16.05.2017

BLINOS: Mit wenigen Handgriffen zur angenehmeren Wohnungstemperatur

Das Wiener Neustädter Startup BLINOS brachte im März ein Außenrollo auf den Markt. Die Besonderheit: Man braucht für die Montage kein Werkzeug und die Bausubstanz wird nicht beschädigt.
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(c) BLINOS: Stefan Hofinger (l) und Phillipp Pamminger (r) mit ihrem Außenrollo.

Sommer in der Stadt. In der Wohnung wird es immer heißer und heißer. Lüften und Vorhänge zeigen nur begrenzt Wirkung. Genau diese Erfahrung haben auch die beiden Wiener Neustädter Stefan Hofinger und Philipp Pamminger gemacht. Auch die Lösung war ihnen schnell klar: Damit die Hitze nicht ensteht, müssen die Sonnenstrahlen bereits vor den Fensterscheiben „abgefangen“ werden – es braucht also Außenrollos. Das Problem: Übliche Außenrollos müssen verschraubt werden. Abgesehen von der aufwändigen Montage stellt das auch eine bauliche Veränderung dar, die viele Vermieter nicht zulassen, so auch jener der beiden Founder.

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Eine gar nicht so einfache Aufgabe

Hofinger und Pamminger stellten sich also eine gar nicht so einfache Aufgabe: Sie wollten ein Außenrollo entwickeln, das die Bausubstanz nicht beeinträchtigt, sich ohne Werkzeug einbauen lässt und – das ist ein zusätzliches Feature – dabei trotzdem transparent bleibt. „Nach Patentrecherchen, endloser Entwicklungsarbeit und einigen Prototypen war es dann soweit: ein vorzeigbarer Prototyp war gebaut“, erzählt Pamminger. Als Stoff wurde ein spezielles Glasfasergewebe genutzt. Dann ging es für die beiden Founder daran, ein Partnerunternehmen für Produktion und Vermarktung zu finden.

Kooperation mit Salzburger Hersteller

Und das gelang bereits vor rund einem Jahr. Nachdem einigen Sonnenschutzherstellern Idee und Geschäftsmodell präsentiert worden waren, kamen Hofinger und Pamminger auch zum Salzburger Spezialisten Schlotterer. „Schlotterer war zunächst nicht auf unserem Radar, da die Firma bis dahin nicht im Bereich des textilen Sonnenschutzes tätig war. Dennoch wollten wir auch diese Gelegenheit nicht auslassen“ erzählt Pamminger. Man wurde sich schnell einig: „Bereits zu einem frühen Zeitpunkt hat der Schlotterer-Geschäftsführer Peter Gubisch zugesagt, Ressourcen zu schaffen, um die Idee im Detail zu evaluieren und die erforderlichen Schritte für die Entwicklung zur Serienreife und daran anschließend die Serienproduktion einzuleiten“, sagt Pamminger.

Späterer Marktstart durch Umbau der Produktionsanlage

Dann ging es in die weitere Entwicklung. Das Ziel der beiden Founder, BLINOS noch im Sommer 2016 auf den Markt zu bringen, konnte dann allerdings doch nicht erreicht werden. „Um von Beginn an einen reibungslosen Ablauf in der Produktion sicherstellen zu können, haben wir uns gemeinsam für einen aufwändigen Umbau der Produktionsanlage entschieden“, erklärt Schlotterer-Geschäftsführer Peter Gubisch. Dadurch sei zwar der Marktstart auf März 2017 verschoben worden, dafür könne man nun alle (selbst gestellten) Qualitätsansprüche erfüllen. erhältlich sind die Außenrollos nun über den BLINOS-Webshop und in Fachgeschäften in Österreich und Deutschland.

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(c) Haris Dervisevic / brutkasten

Das brutkasten-Printmagazin wird exklusiv an die wichtigsten Stakeholder des österreichischen Innnovations-Ecosystems zugestellt.

Daneben ist es auch digital als Download erhältlich – der Link findet sich am Ende des Artikels.


„Aufbrechen“ hat zwei Bedeutungen: sich auf den Weg machen und etwas aufbrechen, das verkrustet ist. Diese Ausgabe braucht beide Varianten. Denn die Frage, wie Österreich bei industrieller KI, punkto Kapital und hinsichtlich europäischer Regeln vorankommt, lässt sich nicht mit Abwarten beantworten. Wir haben mit Menschen gesprochen, die das verstanden haben, und uns Regionen angesehen, in denen die Umsetzung längst passiert.

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Im Bereich „Beyond Business“ erklärt Toto Wolff im Interview (Seite 78), warum bei der Fehlersuche niemand die Hand hebt, der Angst hat, gefeuert zu werden, und wie er bei Mercedes deshalb auf eine No-Blame-Kultur setzt. Wir zeigen weiters, wie Reverse Mentoring Hierarchien auf den Kopf stellt (Seite 72), und fragen die Fotografin Antje Wolm, warum Führungskräfte heute lernen müssen, sichtbar zu sein (Seite 82).

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