28.01.2025
PARTNERSCHAFT

Bladescape: Schwechater Drohnen-Firma startet Kooperation mit A1

Bladescape ist auf drohnenbasierte Inspektion spezialisiert. Nun kooperiert man mit A1 in den Bereichen Datenanalyse und Kundenlösungen.
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Bladescape kooperiert mit A1 - Gruppenfoto
vlnr.: Thomas Dolleschal (Geschäftsführer Bladescape), Martin Resel (A1 CCO Enterprise) , Michael Zitz (Leiter IoT & Smart Services), Gerhard Peller (Geschäftsführer Bladescape), Emilija Milicevic (Produktmanagement IoT& & Smart Services), Norbert Parik (Marketing IoT & Smart Services) | © A1/ O. Hrebejk

ÖBB, Asfinag, Voestalpine, OMV, Energie AG und Andritz – das sind nur einige der österreichischen Referenzkunden, die das Schwechater (NÖ) Unternehmen Bladescape mit seinen Drohnen-Inspektions-Services gewonnen hat. Dazu kommen einige größere Unternehmen und staatliche Einrichtungen in Deutschland und der Schweiz. Dazu betreibt die Firma auch drei Auslandsstandorte im DACH-Raum.

Drohnen-Inspektion von kritischer Infrastruktur

Die konkreten Anforderungen der Kunden sind unterschiedlich, vielfach handelt es sich um kritische Infrastruktur. Bladescape liefert autonome Zustandserfassung und automatisierte, KI-gestützte Datenanalyse mittels Drohnen – inklusive präziser 3D-Visualisierung.

Bladescape und A1 wollen gemeinsam Lösungen anbieten

Wie Bladescape und Mobilfunker A1 nun mitteilten, gehen die beiden Unternehmen eine Kooperation in den Bereichen Datenanalyse und Kundenlösungen ein. A1 stelle dabei die „leistungsstarke digitale A1-Infrastruktur“ bereit, heißt es in einer Aussendung. „Ziel dieser Kooperation ist es gemeinsam innovative und hochprofessionelle digitale Lösungen anzubieten.“ Der Schwerpunkt liege dabei auf praxisorientierten Lösungen im Bereich der digitalen Inspektion von Infrastruktur- und Industrieanlagen, der Erfassung und Bewertung von Naturgefahren, sowie der Vereinfachung von Transport- und Logistikprozessen.

„Idealer Partner, um unsere technischen Lösungen am Markt noch besser zu positionieren“

„A1 ist für uns der ideale Partner, um unsere technischen Lösungen am Markt noch besser zu positionieren. Die leistungsfähige Infrastruktur von A1 ermöglicht, unsere unbemannten Luftfahrzeugsysteme mit der notwendigen Konnektivität zu versorgen und über große Distanzen zu steuern“, kommentiert Bladescape-Geschäftsführer Gerhard Peller. Und der zweite Geschäftsführer Thomas Dolleschal ergänzt: „Unser Ziel ist es, unsere Leistungspakete optimal in die bestehenden Geschäftsprozesse unserer Kunden zu integrieren, und so mit bisher unerreichter Geschwindigkeit Inspektionsergebnisse höchster Qualität zu ermöglichen und damit einen messbaren und nachhaltigen Mehrwert für unsere Kunden zu schaffen.“

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Enact, Roboter die fühlen, Roboter, Robotik
© Enact

Roboter können viel. Sie sehen fast alles, sie schweißen, heben, sortieren. Eines fehlt ihnen jedoch: Fingerspitzengefühl. Deshalb bleiben die letzten Handgriffe der Montage Handarbeit: ein Kabel, das einrasten muss, eine Dichtung, die sitzen muss, eine Schraube, die klemmt. Diesem Mangel an Feinfühligkeit stellt sich das Schweizer Startup Enact entgegen und baut Roboter, die Kraft spüren. Sie messen Druck und Widerstand über ihre eigenen Antriebe, wie der Mensch über Muskeln und Sehnen, und ein Modell lernt daraus, heißt es. Der Roboter merkt ohne Zusatzsensoren und ohne künstliche Haut, ob das Teil sitzt.

Enact von Caltech-Forscher gegründet

Dass das mehr als eine Nische ist, zeigen die Zahlen. China etwa hat 2025 354.000 Industrieroboter installiert, fast drei von fünf weltweit (IFR). Europa gewinne dagegen nicht über Masse sondern über Varianz, und genau dort rechnen sich Roboter bisher selten, weil jemand jede Aufgabe einzeln programmieren müsse. Roboter, die durch Vormachen lernen und spüren, ob ein Teil sitzt, sollen diese Einzelprogrammierung ersparen und auch kleine Serien automatisierbar machen. Genau hier setzt Enact an: bei den letzten Handgriffen der Montage.

Gegründet wurde das Zürcher Startup im März 2026 von Manuel Yves Galliker. Der Maschinenbauer der ETH Zürich war Gastforscher am Caltech, leitete bei 1X das Team, das dem Humanoiden NEO das Gehen beibrachte, und arbeitete danach bei Physical Intelligence.

Dort sah er, dass Kamera und Teleoperation für die Fabrik nicht ausreichen, und ging zurück nach Zürich. „Das Silicon Valley hat historisch betrachtet enorme Stärken in Software und KI, aber es fehlt an Spezialisten für Robotik und Hardware-Engineering“, sagt Galliker.

Investment von Mensch

Nun sammelte er mit Enact 30 Millionen US-Dollar in einer Pre-Seed-Runde ein, und das noch bevor es ein Produkt gibt. Das hat einen Grund, wie man in der Aussendung liest: „Das Startup baut alles selbst. Antriebe, Regelung und Modell entstehen unter einem Dach, was am Anfang mehr kostet als ein Modell auf einen fremden Arm zu setzen.“ Die ersten Antriebe laufen, der Ansatz sei laut Enact validiert.

Angeführt wird die Millionen-Runde von redalpine, Notion Capital und firstminute capital. Als Business Angels investieren Yann LeCun (von 2013 bis Ende 2025 Chief AI-Scientist bei Meta), Arthur Mensch (Co-Founder Mistral AI), Andrew Lonsberry (Path Robotics) und David Wallerstein (früher Tencent). Aktuell arbeiten zehn Personen in Zürich, bis Ende 2027 sollen es viermal so viele werden.

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