05.09.2024
AMERICAN FOOTBALL

Bitpanda wird offizieller Partner der NFL

Bitpanda treibt sein Sportsponsoring weiter voran. Das österreichische Unternehmen wird ab der kommenden Saison offizieller Partner der NFL und ergänzt damit das bestehende Sponsoring-Portfolio rund um den FC Bayern München, AC Milan oder Tennisstar Dominic Thiem.
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Bitpanda, NFL, New York Giants, Carolina Panthers
(c) Bitpanda - Eric Demuth und Alexander Steinforth, General Manager NFL Deutschland.

Für das österreichische Unicorn Bitpanda scheint 2024 das Jahr des Sports zu sein. Nachdem man im Jänner eine Partnerschaft mit dem FC Bayern München verkündet hat – brutkasten berichtete – wurde man im August Sponsor des siebenmaligen Champions-League-Siegers AC Milan. Im gleichen Monat wurde Tennis-Star Dominic Thiem als Markenbotschafter verkündet. Dann richtete man den Blick auf Übersee und fand eine neue Kooperation.

Bitpanda: diverse NFL-Aktionen

Bitpanda und die Nationale Football-Liga (NFL) – die seit einigen Jahren ihre globale Reichweite durch Spiele in Europa ausbauen möchte – haben eine langfristige Partnerschaft vereinbart.

Seit 2022 finden jedes Jahr Saisonspiele in verschiedenen deutschen Stadien (2023 in Frankfurt) statt, um die lokale Präsenz weiter zu stärken. Dadurch ist im Nachbarland eine starke Fan-Gemeinschaft entstanden, die durch die Erfolge und den Einfluss von NFL-Stars wächst. Mit der neuen Partnerschaft soll die Bekanntheit des American Footballs im DACH-Markt weiter erhöht werden.

Während der gesamten NFL-Saison wird Bitpanda den NFL-Fans exklusive Erlebnisse bieten, darunter Zugang zum Football-Spiel in Deutschland, offizielle NFL-Merchandise-Artikel sowie weitere Aktionen. Der offizielle Startschuss für die Partnerschaft findet am 10. November in der Allianz-Arena statt, der Heimstätte des FC Bayern München. An diesem Tag treffen die New York Giants auf die Carolina Panthers.

Kooperation mit Sebastian Vollmer und Markus Kuhn

Neben der Partnerschaft mit der NFL hat Bitpanda mehrere Medienkooperationen mit NFL-Sendern wie RTL, DAZN und belN abgeschlossen. Zudem wird das Unternehmen mit den NFL-Legenden Sebastian Vollmer und Markus Kuhn, zwei der führenden Kommentatoren der NFL in Europa, zusammenarbeiten, um während der gesamten Saison exklusive Inhalte zu erstellen.

„Wir sind beeindruckt von dem ganzheitlichen Konzept mit dem Bitpanda den American Football in Deutschland unterstützen möchte und haben von Anfang an eine starke Leidenschaft gespürt“, sagt Alexander Steinforth, General Manager NFL Deutschland. „Diese Begeisterung war für uns der Auslöser, um alle unsere gemeinsamen Aktivierungen darauf aufzubauen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit, die pünktlich zum Start der NFL-Saison 2024 vor dem Kick-Off-Wochenende starten wird.“

Auch Eric Demuth, CEO und Mitgründer von Bitpanda, outet sich als großer Fan des US-Sports und des neuen Partners: „Ich liebe Football, ich liebe die NFL. Football ist ein wachsender Sport in Europa, der immer mehr Menschen immer schneller erreicht. Daher macht es für uns absolut Sinn, eine Partnerschaft mit der NFL einzugehen. Durch diese Zusammenarbeit möchten wir der Bitpanda-Community die Spannung und Energie des American Footballs näher bringen.“

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Mitarbeiterbeteiligung - Werner Wutscher | (c) Luiza Puiu
Werner Wutscher | (c) Luiza Puiu

Transkribus ist eine KI-Plattform, die historische Handschriften automatisch erkennt. Entstanden ist sie an der Universität Innsbruck, heute ist sie als Europäische Genossenschaft organisiert und wird weltweit von Archiven und Forschenden genutzt. Ein Paradebeispiel für ein akademisches Spinoff, nur eben keines aus der Technik, sondern aus den Geisteswissenschaften. Genau solche Gründungen will ein neuer Ausgründungsrahmen künftig systematisch ermöglichen.

„SHAPE Austria“ wurde im Rahmen der ECN-Konferenz von Werner Wutscher (New Venture Scouting) und Sektionschef Elmar Pichl vom Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung (BMFWF) vorgestellt. SHAPE steht für Social Sciences, Humanities and the Arts for People and the Economy. Der Bericht ergänzt den Ausgründungsrahmen von 2024, der den Hochschulen erstmals einheitliche Standards für Spinoffs vorgab. „Da war der klare Fokus auf skalierbare, technologieorientierte Startups. Die Geisteswissenschaften, Sozialwissenschaften und Künste sind zu kurz gekommen“, sagt Wutscher. Das Ministerium habe den Rahmen komplettieren wollen.

