16.11.2018

Bitpanda Swap: Erstmals sofortiger Wechsel zwischen Kryptowährungen

Das Wiener Krypto-Startup Bitpanda bietet mit Bitpanda Swap nun ein Feature, das den unmittelbaren Wechsel von einer Kryptowährung in eine andere ermöglicht - ohne Limit.
/artikel/bitpanda-swap
Paul Klanschek und Eric Demuth von Bitpanda - Pantos - Bitpanda Swap - BEST
Paul Klanschek und Eric Demuth von Bitpanda

Man kann sich über das Timing streiten. Während Bitcoin und Co. gerade nach einem weiteren Kurzsturz am Jahrestiefststand liegen, launcht das Wiener Krypto-Startup Bitpanda ein neues Feature. Mit Bitpanda Swap können User erstmals unmittelbar und ohne Limit zwischen den 18 auf der Plattform unterstützten Kryptowährungen wechseln. Vielleicht ist das Timing also auch perfekt, denn die verschiedenen Coins stürzen ja unterschiedlich stark. Mit dem Swap kann man also vielleicht ein paar Schäfchen ins trockene bringen.

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„Besonders viele Nutzer außerhalb von Europa“

Verfügbar ist das Service weltweit mit Ausnahme der USA. „Mit Bitpanda Swap können wir unseren Nutzern mehr Flexibilität und Kontrolle über ihr Portfolio geben“, erklärt Eric Demuth, CEO und Mitbegründer von Bitpanda, in einer Aussendung. „Wir rechnen damit, dass Bitpanda Swap besonders viele Nutzer außerhalb von Europa anspricht, da es unser erstes weltweit – ausgenommen USA – verfügbares Feature ist, das ohne Verifikation genutzt werden kann“.

Bitpanda Swap bald Teil der neuen App

Da Bitpanda die Liste der unterstützten Coins und Token kontinuierlich erweitere, sei Swap der nächste logische Schritt. Geplant sei auch die Implementierung in der kürzlich gelaunchten Bitpanda-App. Das 2014 gegründete Wiener Startup ist inzwischen Europas führende Handelsplattform für den Kauf und Verkauf von Kryptowährungen. Das Unternehmen hat rund 90 MitarbeiterInnen und nach eigenen Angaben mehr als 900.000 Nutzer auf der Plattform.

Größeres Projekt in Hintergrund

Indessen feilt das Bitpanda-Team gemeinsam mit der TU Wien nach wie vor an einem deutlich größeren Projekt. Das ICO-finanzierte Projekt Pantos soll das weltweit erste „Multi-Blockchain-Tokensystem“ werden. Die Technologie soll es ermöglichen, Assets von einer Blockchain auf eine andere zu übertragen. „Wenn man etwa eine Aktie tokenized und damit auf die Blockchain bringt, kann man sie durch Pantos auf andere Blockchains übertragen“, erläuterte Co-Founder Paul Klanschek vor einiger Zeit im Gespräch mit dem brutkasten. ⇒ Zum ausführlichen Beitrag

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Gruppenfoto von Georg Kopetz, CEO und Mitgründer von TTTECH und Eddie Myers, CEO TTTech Systems SE / (c) Nicky Webb
Gruppenfoto von Georg Kopetz, CEO und Mitgründer von TTTECH und Eddie Myers, CEO TTTech Systems SE / (c) Nicky Webb

Die Wiener High-Tech-Gruppe TTTech stellt sich neu auf. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2026 gründet das Unternehmen die TTTech Systems SE, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft, in der die Geschäftsfelder Luft- und Raumfahrt, Verteidigung und kritische Infrastruktur gebündelt werden. Zur kritischen Infrastruktur zählt TTTech etwa Anwendungen in der Energieerzeugung. Laut Aussendung wachsen diese Märkte gerade in Nordamerika und Europa stark.

Das Portfolio der neuen Gesellschaft umfasst Komponenten, Produkte und komplette Plattformlösungen für sicherheitsrelevante Anwendungen. Zum Einsatz kommen sie nach Unternehmensangaben in Kommunikations- und Avionikarchitekturen von Verkehrsflugzeugen, militärischen Luftfahrzeugen, Advanced-Air-Mobility-Plattformen, Satelliten, Raumfahrzeugen und Trägerraketen. Technologien und Produkte von TTTech kommen unter anderem in der europäischen Trägerrakete Ariane 6 und bei der NASA-Mondmission Artemis II zum Einsatz.

Nächster Schritt nach NXP-Deal und Invest-AG-Einstieg

TTTech ordnet die Gründung als weiteren Schritt seiner langfristigen Wachstumsstrategie ein. Anfang 2025 hatte die Gruppe ihre Anteile an der von ihr mitbegründeten TTTech Auto an NXP verkauft und sich danach stärker auf ihre Kerngeschäfte konzentriert. Erst im August stieg zudem die Linzer Invest AG mit 11 Prozent bei TTTech ein (brutkasten berichtete).

Das Unternehmen verweist auf die weltweit steigende Nachfrage nach sicheren, resilienten und zunehmend autonomen Technologien. Gleichzeitig würden technologische Souveränität, Versorgungssicherheit und digitale Resilienz an Bedeutung gewinnen.

„Europa braucht in Bereichen wie Raumfahrt, Verteidigung, kritischer Infrastruktur und industrieller Automatisierung starke Technologieunternehmen mit langfristiger Perspektive. Mit der TTTech Systems SE schaffen wir die Voraussetzungen, unsere Stärken gezielter einzusetzen und neue Wachstumschancen in internationalen Märkten zu nutzen“, wird Georg Kopetz, CEO und Mitgründer von TTTech, in der Aussendung zitiert.

Eddie Myers wird CEO

An der Spitze der TTTech Systems SE steht Eddie Myers. Er ist am 15. Juli zu TTTech gekommen und derzeit als CEO von TTTech North America tätig. Die Leitung der neuen Gesellschaft übernimmt er mit 1. Oktober zusätzlich. Myers soll laut Aussendung Branchenkenntnisse und Verbindungen in Nordamerika, einen Kernmarkt von TTTech, einbringen und die weltweite Marktpositionierung der Tochter vorantreiben.

Hauptsitz bleibt Wien

Sowohl TTTech als auch die TTTech Systems SE haben ihren Hauptsitz in Wien. Die Stadt soll auch künftig das Zentrum der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Gruppe bleiben, ergänzt durch Engineering-Teams in Deutschland, Finnland, Serbien und Rumänien.

Für Kunden, Partner und Lieferanten ändert sich mit dem Übergang der Geschäftsbereiche laut TTTech nichts. Produkte, Dienstleistungen, laufende Projekte und Supportleistungen würden in gewohnter Form fortgeführt. Bestehende Verträge, Zertifizierungen und Geschäftsbeziehungen bleiben demnach gültig, ebenso die bisherigen Ansprechpartner und Prozesse.

„Gleichzeitig steht dieser Schritt für Kontinuität. Unsere Kunden und Partner können weiterhin auf die technologische Exzellenz und Verlässlichkeit vertrauen, für die TTTech seit Jahrzehnten steht“, so Kopetz.

Die TTTech Group beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 1.200 Mitarbeitende an zwölf Standorten in elf Ländern.

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