17.05.2022

Bitpanda Stocks-Angebot ausgebaut: 2000 Teilaktien und ETFs handelbar

Während der Krypto-Markt schwächelt arbeitet Bitpanda weiter an der Diversifizierung. Bei Bitpanda Stocks wurden nun hunderte handelbare Teilaktien und ETFs hinzugefügt.
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Bitpanda Betriebsrat Stocks - Bitpanda, Aktien, Ferrari, Tesla, Nintendo
(c) Bitpanda - Die Bitpanda-Founder Christian Trummer, Paul Klanschek und Eric Demuth.

Vor etwas mehr als einem Jahr wurde das mit Krypto-Handel groß gewordene Wiener Unicorn Bitpanda mit dem Launch von Bitpanda Stocks zum Neobroker. Gehandelt werden nicht direkt Aktien und ETFs sondern Derivate, die das zugrunde liegende Asset laut dem Scaleup „1:1 abbilden“. Dadurch können Nutzer:innen ab einem Betrag von einem Euro in Teilaktien investieren – und das nicht nur zu Handelszeiten, sondern rund um die Uhr, sieben Tage die Woche.

Bitpanda Stocks: Produkt-Diversifizierung gegen Markt-Schwankungen

Der Hintergrund dieser Produkterweiterung schien schon bei der Einführung im April 2021 klar: Mit der Diversifizierung des Angebots will sich Bitpanda bis zu einem gewissen Grad gegen die immer schon massiven Schwankungen am Krypto-Markt absichern. Schon zuvor war mit Bitpanda Metals, wo u.a. tokenisiertes Gold gekauft werden kann, ein ähnlicher Schritt gemacht worden. Derzeit, wo Expert:innen schon von einem Bärenmarkt im Krypto-Bereich oder sogar von einem „Kryptowinter“ sprechen, ist dieser Ansatz natürlich noch aktueller – wenngleich es am Aktienmarkt aktuell bekanntlich nicht viel besser aussieht. Für Bitpanda ist letztlich auch weniger entscheidend, ob Kurse fallen oder steigen, sondern wie groß das Handelsvolumen ist.

Mehr als 2.000 Teilaktien und ETFs von BMW bis Robinhood

Es ist also nicht überraschend, dass das Wiener FinTech gerade jetzt bei Bitpanda Stocks das Tempo erhöht. Man habe nun hunderte neue Teilaktien und ETFs hinzugefügt und damit den Meilenstein von 2.000 investierbaren Vermögenswerten überschritten, heißt es in einer aktuellen Aussendung. „Die neu hinzugefügten Vermögenswerte reichen von europäischen bis zu US-amerikanischen Unternehmen, darunter bekannte Namen wie BMW und Siemens, aktuelle Hype-Aktien wie Virgin Galactic sowie Finanzdienstleister wie Robinhood“, so das Unternehmen.

Demuth: „Bitpanda existiert, um die wachsende Kluft der Ungerechtigkeit zu verringern“

Bitpanda-Co-Founder Eric Demuth sieht in dem Angebot in einem Statement eine altruistische Mission: „Bitpanda existiert, um die wachsende Kluft der Ungerechtigkeit zu verringern, die durch das alte Finanzsystem verursacht wird. Beim Investieren in Teilaktien mit einem beliebigen Geldbetrag, rund um die Uhr, geht es genau darum: Zugänglichkeit, Flexibilität und Erschwinglichkeit“. Man wolle letztlich „allen Menschen ermöglichen, finanzielle Freiheit für ihre Zukunft aufzubauen“.

Disclaimer: Die Bitpanda GmbH ist mit 3,9849 % an der Brutkasten Media GmbH beteiligt.

