16.08.2022

Bitpanda & Snowflake im AWS Tech Talk: Datenmanagement in nur einem Jahr neu aufgestellt

Sie wachsen und arbeiten beide mit Amazon Web Services (AWS) eng zusammen: Im AWS Tech Talk teilen Aanchal Sharma, Head of Data bei Bitpanda und Eva Murray, Lead Evangelist EMEA bei Snowflake, wie eine zentrale Datenplattform Unternehmen bei der Erreichung ihrer Ziele unterstützt.
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Aanchal Sharma, Head of Data bei Bitpanda und Eva Murray, Lead Evangelist EMEA bei Snowflake, im AWS Tech Talk
Aanchal Sharma, Head of Data bei Bitpanda und Eva Murray, Lead Evangelist EMEA bei Snowflake, im AWS Tech Talk | (c) brutkasten
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Das Fintech-Unternehmen Bitpanda wurde 2014 gegründet und zählt heute zu Europas führenden Handelsplattformen für den Kauf und Verkauf von digitalen Assets wie Bitcoin. Aanchal Sharma ist seit knapp einem Jahr Head of Data bei Bitpanda und hat seitdem gemeinsam mit ihrem Team die Datenstrategie neu aufgestellt. Zu Beginn habe es viele Datensilos im Unternehmen gegeben und die Daten wurden ineffizient genutzt. Sharma hatte eine klare Vision die Daten an einer zentralen Stelle zu sammeln, zu verarbeiten, damit Mitarbeiter:innen abteilungsübergreifend auf die Daten zugreifen und diese nutzen können.

„Das Wichtigste war zu verstehen, dass Geschäftsstrategie und Datenstrategie Hand in Hand gehen. Man kann nicht eine Datenstrategie isoliert von den übergreifenden Zielen und Strategien aufbauen. Für mich war es entscheidend, die Geschäftsstrategie zu verstehen und dann zu definieren, wie Daten diese Ziele unterstützen“, so Aanchal Sharma.

Sharma nennt drei Komponenten, die für die Entwicklung der Datenstrategie im Fokus standen: Alle Ziele mit der Geschäftsstrategie abzustimmen, die Mitarbeiter:innen zu motivieren, die verfügbaren Daten zu nutzen und die richtige Technologie zu finden. An dieser Stelle brauchte es einen Partner, mit dem Bitpanda das Projekt umsetzen konnte.

Daten-Organisation über eine einzige zentrale Plattform

Snowflake ist eine Platform-as-a-Service-Lösung (PaaS), mit der Unternehmen auf Speicher und Rechenleistungen, als auch weitere Dienste, etwa für Data Warehousing, Data Lakes, Data Engineering und Data Science, zugreifen können. Bitpanda konnte sein Angebot so ganz einfach aufbauen und dabei auf bestehende Dienste wie einfaches Data Sharing, zurückgreifen, ohne diese selbst entwickeln zu müssen. „Hätten wir unsere Infrastruktur von Grund auf selbst bauen müssen, hätte das Projekt natürlich viel länger gedauert. Aber die Zusammenarbeit mit Partnern wie Snowflake hat es uns ermöglicht, innerhalb von nur einem Jahr eine abteilungsübergreifende, funktionierende Datenplattform zu schaffen“, so Sharma.

Snowflake in der AWS Cloud

Nach der erfolgreichen Migration in die PaaS-Lösung von Snowflake, die auf der AWS Cloud läuft, wurde die Skalierbarkeit, sowie die Anzahl der gleichzeitigen Benutzer erhöht. AWS und Snowflake sorgen gemeinsam für Innovationen, die es Finanzunternehmen erleichtern, ihre Daten in der Cloud zu teilen, zu verwalten und zu analysieren.

„Da wir unsere Services ausschließlich in der Cloud anbieten, ist AWS durch seine Vielzahl an Zertifizierungen und Standards beim Thema Datenschutz und Datensicherheit der richtige Ansprechpartner für uns. Wir blicken bereits auf eine langjährige Zusammenarbeit mit AWS zurück und werden Unternehmen auch weiterhin gemeinsam bei ihrem Schritt in das digitale Datenmanagement unterstützen. Wenn Unternehmen einen zentralen und geordneten Zugriff auf ihre Daten haben, fördert das die Innovation und Kreativität. Daraus entstehen neue Produkte, Dienstleistungen oder ganz neue Geschäftsmodelle“, meint Eva Murray, Lead Evangelist EMEA bei Snowflake.

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NovaLabs
© NovaLabs - Gründer von NovaLabs: Christian Gubik und David Schweiger (v. l.).

NovaLabs ist ein steirischer Produzent von Nahrungsergänzungsmitteln und hat seit der Gründung vor rund fünf Jahren den Umsatz jährlich verdoppelt: Allein heuer sollen 25 Millionen Euro erwirtschaftet werden, so das Ziel.

NovaLabs: Drei Millionen Euro in neue Anlagen

Das Wachstum veranlasste die beiden Gründer und Geschäftsführer David Schweiger und Christian Gubik nun zum nächsten Expansionsschritt: Nachdem heuer bereits rund zwei Millionen Euro in den Aufbau des kürzlich eröffneten zweiten Standorts in Graz-Rudersdorf geflossen sind, werden bis Jahresende weitere drei Millionen Euro in neue Maschinen und Anlagen investiert.

