21.01.2026
KRYPTO

Bitpanda startet Handel mit „richtigen“ Aktien – und holt Oscar-Gewinner als Testimonial

Bitpanda ermöglicht nun mit seiner Neuerung erstmals den Erwerb von Aktien und ETFs. Zudem wird der zweifache Oscar-Preisträger und Österreicher Christoph Waltz im Rahmen einer europaweiten Partnerschaft Markenbotschafter der Kryptobörse.
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Bitpanda
Bitpanda Headquarter in Wien | Foto: Bitpanda GmbH

Am 29. Jänner 2026 wird Bitpanda sein Angebot um den Handel mit insgesamt mehr als 10.000 Aktien und ETFs erweitern. Damit sollen Nutzer:innen künftig über eine einzige, vollständig regulierte App in zentrale Anlageklassen investieren können. Neben Aktien und ETFs umfasst das Angebot weiterhin Kryptowährungen sowie Edelmetalle.

Bisher war auf Bitpanda, rechtlich betrachtet, kein Handel mit Aktien möglich: Man investierte vielmehr in „vollständig regulierte und hinterlegte Derivatprodukte“, die die jeweiligen Aktien und ETFs tracken. Nun jedoch möchte möchte das heimische Unicorn den Handel mit Aktien, Aktienbruchteilen und ETFs zu einer Pauschalgebühr von einem Euro pro Order ermöglichen. Depotgebühren fallen nicht an, ebenso verzichtet das Unternehmen auf Zahlungen für Orderflow. Für Nutzer:innen in Österreich und Deutschland ist von Beginn an eine automatische steuerliche Abwicklung vorgesehen.

Bitpanda: Oscar-Gewinner und Twitch-Challenge

Begleitet wird die Neuerung von einer groß angelegten Werbeaktion. Oscar-Preisträger Christoph Waltz ist das Gesicht der Kampagne, die über mehrere Kanäle hinweg ausgerollt wird. Der gebürtige Österreicher gewann 2010 als SS-Standartenführer Hans Landa in „Inglorious Basterds“ einen Oscar als bester Nebendarsteller. 2013 folgte die zweite Auszeichnung für „Django Unchained“. Ergänzt wird die Kampagne durch eine Vielzahl von Aktivierungsinitiativen, darunter eine Twitch Streamer-Challenge und eine Reihe von Bildungsinhalten.

(c) Wikimedia.Commons/Philipp von Ostau – Christoph Waltz wird neues Testimonial von Bitpanda.

„Nächste Evolutionsstufe“

Darüber hinaus bleiben zentrale Funktionen der Plattform auch für das erweiterte Anlageangebot erhalten. Dazu zählen unter anderem der Verzicht auf Ein- und Auszahlungsgebühren, Order-Typen wie Limit-Orders über alle Anlageklassen hinweg sowie eine einheitliche Benutzeroberfläche.

Auch bei der Portfolioverwaltung setzt Bitpanda auf Vereinfachung: Bestehende Wertpapierbestände lassen sich mit wenigen Schritten übertragen, sodass unterschiedliche Anlageformen zentral in einer App gebündelt werden können.

„Vor elf Jahren haben wir Kryptowährungen für alle einfach und sicher gemacht. Jetzt kommt die nächste Evolutionsstufe für Bitpanda und für den Finanzmarkt: Zum ersten Mal vereinen wir alle Märkte und Anlageklassen in einer einzigen App“, sagt Eric Demuth, Vorsitzender und Mitbegründer von Bitpanda.

Bitpanda, Christoph Waltz, Oscar
(c) Bitpanda – Lukas Enzersdorfer-Konrad (l.) und Eric Demuth von Bitpanda.

