taudes stimmt ihm da zu. Alles andere wäre auch eigenartig, denn Taudes ist der wissenschaftliche Leiter des neuen Instituts. Als Direktorin konnte Shermin Voshmgir gewonnen werden, die in Berlin das BlockchainHub gegründet hat. In Sachen Lehre und Forschung steht das Institut noch ganz am Anfang. Taudes ist dabei, die Landkarte der Community zu zeichnen. Seit März gibt es an der WU auch regelmäßige Veranstaltungen. Und dann sind da noch die heimischen Unternehmen, die längst auf die Blockchain aufmerksam geworden sind, aber bisher noch nicht so recht wissen, was sie damit machen sollen. „In den meisten großen Unternehmen ist es so, dass der jüngste Informatiker zum Blockchainbeauftragten erklärt wird“, sagt Taudes.

Aktivitäten von „Big Blue“

Immerhin: In den 1990er-Jahren gab es kaum Internet-Beauftragte in Firmen. Damals waren viele unvorbereitet auf die neue Technologie. Diesmal scheint es ein bisschen anders. International das beste Beispiel ist wohl IBM. „Big Blue“ gilt als besonders aktiv im Blockchain-Bereich. Gerade erst hat man ein Joint Venture mit dem dänischen Logistikgiganten Maersk aus der Taufe gehoben. Das Ziel: Die Schaffung einer neuen Handelsplattform auf Basis der Blockchain, die internationale Lieferketten effizienter gestalten soll. Aber IBM ist auch an anderen Blockchain-Fronten sehr aktiv: Dank einer Partnerschaft mit Stellar will man sogar ins Geschäft mit Kryptowährungen einsteigen.

Mehr noch: IBM will die Technologie bieten, die Notenbanken für ihre eigenen Kryptocoins nutzen können. Ein entscheidender Punkt dabei ist aber, dass man mit Stellar an einem offenen Netz arbeitet, das von jedermann genutzt werden kann ohne Gebühren zu zahlen, ähnlich wie E-Mail oder das Web. In einem sehr ausführlichen Artikel hat die „New York Times“ erst kürzlich festgestellt, dass dieser Trend vielleicht der allerwichtigste im Zusammenhang mit Blockchain sein könnte: Die Schaffung neuer offener Standards, etwa für Identitäten, Werte und andere Daten. Das würde einer Tendenz entgegenwirken, die wir im Web derzeit sehen: Dass immer weniger Riesenfirmen immer mehr Daten kontrollieren.

Keine Revolution über Nacht

Aber Niemand glaubt ernsthaft an die Revolution über Nacht. Mit Bitcoin hat das Baby Blockchain seine ersten Schritte getan. „Das gibt es seit 10 Jahren und hat gezeigt, dass das technische Konzept funktioniert“, sagt Ökonom Taudes: „Kann auch sein, dass Bitcoin irgendwann abgelöst wird. Aber Kryptowährungen werden bleiben. Ich habe das Gefühl, dass die jungen Leute das einfach wollen und ich glaube nicht, dass Kryptowährungen einfach wieder verschwinden werden.“ Tatsächlich hat der Auftritt von Bitcoin ziemlich rasch auch zu einem Innovationsschub in der klassischen Finanzwelt geführt. Praktisch alle Großbanken arbeiten in Konsortien an der Nutzung von Blockchain für den Zahlungsverkehr. Da gibt es noch viel zu verbessern und verbilligen. Und sogar die Notenbanken zeigen nun, dass sie mehr können – und pushen neue Technologien. So wird es in Europa auch im klassischen Geldsystem bald möglich sein, Überweisungen in Sekundenschnelle zu tätigen.

Blockchain als DSGVO-Lösung

Anderswo sorgen neue Gesetze plötzlich für einen Auftritt der Blockchain. Stichwort „Datenschutzgrundverordnung“. Vor diesem Gesetzeswerk zittern viele Firmen, weil der Umgang mit Kundendaten in Zukunft viel stärker geregelt sein soll. Es wird hohe Strafen geben. Und auf Wunsch des Kunden wird eine Firma gesammelte Daten ausgeben und auch löschen müssen. All das ist für die oft veralteten Computersysteme eine Herausforderung. Aber nicht für die Blockchain, die ja Daten und Werte dezentral, fälschungs- und angriffssicher speichern kann.

Das Linzer Startup Akarion hat ein Tool entwickelt, das Firmen an ihre Infrastruktur anschließen können um die Daten ihrer Kunden gesetzeskonform verwalten zu können – auf Basis der Ethereum-Blockchain. „Wir können unser System mit den bestehenden verzahnen. Sobald irgendwo personenbezogene Daten eingegeben werden, können wir das sichtbar machen“, sagt CEO Markus Costabiei. Das Ziel: Die Blockchain soll eingesetzt werden, um den Aufwand für Unternehmen in Sachen Datenschutz so gering wie möglich zu halten. Und eine Web App soll die Interaktion mit den Daten ermöglichen, ohne jemals mit der Blockchain direkt arbeiten zu müssen. Auch die Datenabfrage für die Kunden soll per Knopfdruck möglich sein. Wenn das Projekt Erfolg hat, dann hat die Datenschutzgrundverordnung, vor der sich derzeit alle fürchten, den Blockchain-Standort Österreich sozusagen unabsichtlich gestärkt.

