09.05.2019

Auf Bitpanda kann man ab Montag mit Gold und Silber handeln

Auf Bitpanda kann man ab Montag mit Gold und Silber handeln, die Edelmetalle liegen physisch in der Schweiz. Spätestens nächstes Jahr will CEO Eric Demuth der größte Goldhändler Österreichs werden.
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Bitpanda-CEO Eric Demuth findet, dass es für Bitcoin und die Blockchain einen klugen Gesetzesrahmen braucht, der Innovationen fördert, und nicht behindert. - bitpanda ieo, best-token
Bitpanda-CEO Eric Demuth (c) Bitpanda.

Anfang April lud das Wiener Krypto-Unternehmen Bitpanda zu einer Pressekonferenz, um über die neu erworbene PSD-2-Lizenz zu sprechen. In diesem Kontext ließ CEO Eric Demuth bereits anklingen, dass man „weitere interessante Finanzprodukte“ plane. Unter anderem wurde im Rahmen der Pressekonferenz über die Möglichkeiten von digitalisierten Edelmetallen diskutiert: Man könnte die Assets zum Beispiel in kleinere digitale Teile zerlegen – statt über 1000 Euro für eine Unze Gold könnte man zum Beispiel nur ein Hundertstel einer Unze für einen Bruchteil des Preises kaufen, hieß es (der brutkasten berichetete).

Im Rahmen des Pioneers 19 in der Wiener Hofburg macht Demuth nun Nägel mit Köpfen: Ab Montag wird es möglich sein, Gold und Silber auf der Plattform zu handeln. Demuth verkündete dies in seinem Talk am ersten Tag des Events, parallel dazu gab das Unternehmen die neue Assetklasse via Twitter bekannt.

Im Gespräch mit dem brutkasten gibt sich Demuth zuversichtlich, dass das Produkt vor allem wegen der vergleichsweise niedrigen Gebühren von den Kunden gut angenommen wird: „Ich glaube, dass wir schon nächstes Jahr der größte Goldhändler Österreichs sein werden“, sagt er: „Wenn nicht sogar schon dieses Jahr.“

Echtes Gold, keine Steuern

Bei „Bitpanda Metals“ handelt es sich nicht etwa um Krypto-Assets wie Bitcoins oder Ether, sondern um 100 Prozent versicherte Edelmetalle, die physisch „in einem Hochsicherheitslager in der Schweiz“ hinterlegt sind. Wer bei Bitpanda also Gold kauft, wird rechtlicher Eigentümer von einem gewissen Anteil Gold.

Als Partner dafür konnten die Anbieter  ‘pro aurum’ und ‘philoro’ gewonnen werden. Da die Edelmetalle in einem Zollfreilager in der Schweiz liegen, fällt laut Bitpanda auch beim Kauf von  Silber keine Mehrwertsteuer an.

Die Bitpanda-Gebühren für Gold und Silber

Als einen Vorteil nennt das Unternehmen auf der entsprechenden Landing Page die vergleichsweise niedrigen Gebühren: Bis 15. Juni zahlt man bei Bitpanda keine Gebühren für den Kauf von Gold und Silber. Danach betragen die Gebühren für den Kauf von Gold 0,5 Prozent, hinzu kommen Lagergebühren von 0,0125 Prozent pro Woche. Für Silber zahlt man eine Gebühr von 2,5 Prozent beim Kauf und 2 Prozent beim Verkauf. Für die Versicherung und Lagerung zahlt man pro Woche 0,025 Prozent des Gesamtwertes.

Die User können laut Bitpanda außerdem mit den Edelmetallen Sparpläne erstellen, um regelmäßig und wiederkehrend zu investieren. Außerdem können die Edelmetalle mit den anderen auf Bitpanda erhältlichen Assets getauscht werden. Die Sparpläne können außerdem mit anderen Assets kombiniert werden.


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calliora
© calliora - Frederik Träuble und Jonas Wildberger.

Das Münchner Startup calliora von Frederik Träuble und Jonas Wildberger entwickelt eine KI-Plattform für Krankenhäuser, die den Verwaltungs- und Abrechnungsaufwand reduzieren und Erlöse besser absichern soll. Nach Angaben des Unternehmens begleitet die Software Behandlungsfälle von der Aufnahme bis zur Abrechnung und verknüpft dafür Informationen aus verschiedenen bestehenden Systemen.

calliora: Fokus auf Dokumentation und Abrechnung

Ein Schwerpunkt liegt auf Dokumentation und Abrechnung. Die Plattform unterstützt bei der Kodierung und prüft Fälle auf typische Prüfmuster des Medizinischen Dienstes. Zudem sollen abrechnungsrelevante Informationen frühzeitig erkannt und für die weitere Bearbeitung im Krankenhaus bereitgestellt werden. Für das Controlling bietet calliora eigene Auswertungen und Analysen an.

Hinter dem Produkt steht die Annahme, dass Informationen zu einem Behandlungsfall in Krankenhäusern über zahlreiche unterschiedliche Systeme und Prozesse verteilt sind. Fehlen Angaben oder werden sie nicht an der richtigen Stelle übernommen, kann dies zu zusätzlichem Bearbeitungsaufwand oder zu Problemen bei der Abrechnung führen. Calliora will diese Lücken durch eine zentrale, KI-gestützte Verarbeitung der vorhandenen Informationen verringern.

Bertelsmann und Angel-Investoren dabei

Nun hat das Münchner Startup eine Pre-Seed-Finanzierungsrunde über sechs Millionen US-Dollar abgeschlossen: „Unsere Pre-Seed-Runde wird von BHI – Bertelsmann Healthcare Investments und redalpine angeführt. Mit dabei sind Angel-Investoren aus Krankenhausmanagement und KI, darunter Dr. Ulrich Wandschneider (ehemaliger CEO von Asklepios und Mediclin AG), Sara Siegel (Global Health Sector Leader, Deloitte), Peter Sarlin (Postscriptum, NestAI, QuTwo & Silo AI) und Frank Hutter (Prior Labs)“, schreibt das Startup in einem LinkedIn-Post.

Die Plattform soll bereits bei der Aufnahme eines Falls unterstützen und prüfen können, ob eine Behandlung ambulant, stationär oder als Hybrid-DRG abzurechnen ist. Dabei dokumentiert sie die dafür maßgeblichen Gründe. Im weiteren Verlauf soll die Software fehlende Informationen, Fristen und mögliche nächste Schritte erkennen und das Klinikpersonal dort einbinden, wo eine menschliche Prüfung erforderlich ist.

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