Lukas Enzersdorfer-Konrad, CEO von Bitpanda, ergänzt: „Mit unserer Pauschalgebühr von ein Euro pro Transaktion und kostenlosen Sparplänen für Aktien und ETFs senken wir die Einstiegshürden und machen das Investieren genauso einfach und intuitiv wie mit unserem marktführenden Krypto-Angebot.“

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Die Trinsik-Partner (vl.): Marcel Grosskopff, Georg Frick, Manuel Hörl und Lukas Meusburger | (c) Trinsik
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40 Mitarbeiter:innen an fünf Standorten bzw. Tochtergesellschaften in Wien, Budapest, Dornbirn, München und Zürich; dazu Referenzkunden wie ABB, Andritz, EnBW, Lufthansa, Verbund, Hitachi Energy, ÖBB, Erste Stiftung und die Europäische Investitionsbank. Der in Vorarlberg gegründete Venture Builder V_Labs hat in den zehn Jahren seines Bestehens sein Konzept bewiesen. Er stand etwa auch bei der Ausgründung von MyFlexbox aus der Salzburg AG und dem folgenden Investment von 75 Millionen Euro im Hintergrund.

Strategie statt Experimente

Die Weiterentwicklung in der vergangenen Dekade war aber nicht nur quantitativer Natur, erzählt Managing Partner Lukas Meusburger gegenüber brutkasten: „Die ganze Szene hat sich seitdem massiv gewandelt. Es geht heute viel weniger ums Experimentieren. Die Initiativen kommen mittlerweile direkt aus der Unternehmensstrategie und sollen richtigen Impact erzielen.“

Was der Gründer sagt, spiegelt sich auch in einer kürzlich veröffentlichten Studie des Wiener Mitbewerbers whataventure wieder – brutkasten berichtete. Schon im Vorjahr hatte man dort an gleicher Stelle konstatiert, Venture Building sei „über die Experiment-Phase hinaus“. Durch aktuelle Budgetkürzungen fällt der Befund dieses Jahr noch schärfer aus: Die klare Kopplung von Corporate-Venturing-Aktivitäten an die Unternehmensstrategie sei mittlerweile Überlebenskriterium.

Extrinsischer Beitrag zu intrinsischen Zielen

V_Labs habe sich im Lichte dieser Entwicklungen bereits in den vergangenen mindestens fünf Jahren gewandelt, erzählt Meusburger. Und eines sei dabei klar geworden: Die Selbstdefinition als Labor, die sich im Namen V_Labs widerspiegelt, passt 2026 nicht mehr. Auch „Venture Builder“ reiche heute nicht mehr aus, sagt der Gründer. Nun wurde die neue Brand präsentiert: Trinsik tritt als „Business Creation Studio“ auf. „Wir zeigen damit, dass wir noch näher am Kerngeschäft sind“, so Meusburger.

Und warum Trinsik? Man wolle Partnern das notwendige extrinsische Element liefern, um ihre intrinsisch motivierten Innovationsbestrebungen zu erfüllen. „We help you build the bold ideas you can’t afford to leave on paper“, lautet der neue Slogan dazu. „Die Corporates, die es ernst meinen, scheuen nicht davor zurück, große Wetten einzugehen. Aber die Execution bleibt dabei die große Herausforderung“, sagt Meusburger. Das habe sich auch durch KI nicht geändert. „Man kann zwar schneller einen Prototypen bauen, aber die internationale Ausrollung und Skalierung braucht nach wie vor Erfahrung und Wissen.“

Auch dieser Befund deckt sich – nicht ganz überraschend – mit jenem von Mitbewerber whataventure. Dabei machen beide eine weitere Entwicklung im Corporate-Venturing-Bereich aus, die negativ gedeutet werden kann, ihnen aber dennoch in die Hände spielt: Zahlreiche interne Innovationsprogramme – auch bei großen Corporates – wurden in den vergangenen Jahren wieder gestrichen. Die Innovationsagenden wanderten dabei direkt in die Business-Units zurück. Das ändere aber nichts an einer Tatsache, ist Meusburger überzeugt: „Der Bedarf bei Corporates, sich strategisch weiterzuentwickeln, hat sich kein bisschen verändert.“ Und der Bedarf für externe Hilfe sei dabei größer denn je.

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