04.02.2021

Blinker: Neues Joint Venture für „Customer Relationship“ geht in Österreich an den Start

Mit Blinker geht in Österreich ein neues Joint Venture von Georg Linnerth, der Agentur Identum mit Geschäftsführer Werner Stenzel und Maximilian Nimmervoll an den Start. Im Fokus stehen die Geschäftsbereiche CRM-Beratung- und Implementierung, Drupal Webentwicklung und Laravel Programmierung.
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Blinker
(c) Blinker

Customer-Relationship-Management (CRM) und dessen Implementierung ganzheitlich denken, dieses Ziel verfolgt Blinker. Das Joint Venture wurde von Georg Linnerth, Werner Stenzel und Maximilian Nimmervoll gegründet, um Unternehmen CRM-Beratung, Drupal Webentwicklung und Laravel Programmierung anzubieten. Das Gründertrio bringt eine Menge Expertise in den Bereichen Vertrieb, Marketing und Software-Entwicklung mit und möchte mit der Bündelung der drei Geschäftsbereiche einen ganzheitlichen Ansatz anbieten.

Das gebündelte Know-How

Georg Linnerth war viele Jahre als geschäftsführender Gesellschafter maßgeblich am Aufbau einer der Top 3 eigentümergeführten DACH-Agenturen mit Vertriebsschwerpunkt beteiligt. Außerdem ist er Gesellschafter der AFT Plus Promotion Sales GmbH, einer der führenden Sales und Vertriebs Agenturen. Danach hat der Experte für Vertriebsprozesse ein Unternehmen im Bereich CRM Implementierung aufgebaut. Dieses Unternehmen bringt Georg Linnerth nun in das Joint Venture Blinker ein.

Die Marketing-Agentur Identum hingegen arbeitet seit mehr als 20 Jahren an der Entwicklung von Marken im In- und Ausland, sowohl offline als auch online. Die Agentur rund um Gründer Werner Stenzel kümmert sich um Kommunikations- und Markenstrategie sowie Markenpositionierung und technologische Umsetzung.

Dritter im Bunde ist „Entrepreneur of the Year 2017“ Maximilian Nimmervoll. Als erfolgreicher Software-Unternehmer hat er in den letzten zehn Jahren eine Unternehmensgruppe im Software Bereich mit ca. 140 Mitarbeitern aufgebaut. Bei Blinker übernimmt er den Ausbau der Software Developer Teams und bringt sein technologisches Knowhow für die Implementierung von Software Tools im Bereich Vertrieb und Marketing ein. 

Aufholbedarf in Österreich

Im Zentrum von Blinker steht die Optimierung und Automatisierung von digitalen Kundenbeziehungen. Bedarf für dieses Geschäftsmodell gibt es hierzulande genug, weiß Gründer Georg Linnerth: „Wir beobachten in Österreich einen enormen Nachholbedarf in der Digitalisierung von Unternehmensprozessen. Ich bin immer wieder erstaunt, dass so wenige Unternehmen CRM-Systeme im Einsatz haben und dadurch nahezu nichts über ihre Kunden wissen.“

Dabei sind CRM-Systeme wie Salesforce, Hubspot oder Pipedrive in Zukunft unerlässlich für den Erfolg eines Unternehmens und die Abgrenzung zu ihren Konkurrenten, wie Maximilian Nimmervoll festhält: „Unternehmen, die ihre Kundenbeziehungen mittels Software und Data steuern, steigern die Produktivität ihres Vertriebs und damit ihre Wertschöpfung überproportional zum Mitbewerb.“

„Bewusst mehr als eine reine CRM-Bude“

Ein Fokus von Blinker liegt demnach in der Rundum-Betreuung von Beratung über Analyse und Auswahl bis hin zur Implementierung modernster CRM-Systeme. Darüber hinaus liegt der Schlüssel für eine erfolgreiche digitale Kundenbeziehungen jedoch in einer ganzheitlichen Vorgehensweise, wie Werner Stenzel weiß: „Auch wenn es Experten mit technischem Knowhow braucht, wollen wir ganz bewusst mehr als ein reine CRM-Bude sein. Mit unserer Expertise für Markenentwicklung und User Experience verfügen wir gleichzeitig über das nötige Feingefühl, um unsere Kunden bei der Umsetzung von komplexen Drupal und Laravel Projekten zu unterstützen, das für ein optimales Kundenerlebnis essenziell ist.“


*Disclaimer: Lorenz Edtmayer und Maximilian Nimmervoll sind durch ihre Beteiligungsgesellschaften zu je 5,6095 % am brutkasten beteiligt.