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Bildunterschrift: V. l. n. r.: Jonathan Grothaus (CEO & Founder myflexbox), Martin Trittler (CFO DeinFach), Lukas Beckedorff (CEO DeinFach) und Peter Klima (CTO & Founder myflexbox) | (c) myflexbox

Der Salzburger Paketstationen-Anbieter myflexbox und DeinFach, eine Tochter der Deutschen Post AG, schließen sich zusammen. Das gaben die DHL Group und myflexbox am Donnerstag in einer Aussendung bekannt. Die anbieteroffenen Automatennetze der beiden Unternehmen sollen künftig unter der Marke myflexbox geführt werden. Die Marke DeinFach wird schrittweise in myflexbox überführt.

Laut Aussendung betreibt myflexbox rund 3.000 Paketstationen in Deutschland und Österreich. Sie ergänzen das deutsche Automatennetz aus rund 19.000 DHL-Packstationen, Poststationen und DeinFach-Automaten. Nach Angaben der Unternehmen entsteht damit das mit Abstand größte anbieteroffene Paketstationsnetz im deutschsprachigen Raum. Das Modell, Stationen für verschiedene Paketdienstleister bereitzustellen, soll erhalten bleiben.

Verkauf an die DHL-Gruppe

Wie der Deal rechtlich und wirtschaftlich ausgestaltet ist, geht aus der Aussendung nicht hervor. Dort ist von einem Zusammenschluss die Rede, Angaben zu Anteilen, Kaufpreis und künftiger Führung fehlen.

Laut einem Bericht von salzburg.ORF.at wird myflexbox an die DHL-Gruppe verkauft. Der Kauf erfolge über die DHL-Tochter AZL GmbH, die bisher die Marke DeinFach betreibt. Verkäufer sei Star Capital, zum Kaufpreis gebe es keine Angaben.

brutkasten hat bei der Deutschen Post AG zur Deal-Struktur angefragt. Bis zum Erscheinen dieses Artikels gab es keine Rückmeldung.

50.000 Paketautomaten bis 2030

Die Deutsche Post AG verbindet mit dem Schritt ein Ausbauziel. Bis 2030 will sie Verbraucher:innen in Deutschland insgesamt rund 50.000 Paketautomaten zur Verfügung stellen. Mehr als die Hälfte davon sollen anbieteroffene myflexbox-Stationen sein. Langfristig soll die große Mehrheit der Menschen in Deutschland eine Paketstation in fünf bis zehn Gehminuten erreichen.

„Gemeinsam bringen wir den Ausbau des größten offenen Paketstations-Netzwerks auf eine neue Ebene“, wird myflexbox-CEO und Founder Jonathan Grothaus in der Aussendung zitiert. DeinFach-Geschäftsführer Lukas Beckedorff erklärt, man nutze bestehende Standorte, erschließe zusätzliche und verkürze damit die Wege für Verbraucher:innen.

Gegründet bei der Salzburg AG

myflexbox wurde 2018 als Corporate-Startup der Salzburg AG gegründet und 2022 ausgegründet. Im Februar 2023 holte das Unternehmen 75 Millionen Euro vom Star IV Fonds, der von Star Capital Partnership LLP verwaltet wird (brutkasten berichtete). Seither stand es im Mehrheitsbesitz eines Investorenkonsortiums.

Zuletzt ist das Unternehmen stark gewachsen. Im September 2025 betrieb myflexbox fast 1.400 Paketstationen in Deutschland und Österreich, davon 660 in Österreich (brutkasten berichtete). Mit den nun genannten rund 3.000 Stationen hat sich das Netz in etwa einem Jahr mehr als verdoppelt.

Mitgründer und Ex-Co-CEO Lukas Wieser ist seit Mai 2026 als Interim Head of Growth beim Linzer HR-Tech teamecho tätig (brutkasten berichtete).

Post und DPD als Partner in Österreich

In Österreich zählen unter anderem die Österreichische Post und DPD zu den Logistikpartnern. Die Post mietet seit 2024 Abholfächer in den myflexbox-Stationen (brutkasten berichtete). DPD sicherte sich im Vorjahr rund 9.000 Fächer und damit fast ein Viertel der hierzulande verfügbaren Fächer. Wie sich der Deal mit einer Tochter der Deutschen Post AG auf diese Partnerschaften auswirkt, lässt die Aussendung offen.

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