„Du musst irgendwo beginnen“

Bei der Post will man sich noch ein bisschen Zeit lassen. Aber immerhin. Auch bei diesem heimischen Riesen gibt es einen „Blockchain-Lead“: Daniel Döller. Er sagt, was in der Welt der großen Corporates alle wissen: „Die Technologie, wie sie heute ausgeprägt ist, hat noch einige technische Hürden zu überwinden. Das dauert noch ein paar Jahre. Als Corporate jetzt schon nach einem super Use Case zu suchen, der das ganze Geschäftsmodell umkrempelt, wäre zu früh. Aber du musst irgendwo beginnen.“

Fachkräftemangel: Noch steckt Blockchain in den Kinderschuhen

Und dann ist da noch dieses Problem. Es fehlt an allen Ecken und Enden an fähigen Programmieren, die Blockchain und Ökonomie verstehen. Darüber beklagen sich alle, die Forscher, die Startups und die Unternehmen. Dieser Mangel kann nicht im Schnellverfahren behoben werden. Aber eine Stärkung der Ausbildung und die Verbesserung der Standortbedingungen sollten helfen, Talente anzulocken. Noch ist ja ein bisschen Zeit. Noch steckt die Blockchain-Sache in den Kinderschuhen.

Jetzt ist die Zeit der Experimente. Bei der Post hat Döller die 10 wichtigsten Abteilungen zusammengetrommelt und einfach mal Ideen entwickelt. Von den besten 30 wurden zwei ausgewählt, die jetzt angegangen werden. Ein wichtiges Feld ist wenig überraschend die Logistik. Was beim Feldversuch rauskommt? Viel zu früh für eine Antwort, sagt Döller. „Jetzt geht es darum, Vertrauen in die Technologie aufzubauen. Niemand weiß genau, was aus der Blockchain wird, wie sie am besten eingesetzt wird und wo. Aber man muss trotzdem vorbereitet sein.“

Dieser Beitrag erschien in gedruckter Form im aktuellen Brutkasten Magazin #6

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Cécile Deterre (Co-Founderin von Blue Planet Ecosystems) und Renaud Viot (CEO und Co-Founder des Startups Lynxia) führen La French Tech Vienna als Co-Präsident:innen | (c) Emma Brycove/Französische Botschaft in Österreich

Im Foyer der französischen Botschaft in Wien läuft an diesem Abend ein Gast auf vier Beinen über den Marmorboden. Auf seinem Rücken sitzt ein Kamerakopf, daneben ragt eine Funkantenne hervor. Im Hintergrund stehen drei Flaggen: die französische, die europäische und die österreichische.

Der Hausherr hält es an diesem Abend betont analog. „Ich muss sagen, meine Rede wurde nicht von ChatGPT geschrieben, sondern von Menschen“, sagt Botschafter Matthieu Peyraud zur Begrüßung. Dann wird er grundsätzlich: Technologische Souveränität lasse sich nur auf europäischer Ebene erreichen, kein Mitgliedstaat schaffe das allein.

Der Anlass für Roboter und Rede am 8. Oktober: der offizielle Start von La French Tech Vienna, laut Peyraud der ersten French-Tech-Community in Österreich. Sie ist Teil von La French Tech, einem Netzwerk mit nach eigenen Angaben mehr als 100 Communities in Frankreich und weltweit, das großteils von Freiwilligen getragen wird.

Zwei Jahre Pilotphase

Neu ist die Initiative nicht. Sie lief zuvor unter dem Namen French Startups Vienna. Peyraud bezeichnet diese Phase in seiner Rede als „eine Art Pilotprojekt“. Seit rund zwei Jahren bringt sie französische und österreichische Gründer:innen, Forschende und Investor:innen zusammen.

Der französische Botschafter Matthieu Peyraud eröffnete am 8. Oktober den offiziellen Start von La French Tech Vienna in der Botschaft in Wien. Seine Botschaft: Technologische Souveränität gelingt nur auf europäischer Ebene. | (c) Emma Brycove/Französische Botschaft in Österreich

„Wir haben sehr klein angefangen, nur mit französischsprachigen Leuten, die mehr über Tech sehen und hören wollten“, sagt Renaud Viot im Gespräch mit brutkasten. Er ist Co-Präsident von La French Tech Vienna und CEO des Startups Lynxia. Er versteht die Initiative als Community: Die Mitgliedschaft ist kostenlos und steht österreichischen wie französischen Startups offen. „Wir verlangen nur, dass die Leute entweder neugierig auf Tech sind oder bereit, ihr Wissen über Tech zu teilen“, sagt er. Das Kernformat sind regelmäßige Events.