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„Der Spagat zwischen Karriere und der Betreuung von Angehörigen betrifft in Österreich derzeit rund 400.000 Erwerbstätige“, erklärt Mitgründer von because we care Andreas Gruber. Bis zum Jahr 2050 soll fast jede fünfte erwerbstätige Person eine Pflegeverantwortung übernehmen müssen, fügt er hinzu. Um diesen wachsenden Druck auf Mitarbeitende und Unternehmen abzufedern, positioniert sich „because we care“ als digitale Informationsplattform für Arbeitgeber:innen.

Das Kernprodukt mit bald 200.000 Zugriffsberechtigten hilft pflegenden Angestellten dabei, sich im hochkomplexen heimischen Pflegesystem zurechtzufinden, Anträge zu stellen und entlastende Schritte einzuleiten. Es gehe laut Gruber darum, sich mit Angehörigen auf das Alter vorzubereiten, „lange bevor jemand zu Hause die Treppe runtergefallen ist“. Ursprünglich unter dem Dach der Organisation „Austria Assisted Living“ angesiedelt, agiert die Plattform seit Ende 2024 als eigenständige GmbH, um den wachsenden Markt gezielter zu adressieren.

Branchenübergreifende Nutzungsrate von zehn Prozent

Wie Gründer Andreas Gruber im Gespräch erklärt, verzeichne man bei den teilnehmenden Unternehmen branchenübergreifend eine stabile Nutzungsrate von etwa zehn Prozent. Dies sei für ihn ein klares Indiz, dass das oft unter der Oberfläche schwelende Thema Angehörigenpflege in der Arbeitswelt „voll präsent“ sei. Bislang lag der Fokus der Plattform vor allem auf Lotsenfunktionen für akut Betroffene.

Im September erweitert das gebootstrappte Startup das Angebot jedoch um ein Modul zur mentalen Prophylaxe. Dieses wurde gemeinsam mit Fachleuten aus Psychologie und Mentaltraining entwickelt und richtet sich gezielt an die gesamte Belegschaft. Ziel ist es, rechtzeitig Strategien gegen psychische Belastungen im Arbeits- und Pflegealltag zu vermitteln.

Umbau der Pflegevermittlung

Neben der inhaltlichen Erweiterung steht das Startup vor einem nächsten großen Schritt: Im Oktober soll das System „because we match“ nach aktueller Testphase mit einem großen Salzburger Pilotkunden live gehen. Dieses adressiert einen zentralen Flaschenhals im System, wie Gruber erklärt: die oft wochenlange Suche nach verfügbaren Pflegediensten. Laut dem Gründer vergehen im Schnitt 60 Tage, bis eine Regelversorgung greift – eine Zeitspanne, in der Angehörige unzähligen Anbietern nachtelefonieren müssen. „Wir drehen dieses System jetzt um“, erklärt er im Interview.

Künftig sollen Suchende eine zentrale, rund um die Uhr erreichbare Hotline anrufen können. Dort erfasst ein KI-Voice-Agent den konkreten pflegerischen Bedarf strukturiert und filtert emotionale Bedürfnisse von harten fachlichen Anforderungen. Pflegedienstleister:innen in der jeweiligen Region sehen diese anonymisierten Gesuche auf der Plattform und können sich anschließend bei den Suchenden vorstellen und ihre Leistungen anbieten.

Sprachgesteuertes CRM für das Back-Office

Gleichzeitig sollen die Leistungserbringer von einer digitalen Entlastung im Hintergrund profitieren. Die Software soll im Idealfall für die mobilen Pflegekräfte als sprachgesteuertes CRM-System fungieren. Einsätze lassen sich direkt per Spracheingabe festhalten, während intelligente Voicemails eingehende Anrufe filtern und priorisieren.

Dieser technische Ansatz soll bürokratische Hürden drastisch reduzieren, den Dienstleister:innen das ungeliebte Backoffice abnehmen und „effizienteres Arbeiten näher am Menschen ermöglichen“. Der Hebel dieser Effizienzsteigerung ist laut Gruber beträchtlich: „Wenn wir jeder Pflegefachkraft 30 oder 40 Minuten Orga am Tag abnehmen, geht sich ein Klient mehr aus.“

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