27 Institutionen in der Arbeitsgruppe

Erarbeitet wurde der Bericht von November 2025 bis Juni 2026 mit einer Arbeitsgruppe aus 27 Institutionen, darunter 16 Hochschulen von der Universität Wien über das Mozarteum bis zur Kunstuniversität Linz. Dazu kamen Interviews mit 16 Einrichtungen, die bereits weiter sind, etwa dem britischen ARC Accelerator, der Erasmus University Rotterdam oder der Universität Köln.

Das Ergebnis sind elf Empfehlungen, sechs an die Leitungsebene der Hochschulen, fünf an Transferstellen und Career Center. „Um auch strategische Themen zu diskutieren, braucht man unbedingt auch die Leitungsebene, also die Rektorate für diese Diskussionen“, so Wutscher.

Andere Sprache, andere Strukturen

Der zentrale Befund: Gründungen aus diesen Disziplinen folgen einer anderen Logik. Sie entstehen selten aus einer Marktchance, sondern aus einem gesellschaftlichen Problem. Im Bericht ist von „Reluctant Founders“ die Rede, Menschen, die nicht primär ein Unternehmen aufbauen, sondern etwas verändern wollen. „Du musst sehr stark über die Wirkung reden, über den Impact reden, um die dann gut abzuholen“, sagt Wutscher. Empfohlen wird ein „Prinzip der Zweisprachigkeit“: nach innen Wirkungssprache, nach außen klassische Startup-Begriffe, damit Finanzierung und Netzwerke nicht verschlossen bleiben. Statt von Kund:innen spricht man dann von Audiences.

Strukturell sind SHAPE-Gründungen meist günstiger und schneller als Tech-Spinoffs: kein Labor, kein Patentierungsprozess, kürzere Validierungszyklen. Dafür braucht es niederschwellige, mehrstufige Begleitung und offene Rechtsformen. Statt der GmbH kann auch ein Verein, eine Genossenschaft oder ein Hybridmodell passen. „Wenn du einen Verein gründest, um Gesundheitspolitik zu promoten, brauchst du kein Labor“, so Wutscher.

Soft IP statt Patente

Ein eigener Schwerpunkt gilt dem geistigen Eigentum. Wo keine Patente entstehen, sondern Urheberrecht, Software, Daten oder Know-how, greifen die üblichen IP-Richtlinien nicht. Der Bericht empfiehlt getrennte Regeln für Hard und Soft IP mit deutlich günstigeren Konditionen und nennt als Benchmark die University of Bristol: 20 Prozent Beteiligung bei patentbasierten Spinoffs, fünf Prozent bei „IP light“, null Prozent ohne verwertbares IP. Leitprinzip: so offen wie möglich, so geschlossen wie nötig, inklusive Creative-Commons- und Open-Source-Lizenzen.

Weil die Wirkung im Vordergrund steht, sollen Hochschulen auch nicht auf Lizenzeinnahmen hoffen, sondern Impact messen. Anlage 1 des Berichts liefert dafür beispielhafte Indikatoren, von erreichten Nutzer:innen bis zu Impact Case Studies.

Netzwerk und gemeinsames Programm

Weil die Pipelines einzelner Hochschulen klein sind, empfiehlt der Bericht ein österreichweites SHAPE-Netzwerk nach dem Vorbild des britischen Aspect Network und ein gemeinsames Frühphasenprogramm, angedockt an bestehende Strukturen wie AplusB, ECN oder die Ludwig Boltzmann Gesellschaft. New Venture Scouting koordiniert dafür ein Jahr lang Quartalstreffen der Arbeitsgruppe. Dazu kommt die Forderung, Transfer und Gründung in Berufungen und Evaluierungen anzuerkennen, im Sinne der CoARA-Initiative, die von rein publikationsbasierten Metriken abrücken will.

Die Beispiele in Anlage 2 reichen von ArtWave, einem Startup zweier Opernsängerinnen für Stressreduktion und Burnout-Prävention, über die Praxissoftware freudio für Psychotherapeut:innen bis zur Kärntner Freiwilligenplattform inmojo. „Wir haben noch sehr wenige. Deswegen haben wir den Ausgründungsrahmen um Success Stories ergänzt, damit sich die Leute das vorstellen können“, sagt Wutscher.

„Da wären wir mit vorne dabei“

Für Wutscher ist der Zeitpunkt entscheidend: Die großen Fragen rund um KI, Ethik oder Medizin bräuchten interdisziplinäre Teams. Und beim SHAPE-Thema stehe ganz Europa noch am Anfang. „Deswegen wäre das jetzt so spannend, wenn wir das jetzt starten könnten. Da wären wir mit vorne dabei.“

Bleibt der Haken: das neue Universitätsbudget. Wutscher, der auch Vorsitzender des Universitätsrats der Universität Klagenfurt ist, nennt die Kürzungen einen „massiven Dämpfer“. Die große Herausforderung sei, „dass diese Einsparungen nicht dazu führen, dass Innovation und das Neue gedrosselt werden“. Gerade bei Entrepreneurship-Aktivitäten sei die Entwicklung zuletzt nach oben gegangen: Österreichweit gebe es mittlerweile 31 Forschungs-Spinoffs, 2024 waren es noch 25.

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