„Der Markt für Nahrungsergänzungsmittel – von Proteinen und Kollagen über Vitamine bis hin zu Mineralstoffen – wächst extrem stark. Wir haben uns als Produzent mit hohem Qualitätsanspruch einen Namen gemacht. Mit der aktuellen Investition bauen wir unsere Kapazitäten gezielt aus, um mit der steigenden Nachfrage Schritt halten zu können“, erklärt das Gründerduo unisono.

Im Mittelpunkt des Investitionsprogramms stehen zwei neue Verpackungslinien für Kapseln am Standort Graz-Rudersdorf. Auch am Hauptsitz in Graz-Straßgang wird die Produktion erweitert: Eine neue Füllmaschine dosiert pulverförmige und optional auch flüssige Produkte automatisiert in Stickpacks. Ergänzt wird die Anlage durch eine neue Standbodenbeutel-Linie für wiederverschließbare Pulververpackungen sowie einen Pick-and-Place-Roboter. Damit soll vor allem die steigende Nachfrage nach pulverförmigen Produkten, insbesondere Kollagen, abgedeckt werden.

„Pulver im Standbodenbeutel oder in den Stickpacks ist derzeit eines der großvolumigsten Segmente am Markt. Gleichzeitig sehen wir weiterhin eine sehr starke Nachfrage nach Kapseln in unterschiedlichsten Formen und Rezepturen“, sagt Schweiger. Die neuen Anlagen werden dem Unternehmen zufolge sukzessive in den kommenden Wochen geliefert beziehungsweise in Betrieb genommen. Bis Jahresende soll das gesamte Investitionsprogramm umgesetzt sein.

Neue Mischhalle

Auch am Grazer Hauptsitz wird erweitert: In die bestehende Produktion wird eine neue Mischhalle mit drei Anlagen integriert. Dort werden Rohstoffe künftig automatisiert eingewogen, zugeführt und weiterverarbeitet. Zum Einsatz kommt unter anderem ein Kugelmischer mit einem Fassungsvermögen von rund 2.000 Litern. Zwei gegenläufig arbeitende Wellen würden dabei für eine gleichmäßige Durchmischung sorgen. Der Mischvorgang soll dadurch von bisher bis zu 20 Minuten auf rund 90 Sekunden verkürzt werden.

Dabei gehe es aber nicht nur um Geschwindigkeit, sagt Schweiger: „Die immer komplexeren Zusammensetzungen stellen auch höhere Ansprüche an die eingesetzte Mischtechnologie. Bei einer Rezeptur können beispielsweise mehrere hundert Kilogramm eines Rohstoffes mit nur wenigen Gramm eines anderen Wirkstoffes kombiniert werden. Auch bei diesen Kleinstmengen muss am Ende eine gleichmäßige Verteilung im gesamten Produkt sichergestellt werden.“ Das Gründer-Duo sieht darin auch einen Beleg für eine sich immer stärker professionalisierende Branche: „Was vor wenigen Jahren mit klassischen Fassmischern ausreichend war, genügt den heutigen Anforderungen nicht mehr.“

NovaLabs-Umsatz genährt durch Export

Bemerkenswert ist zudem, dass rund 50 Prozent des NovaLabs-Umsatzes mittlerweile im Export erzielt werden. Deutschland ist mit rund 40 Prozent des Gesamtumsatzes inzwischen der wichtigste Auslandsmarkt. Weitere Produkte gehen unter anderem in die Schweiz, nach Belgien und Frankreich. Über Kunden und Vertriebspartner gelangen die in der Steiermark hergestellten Nahrungsergänzungsmittel darüber hinaus bis nach Dubai und China. „Unsere Kunden wachsen – und wir mit ihnen. Gleichzeitig gewinnen wir laufend neue Aufträge. Unsere Aufgabe ist deshalb, die Produktion heute bereits so aufzustellen, dass sie auch mit den Mengen von morgen umgehen kann“, sagt Gubik.

Der Expansionskurs macht sich bei NovaLabs auch bei der Beschäftigung bemerkbar. Anfang des Jahres verfügte NovaLabs über 76 Mitarbeiter:innen. Rund 30 zusätzliche Stellen wurden 2026 bislang geschaffen – die Beschäftigtenzahl ist damit auf über 100 gestiegen. Weitere Neueinstellungen sind bis Jahressende geplant.

„Je automatisierter und größer wir werden, desto wichtiger werden Menschen, die Prozesse verstehen, Anlagen beherrschen und unsere Strukturen mitentwickeln“, erklärt Schweiger. Für ihn und Co-Gründer Gubik ist die Millioneninvestition daher weniger Abschluss der jüngsten Expansion als Vorbereitung auf die nächste Wachstumsstufe, so die Geschäftsführer: „Am ursprünglichen Ziel hat sich nichts geändert: Wir sind angetreten, um Europas führender Produzent für Nahrungsergänzungsmittel zu werden. Dafür schaffen wir jetzt die industrielle Basis.“

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