11.02.2026
KRYPTO

Bitpanda präsentiert neuen internationalen Kunden für B2B-Angebot

Bitpanda treibt den Ausbau seiner B2B-Sparte Bitpanda Technology Solutions (BTS) weiter voran und hat einen neuen Kunden, der im Nahen Osten und im asiatisch-pazifischen Raum aktiv ist.
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Nadeem Ladki, Global Head von Bitpanda Technology Solutions. | © Bitpanda

Bitpanda Technology Solutions (BTS) ist die Software-as-a-Service-Lösung des Wiener Krypto-Unicorns, das Finanzunternehmen die technische Infrastruktur für den Handel und die Verwaltung digitaler Vermögenswerte zur Verfügung stellt (brutkasten berichtete).

Partner können damit das B2B-Produktangebot von Bitpanda direkt in ihre eigenen Anwendungen integrieren und ihren Kund:innen damit Zugang zu digitalen Assets ermöglichen. In den vergangenen Monaten ist das Unternehmen unter anderem Partnerschaften mit Onda Finance in Brasilien sowie mit Ribbon PLC im Vereinigten Königreich eingegangen (brutkasten berichtete).

Lulu Financial im Nahen Ost und asiatisch-pazifischen Raum aktiv

Nun folgt die nächste internationale Kooperation: Bitpanda Technology Solutions arbeitet künftig mit Lulu Financial Holdings zusammen, einem Finanzdienstleister mit starker Präsenz im Nahen Osten und im asiatisch-pazifischen Raum. Seinen Sitz hat das Unternehmen in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Im Nahen Osten hat Bitpanda Technology Solutions bereits mehrere Kunden präsentiert. In die Asien-Pazifik-Region wiederum will das Fintech erst expanieren. Dafür hatte das Wiener Unternehmen erst vor wenigen Wochen Jessica Wu als Verantwortliche präsentiert. Sie leitet diesen Markt von Singapur aus (brutkasten berichtete).

Zugang zu digitalen Assets

„Wir sehen digitale Assets zunehmend als festen Bestandteil moderner Finanzdienstleistungen und nicht als isoliertes Produkt“, sagt Nadeem Ladki, Global Head von BTS. „Unsere Aufgabe ist es, Finanzinstitute dabei zu unterstützen, digitale Assets skalierbar zu integrieren und nahtlos in bestehende Finanzprozesse einzubetten. So erreicht Krypto den Mainstream.“

Im Rahmen der Zusammenarbeit soll LuLu Financial seinen Kund:innen künftig den Handel mit digitalen Assets über die eigenen Plattformen anbieten. Der Service soll im Laufe des Jahres auf mehreren LuLuFin-Plattformen ausgerollt werden. Bitpanda wird dabei als VARA-lizenzierter Partner die Brokerage-Services bereitstellen.

„Mit der Weiterentwicklung der Kundenerwartungen wird der Zugang zu digitalen Assets zu einem wichtigen Bestandteil des breiteren Finanzökosystems“, sagt Joseph Cleetus, VP Business Transformation bei LuLu Financial Holdings. „Im Rahmen dieser Zusammenarbeit konzentrieren wir uns darauf, kundenzentrierte Zugangswege zur Teilnahme am digitalen Asset-Markt über unsere Plattformen bereitzustellen.“

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Bildunterschrift: V. l. n. r.: Jonathan Grothaus (CEO & Founder myflexbox), Martin Trittler (CFO DeinFach), Lukas Beckedorff (CEO DeinFach) und Peter Klima (CTO & Founder myflexbox) | (c) myflexbox

Der Salzburger Paketstationen-Anbieter myflexbox und DeinFach, eine Tochter der Deutschen Post AG, schließen sich zusammen. Das gaben die DHL Group und myflexbox am Donnerstag in einer Aussendung bekannt. Die anbieteroffenen Automatennetze der beiden Unternehmen sollen künftig unter der Marke myflexbox geführt werden. Die Marke DeinFach wird schrittweise in myflexbox überführt.

Laut Aussendung betreibt myflexbox rund 3.000 Paketstationen in Deutschland und Österreich. Sie ergänzen das deutsche Automatennetz aus rund 19.000 DHL-Packstationen, Poststationen und DeinFach-Automaten. Nach Angaben der Unternehmen entsteht damit das mit Abstand größte anbieteroffene Paketstationsnetz im deutschsprachigen Raum. Das Modell, Stationen für verschiedene Paketdienstleister bereitzustellen, soll erhalten bleiben.

Verkauf an die DHL-Gruppe

Wie der Deal rechtlich und wirtschaftlich ausgestaltet ist, geht aus der Aussendung nicht hervor. Dort ist von einem Zusammenschluss die Rede, Angaben zu Anteilen, Kaufpreis und künftiger Führung fehlen.

Laut einem Bericht von salzburg.ORF.at wird myflexbox an die DHL-Gruppe verkauft. Der Kauf erfolge über die DHL-Tochter AZL GmbH, die bisher die Marke DeinFach betreibt. Verkäufer sei Star Capital, zum Kaufpreis gebe es keine Angaben.

brutkasten hat bei der Deutschen Post AG zur Deal-Struktur angefragt. Bis zum Erscheinen dieses Artikels gab es keine Rückmeldung.

50.000 Paketautomaten bis 2030

Die Deutsche Post AG verbindet mit dem Schritt ein Ausbauziel. Bis 2030 will sie Verbraucher:innen in Deutschland insgesamt rund 50.000 Paketautomaten zur Verfügung stellen. Mehr als die Hälfte davon sollen anbieteroffene myflexbox-Stationen sein. Langfristig soll die große Mehrheit der Menschen in Deutschland eine Paketstation in fünf bis zehn Gehminuten erreichen.

„Gemeinsam bringen wir den Ausbau des größten offenen Paketstations-Netzwerks auf eine neue Ebene“, wird myflexbox-CEO und Founder Jonathan Grothaus in der Aussendung zitiert. DeinFach-Geschäftsführer Lukas Beckedorff erklärt, man nutze bestehende Standorte, erschließe zusätzliche und verkürze damit die Wege für Verbraucher:innen.

Gegründet bei der Salzburg AG

myflexbox wurde 2018 als Corporate-Startup der Salzburg AG gegründet und 2022 ausgegründet. Im Februar 2023 holte das Unternehmen 75 Millionen Euro vom Star IV Fonds, der von Star Capital Partnership LLP verwaltet wird (brutkasten berichtete). Seither stand es im Mehrheitsbesitz eines Investorenkonsortiums.

Zuletzt ist das Unternehmen stark gewachsen. Im September 2025 betrieb myflexbox fast 1.400 Paketstationen in Deutschland und Österreich, davon 660 in Österreich (brutkasten berichtete). Mit den nun genannten rund 3.000 Stationen hat sich das Netz in etwa einem Jahr mehr als verdoppelt.

Mitgründer und Ex-Co-CEO Lukas Wieser ist seit Mai 2026 als Interim Head of Growth beim Linzer HR-Tech teamecho tätig (brutkasten berichtete).

Post und DPD als Partner in Österreich

In Österreich zählen unter anderem die Österreichische Post und DPD zu den Logistikpartnern. Die Post mietet seit 2024 Abholfächer in den myflexbox-Stationen (brutkasten berichtete). DPD sicherte sich im Vorjahr rund 9.000 Fächer und damit fast ein Viertel der hierzulande verfügbaren Fächer. Wie sich der Deal mit einer Tochter der Deutschen Post AG auf diese Partnerschaften auswirkt, lässt die Aussendung offen.

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