03.12.2025
B2B-ANGEBOT

Bitpanda kündigt Expansion in die Asien-Pazifik-Region an

Das Wiener Unicorn setzt mit seiner B2B-Schiene Bitpanda Technology Solutions (BTS) den nächsten Expansionsschritt. Managerin Jessica Wu leitet das Asien-Pazifik-Geschäft von Singapur aus.
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Das Bitpanda-Headquarter in Wien (c) Bitpanda
Das Bitpanda-Headquarter in Wien | (c) Bitpanda

Während sich Bitpanda mit seinem B2C-Angebot weiterhin klar auf Europa fokussiert – dieses Jahr etwa mit der Expansion ins Vereinigte Königreich -, schreitet die globale Expansion mit der B2B-Schiene Bitpanda Technology Solutions (BTS) weiter voran. Nachdem zunächst der arabische Raum erschlossen wurde, wo man mittlerweile mehrere Kunden vorweisen kann, folgte dieses Jahr zunächst der Schritt nach Lateinamerika (LATAM).

Jessica Wu wird Head of APAC bei Bitpanda Technology Solutions

Nun, noch rechtzeitig vor Jahresende, verkündete das Wiener Unicorn die nächste Ausbaustufe: BTS expandiert in die Asien-Pazifik-Region (APAC). Dort sollen weitere Banken und FinTechs als Kunden gewonnen werden, die ihr Krypto-Angebot über Bitpanda bereitstellen. Wie immer setzt das Scaleup auch hier auf seine Stärke im Bereich Regulatorik. Die Leitung des APAC-Geschäfts übernimmt die Digital-Asset- und FinTech-Expertin Jessica Wu von Singapur aus.

„Einer der dynamischsten Märkte für Innovation im Bereich digitaler Vermögenswerte“

„APAC stellt den nächsten entscheidenden Schritt in unserem globalen Wachstum dar“, kommentiert Nadeem Ladki, Global Head von Bitpanda Technology Solutions. „Mit Jessicas Leadership können wir die gleiche vertrauenswürdige, regulierte Infrastruktur liefern, die unseren Erfolg in Europa, den VAE und LATAM ermöglicht.“ Und Wu meint: „APAC ist einer der dynamischsten Märkte für Innovation im Bereich digitaler Vermögenswerte. Unser Ziel ist es, Institutionen mit der notwendigen Technologie und regulatorischen Sicherheit auszustatten, damit sie verantwortungsvoll und effektiv skalieren können.“

BTS: Namhafte Kunden auf mehreren Kontinenten

BTS kann mittlerweile eine ganze Reihe namhafter Kunden vorweisen. Darunter sind Großbanken wie Société Générale, Deutsche Bank oder Raiffeisen Landesbank Niederösterreich-Wien ebenso wie große FinTechs wie N26 in Europa; die RAKBANK aus den Emiraten oder Onda Finance aus Brasilien. 

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Hansi Hansmann auf der Main Stage des Female Future Festivals 2026. © brutkasten

Unter dem Motto „The Power of Connection“ versammelten sich am 22. Oktober rund 2.000 Teilnehmende in der Wiener Ottakringer Eventlocation. Das von den Schwestern Verena Eugster und Patricia Zupan-Eugster gegründete Female Future Festival widmete sich Themen wie Leadership, künstlicher Intelligenz und Finanzkompetenz. Neben Fachpanels zu Verhandlungsstrategien oder finanzieller Gesundheit war auch Business Angel Hansi Hansmann als Keynotespeaker auf der Bühne zu sehen.

„…, weil ich glaube, dass es unsere Welt besser macht“

Im Gespräch mit brutkasten nannte Hansmann seine Motivation für den Besuch: „Ich habe zwei kleine Töchter und ich möchte gerne, dass meine Töchter später im Leben irgendwann alles das machen können, was sie machen wollen, ohne dass ihr Geschlecht sie daran hindert.“ „Ich bin ein ganz, ganz großer Fan davon, dass es mehr Unternehmerinnen und mehr Investorinnen gibt. Überhaupt mehr Frauen an der Macht, weil ich glaube, dass es unsere Welt besser macht“, ergänzt er zu seinen Beweggründen.

Was seine Beteiligungen angeht, sieht der Investor und ehemalige Manager in Sachen Geschlechterverteilung ein klares Muster: „Ich habe in alles investiert: in rein männliche Teams natürlich viel mehr, aber auch rein weibliche und gemischte Teams. Am besten performen gemischte Teams aus meiner Erfahrung.“

Der Hebel gemischter Teams

Den Vorteil gemischter Teams sieht Hansmann im Zusammenspiel unterschiedlicher Stärken: Es gebe „unterschiedliche Eigenschaften und Skills zwischen Frauen und Männern, und die Mischung macht’s aus“.

Als Beispiel nennt er den Markteintritt: „Ein reines Männerteam geht mit dem Produkt raus, wenn es fertig ist. Nach dem Motto ’das können wir mal rausschieben in den Markt, probieren wir mal, schauen wir mal, ob es ankommt.’ Beim reinen Frauenteam, da muss das Produkt perfekt sein. Und das dauert natürlich fünf Monate länger, bis die auf den Markt gehen, und damit vergeht Zeit.“ Für ihn gilt: „Das gemischte Team, wo sozusagen alle Stimmen zu Wort kommen, ist das Ideale.“

Deutlicher Finanzierungs-Gap in H1/2026

Doch obwohl die Teamkonstellation am besten zu performen scheint, bestehen nach wie vor große Ungleichheiten in Sachen Startup-Finanzierung. Erst kürzlich zeigte der Female Start-up Funding Index H1/2026 von EY Österreich, Female Founders und Fund F das Ausmaß. Im ersten Halbjahr flossen 472 Mio. Euro Risikokapital in österreichische Startups, ein Plus von 329 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Rein männliche Teams erhielten davon 94,9 Prozent, gemischte Teams 4,8 Prozent und rein weibliche Teams 0,3 Prozent. Der Frauenanteil unter den analysierten Gründer:innen lag bei rund 13 Prozent. „Frauen dürfen gründen. Finanziert werden Männer“, brachte es Lisa-Marie Fassl, Managing Partner von Fund F, in der damaligen Aussendung auf den Punkt.

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