Souveränität als Leitthema

Inhaltlich steht der Abend im Zeichen technologischer Souveränität. Künstliche Intelligenz, Cloud Computing, Cybersicherheit, Halbleiter und Dateninfrastrukturen seien zu strategischen Gütern geworden, sagt Peyraud. Frankreich und Österreich hätten starke Forschungseinrichtungen wie das französische CNRS und das AIT Austrian Institute of Technology. Die gemeinsame Herausforderung sei, wissenschaftliche Exzellenz in globale Technologieführerschaft zu übersetzen. Zu oft gelinge es europäischen Innovationen nicht, im Tempo und in der Größe der internationalen Konkurrenz zu skalieren.

Als Beleg dafür, dass es anders geht, nennt der Botschafter Mistral AI. Die Übernahme des Linzer Startups Emmi AI durch Mistral AI zeige, wie Unternehmen aus verschiedenen europäischen Ländern ihre Expertise bündeln. Sie unterstreiche zudem die technologische Stärke Österreichs.

„Noch nicht so sehr am Radar“

Wo es konkret hakt, schildert Arnaud Béasse. Der Managing Director von 1764 Advisory kümmert sich in der Community um die Investorenbeziehungen. „An erster Stelle möchte ich Investoren mit Startups verbinden“, sagt er im Gespräch mit brutkasten. Das gelte in beide Richtungen. Österreicher:innen nach Frankreich zu bringen, habe bisher sehr gut funktioniert. Die größere Aufgabe sei nun der umgekehrte Weg: französische Investor:innen auf das aufmerksam zu machen, was in Österreich entsteht. Das sei bei ihnen „noch nicht so sehr am Radar“.

Das österreichische Deep-Tech-Startup iono Robotics aus Linz hat mit dem WORKMATE den ersten humanoiden Arbeitsroboter „Made in Austria“ entwickelt. | (c) Emma Brycove/Französische Botschaft in Österreich

Béasse nennt dafür mehrere Gründe. Größere Fonds würden oft mit Teams aus Deutschland auf Österreich schauen. „Das genügt nicht“, sagt er. Dazu komme bei manchen Venture-Capital-Fonds die Angst vor der Sprachbarriere. Bei Business Angels sei diese Hürde noch höher.

Seine Rolle sieht Béasse deshalb nicht nur im Vermitteln von Kontakten. Es gehe darum, Investor:innen auch beim Ökosystem und bei der Kultur zu begleiten. Aus französischer Sicht sehe man in Europa zuerst Spanien, Italien, Deutschland und die Benelux-Länder. Österreich müsse man erst aus dem Schatten von Deutschland und der Schweiz holen.

Acht Startups aus Frankreich und Österreich pitchten vor dem Publikum in der französischen Botschaft, abgestimmt wurde per Smartphone. | (c) Emma Brycove/Französische Botschaft in Österreich

Chancen sieht er bei Corporate Venture Capital. Französische Konzerne seien in Österreich vertreten. Hier gebe es derzeit viele Innovationen in den Bereichen Defense und Dual Use, die für solche Gruppen interessant seien.

ABA will Brücke zwischen den Ökosystemen schlagen

Auf österreichischer Seite ist die Austrian Business Agency (ABA) eingebunden. Verena Gruber, Director Western Europe, ist außerordentliches Mitglied im Board der Community. Als Standortagentur der Republik sei die ABA dafür da, französische Startups dabei zu unterstützen, die Chancen in Österreich zu entdecken, sagt sie im Gespräch mit brutkasten. Mit La French Tech Vienna habe man nun „ein tolles Tool“, um Verbindungen herzustellen, bei Investments ebenso wie bei Kooperationen mit Corporates. Am Tag nach dem Launch standen laut Programm Besuche bei der ABA, der Wirtschaftsagentur Wien und ecoplus sowie eine Führung durch die AI Factory Austria (AI:AT) auf dem Plan.

Die Initiative ist noch sehr jung. Als Beispiel dafür, was möglich ist, nennt auch Gruber den Emmi-AI-Deal. Er zeige die Kompetenz Österreichs bei Industrial AI. „Das ist eine Nische, worauf wir uns auch sehr stark konzentrieren können“, sagt Gruber. Damit könne Österreich auch einen Beitrag zur europäischen Souveränität bei Technologie leisten.

Acht Startups auf der Bühne

Nach den Reden pitchen acht Startups, das Publikum stimmt per Smartphone ab. Aus Frankreich kommen Proxima, VirtualBrowser, PleIAs und Manabou, aus Österreich Cyberaci, Eustella, Prop Corn und Ablatic. Sechs der acht ordnet die Event-Website dem Thema Souveränität zu, von europäischen Sprachmodellen bis Cybersecurity.

Manche der französischen Startups sehen laut Renaud Viot einen Market Fit mit Österreich, andere suchen einen Partner vor Ort, wieder andere haben hier bereits Kund:innen. Die beiden Ökosysteme seien einander ähnlich, beide seien stark bei Spinoffs und in der Forschung. Gemeinsam könne man einander „zu Partnern statt zu Konkurrenten“ machen, sagt Viot.

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